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Veröffentlicht am 20.02.2026

Guter Ansatz, aber nicht das richtige Buch für mich

Klein & wild
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Meine Meinung
Dieses Buch ist tatsächlich eines der wenigen Fälle, bei denen ich das Konzept des Buches grundsätzlich gut finde, für mich selbst aber absolut nicht gebrauchen kann. Grund dafür war zu einhundert ...

Meine Meinung
Dieses Buch ist tatsächlich eines der wenigen Fälle, bei denen ich das Konzept des Buches grundsätzlich gut finde, für mich selbst aber absolut nicht gebrauchen kann. Grund dafür war zu einhundert Prozent die Tatsache, dass das Verständnis der Autorin bezüglich der Definition von „klein“ absolut nicht mit meinem übereinstimmt.

Das Konzept an sich kam mir sehr plan- und magazinmäßigig vor, was durchaus zu den bisherigen Veröffentlichungen der Autorin passt. Wer diesen Stil mag, der wird auch an diesem Buch sicherlich Freude haben, mich persönlich hat dieser Aufbau aber leider überhaupt nicht angesprochen.

Auch der Schreibstil war eher nicht mein Fall, da ich die runtergeratterte Aufzählung zahlreicher Pflanzen mit ihren lateinischen Namen, dafür aber nicht immer mit passenden Bildern auf Dauer einfach repetitiv und wenig ansprechend fand. Darüber hinaus waren mir die Beetpläne nicht aussagekräftig genug, da die Illustrationen zwar nett gemacht waren, mir bei der Frage nach der konkreten Pflanzung aber nicht weitergeholfen haben.

Immer wieder gestört hat mich dann auch die Tatsache, dass die Definition von „klein“ hier ganz offensichtlich nicht zur Lebensrealität der meisten Menschen passt. Wenn jeder Baum, Strauch und jede Beetart „unverzichtbar“ oder ein „Must-have“ ist und „in jeden Garten passt“, sprengt das ganz objektiv betrachtet jeden Garten, nicht nur die besonders kleinen Exemplare.

Auch wenn ich meinen eigenen Garten nicht gerade als winzig bezeichnen würde, könnte ich den Großteil der Inspirationen aus diesem Buch daher gar nicht umsetzen, was ich angesichts der Prämisse des Buches sehr schade finde. Die Tätigkeit der Autorin als Landschaftsarchitektin erklärt zwar in gewisser Weise, warum sie deutlich größere Gärten als Ausgangslage für ihre Planung nimmt, in meinen Augen hält das Buch auf dieser Grundlage aber leider nicht wirklich das, was es eigentlich verspricht.


Fazit
Auch wenn ich den Grundgedanken dieses Buches wirklich mochte, war die Umsetzung für mich definitiv nicht die richtige. Wer auf Magazin-Stil steht oder einen größeren Garten hat, der dürfte sich sicherlich von diesem Buch angesprochen fühlen, die Intention wurde hier mit der Umsetzung in meinen Augen aber leider eher verfehlt.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 20.02.2026

Leider keine gelungene Fortsetzung für mich

Ari und Dante 2: Aristoteles und Dante springen in den Strudel des Lebens
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Worum geht’s?
Auch wenn Ari und Dante endlich zu ihren Gefühlen für einander stehen, ist die Zukunft noch immer ein großes Fragezeichen. Inmitten all der Unsicherheiten müssen die beiden nicht nur ihre ...

Worum geht’s?
Auch wenn Ari und Dante endlich zu ihren Gefühlen für einander stehen, ist die Zukunft noch immer ein großes Fragezeichen. Inmitten all der Unsicherheiten müssen die beiden nicht nur ihre Beziehung zueinander, sondern auch das Erwachsenwerden ausloten – und dabei herausfinden, was ihnen wirklich wichtig ist.


Meine Meinung
Auch wenn mich schon Band eins nicht wirklich vom Hocker gerissen hat, wollte ich der Fortsetzung noch eine Chance geben. So richtig überzeugen konnte aber auch die mich leider nicht, was ich angesichts der wichtigen Thematik wirklich schade fand.

Der Schreibstil und auch die Ausdrucksweise waren in meinen Augen deutlich bemühter poetisch gehalten, als das in Band eins der Fall war. Richtig begeistert hat mich das beim Lesen zwar nicht unbedingt, denn dadurch wurde die Geschichte nicht deutlich tiefgründiger, auch wenn das sicherlich irgendwo ein Ziel war. Da man beide Bücher unabhängig voneinander lesen kann, hatte ich außerdem kein wirkliches Zusammengehörigkeitsgefühl, was mich irgendwie immer ein kleines bisschen gestört hat.

Die sich eher ziehenden Stellen lassen sich vielleicht auch durch den deutlich größeren Ausmaß des Buches an sich im Vergleich zu Band eins erklären, was meiner Meinung nach auch nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Einerseits war das zwar prinzipiell gut gelungen, da so Raum für Entwicklungen und die Gefühlswelt der Figuren gelassen wurde, andererseits gab es so aber auch deutlich mehr zu lesen, was mich leider insgesamt nicht besonders angesprochen und es somit langwieriger gemacht hat, das Buch überhaupt zu beenden.

Wer Band eins mochte, wird sich hier sicherlich darüber freuen, Aristoteles und Dante beim Erwachsenwerden begleiten zu können, ich persönlich hatte jedoch trotz der deutlich spürbaren Entwicklung der beiden Protagonisten Schwierigkeiten, mich beim Lesen wirklich für die Geschichte zu begeistern. Queere Jugendbücher und Liebesgeschichten habe ich daher auch hier schon bessere gelesen, weshalb der Autor und ich vermutlich einfach kein gutes Match sind.


Fazit
Ich persönlich hätte diese Fortsetzung nicht unbedingt gebraucht, auch wenn queere Repräsentation unglaublich wichtig ist. Wer den ersten Band der Reihe mochte, wird auch an dieser Geschichte sicherlich Freude haben, ich persönlich hatte jedoch auch hier deutliche Probleme damit, bis zum Ende mit Begeisterung dran zu bleiben.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 11.01.2026

Zäher Einstieg in eine eigentlich nette Idee

Kingmakers – Jahr 1
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Worum geht’s?
Anna und Leo sind gemeinsam aufgewachsen und beste Freunde, seit sie denken können. Nach ihrem Highschoolabschluss verändert sich ihr Leben jedoch schlagartig – denn als Erben zweier Mafiafamilien ...

Worum geht’s?
Anna und Leo sind gemeinsam aufgewachsen und beste Freunde, seit sie denken können. Nach ihrem Highschoolabschluss verändert sich ihr Leben jedoch schlagartig – denn als Erben zweier Mafiafamilien kommt für sie keine normale Universität in Frage, sondern nur das Kingmakers College. Dort sollen sie nicht nur alles lernen, was man für eine kriminelle Karriere braucht, sondern müssen auch gegeneinander bestehen – denn Kingmakers ist der gefährlichste Ort für Menschen, deren Hass aufeinander Generationen überdauert hat.


Meine Meinung
Die Idee der Geschichte klang eigentlich ganz spannend für mich, insbesondere weil Mafiageschichten für mich der Innbegriff des Dark Romance Genres sind und ich daher durchaus gespannt auf die Umsetzung war.

Gleich zu Beginn des Buches wurde ich dann jedoch etwas enttäuscht, da es fast die Hälfte der Handlung gebraucht hat, bis überhaupt wirklich etwas spannendes passiert ist. Der Einstieg war für meinen Geschmack viel zu schwerfällig, da man sowohl Anna, als auch Leo und Dean nur oberflächlich kennenlernt, dabei aber kaum weltbewegende Informationen erhält.

Erst ab der zweiten Hälfte kommt wirklich Bewegung in die Handlung, und ich war deutlich interessierter an den Geschehnissen und dem Leben in Kingmakers. Das Campusleben hat leider insgesamt deutlich weniger Platz in der Geschichte eingenommen, als ich eigentlich erwartet hätte, mein Interesse war jedoch trotzdem höher als zu Beginn des Buches.

Mit den Figuren hatte ich leider insgesamt auch eher meine Probleme, insbesondere weil ich kaum einen der Charaktere wirklich ernst nehmen konnte. Jeder wollte hier tough und edgy wirken, realistisch betrachtet ist aber niemand – abgesehen von Dean – wirklich je mit Gewalt in Berührung gekommen, was das Konzept der gefährlichen achtzehnjährigen Mafiaerben meistens eher lächerlich auf mich hat wirken lassen.

Anna und Leo mochte ich als Paar irgendwie trotzdem, auch wenn man bei beiden gemerkt hat, dass sie sich ihrer Privilegien teils überhaupt nicht bewusst waren. Im Laufe der Geschichte hatte ich aber insbesondere bei Leo wirklich das Gefühl, dass er sich als Charakter weiterentwickelt hat, was mich durchaus versöhnlicher gestimmt hat.

Seltsam fand ich bei den beiden jedoch trotzdem, wie plötzlich und in welchem Maße sich dann auf die sexuelle Komponente ihrer Beziehung fokussiert wurde. Immerhin sind beide volljährig, was immerhin beruhigend war, der Wechsel von absolut null Erfahrung hin zu vergleichsweise „professionellem“ Vorgehen hat mich dann aber doch überrascht und ehrlicherweise gerade im Epilog eher irritiert.

Auch in Hinblick auf Rechtschreib-, Logik- und Übersetzungsfehler hätte ich mir einen genaueren Blick auf die Geschichte gewünscht, da mir doch einige Stellen aufgefallen sind, die ein Lektorat eigentlich hätte ausbessern müssen. Mein generelles Lesevergnügen wurde zwar nicht maßgeblich gemindert, in Kombination mit allen anderen Kritikpunkten hatte ich so aber schlussendlich doch den Eindruck, dass dieses Buch sein volles Potenzial leider nicht ausgeschöpft hat.


Fazit
Die Geschichte an sich hat mir leider erst ab der zweiten Hälfte wirklich gefallen, zuvor habe ich mich eher quälen müssen, um überhaupt an den Punkt zu kommen, der mein Interesse halten konnte. Die Figuren und ihre Entwicklungen waren daher nur eine kleine Entschädigung dafür, dass ich mich nicht so für die Geschichte begeistern konnte, wie das eigentlich der Fall hätte sein können.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 02.01.2026

Wichtige Themen mit etwas überzogener Umsetzung

Falling in love was not the plan
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Worum geht’s?
Für Eliza steht eigentlich schon fest, dass am Ende ihrer harten Arbeit der Job der Chefredakteurin ihrer Schülerzeitung stehen muss. Als dann jedoch Sportler Len überraschend die Wahl gewinnt, ...

Worum geht’s?
Für Eliza steht eigentlich schon fest, dass am Ende ihrer harten Arbeit der Job der Chefredakteurin ihrer Schülerzeitung stehen muss. Als dann jedoch Sportler Len überraschend die Wahl gewinnt, ist Eliza fuchsteufelswild – und tritt eine feministische Bewegung los, die ihre Highschool in Aufruhr versetzt.


Meine Meinung
Die Grundidee dieser Geschichte klang für mich eigentlich wirklich niedlich, vor allem weil ich Rivals to Lovers als Trope bisher immer gerne gelesen habe. Darüber hinaus fand ich die Kombination mit wichtigen Themen wie Diskriminierung und Feminismus sehr spannend und wollte definitiv wissen, wie diese Mischung umgesetzt werden würde.

Zu Beginn der Geschichte bin ich auch wirklich gut in die Handlung hineingekommen, der Schreibstil hat mir keine Probleme bereitet und ich wollte wirklich gerne wissen, wie Eliza und Len miteinander klarkommen würden. Im Laufe der Geschichte hatte ich dann jedoch vermehrt den Eindruck, dass sich sowohl die Handlung, als auch die Figuren ein wenig im Kreis gedreht haben und Entwicklungen somit kaum vonstatten gehen konnten.

Was ich an Eliza als Protagonistin zunächst noch sehr authentisch dargestellt fand, war vor allem ihre Wut und die Fassungslosigkeit darüber, dass sie die Wahl zur Chefredakteurin gegen Len verloren hat. Mit der Zeit nahm ihr Empörung jedoch etwas überhand, was es mir irgendwann eher schwer gemacht hat, sie als sympathische und nahbare Figur wahrzunehmen. Ironischerweise richteten sich insbesondere ihre durchaus unfairen und voreiligen Urteile über andere Personen häufig gegen Frauen, was ich angesichts der intendierten Botschaft dieses Buches eher unglücklich fand.

Im Gegensatz dazu wirkten die Nebenfiguren eher blass und handlungsunwillig auf mich, was auch die Beziehung zwischen Eliza und Len auf mich nicht so ganz glaubwürdig auf mich hat wirken lassen. Durch die Nebenhandlungsstränge kam zwar durchaus etwas Abwechslung in die Geschichte, rundum begeistert hat mich das Gesamtpaket dieses Buches trotz aller positiven Ansätze aber leider trotzdem nicht.


Fazit
Auch wenn Themen wie Feminismus und Diskriminierung unglaublich wichtig sind, ist die Umsetzung hier meiner Meinung nach ein wenig über das Ziel hinaus geschossen. Die Liebesgeschichte hat daher in meinen Augen einiges an Potenzial liegen gelassen, was ich sehr schade fand.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

Veröffentlicht am 28.12.2025

Mit Vorkenntnissen sicherlich überzeugender

Verstand und Gefühl - die Graphic Novel nach Jane Austen
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Meine Meinung
Auch wenn ich ein großer Jane Austen Fan bin, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich bisher noch nicht alle ihre Bücher gelesen habe. Diese Graphic Novel wollte ich trotzdem unbedingt ...

Meine Meinung
Auch wenn ich ein großer Jane Austen Fan bin, muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich bisher noch nicht alle ihre Bücher gelesen habe. Diese Graphic Novel wollte ich trotzdem unbedingt lesen, da mir die Kombination aus Geschichte und Bildern bisher schon oft sehr gut gefallen hat, und ich auch Adaptionen bekannter Geschichten so neu entdecken konnte.

Was für mich dann leider sehr ärgerlich war, war die absolute Unübersichtlichkeit, mit der ich mich beim Lesen konfrontiert gesehen habe. Da ich weder die Figuren, noch die genaue Handlung vorher kannte, habe ich mich leider überhaupt nicht zurechtgefunden, konnte bis zum Schluss weder Figuren noch Namen sicher zuordnen und wusste daher häufig einfach überhaupt nicht, um wen es da gerade eigentlich gehen sollte.

Das fand ich auf jeden Fall schade, denn die Gestaltung an sich, die Zeichnungen und die Farbgebung fand ich unglaublich schön gemacht, und hätte ich beim Lesen die Geschichte verstanden, hätte ich sicherlich deutlich mehr Freude an diesem eigentlich so schön gestalteten Buch gehabt. So hätte ich mir aber definitiv gewünscht, dass ich die Geschichte an sich vorher bereits gelesen hätte, denn eventuell hätte das mein Verständnis deutlich erhöht.


Fazit
Auch wenn dieses Buch wirklich schön gestaltet ist, habe ich mich in der Handlung absolut nicht zurechtgefunden. Da ich weder Namen, noch Handlungsstränge wirklich auseinander halten konnte, hat mir das Lesen deutlich weniger Freude bereitet, als es das vermutlich getan hätte, wenn ich die Geschichte vorher bereits gekannt hätte. Diesen Umstand hätte ich sicherlich leicht selbst beheben können, einer Graphic Novel möchte ich persönlich jedoch auch folgen können, wenn ich die Handlung nicht vorher recherchiert habe.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

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