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Veröffentlicht am 26.03.2026

Menschlichkeit und Achtsamkeit

Pina fällt aus
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"Pina fällt aus" von Vera Zischke ist eine Geschichte, die ich noch eine ganze Weile in mir tragen werde, schon weil mir die Protagonisten so ans Herz gewachsen sind und ich das Thema persönlich für so ...

"Pina fällt aus" von Vera Zischke ist eine Geschichte, die ich noch eine ganze Weile in mir tragen werde, schon weil mir die Protagonisten so ans Herz gewachsen sind und ich das Thema persönlich für so wichtig halte.
Pina ist Mutter und das mit ganzer Seele, denn ihr Leo ist etwas ganz besonderes. Auch als Erwachsener braucht er rundum ihre Aufmerksamkeit und Pflege. Tagsüber arbeitet er in einer geschützten Werkstatt, sonst ist Pina immer da, bis zur Selbstaufgabe.
Pina verschleppt ein schwere Erkrankung, kippt um und liegt auf der Intensivstation, handlungsunfähig und bewusstlos.
Die Hausgemeinschaft besteht aus sehr individuellen Menschen, jeder ein absolutes Unikat und sie schaffen es, eine Versorgung für Leo auf die Beine zu stellen.
Dabei wird aus den vielen Einzelnen eine echte Gemeinschaft, die sich gegenseitig helfen und guttun. Das macht, trotz einiger Rückschläge, sehr viel Freude zu lesen.
Mir hat auch die Darstellung von Leo super gefallen, er wurde immer ernst genommen und nie herabgesetzt. Er tat sein Bestes, wie alle anderen, auf seine Art.
Die Menschen hier konnte ich, bis auf wenige Ausnahmen, alle ins Herz schließen und in dieses Haus würde ich selber gerne einziehen.
Das Buch gibt Hoffnung und macht Mut, dass sich hier so einiges in unserer Gesellschaft öffnen und ändern könnte, angefangen von bürokratischen Hürden bis hin zum wegschauen bei bestimmten Situationen.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

CSI "Garten"

Mord im Nacktschnecken-Milieu
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„Mord im Nacktschnecken-Milieu“ von Elke Schwarzer ist alles andere als ein gewöhnlicher Krimi. In diesem Buch wird der Garten zum Tatort: Von Diebstahl über Bandenkriminalität bis hin zum echten Mord ...

„Mord im Nacktschnecken-Milieu“ von Elke Schwarzer ist alles andere als ein gewöhnlicher Krimi. In diesem Buch wird der Garten zum Tatort: Von Diebstahl über Bandenkriminalität bis hin zum echten Mord ist alles dabei.
Die Diplom-Biologin hat das Ganze genial aufgezogen: Jeder „Fall“ erstreckt sich über mehrere Seiten, beginnend mit der Tatbeschreibung und einer Liste der Verdächtigen. Dank hochwertiger „Foto-Beweise“ kann man die Täter schließlich überführen. Besonders clever: Man lernt ganz nebenbei, wie man diese Garten-Verbrechen fördern oder verhindern kann.
Dieses Buch kann ich am Stück lesen oder aber immer mal wieder einen kurzen Fall zwischendurch, sehr angenehm.
Ein lehrreicher, witziger Lesespaß mit hohem Suchtfaktor – perfekt für die kleine Pause zwischendurch oder als originelles Geschenk für Naturfreunde.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Tiefgründig

Minnesota
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„Minnesota“ von Jo Nesbø ist weit mehr als ein herkömmlicher Krimi; es ist eine tiefschürfende Erzählung, die noch lange nachhallt. Nesbø verzichtet auf Schwarz-Weiß-Malerei und rückt stattdessen die moralischen ...

„Minnesota“ von Jo Nesbø ist weit mehr als ein herkömmlicher Krimi; es ist eine tiefschürfende Erzählung, die noch lange nachhallt. Nesbø verzichtet auf Schwarz-Weiß-Malerei und rückt stattdessen die moralischen Grauzonen in den Fokus. Besonders beeindruckend ist die Charakterzeichnung: Mit Bob Oz begegnen wir einem Detective am Rande des Nervenzusammenbruchs – traumatisiert, einsam und wenig sympathisch, aber in seiner Zerrissenheit absolut greifbar. Durch die geschickte Rahmenhandlung taucht der Leser tief in eine Vergangenheit ein, die untrennbar mit einer scharfen Sozialkritik an Politik und Stadtplanung verknüpft ist. Ein atmosphärischer Sog, der beweist, dass Nesbø ein Meister der psychologischen Tiefe ist.
Für mich ein absolut empfehlenswerter Serienbeginn, der mehr beinhaltet als leichte Unterhaltung!

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Klassisch und tiefgehend

Der Aufstieg Thions
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"Der Aufstieg Thions" von den Autoren Lorenz Fleischhauer und T.J. Albrecht ist der Beginn einer epischen Fantasy-Saga. Die Geschichte wirkt auf mich fast, wie nicht geschrieben, sondern aus uralten Zeiten ...

"Der Aufstieg Thions" von den Autoren Lorenz Fleischhauer und T.J. Albrecht ist der Beginn einer epischen Fantasy-Saga. Die Geschichte wirkt auf mich fast, wie nicht geschrieben, sondern aus uralten Zeiten zu uns aufgestiegen. Es gibt ein so umfassendes Worldbuilding, dass man dazu noch einen Begleitband lesen kann. Es ist aber nicht notwendig, um in diese Geschichte einzutauchen.
Ganz klassisch gibt es Götter und Monster, es gibt Zauberer und mythischen Wesen, es gibt Parallelwelten und -zeiten, ich bin ganz begeistert von der Tiefe hier.
Thion ist ein klassischer Held, der mit seiner Truppe einen wichtigen Auftrag zu erfüllen hat. Das wird zu einer Odyssee, die mehr als einmal fast die Grenze zum Tod erreicht.
Die Geschichte ist nicht immer schnell erzählt, es wird auch mal ruhiger, aber gerade das sind hier die Stärken. Man leidet und empfindet mit dem Held, bleibt dicht an seiner Seite.
Dann gibt es aber auch wieder epische Schlachten, voller Action und Magie, auch diese sind sehr gut und fast filmreif beschrieben.
Die Protagonisten sind mir ans Herz gewachsen, sie wirken lebendig und echt und ich würde sehr gerne mit ihnen noch viele weitere Abenteuer erleben.
Mir gefällt hier besonders, dass alles zusammenpasst, wie aus einem Guss wirkt, der Schreibstil, die Sprache, die Welt und die Helden und Monster, ein echter, epischer Fantasy-Geheimtipp.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Sommer der Geheimnisse

Sommer auf Perigo Island
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"Sommer auf Perigo Island" von Perry Chafe ist ein Roman, den ich wirklich sehr gerne gelesen habe.
Hier begleitet man den zwölfjährigen Pierce, der seine Geschichte erzählt, von Perigo Island, einer kleinen ...

"Sommer auf Perigo Island" von Perry Chafe ist ein Roman, den ich wirklich sehr gerne gelesen habe.
Hier begleitet man den zwölfjährigen Pierce, der seine Geschichte erzählt, von Perigo Island, einer kleinen Insel vor der Küste Neufundlands, im Jahre 1991. Die Jugendlichen verbringen ihre Ferien am Strand, helfen den Fischern, sehen ihnen zu, lauschen Geschichten und erleben Abenteuer.
Der Vater von Pierce ist auf dem Meer verschwunden, vor drei Jahren, gefunden wurde nur noch sein Boot, das hat ihn nachhaltig geprägt und verändert, er fürchtet jetzt auch das Wasser.
Als jetzt im Sommer die gemeinsame Freundin, Anna, verschwindet, machen sich die Jugendlichen auf die Suche nach ihr. Es werden Leute befragt, Spuren verfolgt, kombiniert und untersucht.
Der Roman hatte mich von der ersten Seite an. Er ist gut erzählt, leicht lesbar und findet doch wunderbare Worte.
Die Natur wird grandios beschrieben, manches habe ich wiederholt gelesen. Aber auch die Menschen wirken echt und entwickeln sich weiter. Es entstehen Protagonisten, die mir im Kopf bleiben, sie werden lebendig für mich.
Ein wundervolles Buch, welches ich gerne weiter empfehle.

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