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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2026

Nebulös und spannungsvoll

Das Gutshaus im Nebel
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Bääämmmm, das Cover hatte mich sofort und zusätzlich überzeugte der Klappentext, besser gehts nicht.

Dieser Regiokrimi lebt von seinem dunklen Flair. Alles ist etwas trist, grau, vage. Auch unsere Charlotte ...

Bääämmmm, das Cover hatte mich sofort und zusätzlich überzeugte der Klappentext, besser gehts nicht.

Dieser Regiokrimi lebt von seinem dunklen Flair. Alles ist etwas trist, grau, vage. Auch unsere Charlotte ist eher eine schlichte Protagonistin, welche etwas naiv wirkt, was aber wiederum ihrer bisherigen Lebenserfahrungen geschuldet ist und man dies auch nicht aus den Augen verlieren sollte. Dennoch mausert sie sich, lässt sich von aufgeblasenen alten Herren nicht klein bekommen, erkundet unererschrocken verbotenes Terrain und hört auf ihr Bauchgefühl. Lange Zeit blieb mir verborgen, worauf das ganze hinausläuft. Obwohl Ahnungen sich anschlichen und mein Gefühl nicht gänzlich falsch war, gab es hier und da einige Twists, mit denen ich nicht rechnete und somit die Spannung hochgehalten wurde. Zwischenzeitlich wusste ich nicht, wer ist Freund und wer ist Feind.
Etwas profan war leider das Ende. Nicht unlogisch, nicht unmöglich, aber da hätte ich mir gerne ein bisschen mehr Drama gewünscht.
Fazit: Ich war absolut ins Buch eingetaucht und von der Story gefesselt. Wäre das Ende ein klein wenig mächtiger gewesen, wäre es ein weiteres Highlight geworden. Aber ihr wisst ja, sowas nimmt jedeR unterschiedlich wahr.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Ein Roman mit wirklich widerlichen Momenten

Das Beste sind die Augen
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Dieses Cover ist magisch, aber auch schon irgendwie eklig... und vom Buchschnitt fühlte ich mich ständig beglotzt. Es bleib definitiv in Erinnerung.

So ergeht es mir auch mit dem Inhalt.
Ich musste ...

Dieses Cover ist magisch, aber auch schon irgendwie eklig... und vom Buchschnitt fühlte ich mich ständig beglotzt. Es bleib definitiv in Erinnerung.

So ergeht es mir auch mit dem Inhalt.
Ich musste erstmal etwas differenzieren, nachdem ich nach einigen Rezensionen die ich las, mir das Buch zulegte. Es ist für mich definitiv kein Horror-Roman im klassischen Sinne, sondern ein Roman mit zwischenzeitlich sehr magenhebenden Beschreibungen. Also ein Fünf-Gänge-Menü während des Lesens empfehle ich nicht, vielleicht ein paar Atemübungen gegen Übelkeit.
Dennoch machen solche Seiten des Buches maximal 15 Prozent aus. In der anderen Zeit war ich damit beschäftigt, Jiwons-Leben zu verfolgen, oder eher, wie es Stück für Stück auseinanderbricht. Sie, als Hauptcharakter, ist für mich super interessant, aber ich hege keine große Sympathie. Das macht nichts, denn ihre Obsession und gleichzeitig ihre Zerbrechlichkeit sind ein faszinierendes und gleichzeitig erschreckendes Schauspiel. Irgendwie läuft man blindlings (Wortwitz) auf den Showdown zu. Das mochte ich.
Ein paar Kleinigkeiten störten mich, wie z.B. das die Einzimmerwohnung aus Wohnzimmer und Schlafzimmer bestand. Ich würde mir tatsächlich bei Übersetzungen wieder mehr Zeit für Lektorate/Korrektorate wünschen.
Fazit: Wer nicht mit den falschen Vorstellungen an dieses Buch herangeht, kann sich überzeugt zum Ende hinekeln, um einen spannenden Showdown zu erleben, auch wenn dieser einige Fragen offen lässt.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Spannender Reihenauftakt

Die Insel der besonderen Kinder
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Dieses Cover lächelte mich schon seit ewigen Zeiten an und dennoch musste ich den Hype erstmal abflauen lassen, um mich einiger Maßen unvoreingenommen an die Geschichte heranzutasten.
Und das war auch ...

Dieses Cover lächelte mich schon seit ewigen Zeiten an und dennoch musste ich den Hype erstmal abflauen lassen, um mich einiger Maßen unvoreingenommen an die Geschichte heranzutasten.
Und das war auch gut so. Ich hatte keinen Plan wohin die Reise geht, was mich erwartet und worauf ich mich einlassen. In einigen Punkten war ich wirklich froh, denn es kommen geschichtliche Ereignisse darin vor, die mich abgeschreckt hätten und mir die Leselust entgültig madig gemacht hätten.
Von daher werde ich nichts spoilern. Es sei dennoch so viel verraten, dass die Schreibweise unglaublich angenehm ist, eben im Jugendbuchstil und mich mitreißen konnte.
Jacob (der Hauptcharakter) lässt mich in vielerlei Hinsicht mitfiebern. Der Ärmste steht oft zwischen den Stühlen, wird hintergangen, eingeladen, missverstanden und das alles in der schlimmsten Phase, im Teenageralter. Dafür macht er das sehr gut und nachvollziehbar.
Fazit: Ich vermute, dass es hier wohl kaum noch jemanden gibt, der das Buch nicht kennt, aber solltest du dazu gehören, lass dich entführen - ich habe einiges nicht kommen sehen - und tauche ab aus dem Alltag. Dafür ist es wirklich wie gemacht.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Wichtige Thematik mal anders verpackt

Wie die Karnickel
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Also wen das Cover und der dazugehörige Titel nicht anspricht, ist doch gegen alles immun, oder? Ich mags total.

Langezeit war ich mir allerdings nicht sicher, ob ich den Inhalt auch mag. Ich brauchte ...

Also wen das Cover und der dazugehörige Titel nicht anspricht, ist doch gegen alles immun, oder? Ich mags total.

Langezeit war ich mir allerdings nicht sicher, ob ich den Inhalt auch mag. Ich brauchte ewig um mich einzulesen, dabei kann ich noch nicht mal richtig sagen, woran das lag.
Vermutlich war der Hase irgendwo zwischen "wo stehen wir jetzt" und "wohin geht die Reise" begraben.
Auf der anderen Seite fand ich die Idee Rassismus und Fremdenfeindlichkeit auf einer Fantasy-Ebene zu verarbeiten extrem spannend und blieb am Ball.
Alles spielt in einem sehr konservativen Städtchen in England, wo eine vermenschlichte Hasenfamilie in die Nachbarschaft einzog. Nicht nur optisch passen sie nicht ins Bild, auch ihre Lebensführung wird stark bemängelt. Außer Peter, der Nachbar, der von sich denkt ein weltoffner Mann zu sein. Ihm ist nicht wohl bei dem, was offensichtlich den Fremdlingen von Seitens seiner Nachbarschaft blüht. Aber ist er vollkommen von Vorurteilen befreit, steckt da vielleicht mehr dahinter und was hat sein Job mit alldem zu tun??? Das musst du schon selbst herausfinden.

Fazit: Dieser Roman dauert ein bisschen, bis er in die Gänge kommt, aber dann hat er wirklich viel zu bieten. Vom Schmunzeln, übers Rammeln, bis hin zum Schockiert sein, ist alles dabei und lädt das Oberstübchen zum Nachdenken ein. Wer anfangs ein bisschen Gelduld zeigt, wird dieses Buch mit Sicherheit mögen. (Ich rätsel immernoch, ob der Autor ein Fuchs ist, wieso, weshalb, warum erfährt man im Buch, nicht wahr Herr Fforde?)

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Unterhaltsamer Thriller mit Atmosphäre

Das Internat
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Jap, mit solch einem Cover bekommt man mich leicht rum. Also auf gut deutsch, mir gefällt es.
Der Anfang war düster und zog mich sofort in seinen Bann. Zack, ohne langes hin und her, haben wir unsere Leiche ...

Jap, mit solch einem Cover bekommt man mich leicht rum. Also auf gut deutsch, mir gefällt es.
Der Anfang war düster und zog mich sofort in seinen Bann. Zack, ohne langes hin und her, haben wir unsere Leiche und die Raterei, was passiert ist, kann beginnen. Denn sicher ist, es ist kein Unfall, dazu ist die Tote etwas zu speziell trapiert.
Nicht immer handeln alle Charaktere für mich ganz nachvollziehbar. Gerade Ellie (Schülerin des Internats und eine Hauptprotagonistin) handelt häufig sehr naiv, aber gut, sie ist ein Teenie und war ab und zu auch nicht ganz Herrin ihrer Sinne. Mehr störten mich Kleinigkeiten bei ihrer Mutter, der Schulpsychlogin, wo ich ab und zu haderte, ob sie auch wirklich ihren Abschluss gemacht hat. Und ebenfalls war manches ein bisschen zu gewollt und zu zufällig, aber erstaunlicher Weise störte es mich nicht. Ich war irgendwie im Feeling von "Düstere Legenden". Wem der Film was sagt und wer ihn toll fand, kann das Buch getrost zur Hand nehmen.
Fazit: Das Rad hat sich mit Sicherheit nicht neu erfunden. Wer aber eine gut unterhaltende Story zum Miträtseln sucht, ist hier genau richtig. Ich kann es mit ruhigem Gewissen empfehlen.

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