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Emily_366

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.12.2025

Herbstlich und berührend

The Pumpkin Spice Latte Disaster (Lower Whilby 1)
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The Pumpkin Spice Latte Disaster ist das perfekte Buch für den Herbst. Ich hatte nicht nur das Bedürfnis, mir auf der Stelle einen Pumpkin Spice Latte zu besorgen – nein, es hat mich auch emotional komplett ...

The Pumpkin Spice Latte Disaster ist das perfekte Buch für den Herbst. Ich hatte nicht nur das Bedürfnis, mir auf der Stelle einen Pumpkin Spice Latte zu besorgen – nein, es hat mich auch emotional komplett abgeholt.

Ich habe gar nicht erwartet, dass ich von einem Buch mit überwiegender Wohlfühlatmosphäre so berührt werde. Was ist wichtiger, Ehefrieden oder persönliches Glück? Wie kommt man mit traumatisierenden Ereignissen aus seiner Vergangenheit klar? Es gibt Themen in diesem Buch, die mich sehr zum Nachdenken angeregt haben, weil ich sie persönlich auch schon erlebt habe.

Die Chemie zwischen Jude und James ist die ganze Zeit über zum Greifen nah, sie knistert auf jeder Seite. Ihre Dynamik lebt von kleineren Streitereien und humorvollen Reibereien, die sich verboten anfühlen – bis es dann richtig heiß wird.

Einziger Minuspunkt: An wenigen Stellen hat sich die Handlung etwas gezogen und zu Beginn hatte ich Angst, dass Jude das ganze Buch über auf ihr Aussehen reduziert werden würde. Zum Glück war das dann nicht der Fall.

Ganz Lower Whilby mit seinen Geschäften und Bewohnern ist mir ans Herz gewachsen. Vollkommen. Ich vermisse diesen Ort jetzt schon – und das sagt eigentlich alles.

Die beiden Hörbuchsprecher muss ich an dieser Stelle auch noch einmal loben. Die beiden Stimmen haben sich perfekt ergänzt und total gut zu den beiden Protagonisten gepasst. Der raue Ton bei James hat das Hörerlebnis wirklich vervollständigt.

𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭:
Nehmt euch euren Pumpkin Spice Latte in die Hand und begleitet Jude auf dem Weg in ihre Heimat – auf dass Lower Whilby auch in eurem Herzen einen Platz bekommt.

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Purer Nervenkitzel

Die Einladung
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Stell dir vor, du bekommst eine Einladung zu einem Abitreffen – doch mit deinem Eintreffen beginnt ein perfides Spiel, aus dem nicht alle wieder lebend herauskommen werden …

„Die Einladung“ trägt den ...

Stell dir vor, du bekommst eine Einladung zu einem Abitreffen – doch mit deinem Eintreffen beginnt ein perfides Spiel, aus dem nicht alle wieder lebend herauskommen werden …

„Die Einladung“ trägt den Beinamen Psychothriller nicht umsonst. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man weiterlesen, aber das Buch auch gleichzeitig zuklappen will? 👀🖤

Sehr stark fand ich die Figuren in diesem Buch. Vor allem die Protagonistin war für mich ein echtes Highlight. Marla begleitet man gerne, weil man sie spannend findet – mit allem, was dazugehört: Einer traumatischen Hintergrundgeschichte, familiären Problemen und trotzdem einer scharfsinnigen Art.

Dass sie die Nebencharaktere in Tiere eingeordnet hat, fand ich sehr originell.
Es hat mir total beim Kennenlernen geholfen und die Figuren greifbarer gemacht.

Und die Plottwists … wow.
Ich musste das Buch mehrmals zuschlagen, um erstmal alles zu hinterfragen. Richtig stark gesetzt! 😍

Mein einziger Kritikpunkt:
Die Auflösung am Ende kam etwas plötzlich und wurde leider in einem riesigen Monolog erzählt. Der Bezug hat mir gefehlt, das gemeinsame Auflösen mit dem Leser. Das hat mich total aus der Story gerissen und leider etwas verwirrt.

𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭
„Die Einladung“ hat mich atmosphärisch sehr begeistert und die Enthüllungen gehen unter die Haut. Eine große Empfehlung an alle Thriller-Fans. 🥰🖤

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Cooles Casino-Setting

Spiel des Lügners
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Zwischen Lügen, Geheimnissen und Versprechen spielt „Das Spiel des Lügners“. Eine Geschichte, die einen fesselt und in eine Welt entführt, die alles möglich macht.

In dem Würfelturnier der Lügner kämpft ...

Zwischen Lügen, Geheimnissen und Versprechen spielt „Das Spiel des Lügners“. Eine Geschichte, die einen fesselt und in eine Welt entführt, die alles möglich macht.

In dem Würfelturnier der Lügner kämpft Lola um den Preis, eine unzerstörbare Lüge zu gewinnen. Und auch darum, ihre Gefühle zum Lügner im Schach zu halten.

Die Idee fand ich sehr spannend umgesetzt und vor allem das Casino-Setting hat eine ganz besondere Atmosphäre erzeugt. Man wusste nie, was wahr oder falsch ist und wem man eigentlich trauen konnte.

Allerdings habe ich etwas mehr vom Turnier erwartet. Ich weiß nicht, ob meine Erwartungen einfach zu hoch waren – aber da die Aufgaben und Lösungen mider Zeit relativ repetitiv geworden sind, habe ich mir die Frage gestellt, ob es nicht hätte anders verlaufen können? Mit mehr Aufgaben und Schwierigkeiten, vielleicht auch mit echter Konkurrenz (das schiere Chaos einer Figur mal ausgenommen), um das Turnier-Feeling vollkommen aufblühen zu lassen.

Mir hat aber sehr gut gefallen, wie kreativ die Autorin mit den Dialogen umgegangen ist. Fast schon poetisch reden die Charaktere miteinander, verlieben sich und erzählen auf ganz wundersame Weise eine Geschichte zwischen Lügen, Hass und Zuneigung. Ein besonderes Lesegefühl.


Fazit:

Ein magisches Casino und einer Turnier voller Lügen warten auf euch – lasst euch verzaubern.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Wenn Second Chance auf die Vergangenheit trifft

Fall into Dreams
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Ein Nachtclub in New York. Die Mafia als Bedrohung im Hintergrund. Und dazwischen Raymond und Amber, die sich nach 17 Jahren wieder über den Weg laufen.

Bei dieser Prämisse war ich direkt Feuer und Flamme ...

Ein Nachtclub in New York. Die Mafia als Bedrohung im Hintergrund. Und dazwischen Raymond und Amber, die sich nach 17 Jahren wieder über den Weg laufen.

Bei dieser Prämisse war ich direkt Feuer und Flamme und habe ein Buch erwartet, das mich für einen Nachmittag schön unterhält. Und das hat es auf jeden Fall.

Sehr temporeich – ein Szenenwechsel jagt den anderen – bekommen wir mit, wie sich Raymond und Amber versuchen, eine zweite Chance zu geben. Nicht stürmisch und unüberlegt, sondern voller Vorsicht und emotionaler Hingabe. Es hat mir sehr gut gefallen, wie glaubhaft die Charaktere dargestellt wurden.

Vor allem Amber als alleinerziehende Mutter hat mein Herz erobert. Zwischen all den Fragen und Sorgen des Alltags und der Erziehung ihrer sechzehnjährigen Tochter wirkt sie unglaublich nahbar und stark.

Mein Kritikpunkt ist allerdings das Tempo dieses Buch. Ja, auf 270 Seiten hat man nicht so viel Zeit wie auf 500, aber ich habe mir sehr gewünscht, dass die Autorin mal kurz die Bremse tritt. Uns Leser einen Moment wirklich auskosten, zu Ende fühlen lässt (ich möchte schließlich den Kuss vor mir sehen können, jedes Detail!). Die abrupten Szenenwechsel haben teilweise den Lesefluss gestört und es mir anfangs schwer gemacht, die Liebesgeschichte wirklich zu fühlen – zum Ende hin ist das allerdings besser geworden.

Das hier ist allerdings keine Mafia-Romance, dieser Subplot ist eher in den Hintergrund gerückt und wird mehr erwähnt als gezeigt.

𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭:
Wenn ihr mal drei Stunden auf der Couch abschalten möchtet, dann lasst euch doch von „Fall into dreams“ begleiten. Ein kurzes Eintauchen in die New Yorker Nachtclubs gefällig?

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Ungewöhnliche Prämisse

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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Die Prämisse hat mich sofort überzeugt, dieser Geschichte eine Chance zu geben. Ich meine, eine Housesitterin, die in fremden Häusern herumschnüffelt und dabei einem Geheimnis auf die Spur kommt, das lieber ...

Die Prämisse hat mich sofort überzeugt, dieser Geschichte eine Chance zu geben. Ich meine, eine Housesitterin, die in fremden Häusern herumschnüffelt und dabei einem Geheimnis auf die Spur kommt, das lieber ungelüftet geblieben wäre - wie gut klingt das denn?

Die Autorin hat sich sehr viel Mühe gegeben, eine spannende Hintergrundstory mit einigen Wendepunkten und Plottwists zu entwickeln und ich finde, dass man das auch definitiv merkt. Niemand spielt hier ein faires Spiel und ich war absolut bereit für diesen Nervenkitzel.

Aber so schön ausgearbeitet die Vergangenheit der Charaktere auch war, ich hätte mir einen Hauptteil gewünscht, der nicht ausschließlich die Vergangenheiten der einzelnen Figuren nacheinander aufrollt. Das fand ich etwas schade, da dadurch die aufgebaute Spannung etwas abgeflaut ist.

Doch spätestens zum Ende hin hat sich die Geschichte wieder gefangen und hat sich in eine Richtung entwickelt, die ich nicht kommen gesehen habe. Mega gut aufgebaut, auch wenn die Message am Ende bewusst negativ ausfällt. Aber das finde ich persönlich ja auch ab und an ganz spannend, vor allem mit den verschiedenen Blickwinkeln auf so ein Psychospiel.

Fazit:
„Die Housesitterin" überzeugt mit einer spannenden Prämisse, moralisch grauen Figuren und einem Psychospiel, bei dem niemand unschuldig bleibt.

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