Tiefsinniger Gerichtsroman
Der Horizont der NachtDas Buch ist aus der Sicht des 57jährigen Anwalts Guido Guerrieri geschrieben und von Anfang an hat mir der pointierte, scharfsinnige Schreibstil gut gefallen. Mit der Geschichte seiner neuen Mandantin ...
Das Buch ist aus der Sicht des 57jährigen Anwalts Guido Guerrieri geschrieben und von Anfang an hat mir der pointierte, scharfsinnige Schreibstil gut gefallen. Mit der Geschichte seiner neuen Mandantin wird das Buch spannend, dazwischen gibt es persönliche Einschübe Guerrieris und mir hat der melancholische Unterton sehr gut gefallen. Die fast philosophischen Gespräche mit seinem Psychotherapeuten fand ich sehr interessant und unterhaltsam und sie waren ein guter Gegenpol zu seiner sehr sachlichen, Fakten fundierten Arbeit. Dieser italienische Justizroman hat mich durch seinen Tiefgang und seine Nachdenklichkeit abgeholt. Der Autor hat es nicht nötig, durch häufig wechselnde Perspektiven künstlich Spannung zu erzeugen, da die Spannung auf der psychologischen Tiefe fundiert und war damit eine tolle Abwechslung zu vielen anderen Kriminalromanen und Thrillern, die sich oft ähneln. Da es schon einige Bücher mit Guido Guerrieri gibt, werde ich diese auf jeden Fall noch lesen. Ich kann den Autor empfehlen!