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Veröffentlicht am 23.02.2026

berührende aber auch belehrende Suche vor der beeindruckenden Kulisse Neuseelands

Die Magnolientochter (Die Blumentöchter 4)
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Spiegel Bestseller-Autorin Tessa Collins legt mit „Die Magnolientochter“ den vierten Band der Reihe rund um die „Blumentöchter“ vor. Das Cover besticht mit seinen wunderbaren Farben und das Buch mit dem ...

Spiegel Bestseller-Autorin Tessa Collins legt mit „Die Magnolientochter“ den vierten Band der Reihe rund um die „Blumentöchter“ vor. Das Cover besticht mit seinen wunderbaren Farben und das Buch mit dem traumhaften Magnolienblüten-Farbschnitt. Der Wiedererkennungseffekt zur „Blumentöchter“-Reihe ist sehr hoch und dadurch gut getroffen.

Magnolia erhält Hinweise darauf, dass die Vergangenheit ihrer Mutter Maia in Neuseeland rätselhafter sein könnte, als bisher angenommen. Die eigentlich so taffe junge Frau, die durch einen neuerlichen Suizidversuch Maias ins Wanken geraten ist, möchte die Chance nutzen, um ihrer Mutter vielleicht helfen zu können. Überraschend findet sie in Neuseeland nicht nur interessante Hinweise aus der Vergangenheit, sondern viel mehr.

„Die Magnolientochter“ ist der erste Roman der Reihe, den ich gelesen habe. Deshalb tat ich mich an manchen Stellen, die vorhergehende Bände oder Zusammenhänge betrafen, etwas schwer, da diese Details nicht näher erläutert wurden. Die Figur Magnolia wirkt an manchen Stellen leider etwas unglaubhaft. Tritt sie einerseits vehement für Umwelt- und Tierschutz ein, so ist es etwas unbegreiflich, wie sie andererseits ohne Zaudern mehrfach mehrere Stunden mit dem Auto durch Neuseeland fährt bzw. sogar fliegt. Ansonsten ist es schön zu sehen, wie sie auch ihre weicheren Seiten entdeckt und feststellt, dass diese definitiv keine Schwächen sind.

Einfach zauberhaft sind die Naturbeschreibungen Neuseelands. Auch die besonderen Sehenswürdigkeiten erhalten einen Platz im Buch, ohne aufdringlich zu wirken. Die Familiengeschichte sowie die Verbindungen von Vergangenheit und Gegenwart berühren. Besonders im Vergangenheitsteil sind die Figuren authentisch beschrieben. Grundsätzlich recht vorhersehbar, jedoch trotzdem bewegend, ist die Handlung. Im Gegenwartsteil hat der Roman vor allem wegen der belehrenden Art mehr Schwächen. Über die teilweise sehr einseitige Darstellung bezüglich Umweltschutz sollte man hinwegsehen können.

Insgesamt ein schöner Roman, der vor allem durch die zauberhaften Beschreibungen der Landschaft Neuseelands besticht. Als Einstieg in die „Blumentöchter“-Reihe finde ich diesen Band allerdings nicht gut geeignet.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2026

schottisch idyllischer, entspannter und unterhaltsamer Cosy Crime

Mord & Breakfast
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„Mord und Breakfast“ ist der Auftakt Cosy Crime der Autorin Anne Gordon zu einer neuen Reihe. In deren Mittelpunkt steht die ehemalige Journalistin Melody Moss.

Melody Moss erbt überraschend das Bed & ...

„Mord und Breakfast“ ist der Auftakt Cosy Crime der Autorin Anne Gordon zu einer neuen Reihe. In deren Mittelpunkt steht die ehemalige Journalistin Melody Moss.

Melody Moss erbt überraschend das Bed & Breakfast ihrer Tante Mabel. Als sie deshalb von London nach Schottland reist, erwartet sie dort so manche Überraschung. Unter anderem kommt sie einem gut gehüteten Geheimnis ihrer Tante auf die Spur. Und dann bleibt da die Frage: ist Mabel wirklich versehentlich von der neuen Terrasse gestürzt?

Bereits das zauberhafte Cover macht sofort klar: es geht nach Schottland. Detailreich und farbenfroh, wie der bildhafte Erzählstil der Autorin, ist man sofort von der Landschaft Schottlands gefangen. So wird auch schnell deutlich, dass es sich hier um einen Cosy Crime handelt, der seiner Bezeichnung vollumfänglich gerecht wird.

Die vorgestellten Figuren sind jede für sich schnell einordenbar und überwiegend sympathisch. Dabei wirkt die Hauptprotagonistin Melody vor allem zu Beginn an manchen Stellen etwas überheblich, was sich mit der Zeit jedoch legt. Insgesamt ergibt sich eine bunte und abwechslungsreiche Mischung an Personen, die man gerne im Verlauf des Buches näher kennenlernt. Tiefgehende Charakterzeichnungen bleiben aus, jedoch erhält man mit diesem Auftakt-Band eine gute Übersicht über die verschiedenen Figuren, den Ort sowie die Beziehungen und Verflechtungen. Nicht zu vergessen ist hierbei Bulldogge Cheddar, die Melody ebenfalls von der Verstorbenen geerbt hat und für manches Schmunzeln sorgt.

Für Krimi-Fans eher vorhersehbar, jedoch handwerklich gut gemacht, entwickelt sich der zunächst als Unfall deklarierte Sturz von Tante Mabel als das was er wirklich ist: Mord. Melodys Vorleben als Journalistin, gepaart mit ihrer Neugier, kommt ihr bei den Ermittlungen zugute. So fliegt man als Leser durch die Seiten und wird dabei durch den flüssig zu lesenden Schreibstil der Autorin unterstützt.

Etwas erinnert mich die Geschichte an die „Mörderarchiv“-Reihe. Insgesamt ein leichter, solider Cosy Crime vor zauberhafter Kulisse, der für einige vergnügliche Lesestunden sorgt, ohne dass man als Leser von Spannung übermannt wird. Den folgenden Band der Reihe werde ich gerne Lesen.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

eine Hommage an Achtsamkeit, Ruhe und Respekt, die leider am Ende etwas zu viel wollte

Mathilde und Marie
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„Mathilde und Marie“ ist der erste Roman des Autors Torsten Woywod, der auf Grund seiner bisherigen beruflichen Tätigkeiten mit der Welt der Bücher bestens vertraut ist.

Das Cover des Romans erinnert ...

„Mathilde und Marie“ ist der erste Roman des Autors Torsten Woywod, der auf Grund seiner bisherigen beruflichen Tätigkeiten mit der Welt der Bücher bestens vertraut ist.

Das Cover des Romans erinnert an ein Gemälde, das im Aquarell-Stil gemalt wirkt. Es strahlt Ruhe und Heimeligkeit aus, wobei das Dorf idyllisch zwischen Wiesen und Bergen liegt. Klar und strukturiert steht der Titel in roter Schrift über dem Ganzen.

Marie flüchtet aus der Großstadt Paris. Durch Jónína, eine ältere Frau, landet sie im belgischen Bücherdorf Redu. Dort ist alles anders als in Frankreichs turbulenter Hauptstadt. Von Natur umgeben, scheinen auch sonst die Uhren anders zu ticken. Ganz egal, ob dies beispielsweise den Fernsehkonsum oder die Verfügbarkeit des Internets betrifft. Der erwachende Frühling bringt so einige Veränderungen mit sich – nicht nur für Marie.

Achtsamkeit, Ruhe, Respekt vor der Natur und den Menschen – das sind die Hauptthemen des Romans „Mathilde und Marie“. In bildhafter, atmosphärischer Sprache entführt Torsten Woywod den Lesenden auf eine Reise ins beschauliche Redu, die teilweise recht märchenhaft anmutet. Lässt man sich ganz auf den Roman ein, so lassen einen die gefühlvollen Naturbeschreibungen zur Ruhe kommen. Angeregt wird man zum Nachdenken über das eigene Leben, das viel zu oft vom Wettbewerb „Schneller-Höher-Weiter“ bestimmt zu sein scheint. Geerdet durch die entschleunigte Lebensweise im Bücherdorf Redu, hinterfragt man den eigenen Medien-Konsum, der oftmals die Achtsamkeit und den Respekt gegenüber sich selbst, aber auch der Natur sowie anderen Menschen verhindert oder einschränkt.

Bis zur Mitte des Romans war ich gefesselt vom wunderbaren, beruhigenden Schreibstil des Autors. Allerdings erreichte das Ganze dann einen Kipppunkt, an dem die recht gleichbleibenden Formulierungen und Bezeichnungen ebenfalls zu einem Störfaktor wurden, wie die Handlung, di e an manchen Stellen zu sehr auf die Spitze getrieben wurde. So hatte ich als Leserin das Gefühl, dass weniger manchmal mehr sein könnte, und ein Roman, der durch sich selbst wirkt viel nachhaltiger ist, als sehr konstruiert anmutende Handlungen, die wirken, als müsste auch der letzte Leser vom Gemeinten überzeugt werden.

Betrachtet man die Anzahl der handelnden Figuren, so ist diese ebenso reduziert wie das Leben im Dorf. Dies stört jedoch nicht großartig und man taucht punktuell umso intensiver in die Gefühlswelt der Charaktere ein. Deren Entwicklung zu verfolgen macht große Freude und berührt den Lesenden an vielen Stellen.

Insgesamt ein sehr lesenswerter Roman, dem man nicht die Realität zu Grunde legen sollte, der aber durchaus zu einem ernsthaften Nach- und Umdenken über und für das eigene Leben anregen möchte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 09.02.2026

familiärer Wohlfühlroman mit tiefen Gefühlen und überraschenden Geheimnissen

Morgensonnenglück
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„Morgensonnenglück“ von Autorin Petra Schier ist ein Wohlfühlroman, der schon auf den ersten Blick mit seinem wunderschönen Cover besticht. Die Schneeglöckchen und Krokusse deuten auf den Frühling hin. ...

„Morgensonnenglück“ von Autorin Petra Schier ist ein Wohlfühlroman, der schon auf den ersten Blick mit seinem wunderschönen Cover besticht. Die Schneeglöckchen und Krokusse deuten auf den Frühling hin. Eine wunderbare Zeit für Neuanfänge. Die zarten Farben unterstreichen das Wohlgefühl, das man beim Betrachten sofort hat. Links und rechts des Weges liegt noch Schnee, das Haus strahlt im Frühlingssonnenschein. Romantik liegt in der Luft, Aufbruch, Schönheit und Weite.

Milton und Maria Flower leben auf der gleichnamigen Ranch in unmittelbarer Nähe zum idyllischen Ort Lissenborn. Als Milton an Parkinson erkrankt, möchte er seine Nachkommen auf dem Anwesen versammeln. Doch dabei kommen Geheimnisse ans Licht, die nicht nur sein Verhältnis zu Enkelin Holly beeinflussen, die zusammen mit ihrer Zwillingsschwester bei den Großeltern aufwuchs. Dass Holly auf der Flower-Ranch ihre heimliche Jugendliebe Raik wiedertrifft, trägt weiter zu ihrem Gefühlschaos bei. Zwischen Zwillingsschwester, Großeltern, Mutter, Halbschwester und Nichte muss sie entscheiden, wie ihr Leben in Zukunft aussehen soll.

Gewohnt bildhaft und intensiv lässt Petra Schier nicht nur das Anwesen und den zauberhaften fiktiven Ort Lissenborn vor den Augen der Leser entstehen. Auch die Figuren sind durch den detailreichen Schreibstil der Autorin hervorragend vorstellbar. Leicht und flüssig lesbar taucht man in die Geschichte der Familie Flower ein und wird immer wieder von neuen Geheimnissen und Wendungen überrascht, die einen starken Sog mitten hinein in die Gefühlswelt der Protagonisten bilden. So kann man die Tiefe der Gespräche und Charaktere deutlich miterleben und nachvollziehen.

Holly, die im Mittelpunkt der Geschichte steht, wird von den Geschehnissen besonders gebeutelt, so dass sie nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Vergangenheit in vielerlei Hinsicht in Frage stellt. Diese intensive Reise hält an wenigen Stellen etwas zu einfache Lösungen bereit. Zudem bleibt das Ende für mich ein wenig zu offen und unrund. Insgesamt sind die Geschichte sowie das Geschehen sehr stark als Auftakt zu Folgeromanen ausgelegt, was dem Roman als Einzelband aus meiner Sicht leider Abbruch tut.

Toll finde ich die starken und sympathischen Frauenfiguren, die jede für sich ihre ganz eigene Geschichte hat, die man gerne entdecken möchte.

Insgesamt ein familiengeprägter Wohlfühlroman, der sich sehr gut lesen lässt und Freude bringt. Über Fortsetzungsromane, die auch die weiteren Frauenfiguren nach und nach in den Mittelpunkt stellen, würde ich mich freuen.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

leichter Roman mit wenig überraschender Handlung

Ein Sommer für zwei
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Der dritte Teil der Cornwall-Träume-Reihe von Autorin Kathryn Taylor trägt den Titel "Ein Sommer für zwei". Alle Bände der Reihe lassen sich völlig unabhängig voneinander lesen. Deshalb hatte ich überhaupt ...

Der dritte Teil der Cornwall-Träume-Reihe von Autorin Kathryn Taylor trägt den Titel "Ein Sommer für zwei". Alle Bände der Reihe lassen sich völlig unabhängig voneinander lesen. Deshalb hatte ich überhaupt keine Probleme mit den Figuren, die in überschaubarer Anzahl auftauchen. Sicher ist es jedoch nett, die Vorgeschichten der anderen Paare ebenfalls zu kennen.

Das Cover mit dem von farbenfrohen sommerlichen Blumen umrankten Titel, verströmt Romantik pur. Die leicht erkennbare Landschaft Cornwalls mit dem Hund greift den Klappentext sehr schön auf.

Shauna fängt als Angestellte in der Landarztpraxis von David an. Dieser hat die Stelle als Mediziner vorübergehend übernommen und hilft Shauna überraschend, als sie und ihre kleine Schwester, sowie ihr Hund, plötzlich auf der Straße stehen. Zunächst hatte sie David für überheblich gehalten, doch je näher sie ihn kennen lernt, desto mehr träumt sie von ihm und einer gemeinsamen Zukunft. Doch nicht nur Shauna hat ein Geheimnis.

Liebe, Romantik, etwas Dramatik und eine tolle Landschaft sind in diesem Buch zu einem leichten Roman mit wenig überraschender Handlung und den für einen Wohlfühlroman klassischen Figuren verwoben. Ein schönes Buch für eine nette Auszeit, das sich ohne Aufregung lesen lässt. Zum Wohlfühlen und Abschalten auch an einem schönen Sommertag geeignet. Der flüssig zu lesende und leichte Schreibstil trägt seinen Teil zur heimeligen Atmosphäre bei.

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