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Veröffentlicht am 24.02.2026

Gedankendurcheinandertage und wahre Freundschaft

Sagst du mir, was Freundschaft ist?
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Der Hase und Igel haben ein neues, kurzes Abenteuer vor sich und begeben sich - in dieser 10 Jährigen Jubiläumsauflage zu den beiden tierischen Freunden -auf die Suche nach einer Antwort zu der großen ...

Der Hase und Igel haben ein neues, kurzes Abenteuer vor sich und begeben sich - in dieser 10 Jährigen Jubiläumsauflage zu den beiden tierischen Freunden -auf die Suche nach einer Antwort zu der großen Frage: Was ist Freundschaft?

Die Texte sind in dem Buch eher kurz gehalten, aber kaum liest man den ersten Satz, wird man mit Poesie und würde schon fast sagen malerischen Umzeichnung in die Welt von Hase und Igel entführt. Diese scheint sehr viel langsamer und friedvoller zu sein, aber auch in ihr wird sich nicht vor Konflikten gescheut.
Besonders gut gefällt mir an der Reihe, dass Hase und Igel beide sehr unterschiedlich ausgearbeitete Charaktere haben, sich trotzdem herrlich ergänzen und voneinander lernen können, selbst wenn meist der Hase den fragenden, nachdenklichen Teil einnimmt und der Igel den weisen, überlegten und erklärenden Part.
In dieser Geschichte ist der Hase von Anfang an sehr durcheinander, verliert dabei die Bedeutung von Freundschaft und umgelegt auf die Realität, hat jeder aufmerksame Erwachsene vielleicht bei vertrauten Kindern schon einmal diesen Zustand wahrnehmen können. Jeden Tag wird neues gelernt, entdeckt und verarbeitet, das kann die Gedanken oftmals sehr fordern.
Die Waldtiere kommen aber zusammen und helfen das entstehende Missverständnis gemeinsam wieder zu lösen. Hierbei erhält jede Meinung Gehör und langsam kristallisiert sich, dass vielleicht jeder ein Stück Wahrheit zur Bedeutung von Freunden beitragen kann!

"Der Hase hörte sich das an, überlegte und sagte leise: "Das ist wie bei uns." "Siehst du?", sagte der Igel und raschelte weiter."

Mit ganz viel Herz und einer kindlichen Leichtigkeit bekommen alle LeserInnen als auch ZuhörerInnen die kleinen, großen Wichtigkeiten zu Freundschaft vermittelt: Achtsamkeit im Umgang miteinander, Ehrlichkeit, Zusammenhalt, Vertrauen, Unterstützung an guten, sowie schlechten Tagen, Verständnis, Mut zum Unterschied,Freude sowie Stolz füreinander und Stärke einander vergeben zu können!

Joëlle Tourlonias schafft es die Ruhe und Geborgenheit wunderbar in ihren dazugehörigen Bildern einzufangen und hat unverkennbar einen zuckersüßen Stil zu den Büchern beigetragen.

Fazit: Wie von Autor Michael Engler zu erwarten, wird nicht nur kindgerecht eine wertvolle Botschaft über Freundschaft transportiert, sondern dieses liebevolle Kinderbuch regt auch die erwachsenen VorleserInnen zum Nachdenken an! Klare Empfehlung!

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  • Erzählstil
  • Cover
  • Bilder/Illustrationen
Veröffentlicht am 22.02.2026

Tierisch schöne Freundschaften

Willkommen im Zoo - Ein neues Zuhause für Ignaz Pfefferminz Igel
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Die Bewohner des Zoo und vorallem Ignaz kennen wir bisher aus einem weiteren Buch der Reihe und waren damals schon sehr begeistert von der Vielzahl der vorkommenden Tiere und dem raffinierten Wortwitzen ...

Die Bewohner des Zoo und vorallem Ignaz kennen wir bisher aus einem weiteren Buch der Reihe und waren damals schon sehr begeistert von der Vielzahl der vorkommenden Tiere und dem raffinierten Wortwitzen der Autorin Sophie Schoenwald.
In zwölf kurzen Kapiteln erfahren wir jetzt bei diesem Buch, wie Ignaz eigentlich in den Zoo gefunden hat und so war beim Vorlesen die Begeisterung von Anfang an hoch!
Mein fast 5-Jähriger Sohn ist ein besonders großer Fan vom Ameisenbär Eddie, weil er wirklich einen sehr lustigen Sprachfehler hat, den man als Vorleser richtig gut betonen kann, und hat sich daher sehr gefreut, dass Ignaz im Buch rasch auf ihn trifft und er sogar einen ganzen Abschnitt für sich bekommen hat.
Überhaupt kann man eigentlich ab der ersten Seite an über die humorvolle Handlung lachen und hat einfach Spaß und Freude beim Lesen! Ignaz ist für sich allein schon ein sehr sympathischer Charakter, der doch nur den besten aller ersten Eindrücke mit seiner Höflichkeit und Freundlichkeit hinterlassen möchte. Mit jedem weiteren Tier, das wir nach und nach kennenlernen, wachsen auch die liebevoll durchdachten Botschaften über Freundschaft, Zusammenhalt und einem neuen liebgewonnenen Zuhause!
Die Länge des Texts ist in meinen Augen ideal gewählt für das Zielalter und man kann ein bis zwei Kapitel auch gut vor dem Zubettgehen lesen. Zudem verbinden die Illustrationen, die abwechselnd nur kleine, Details darstellen oder eine ganze Doppelseite umfassen, das Gelesene mit der eigenen Fantasie.
Der Stil der Bilder von Günther Jakobs unterstützt das lustige Geschehen perfekt, da er sehr verspielt, bunt und ist.

Fazit: Am liebsten würden wir selbst einmal diesen ganz besonderen Zoo in Realität besuchen, aber auch so blieb uns die Möglichkeit fantastische Abenteuer mit den tierischen Freunden zu erleben! Sehr lustig, herzlich und garantiert lesenswert!

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Ein Eichelmännchen namens Herr Hütchen

Herr Hütchen sagt Gute Nacht - Neue Einschlaf-Geschichten aus dem Wald
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Wir kennen schon das erste Buch von dem herzallerliebsten Herrn Hütchen! Dieser Teil ist wieder toll aufgebaut, mit einer kleinen Vorstellung, wer und was eigentlich ein Eichelmännchen und somit Herr Hütchen ...

Wir kennen schon das erste Buch von dem herzallerliebsten Herrn Hütchen! Dieser Teil ist wieder toll aufgebaut, mit einer kleinen Vorstellung, wer und was eigentlich ein Eichelmännchen und somit Herr Hütchen ist.
Sein treuer Begleiter Weckkäfer Klickklack, der ja wie die meisten Eltern nur möchte, dass alle genügend Schlaf erhalten, wird ebenfalls vorgestellt, da er ein stetiger Begleiter ist.

Die 9 Geschichten haben eine ideale Länge zum Vorlesen vorm Schlafen gehen. Mit viel Humor, auch für die vorlesenden Erwachsenen (z.B. Schnelle- Mitteilungs- Schnecke kurz SMS oder Tier-zu-Tier-Verschlüsselung), erlebt Herr Hütchen verschiedene Abenteuer mit ganz unterschiedlichen Tieren. Dabei hat er die ein oder andere Aufgabe zu lösen, denn was tun wenn der Wolf einen Albtraum hat, der Baummader gar nicht müde ist, der ganze Zu-Bett-Geh Zeitplan durcheinander gerät, die Zahnpasta verschwindet, man den Zahnputz-Rap lernen muss oder die Hummel vor dem Schlafen so richtig stinkwütend ist?! Jeder Abschnitt endet mit einem wiederholten, kurzen Reim, den mein Sohn bald mitsprechen konnte:
"Guten Abend, gut' Nacht! Nur Herr Hütchen, der wacht, wenn die Tiere schlafen geh'n, denn dann träumen sie schön! Morgen früh wird es hell, dann erwachen sie schnell! Morgen früh wird es hell, dann erwachen sie schnell!"

Mit Freundlichkeit, Ruhe, weisen Worten und Hilfe von Freunden greift Herr Hütchen, in tierische Handlung umgelegte Themen, die kleine menschliche Lebewesen beim Einschlafen beschäftigen, kindgerecht auf. Dabei ist die Umsetzung in Metaphern, die trotzdem verständlich bleiben, ausgezeichnet gelungen.
Im letzten Kapitel kommen alle Tiere beim "Längsten-Tag-Fest" zusammen und das finde ich einen wunderschönen Abschluss des Buchs, da so alle Charaktere nochmal ins Gedächtnis gerufen werden.

Die Illustrationen von Barbara Scholz passen so zauberhaft zu den Texten und haben einen süßen, eher weichen Stil, der gerade vor dem Schlafengehen zurückhaltend ist und eine gewisse Ruhe ausstrahlt.

Die Einschlaf-Checkliste auf der letzten Seite werde ich als Elternteil versuchen in das Abendritual einzubauen, denn nicht nur dass es ohnehin die wichtigsten Punkte beinhaltet wie Zähne putzen, sondern die simple Frage an das Kind, ob es noch etwas gibt an das es denkt oder das es erzählen möchte, kann sehr schöne Momente erzeugen und die Bindung in meinen Augen extrem stärken.

Fazit: Wie bereits einige Bücher des Baumhaus Verlag, kann dieses hier nicht nur aufgrund seiner hochwertigen Qualität, sondern vorallem wegen der gefühlvoll, besonnenen Geschichten überzeugen!

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Und ein Plottwist geht noch...

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Für mich ist es bereits das zweite Buch/Hörbuch der Autorin Emily Rudolf, da mich schon ihr umstrittenes Buch "Das Dinner" überzeugen konnte!

Bei keinem anderen Buch ist es mir bisher passiert, dass ...

Für mich ist es bereits das zweite Buch/Hörbuch der Autorin Emily Rudolf, da mich schon ihr umstrittenes Buch "Das Dinner" überzeugen konnte!

Bei keinem anderen Buch ist es mir bisher passiert, dass ich mit jedem Fortschreiten und Rückschreiten der Handlung meine entstehende Meinung und dadurch auch Sympathie für die Hauptprotagonisten geändert habe. Durch die stetige Entwicklung der Charaktere und dem ganz langsam entstehenden Puzzle der Geschichte, mit Blicke in vergangene Geschehnisse hat die Autorin es wirklich geschafft, bis zum Schluss die Grenzen von Gut und Böse, Schwarz und Weiß komplett verschwimmen zu lassen.
Die Erzählperspektive wechselt zwischen Cecilia, Johannes und Nick und bei jedem Wechsel stellen sich ihre Charakterzüge ein wenig anders da und erst zum Ende kann sich daraus ein durchaus schlüssiges, ebenso geniales Gesamtbild ergeben.
Da all diese Verwirrung von der Autorin raffiniert eingesetzt und so eine fesselnde Dynamik in der Handlung erzeugt wurde, war das Hörerlebnis erfreulich erfrischend!

Die Stimmen von Nils Nelleßen, Florens Schmidt und Rebecca Veil wechseln bei den unterschiedlich erzählenden Personen und vermitteln so die Perspektive und die Gedanken gut und auch die Sicht auf die anderen Charaktere wirken dadurch sehr glaubhaft. Außerdem war es in meinen Augen ein kluger Schachzug zwei männliche Stimmen zu wählen, um es den HörerInnen zu erleichtern Johannes und Nick auseinander zu halten!

Fazit: Ein Thriller, bei dem man glaubt durchzublicken, um dann nur wieder festzustellen man irrt sich doch! Grandiose Wendungen, daher sehr spannend und definitiv lesens-/hörenswert!

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Die undurchdringliche,chaotische Ordnung des Lebens

Niemands Töchter
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Ein Titel "Niemands Töchter" der Bedeutung sucht, so wie die vier Frauen Marie, Gabriele, Alma und Isabell es in diesem Roman in vier Jahrzehnten, in denen wir ihrer Geschichte folgen können, ...

Ein Titel "Niemands Töchter" der Bedeutung sucht, so wie die vier Frauen Marie, Gabriele, Alma und Isabell es in diesem Roman in vier Jahrzehnten, in denen wir ihrer Geschichte folgen können, auch tun.
Marie, die gerade zu leben beginnt und 1981 das Glück in Berlin sucht; Gabriele die schmerzlich 2019 an die Vergangenheit mit ihrer Tochter denkt und deren Gegenwart nicht kennt. Alma, die eine Verbindung zu sich und ihrem Platz im Leben sucht und die depressive Isabell, die mit den Polaroids ihrer Mutter ein schwarzes Loch in der Erzählung zu füllen versucht. Manchmal vermag das Schicksal undurchdringliche Wege zu gehen, um verschwiegene Wahrheiten aufzudecken...
Sehr viele Blickwinkel von Mutterschaft werden beleuchtet, sei es die körperlichen Veränderungen, die hormonellen und psychischen Nachwirkungen von Schwangerschaft, der körperliche Schmerz von Geburt, die Verzweiflung von Unfruchtbarkeit, das unfassbar zerreißende Gefühl von Schuld dem Kind gegenüber, sei es aufgrund von Unwahrheiten, die aus Schutz erzählt werden oder weil man sein Kind zur Adoption gibt, um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen, oder einfach weil man oft das Gefühl hat alles falsch zu machen und nie die perfekte Mutter ist. Am Ende geht es einzig und allein ums Überleben in einer oftmals unfair erscheinenden Welt!
Nach dem ersten Drittel hatten sich in meinem Kopf leise Vermutungen breit gemacht, wohin die Geschichte der vier Frauen ungefähr führen würde, aber es war sehr interessant erzählt und ich wollte der Auflösung stets näher kommen und so flogen die Seiten dahin!
Obwohl gerade die Thematik von Mutter Tochter Beziehungen am Lesemarkt reichlich ausgeschöpft scheint, wurde ich hier von einer einzigartig, berührenden Geschichte und einem unheimlich emotionalen Zusammenführen der verschiedenen Protagonistinnen überrascht. Besonders beeindruckend war auch die Ausarbeitung von Mut und Klarheit, die alle vier Frauen irgendwann im Laufe der Handlung haben oder erreichen. Ein Fehler bedeutet nicht, nicht doch etwas daraus Lernen zu können, zu wachsen, reflektiert an sich zu arbeiten und Hilfe anzunehmen, das eigene Glück selbst zu suchen und genau das wird manchmal drastisch, manchmal mit feinem Fingerspitzengefühl in vielerlei Ausführungen im Roman von Judith Hoersch transportiert. Auch die Tragik der verschiedenen Schicksale sind fühlbar, traurig, menschlich und nachvollziehbar erzählt, trotzdem schafft sie es, die LeserInnen am Ende mit einer innerlichen Schönheit und Zufriedenheit aus der Geschichte zu entlassen. So verbleibe ich mit der Botschaft von grenzenloser Liebe einer Mutter:
" "Mama?", drang es leise durch das Holz."

Fazit: Die Geschichten der Frauen haben mich tief berührt und besonders das Ende hat mir einige Tränen in die Augen gebracht! Absolut lesenswerter Roman, trotz gefühlt hundertstem Mutter- Tochter Thema!

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