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Veröffentlicht am 08.03.2026

Tolles Setting, aber wenig Tiefe

Blue Sparrow Girls – The Melody of You and Me
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Das Cover des Buches mag ich richtig gerne. Die Darstellung eines Sonnenuntergangs und dem Farbverlauf von Dunkelblau zu hellem Pink sieht einfach toll aus. Ein schönes kleines Detail, das einem erst beim ...

Das Cover des Buches mag ich richtig gerne. Die Darstellung eines Sonnenuntergangs und dem Farbverlauf von Dunkelblau zu hellem Pink sieht einfach toll aus. Ein schönes kleines Detail, das einem erst beim Lesen des Buches auffällt, sind die kleinen Vögel, die eine besondere Bedeutung für die WG-Mädels haben, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sie blau sind.

Die Story fand ich sehr vielversprechend: Nach dem Tod ihrer Mutter tut Olive alles, um ihr nahe zu sein und zieht deswegen nach Nashville, wo ihre Mutter einst ihre Leidenschaft für Kunst entdeckte. Olive hofft, ihre Trauer mit Hilfe mit dem Schreiben von Songs verarbeiten zu können, doch der Neustart in Nashville gestaltet sich schwierig. Doch dann lernt sie an einem Abend Drew kennen, der ähnlich schreckliche Tage hinter sich hat und mit dem sie in einer Nacht alles vergessen kann. Doch als sie endlich eine neue WG findet, stellt sich heraus, dass Drew ausgerechnet Teil der verfeindeten Jungs-WG aus dem gleichen Haus ist, die sie immer wieder mit Streichen und Streitereien nerven. Ihre neuen Mitbewohnerinnen dürfen auf keinen Fall erfahren, wie gut sie sich mit ihm verstanden hat und wie groß die Chemie noch immer zwischen ihnen ist. Doch dann bietet er ihr an, ihr dabei zu helfen, ihre Songs zu schreiben und sie kommen sich dabei näher, als erwartet.

Ich habe mich auf die Geschichte gefreut, weil ich das Setting in Nashville interessant fand und ich gespannt darauf war, Olive bei ihrer Songwriting-Reise begleiten zu können. Leider konnte mich das Buch nicht so richtig fesseln. Das liegt auch ein bisschen am Schreibstil. Der ist auf keinen Fall schlecht und lässt sich angenehm lesen, aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich so richtig in die Geschichte eintauchen konnte.

Das lag auch an den Charakteren. Ich mochte sowohl Olive und Drew als auch ihre Freunde wirklich gerne, aber ich hatte das Gefühl, sie richtig kennenzulernen. Das liegt vielleicht auch daran, dass man Olive in der schlimmsten Zeit ihres Lebens kennenlernt und sie dadurch vor allem zu Beginn oft ein bisschen wie betäubt wirkt. Ich konnte ihre Trauer komplett verstehen und fand es super mutig, dass sie nach Nashville geht, um herauszufinden, was ihre Leidenschaft ist. Ich hatte aber irgendwie nie so richtig das Gefühl, dass sie so richtig weiß, was ihre Leidenschaft ist. Ich kann verstehen, dass sie versucht, ihre Trauer zu verarbeiten, aber es wirkte ein bisschen willkürlich, dass sie dafür Songwriting gewählt hat und nicht wie etwas, das sie schon immer machen wollte. Es wäre wahrscheinlich sinnvoll gewesen, wenn man Olive schon vor dem Tod ihrer Mutter hätte erleben können oder es Freunde gegeben hätte, die einen Einblick in ihren Charakter gegeben hätten. Bei Drew hatte ich die meiste Zeit des Buches das Gefühl, ihn besser verstehen zu können, aber den Konflikt mit Olive fand ich komplett absurd, weil er nicht dazu passt, wie er sich vorher verhalten hat. Man hätte für die Glaubwürdigkeit seines Charakters gewisse Verhaltensweisen zumindest andeuten müssen, so aber kommt der Bruch zwischen den beiden nahezu aus dem Nichts.

Alles in allem mochte ich das Gefühl und das Setting des Buches wirklich gerne, aber ich hatte nie das Gefühl, die Charaktere wirklich kennenlernen zu können. Sie blieben einfach oberflächlich, wodurch auch ihre Konflikte ein bisschen konstruiert wirken.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Leider nicht so spannend wie erhofft

Liars all around me
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Das Cover gefällt mir persönlich nicht so gut. Ich mag weder die Kombination aus Lila und Rot noch die dargestellten silbernen Bänder, die alles zu verbinden scheinen, aber auf den ersten Blick eher wie ...

Das Cover gefällt mir persönlich nicht so gut. Ich mag weder die Kombination aus Lila und Rot noch die dargestellten silbernen Bänder, die alles zu verbinden scheinen, aber auf den ersten Blick eher wie Stricknadeln aussehen. Es passt grundsätzlich ins Genre, aber es ist dennoch sehr nichtssagend und ich hätte es vermutlich in der Buchhandlung glatt übersehen.

Da fand ich die Story schon vielversprechender: Ryle weiß ganz genau, dass er in seinem kleinen Heimatort keinen guten Ruf hat und sich zahlreiche Gerüchte um seine angebliche kriminelle Vergangenheit ranken. Doch dass ihn die Musterschülerin Avery nach einer Waffe fragt, geht dann doch zu weit und er weist sie bestimmt ab. Doch dann wird wenige Tage später ausgerechnet Averys Erzfeindin Sheila erschossen im Leuchtturm aufgefunden und für Ryle steht fest, dass sie etwas damit zu tun haben muss. Er stellt ihr ein Ultimatum: Entweder sie geht zur Polizei oder beweist ihm in einer Woche, dass sie nichts mit dem Tod von Sheila zu tun hat. Widerwillig versuchen sie zusammen herauszufinden, was genau passiert ist und kommen sich dabei näher, als erwartet. Doch nicht allen gefällt die neue Verbundenheit zwischen der Musterschülerin und dem Bad Boy und der Mörder ist ihnen näher als gedacht.

Ich habe mich darauf gefreut, mal wieder einen Jugendkrimi lesen zu können, der mich so richtig fesselt. Das konnte das Buch zumindest teilweise erfüllen. Der Schreibstil ist auf jeden Fall gelungen und hat es nach einer kurzen Eingewöhnungsphase geschafft, mich komplett in die Geschichte zu ziehen. Ich habe das Buch vor allem deswegen in kürzester Zeit durchlesen können.

Die Story als solche konnte mich leider nicht ganz so überzeugen. Das liegt vor allem daran, dass ich schon sehr früh, eine recht genaue Vorstellung davon hatte, was im Verlaufe des Buches passieren wird und bis auf wenige Punkte lag ich damit auch richtig. Das kann natürlich immer passieren, aber ich fand vieles einfach sehr vorhersehbar und offensichtlich. Auch wenn es ein Jugendkrimi ist, brauche ich ein paar Überraschungselemente, damit mich die Story so richtig mitreißt und das passiert ehrlich gesagt erst zum Ende hin.

Die Charaktere mochte ich dabei eigentlich ziemlich gerne. Es wird schnell klar, dass beide mehr sind als man zunächst erwartet. Ryle macht sich gar nicht die Mühe, den Menschen um ihn herum zu beweisen, dass er anders ist, als die Gerüche vermuten lassen, sondern nutzt es manchmal einfach, um in Ruhe gelassen zu werden, während man bei Avery schnell merk, wie sehr sie unter dem Druck, perfekt zu sein, leidet. Ich mochte die Dynamik zwischen den beiden richtig gerne und fand es spannend, zu sehen, wie sie lernen, einander zu akzeptieren und letztlich zu vertrauen. Vor allem die Beziehung zwischen den beiden hat dafür gesorgt, dass ich das Buch so schnell durchgelesen habe. Dadurch, dass die beiden aber so sehr in den Vordergrund treten, war es manchmal ein wenig schwierig, andere Charaktere wahrzunehmen und ein Gefühl für sie bekommen zu können. Ich mochte zwar durchaus andere Personen in dem Buch, vor allem Ryles Vater und seinen Bruder, aber ich habe zum Teil ein wenig gebraucht, um sie einschätzen zu können.

Alles in allem mochte ich das Buch recht gerne, vor allem weil der Schreibstil es erlaubt, die Geschichte super schnell durchlesen zu können und komplett in sie einzutauchen. Allerdings hatte ich ziemlich schnell eine recht genaue Vorstellung davon, was passiert sein könnte, sodass der Reiz nach einem vielversprechenden Start ein bisschen weg war. Dennoch mochte die Charaktere und würde einen möglichen weiteren Teil schon alleine deswegen lesen wollen, weil das Ende doch ein bisschen offen bleibt.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Qualitativ hochwertiges Malbuch in gewöhnungsbedürftigem Stil

Cozy Coloring Disney - Cuties
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Das Cover des Coloring-Buches mit Tassilo gefällt mir richtig gut, weil es zum einen ein niedliches Motiv ist und zum anderen, weil es schön aufzeigt, wie man die verschiedenen Bilder ausmalen kann.

Die ...

Das Cover des Coloring-Buches mit Tassilo gefällt mir richtig gut, weil es zum einen ein niedliches Motiv ist und zum anderen, weil es schön aufzeigt, wie man die verschiedenen Bilder ausmalen kann.

Die 40 Ausmalseiten des Buches bieten eine breite Vielfalt von Disney Charakteren: Von Elsa über Vaiana zu Raya und Cruella de Vil. Durch die einseitige Bedruckung hat man die Möglichkeit mit den verschiedensten Stiften zu arbeiten und mit einem Blatt hinter der Seite das Durchdrücken zu verhindern.
Die Qualität des Buches ist wirklich gut. Es fühlt sich durch den recht festen Einband und die dicken Seiten wirklich hochwertig an. Dadurch hat man auch weniger Probleme mit dem Durchbluten der Farben, selbst wenn man Alkoholmarker und Acrylstifte verwendet.

Ich mochte zudem, dass das Buch wirklich eine recht große Auswahl an verschiedenen Ausmalbildern liefert. Es gibt nicht nur die typischen Prinzessinnen, wie Anna und Elsa, sondern auch Bösewichte, wie Gaston oder Cruella de Vil und die Monster der Monster-AG.

Allerdings gefiel mir der Stil der Zeichnungen bei den meisten Bildern nicht so richtig, zumal das Cover keine gute Repräsentation für sie liefert. Ich bin es aus anderen Coloring-Büchern gewohnt, dass die Charaktere in einer bestimmten Szene dargestellt sind und eben nicht immer direkt den Ausmalenden anschauen. Hier sind die Charaktere sehr oft in ihren typischen Umgebungen dargestellt, was dazu führt, dass sich alle Bilder in ihrer Komposition sehr ähneln. Auch die Charaktere sind oft nicht im typischen Disney-Stil gezeichnet, sondern niedlicher dargestellt. Es gibt bestimmt Menschen, die diesen Stil bevorzugen, aber ich hätte es schöner gefunden, wenn man die Charaktere so sieht, wie man sie auch aus den entsprechenden Filmen oder Serien kennt. Zudem sind bei so gut wie allen Bildern schon Teile ‚ausgemalt‘. Zwar sind es nur Teile, die schwarz sind, aber vor allem bei den Haaren von Pocahontas oder Tiana oder dem Kleid von Cruella hat man dann nur noch eine geringe Gestaltungsmöglichkeit. Ich verstehe, dass es vermutlich dazu beitragen soll, dass die Charaktere leichter zu erkennen sind, aber ich mag es meistens deutlich lieber, wenn ich mehr Freiheiten beim Ausmalen habe, auch um Muster oder Schatten kreieren zu können.

Alles in allem mag ich die Idee eines Disney-Coloring-Buches deutlich lieber als die Umsetzung hier. Dabei mag ich die Qualität wirklich gerne, aber der Stil ist nicht so richtig meins, was ich bei dem Cover so nicht erwartet hätte. Mir hätte es besser gefallen, wenn die Szenen natürlicher und sich vom Aufbau mehr unterschieden hätten.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Herzerwärmende Charaktere in einer blassen Welt

The Nightmare Before Kissmas
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Ich mag die Covergestaltung ausgesprochen gerne. Dabei mag ich sowohl die Haptik als auch die gesamte Darstellung der Charaktere. Es zeichnet ein tolles Bild von Coal und Hex, ohne zu viel der Geschichte ...

Ich mag die Covergestaltung ausgesprochen gerne. Dabei mag ich sowohl die Haptik als auch die gesamte Darstellung der Charaktere. Es zeichnet ein tolles Bild von Coal und Hex, ohne zu viel der Geschichte zu verraten.
Die Geschichte hat mich ebenfalls direkt angesprochen: Nachdem Coal, der Prinz von Weihnachten, vor einem Jahr fast eine Katastrophe ausgelöst hat, obwohl er den Menschen eigentlich nur helfen wollte, will sein Vater dieses Jahr, dass das anstehende Weihnachtsfest perfekt wird. Dazu soll Coal Iris, die Prinzessin von Ostern, heiraten. Blöd nur, dass sie zwar seine beste Freundin ist, er aber ihr gegenüber keinerlei romantischen Gefühle hegt. Dann taucht auch noch Hex, der Prinz von Halloween, als weiterer Verehrer von Iris auf und das Drama ist perfekt, denn dieser ist niemand anderes, als der geheimnisvolle Typ, mit dem Coal vor einem Jahr einen heißen Kuss teilte und der danach spurlos verschwand. Je mehr Zeit die beiden beim Kampf um die Hand um Iris verbringen, desto näher kommen sie sich, aber sie beide sind ihren Feiertagen verpflichtet und können diesen Gefühlen keinesfalls nachgeben.
Ich habe mich wirklich auf dieses Buch gefreut, weil ich richtig Lust auf eine cosy Romantasy hatte, die perfekt zur Jahreszeit passt. Leider konnte mich das Buch nicht so richtig überzeugen, was auch ein bisschen am Schreibstil liegt. Ich musste mich wirklich sehr daran gewöhnen, weil er manchmal ein bisschen zu umständlich wirkt. Nachdem ich mich aber daran gewöhnt hatte, konnte ich das Buch recht gut durchlesen.
Die Charaktere hingegen mochte ich ziemlich gerne. Coal ist manchmal wirklich viel. Sehr laut, sehr dramatisch und sehr egoistisch, aber ich mochte, dass er sich dessen absolut bewusst war und mit der Zeit auch daran gearbeitet hat. Er ist eben kein perfekter Protagonist, aber einer, der ehrlich ist und sich vor allem mit allem, was er hat, für die Menschen einsetzt, die ihm wichtig sind. Dadurch, dass Coal so eine schillernde Persönlichkeit hat, bleiben die anderen Charaktere manchmal ein bisschen blass. Vor allem von Hex hätte ich mir manchmal mehr Input gewünscht, wahrscheinlich hätte es geholfen, wenn man manche Kapitel aus seiner Sicht hätte lesen können. Ich habe ihn dennoch schnell ins Herz geschlossen, weil er nur bedingt dem Bild entspricht, das ich mir zu Beginn gemacht habe. Zwar trägt er wirklich gerne dunkle Farben und kann Schatten kontrollieren (natürlich!), aber er ist dennoch kein arroganter Typ, der keine Gefühle zeigen kann. Sondern ein ruhiger, aufmerksamer Mann, der etwas braucht, um Vertrauen zu fassen, dann aber sich für das einsetzt, was ihm wichtig ist. Weniger greifbar war für mich Iris, die eigentlich im Mittelpunkt zwischen den beiden Prinzen stehen sollte, aber durch ihre direkte Anziehung zueinannder, komplett an den Rand gedrängt wird und ich mich schwer damit getan habe, sie wirklich kennenzulernen. Vielleicht erfährt man im zweiten Teil rund um Caols Bruder Kris noch mehr über sie, auch wenn ihre Liebesgeschichte auch hier nicht im Fokus stehen wird.
Mein größtes Problem an der Geschichte war leider das Setting, auf das ich mich extrem gefreut hatte. Die Idee, dass es Königshäuser gibt, die die wichtigsten Feiertage vertreten und die quasi von der Freude leben, die diese Feiertage schaffen, fand ich extrem spannend. Allerdings habe ich bis zum Ende nicht verstanden, wie das Ganze funktioniert hat. Ich habe zwischendurch gedacht, dass ich das Kapitel, das das System genauer erklärt hat, aus Versehen übersprungen habe, aber das war nicht der Fall. Natürlich wird ganz grundsätzlich umrissen, wie die Feiertage Freude sammeln und wie wichtig das offenbar für alle ist, aber ich hatte immer das Gefühl, dass mir einiges an Information fehlt, um viele der Handlungsstränge wirklich verstehen zu können. Dadurch habe ich manchen dramatischen Enthüllungen einfach nur mit einem Achselzucken begegnen können, weil ich echt nicht verstanden habe, was genau daran jetzt so eine große Sache ist. Dazu gehört beispielsweise der Grund, warum Iris sich ihrem Vater bei der arrangierten Ehe nicht entgegenstellt. Es wird immer wieder angedeutet, dass sie dafür ihre Gründe hat, aber gerade weil ihre Eltern gegen Widerstände aus Liebe geheiratet haben, habe ich nicht ganz verstanden, warum sie die Entscheidung fast schon passiv akzeptiert hat.
Alles in allem habe ich mich wirklich sehr auf das Buch gefreut und bin letztlich doch ein bisschen enttäuscht, weil ich die Charaktere zwar ins Herz geschlossen habe, aber das Setting nie so ganz erfassen konnte und mir dadurch auch der Lesefluss sehr gefehlt hat. Den zweiten Teil rund um Kris werde ich deswegen vermutlich nicht lesen, auch wenn ich ihm von Herzen ein Happy End wünsche.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Tolle Idee, die leider nicht überzeugt

Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse
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Ich liebe die Gestaltung des Buches. Sowohl das leuchtende Dunkelrot als auch die wunderbare Gestaltung des Farbschnitts, die es schwer macht, sich zu entscheiden, auf welche Art man das Buch ins Regal ...

Ich liebe die Gestaltung des Buches. Sowohl das leuchtende Dunkelrot als auch die wunderbare Gestaltung des Farbschnitts, die es schwer macht, sich zu entscheiden, auf welche Art man das Buch ins Regal stellt.

Die Story fand ich ebenfalls sehr reizvoll: Als Livia Woordward von der Kunstuniversität fliegt, bleibt ihr als einzige Chance, die Teilnahme an einem Autorenwettbewerb. Sie will diesen gar nicht gewinnen, aber möglichst viel Werbung für ihren Webtoon machen. Deswegen fliegt sie mit einem bunten Pailletten-Shirt nach Korfu und hofft, möglichst viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Doch der Wettbewerb ist anders als sie zunächst erwartet hat und plötzlich findet sie sich in einem gefährlichen Spiel wieder, bei dem nicht klar ist, wer Freund und wer Feind ist.

Ich mochte die Romeo und Juliet-Reihe von Sabine Schroder unglaublich gerne und habe mich deswegen schon riesig auf dieses neue Reihe rund um die Musen gefreut, allerdings konnte es mich leider nicht so richtig überzeugen. Das liegt komischerweise auch am Schreibstil. Ich mochte beispielsweise den Humor bisher immer sehr gerne. Hier hat mich aber der Anfang so sehr genervt, dass ich mich echt zwingen musste, weiterzulesen. Ich fand es komplett absurd, wie unorganisiert und tollpatschig eine Person sein kann und das kommt von jemanden, der wirklich dauernd fällt oder sich an absurden Dingen stößt. Aber wie oft Liv an Personen mit ihren Pailletten hängen bleibt, hat mich wirklich genervt. Es war für mich ab einem gewissen Punkt einfach zu viel.

Dadurch hatte ich auch meine Probleme mit Liv. Ich habe viele ihrer Überlegungen und Handlungen nicht wirklich verstehen können, oft wirkt sie komplett kopflos und teilweise absurd, obwohl sie zumindest teilweise die Zeit gehabt hätte, manche Dinge besser zu planen. Dennoch hatte ich oft nicht das Gefühl, Liv wirklich zu kennen und konnte nie so richtig einschätzen, was sie als als nächstes tun wird. Genauso ging es mir mit Flame, aber bei ihm hat mich nicht ganz so sehr gestört. Ich mochte ihn trotzdem recht gerne und fand es ziemlich sympathisch, dass er nach dem kurzem Aufeinandertreffen (im wahrsten Sinne des Wortes) mit Liv, ihren Webtoon gelesen und anderen Menschen empfohlen hat. Die Nebencharaktere fand ich ebenfalls vielversprechend, aber auch diese blieben leider recht oberflächlich, sodass ich keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen konnte.

Die Story und das Setting fand ich ebenfalls unglaublich vielversprechend und habe mich schon richtig gefreut, mehr über die Musen zu erfahren. Aber so richtig abholen konnte es mich leider nicht. Das Setting auf Korfu blieb für mich ein bisschen blass und spielte nur ganz am Rande eine Rolle. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht, damit man auf ein gewisses Gefühl dafür bekommt, wo die Geschichte spielt. Ähnlich geht es mir mit der Story. Ich fand den Ansatz und auch verschiedene Details, wie die sprechenden Bücher, wirklich cool und spannend, hatte aber nie das Gefühl, richtig in die Geschichte hineinzufinden und mich wirklich von ihr mitreißen lassen zu können.

Alles in allem habe ich mich richtig auf die Geschichte gefreut, sie konnte mich aber leider nicht so richtig fesseln. Dabei waren die Ansätze so vielversprechend und die Ideen wirklich spannend, aber im Ganzen konnte sie mich leider nicht fesseln. Die Charaktere hatten ebenfalls Potenzial, aber auch sie haben mich nie komplett von sich überzeugen können. Ich bin mir deswegen noch nicht ganz sicher, ob ich den nächsten Teil noch lesen will, der Cliffhanger war allerdings so gut gesetzt, dass ich gerne wissen würde, was passieren wird.

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