Beeindruckende Mischung aus Fantasy und historischem Drama
The Poet EmpressThe Poet Empress ist eines dieser besonderen Bücher, die einen von der ersten Seite an packen und nicht wieder loslassen, weit über die letzte Seite hinaus.
Gleichzeitig ist auch von Anfang an schnell ...
The Poet Empress ist eines dieser besonderen Bücher, die einen von der ersten Seite an packen und nicht wieder loslassen, weit über die letzte Seite hinaus.
Gleichzeitig ist auch von Anfang an schnell klar, dass dies keine leichte Geschichte sein wird, sondern stattdessen von Leid und Grausamkeiten gezeichnet ist.
Yin Wei wächst als Tochter eines Reisbauern in Armut und Hunger auf, sieht aber einen Ausweg, als Konkubinen für den Thronfolger des Kaisers gesucht werden.
Leider nur ist das Leben im Palast voller Gefahren und erinnert immer wieder an historische Erzählungen über Intrigen im chinesischen Kaiserpalast.
Hier gelingt der Autorin eine tolle Mischung: Das wohlbekannte Setting wird mit Fantasy-Elementen nicht nur ergänzt, sondern wunderbar bereichert.
Die Magie wirkt nicht fehl am Platze, sondern fügt sich ganz natürlich in die Welt ein, das System dahinter ist leicht verständlich und doch außergewöhnlich.
Generell hat mich die Atmosphäre durchgängig in ihren Bann gezogen, man ist in jeder Szene mitten drin, kann sich die Kulisse gut vorstellen und fühlt mit den Charakteren mit.
Diese waren auch schön ausgearbeitet - Wei war mir schnell sympathisch, aber auch die Nebencharaktere konnten überzeugen und selbst Prinz Terren lernt man im Laufe der Geschichte besser kennen.
Vereinzelt hätte ich mir noch eine Charakterübersicht gewünscht, aber auch ohne konnte ich mir die wichtigsten Namen recht gut merken.
Auch der Schreibstil war angenehm zu lesen, wenn auch nicht super außergewöhnlich oder poetisch (wie es der Titel vielleicht vermuten lässt), dies hat mich aber gar nicht gestört.
Insgesamt ein Buch, das ich kaum aus der Hand legen wollte und das mich auf die beste Art an Werke wie "A Song to Drown Rivers" erinnert hat.