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Veröffentlicht am 21.04.2026

Freundschaft, die zu Liebe wird

Grumpy Darling
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In „Grumpy Darling“ von Alexandra Moody geht es um Paige, die kurz vor ihrem Schulabschluss steht und absolut keinen Plan hat, wie es danach weitergehen soll. Unter dem Druck ihrer Eltern erstellt sie ...

In „Grumpy Darling“ von Alexandra Moody geht es um Paige, die kurz vor ihrem Schulabschluss steht und absolut keinen Plan hat, wie es danach weitergehen soll. Unter dem Druck ihrer Eltern erstellt sie eine Bucket List für ihr letztes Jahr voller Dinge, die sie ausprobieren will, um endlich herauszufinden, wer sie ist und was sie will. Ein Punkt darauf: ihr erster Kuss. Doch das gestaltet sich schwierig, vor allem, weil ihr bester Freund Grayson Darling, Eishockeyspieler und absoluter Grummelbär, jeden potenziellen Kandidaten sofort vergrault. Also wird kurzerhand beschlossen: Grayson soll nicht länger abschrecken, sondern als Wingman und Dating-Coach fungieren. Während Paige versucht, ihrem Crush Damien näherzukommen, kämpft Grayson jedoch mit ganz anderen Gefühlen, die er schon viel zu lange unterdrückt…

Ich muss sagen: Dieser zweite Band hat mir tatsächlich noch besser gefallen als der erste. „Grumpy Darling“ hat sich für mich einfach runder, emotionaler und irgendwie „echter“ angefühlt. Auch wenn man natürlich wieder merkt, dass wir uns hier im New-Adult-Bereich bewegen und die Protagonist*innen noch sehr jung sind.
Gerade das Alter hat man beim Lesen auch deutlich gespürt. Paige und Grayson wirken an manchen Stellen ziemlich naiv und teilweise fast ein bisschen jünger, als sie eigentlich sein sollten. Manche Reaktionen oder Gedanken kamen mir etwas übertrieben oder unbedarft vor. Aber: Es hat mich nicht wirklich gestört. Es blieb insgesamt im Rahmen und hat sogar irgendwie zur Geschichte gepasst, weil diese Unsicherheit ja genau das ist, worum es bei Paige geht, dieses Suchen, Ausprobieren und sich selbst finden.

Was ich besonders gelungen fand, war die Grundstimmung des Buches. Es ist einfach schön. So unaufgeregt, so angenehm, so frei von toxischem Drama. Keine künstlich aufgebauschten Konflikte, kein unnötiger Hass, stattdessen eine Geschichte, die auf einer jahrelangen Freundschaft aufbaut und zeigt, wie sich diese langsam verändert. Dieses Friends-to-Lovers-Setting hat sich unglaublich gut angefühlt, vor allem weil es hier nicht dieses typische „wir hassen uns erst“-Schema gibt, das man so oft liest.
Die Liebesgeschichte war zwar vorhersehbar, man weiß eigentlich von Anfang an, wohin das Ganze führt, aber genau das hat für mich den Reiz ausgemacht. Es ging weniger um das „Was passiert?“ und mehr um das „Wie passiert es?“. Und dieses „Wie“ war einfach richtig schön umgesetzt.

Besonders Grayson hat dabei mein Herz gewonnen. Dieses heimliche Verliebtsein, dieses Zurückhalten, weil er die Freundschaft nicht gefährden will und gleichzeitig dieses leise Bemühen um Paige. Das war einfach so süß zu lesen.
Aber auch Paige hat mir gefallen, vor allem ihre Entwicklung. Ich mochte es total, wie sich ihre Gefühle ganz langsam verändern. Wie sie Stück für Stück merkt, dass das, was sie für Grayson empfindet, eben nicht nur freundschaftlich ist. Dieser Wandel war nicht plötzlich oder überdramatisch, sondern leise, glaubwürdig und sehr gefühlvoll geschrieben.

Der Schreibstil von Alexandra Moody ist dabei angenehm leicht, flüssig und sehr zugänglich. Man fliegt förmlich durch die Seiten, ohne dass es oberflächlich wirkt. Die Atmosphäre ist warm, locker und teilweise auch richtig humorvoll, vor allem durch die Dynamik innerhalb der Darling-Familie.

Und genau da kommt für mich ein weiteres Highlight: die Familie Darling. Ich mochte die Darlings ja schon in Band 1, aber hier habe ich sie noch mehr ins Herz geschlossen. Die Beziehungen zwischen den Brüdern sind einfach richtig schön dargestellt. Liebevoll, ein bisschen chaotisch, oft witzig, aber immer unterstützend. Das hat dem Buch nochmal eine ganz besondere Wärme gegeben.

Was vielleicht für einige wichtig ist: Es gibt keinen Spice. Aber ehrlich gesagt, das Buch braucht das auch überhaupt nicht. Die Gefühle, das Knistern, dieses leise Prickeln zwischen Paige und Grayson, das funktioniert auch komplett ohne explizite Szenen. Und genau das macht die Geschichte meiner Meinung nach so stark, weil sie zeigt, dass Intensität nicht davon abhängt.

Fazit

Am Ende bleibt für mich ein sehr niedlicher, emotionaler und einfach angenehmer Roman, der sich leicht liest, aber trotzdem berührt. Kein großes Drama, keine toxischen Dynamiken, sondern eine sanfte, liebevolle Liebesgeschichte, die sich gut anfühlt.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

ein würdiger Abschluss einer wundervollen Reihe

Whitestone Hospital - Colliding Hearts
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Im letzten Band der Whitestone-Hospital-Reihe begleiten wir die Künstlerin – Lauras Schwester - Jess Collins, deren Leben gerade völlig aus den Fugen geraten ist. Die Wohnung, in die sie einziehen wollte, ...

Im letzten Band der Whitestone-Hospital-Reihe begleiten wir die Künstlerin – Lauras Schwester - Jess Collins, deren Leben gerade völlig aus den Fugen geraten ist. Die Wohnung, in die sie einziehen wollte, ist abgebrannt, ihre Kunst verkauft sich kaum noch, Galerien zeigen kein Interesse an ihren Werken und finanziell wird die Lage immer schwieriger. Genau in dieser chaotischen Phase begegnet sie immer wieder dem Thoraxchirurgen Ian Rice aus dem Whitestone Hospital. Ian ist eigentlich dafür bekannt, sich auf drei Dinge zu konzentrieren: seinen Job, guten Kaffee und unverbindliche Affären. Doch Jess lässt ihn nicht los. Etwas an ihr berührt ihn so sehr, dass er sie unbedingt an seiner Seite haben möchte.
Während sich zwischen den beiden langsam eine Beziehung entwickelt, wird Jess von einem Ereignis getroffen, das ihr ohnehin fragiles Leben endgültig erschüttert und sie dazu zwingt, alles zu hinterfragen.

Mit „Whitestone Hospital – Colliding Hearts“ endet eine Reihe, die mich über mehrere Bände hinweg begleitet und bewegt hat. Da ich die vorherigen Bücher bereits alle gelesen habe, war die Vorfreude auf den Abschluss natürlich besonders groß.

Der Einstieg ins Buch fiel mir diesmal allerdings etwas schwerer als erwartet. Die ersten Kapitel wirkten auf mich überraschend ruhig und teilweise auch ein wenig langatmig. Ich hatte zunächst das Gefühl, nicht sofort richtig in die Geschichte hineinzufinden. Das lag vielleicht auch daran, dass die letzten Teile der Reihe bei mir schon eine Weile zurückliegen und mir zu Beginn ein bisschen die direkte Verbindung zur Welt des Whitestone Hospitals gefehlt hat. Gleichzeitig nimmt sich die Geschichte anfangs viel Zeit, um Jess’ Situation zu schildern, wodurch der Einstieg eher leise und zurückhaltend wirkt.

Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich die Geschichte wieder in ihren Bann gezogen. Ava Reed schafft es einfach immer wieder, mit ihrem Schreibstil eine ganz besondere Atmosphäre zu erzeugen. Ihre Sprache ist gefühlvoll, einfühlsam und unglaublich nah an den Figuren. Man spürt beim Lesen, wie viel emotionale Tiefe in ihren Geschichten steckt.

Auch diesmal ist das Thema, das im Verlauf der Handlung aufgegriffen wird, sehr emotional und geht wirklich nahe. Ohne zu spoilern kann ich sagen, dass es sich um ein Thema handelt, das schwer wiegt und viele intensive Gefühle auslöst. Genau hier zeigt sich aber auch die Stärke von Ava Reeds Schreibstil: Sie behandelt diese Aspekte sehr sensibel, authentisch und respektvoll.

Während des Lesens habe ich unglaublich mit Jess mitgefühlt. Ihre Situation, ihre Unsicherheiten und ihr innerer Kampf werden sehr greifbar dargestellt. Besonders beeindruckt hat mich, wie stark sie trotz allem bleibt. Ihr Leben bricht an mehreren Stellen gleichzeitig auseinander, und dennoch gibt sie nicht einfach auf. Diese innere Stärke und gleichzeitig ihre Verletzlichkeit machen sie zu einer sehr authentischen und nahbaren Protagonistin.
Auch die psychologische Tiefe dabei hat mir sehr gefallen. Die emotionalen und mentalen Aspekte werden nicht nur oberflächlich angerissen, sondern wirklich ernst genommen und verarbeitet. Gerade die Art und Weise, wie Jess mit ihren Gefühlen, Ängsten und Herausforderungen umgeht, wirkt sehr realistisch. Das macht die Geschichte stellenweise wirklich intensiv, aber genau dadurch auch so berührend.

Ein großes Highlight für mich war zudem die Beziehung zwischen Jess und Ian. Ihre Dynamik hat mir unglaublich gut gefallen.
Ian ist ein Charakter, den man aus den vorherigen Bänden bereits kennt, und ich fand es spannend, ihn hier noch einmal von einer ganz anderen Seite zu erleben. Hinter seinem Sarkasmus und seiner scheinbar lockeren Art steckt deutlich mehr, als man zunächst denkt. Besonders schön fand ich, wie unterstützend er gegenüber Jess ist. Seine Gefühle für sie sind ehrlich, tief und bedingungslos und genau das merkt man in jeder gemeinsamen Szene.
Was ich an ihrer Beziehung besonders mochte, war, wie ruhig und harmonisch sie sich entwickelt. Es gibt keine toxischen Dynamiken, keine künstlich aufgebauschten Konflikte und keine unnötigen Missverständnisse, die nur für Drama sorgen sollen – etwas, das im New-Adult-Genre leider häufig vorkommt und das ich persönlich nicht sonderlich mag. Stattdessen wirkt ihre Beziehung einfach echt. Sie ist geprägt von Unterstützung, Vertrauen, Geduld und Verständnis. Ian steht Jess zur Seite, ohne sie zu drängen, und gibt ihr gleichzeitig den Raum, den sie braucht. Diese sanfte, respektvolle und liebevolle Dynamik hat das Lesen unglaublich angenehm gemacht.

Natürlich habe ich mich auch sehr darüber gefreut, einige der bekannten Figuren aus den vorherigen Bänden wiederzusehen. Da ich alle Teile der Reihe gelesen habe, war es schön, zumindest kleine Begegnungen mit den Charakteren zu erleben. Gleichzeitig hätte ich mir an manchen Stellen gewünscht, noch ein bisschen mehr von ihnen zu sehen, einfach weil sie mir über die Reihe hinweg sehr ans Herz gewachsen sind. Trotzdem hat es sich immer wie ein kleines Wiedersehen angefühlt, wenn sie auftauchten.

Fazit

Insgesamt ist „Colliding Hearts“ von Ava Reed für mich ein sehr emotionaler und würdiger Abschluss der Reihe. Auch wenn der Einstieg für mich etwas holprig war und ich einen Moment gebraucht habe, um wieder richtig in die Geschichte hineinzufinden, hat mich das Buch am Ende doch sehr berührt. Die Mischung aus emotionaler Tiefe, authentischen Figuren und einer liebevollen, unterstützenden Beziehung hat mich wieder einmal daran erinnert, warum ich Ava Reeds Bücher so gerne lese.

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Veröffentlicht am 21.02.2026

Cozy Crime mit Küstenflair

Mord & Breakfast
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In „Mord & Breakfast. Ein Fall für Melody Moss“ von Anne Gordon wird die Londoner Journalistin Melody Moss durch eine Intrige ihren Job los — ein harter Einschnitt, der sie völlig unvorbereitet trifft. ...

In „Mord & Breakfast. Ein Fall für Melody Moss“ von Anne Gordon wird die Londoner Journalistin Melody Moss durch eine Intrige ihren Job los — ein harter Einschnitt, der sie völlig unvorbereitet trifft. Umso überraschender kommt der Anruf eines Notars: Ihre Tante Mabel ist verstorben und hat Melody ihr gesamtes Vermögen hinterlassen, darunter ein kleines Bed & Breakfast im schottischen Küstenort Seagull Bay. Doch vor Ort stellt sich schnell heraus, dass Mabels Tod alles andere als ein tragischer Unfall gewesen sein könnte. Während Melody beginnt nachzuforschen, stößt sie auf ein Dorf voller Geheimnisse und merkt bald, dass hier kaum jemand ein reines Gewissen hat.

Ich bin mit großen Cozy-Crime-Erwartungen in dieses Buch gestartet und wurde in vielerlei Hinsicht wirklich gut unterhalten.

Der größte Pluspunkt war für mich ganz klar das Setting. Seagull Bay ist einfach traumhaft beschrieben. Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, die salzige Meeresluft zu riechen und durch die kleinen Gassen dieses gemütlichen Küstenörtchens zu schlendern. Die schottische Atmosphäre ist wirklich großartig, sowohl landschaftlich, aber auch vom Dorfgefühl her. Besonders das kleine B&B hat sofort diesen typischen Cozy-Charme versprüht, den ich mir erhofft hatte.

Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und leicht, sodass ich schnell in die Geschichte hineingefunden habe. Anne Gordon versteht es gut, Humor und Spannung zu verbinden, ohne dass es bemüht wirkt. Was mir besonders gefallen hat, waren die Perspektivwechsel zwischendurch. Immer wieder bekommt man Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Dorfbewohner. Das macht die Figuren deutlich nahbarer und verleiht der Geschichte eine schöne Tiefe. Ich kann mir aber vorstellen, dass das für manche Leser etwas verwirrend sein könnte. Ich persönlich mochte dieses Stilmittel jedoch sehr.

Melody selbst ist eine sympathische Protagonistin mit genau der richtigen Mischung aus Neugier, Sturheit und journalistischem Spürsinn. Ihre Art zu ermitteln wirkte auf mich glaubwürdig und nicht überzogen.
Toll fand ich zudem die leise, unterschwellige Entwicklung zwischen ihr und dem Gärtner Dean. Die romantischen Anklänge bleiben angenehm im Hintergrund und überlagern die Krimihandlung nicht. Genau so mag ich das. Da ist definitiv noch Potenzial für die Folgebände.

Die Nebenfiguren sind ohnehin ein echtes Highlight. Das Dorf wirkt bevölkert von skurrilen, vielschichtigen Persönlichkeiten, bei denen man schnell merkt: Hier verbirgt jeder etwas. Dieses langsame Aufdecken der Geheimnisse hat mir richtig gut gefallen. Der cozy Schein der Idylle bekommt dadurch immer wieder feine Risse.
Besonders amüsant fand ich übrigens die Bulldogge Cheddar. Auch wenn er keine übergeordnete Rolle spielt, hat er mit seiner warmherzigen, knuffigen Art sofort mein Herz erobert.

Ein kleiner Kritikpunkt meinerseits betrifft die Spannungskurve der Ermittlungen. Insgesamt hätte es für meinen Geschmack noch etwas nervenaufreibender sein dürfen. Gerade zum Ende hin wurde vieles recht schnell und ziemlich reibungslos aufgelöst. Hier hätte ich mir mehr Konflikt, vielleicht noch eine überraschende Wendung oder etwas mehr Ermittlungsdruck gewünscht. Trotzdem hat die Auflösung grundsätzlich funktioniert und war schlüssig.

Fazit

Alles in Allem habe ich das Buch sehr gern gelesen. Es punktet mit einem wunderschönen Setting, liebenswert-skurrilen Figuren und einer angenehm cozy Atmosphäre. Einfach ein warmherziger, unterhaltsamer Wohlfühlkrimi mit schottischem Flair. Ich freue mich auf jeden Fall darauf, Melody Moss in weiteren Fällen zu begleiten.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Zwischen Herzklopfen, Misstrauen und Götterchaos

Loki − Her Twisted Heart
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Harlow ist eine Agrai – eine von der Göttin Artemis erschaffene Kriegerin. Obwohl sie den Göttern ihr Leben verdankt, verachtet sie sie aus tiefstem Herzen. Als ihr Heimatdorf von infizierten Wesen aus ...

Harlow ist eine Agrai – eine von der Göttin Artemis erschaffene Kriegerin. Obwohl sie den Göttern ihr Leben verdankt, verachtet sie sie aus tiefstem Herzen. Als ihr Heimatdorf von infizierten Wesen aus der Götterwelt angegriffen wird und ihre beste Freundin dabei schwer verletzt wird, bleibt Harlow keine Wahl: Sie muss selbst in die Götterwelt reisen, um ein Heilmittel gegen die mysteriöse Krankheit zu finden. Dort ist sie ausgerechnet auf die Hilfe von Loki angewiesen – dem Gott des Chaos, der Lügen und der Tricks. Widerwillig geht sie einen Deal mit ihm ein, der sie nicht nur in gefährliche Aufgaben verwickelt, sondern sie durch einen Pfeil Amors auch noch unauflöslich an ihn bindet. Je länger ihre Reise dauert, desto stärker gerät Harlows Weltbild ins Wanken, denn hinter Lokis provokanter Fassade scheint weit mehr zu stecken, als sein Ruf vermuten lässt. Doch kann sie ihm wirklich trauen – vor allem, wenn er offenbar mehr weiß, als er preisgibt?

Ich habe „Loki – Heart Twisted“ von Franka Neubauer insgesamt wirklich sehr gern gelesen.
Besonders der Schreibstil hat dafür gesorgt, dass ich schnell in die Geschichte hineingefunden habe. Er ist leicht, flüssig und sehr zugänglich, wodurch sich das Buch zügig lesen lässt. Die Kapitel fliegen förmlich dahin, und ich hatte kaum das Bedürfnis, Lesepausen einzulegen.
Gleichzeitig liegt hier für mich aber auch ein kleiner Kritikpunkt: An manchen Stellen war mir der Stil etwas zu schlicht oder stellenweise sogar etwas platt. Bestimmte Formulierungen, Redewendungen und innere Gedankengänge haben sich für mein Empfinden recht häufig wiederholt, was dazu führte, dass sich auch Emotionen und Reaktionen der Figuren zeitweise im Kreis zu drehen schienen. Das hat den Lesefluss zwar nicht zerstört, aber stellenweise leicht gebremst.

Die Handlung selbst fand ich sehr spannend angelegt. Besonders die Götterwelt hat mich sofort abgeholt. Sie wirkte lebendig, atmosphärisch und bildhaft beschrieben. Ich konnte mir Orte, Wesen und Götter mühelos vorstellen. Ich hätte ehrlich gesagt gern noch mehr Zeit dort verbracht, weil dieses Setting unglaublich viel Potenzial bietet.
Die verschiedenen Aufgaben und Prüfungen, die Harlow und Loki bewältigen müssen, waren abwechslungsreich und passend zur Geschichte. Auch die Begegnungen mit anderen göttlichen Wesen haben der Handlung Tiefe verliehen.
Mein persönliches Highlight war der kleine Wassergeist Kaia, der mir sofort ans Herz gewachsen ist. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass er als Sidekick noch etwas aktiver in die Handlung eingebunden wird.

Harlow mochte ich als Protagonistin grundsätzlich sehr. Ihre unerschrockene, kämpferische Art und ihr Hass auf die Götter machen sie interessant und geben ihr eine klare innere Motivation. Dennoch war sie mir stellenweise etwas zu naiv – besonders im Umgang mit Loki. Für mich als Leserin war relativ früh erkennbar, dass hinter ihm und der gesamten Situation deutlich mehr steckt, und genau das hätten Harlows Zweifel meiner Meinung nach noch stärker widerspiegeln dürfen.

Loki selbst ist natürlich eine der spannendsten Figuren des Buches. Er ist charmant, nervig, geheimnisvoll und moralisch schwer greifbar – genau so, wie man es von ihm erwartet. Gerade dieses Spiel mit seiner Fassade und seinem Ruf hat mir gut gefallen.

Das Ende – ohne spoilern wollen – war einfach niederschmetternd. Nicht im negativen Sinn, weil es schlecht geschrieben wäre, sondern weil mir Harlow unglaublich leidtat. Es war schmerzhaft zu lesen, was ihr widerfährt. Gleichzeitig hat mich das Finale kaum überrascht, da relativ früh klar war, dass es einen zweiten Band geben muss und ein heftiger Cliffhanger unausweichlich ist. Dennoch hat der Twist gesessen und neugierig gemacht.

Fazit

Insgesamt ist „Loki – Heart Twisted“ von Franka Neubauer für mich ein spannender Auftakt mit einer faszinierenden Götterwelt, einer interessanten Dynamik zwischen den Hauptfiguren und viel emotionalem Potenzial. Trotz kleiner Schwächen im Schreibstil und in der Figurenentwicklung hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Nach diesem Ende bin ich extrem gespannt auf Band 2 und darauf, wie die Ereignisse aufgearbeitet werden – und welche Geheimnisse Loki wirklich verbirgt.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

gefühlvoll

Anatomy of a Broken Heart
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„Anatomy of a Broken Heart“ von Marie Wowes erzählt die Geschichte von Gracie, deren Leben nach dem Tod ihrer großen Jugendliebe Flynn aus den Fugen gerät. Um ihrem Alltag zu entkommen und einen neuen ...

„Anatomy of a Broken Heart“ von Marie Wowes erzählt die Geschichte von Gracie, deren Leben nach dem Tod ihrer großen Jugendliebe Flynn aus den Fugen gerät. Um ihrem Alltag zu entkommen und einen neuen Weg einzuschlagen, beginnt sie eine Ausbildung im Rettungsdienst. Für ihr Praxissemester kommt sie ausgerechnet auf eine Feuerwache, auf der sie Holden wiederbegegnet – Flynns bestem Freund. Beide verbindet die Vergangenheit auf schmerzhafte Weise, und während der gemeinsame Alltag zwischen Einsätzen, Erschöpfung und Nähe verläuft, werden alte Erinnerungen ebenso präsent wie neue Gefühle, denen sich weder Gracie noch Holden entziehen können.

Ich bin sofort gut in die Geschichte hineingekommen und hatte nie das Gefühl, mich durch den Text kämpfen zu müssen, was vor allem am Schreibstil der Autorin liegt. Ihre Art zu Schreiben bzw. zu Erzählen ist einfach sehr zugänglich und flüssig. Gleichzeitig bleibt die Sprache eher zurückhaltend, manchmal fast nüchtern, was ich als sehr passend empfunden habe. Emotionen werden nicht ausgeschrieben oder überdramatisiert, sondern entstehen oft zwischen den Zeilen. Besonders Gracies innere Gedanken wirken glaubwürdig und nicht glattgebügelt. Sie sind widersprüchlich, manchmal distanziert, manchmal überraschend direkt.

Ein großer Pluspunkt für mich war zudem das Setting. Der Rettungsdienst und die Arbeit auf der Feuerwache geben dem Roman eine eigene Note und verleihen ihm eine gewisse Authentizität. Die Einsätze sorgen dabei nicht nur für Spannung, sondern verstärken auch die emotionale Ebene der Geschichte. Leben, Tod und Verantwortung sind hier ständig präsent, ohne dass es reißerisch wirkt. Ich mochte die Einsätze, den Arbeitsalltag, das Teamgefühl, die Dynamiken unter den Kolleg*innen und die Art, wie die Arbeit die Figuren prägt.

Die Charaktere sind für mich das Herzstück des Buches. Gracie ist keine einfache Protagonistin, aber genau das macht sie interessant. Sie ist verschlossen, verletzt und nicht immer konsequent in ihrem Handeln. Ich konnte viele ihrer Reaktionen nachvollziehen, auch wenn ich nicht jede Entscheidung mochte. Holden hat mir ebenfalls gut gefallen, gerade weil er nicht als klassischer „perfekter Book Boyfriend“ inszeniert wird. Er ist ruhig, geduldig und trägt seine eigene Last mit sich herum, was die Beziehung zwischen ihm und Gracie komplexer und glaubwürdiger macht.
Die Beziehung selbst entwickelt sich langsam und vorsichtig. Mir hat gefallen, dass sie nicht sofort romantisch aufgeladen ist, sondern von Zurückhaltung, Schuldgefühlen und unausgesprochenen Spannungen geprägt wird. Diese Dynamik wirkte für mich sehr stimmig im Kontext der Geschichte und der Geschehnisse in der Vergangenheit.

Was mich jedoch etwas gestört hat, war das Ende des Romans. Für mich war das Finale deutlich dramatischer als der restliche Verlauf der Geschichte. Es fühlte sich ein wenig so an, als müsste zum Schluss unbedingt noch etwas „Großes“ passieren. Inhaltlich war diese Zuspitzung nicht völlig falsch oder unlogisch, sie passte grundsätzlich noch zur Handlung. Trotzdem hätte es sie für mich nicht gebraucht. Gerade weil der Roman zuvor von leisen Entwicklungen und innerer Spannung lebt, wirkte dieses zusätzliche Drama auf mich etwas künstlich, fast so, als wäre es eingebaut worden, um noch einmal maximalen emotionalen Effekt zu erzeugen. Ein ruhigeres, reduzierteres Ende hätte für mich besser zum Ton des Buches gepasst und für mich mehr zur Authentizität beigetragen,

Fazit

Insgesamt ist „Anatomy of a Broken Heart“ von Marie Wowes für mich jedoch ein emotionaler, atmosphärischer Roman mit starken Figuren und einem besonderen Setting. Er erzählt keine laute Liebesgeschichte, sondern eine von Verletzungen, Annäherung und vorsichtigem Weitergehen. Trotz meiner Kritik am Ende bleibt ein sehr positives Lesegefühl zurück. Das Buch hat mich berührt, unterhalten und letztlich vor allem durch seine Stimmung überzeugt.

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