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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2026

sommerliche Lektüre für entspannte romantische Lesestunden

Summer Tides
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„Summer Tides“ ist der Auftaktroman zur neuen Reihe „Seasons by the Sea – Die St. Ives-Reihe“ von Autorin Sarah Fulmar.

Scarlett flieht aus London und möchte in Cornwall einen Neuanfang wagen. Grundlage ...

„Summer Tides“ ist der Auftaktroman zur neuen Reihe „Seasons by the Sea – Die St. Ives-Reihe“ von Autorin Sarah Fulmar.

Scarlett flieht aus London und möchte in Cornwall einen Neuanfang wagen. Grundlage zum Leben soll ihr ein alter Strandkiosk bieten. Doch was sie sich ganz einfach vorstellte, entwickelt sich zu einem immer größeren Problem. Und dann trifft sie völlig unverhofft Jonah wieder. Er ist inzwischen Rettungsschwimmer und hat kein Interesse an Verpflichtungen. Doch die Anziehung ist da – trotz aller Reibereien und Unterschiede.

Der Farbschnitt des Buches ist wunderschön. Insgesamt gefällt mir das Cover ganz wunderbar und spiegelt den Gegensatz Scarlett zu Jonah ebenso wider, wie die Gegensätze, die beide jeweils in sich tragen. Auf den ersten Blick ist die Küste Cornwalls zu erkennen sowie die wichtigsten Punkte aus dem Klappentext.

Der Roman ist eine wunderbare Sommerlektüre, was durch das sommerliche Setting in Cornwall unterstrichen wird. Man kommt direkt in Urlaubsstimmung und kann sich vom leichten und flüssig zu lesenden Schreibstil der Autorin tragen lassen. Die lebendige Atmosphäre lässt einen dabei mit der Hauptfigur Scarlett mitfiebern. Stellenweise wirkt diese sehr naiv, was sich bei genauerer Betrachtung und mit fortschreitendem Lesen des Buches jedoch erklärt. So macht es Freude, Scarlett bei ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten.

Auch Jonah, die männliche Hauptfigur ist gut charakterisiert, wodurch seine Entscheidungen verständlich werden und sein Handeln transparent. Auch seine Entwicklung, Ängste und Sorgen, lassen sich gut nachvollziehen.

Sehr gut finde ich, dass das Gemeinschaftsgefühl und der Wert echter Freundschaft eine große Rolle im Roman spielen. Dieser positive Aspekt wird nicht zuletzt durch die sehr sympathischen Nebenfiguren transportiert, die dem Geschehen Abwechslung, aber auch Tiefe verleihen.

Ein sommerlicher Wohlfühlroman mit romantischem Cornwall-Setting, der sich nicht nur als Urlaubslektüre für entspannte Lesestunden am Strand oder Meer zu lesen lohnt. Ich freue mich auf die weiteren Bände der „Seasons by the Sea – Die St. Ives-Reihe“.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Zwischen Ängsten und Leichtigkeit – mit ländlichem Charme und herzigen Tieren

Die Liebe trägt Gummistiefel - Lakeland Love
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„Die Liebe trägt Gummistiefel“ ist der zweite Band der Lakeland-Love-Reihe von Autorin Alexandra Zöbeli. Das vorliegende Buch kann jedoch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Band gelesen werden.

Tess ist ...

„Die Liebe trägt Gummistiefel“ ist der zweite Band der Lakeland-Love-Reihe von Autorin Alexandra Zöbeli. Das vorliegende Buch kann jedoch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Band gelesen werden.

Tess ist eine Großstadtpflanze durch und durch. Als erfolgreiche Investmentbankerin ist sie gerade die Karriereleiter weiter hinaufgeklettert, als eine medizinische Untersuchung sie aus der Bahn wirft. Plötzlich braucht sie einen neuen Plan für ihr Leben und ihr erscheint es, als könne sie diesen während einer Wanderung finden. Doch das Ganze entwickelt sich anders als sie denkt und als sie für eine verletzte Wanderin Hilfe ruft, trifft sie auf den sympathischen Bergretter Gregg, der sie auf die Farm seiner Nachbarin Fran mitnimmt. Damit werden Entwicklungen in Gang gesetzt, die nicht nur Tess betreffen. Und dann ist da immer noch diese Gesundheitssache.

Andrea Zöbeli schreibt leicht und flüssig, so dass man sich direkt in der Geschichte wohlfühlt. Die Charaktere sind sympathisch und vor allem Tess fühlt man sich in ihren Sorgen und Ängsten sehr nah. Der medizinische Teil ihrer Geschichte und die damit zusammenhängenden Erinnerungen an ihre Mutter haben mich sehr berührt. Emotional ging es auch durch die Figur Fran zu. Ich mochte es, dass die Frauen dieses Buches ihren Weg gefunden und ihre Stärke bewiesen haben.

Schön beschrieben sind die Herausforderungen und Schwankungen zwischen ernsthaften Ängsten und Leichtigkeit. Familiäre Beziehungen und Freundschaften sind weitere Themen des Romans, die wertvolle Bereicherung des Lebens sowie des Buches sind. Die Tiere sind einfach herzerwärmend. Wobei die Autorin nicht verpasst, auch deren Besonderheiten und teilweise Gefährlichkeit zur Sprache zu bringen.

Etwas unrealistisch war, wie schnell Tess sich ohne jegliche Vorerfahrungen im ländlichen Leben zurechtfindet und ohne größere Probleme Tiere bzw. eine ganze Farm alleine versorgt. Dies tat dem Lesevergnügen allerdings keinen Abbruch.

Sehr stark fand ich, dass die Autorin in ihrem Schlusswort davon berichtet, dass persönliche medizinische Herausforderungen sie zur Entstehung dieses Bandes geführt haben. Zudem betont sie die Wichtigkeit von Vorsorgeuntersuchungen.

Ein warmherziges Buch, das den Spagat zwischen Ängsten und Leichtigkeit schafft. Getragen wird die Geschichte dabei nicht nur von ländlichem Charme und herzigen Tieren, sondern auch von sympathischen Protagonisten und deren ehrlichen Entwicklungen.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

exzentrisch, humorvoll, kurzweilig, unterhaltsam und very british

Betreutes Morden
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Mit dem Krimi „Betreutes Morden – Ein Fall für Serienkillerin Carol Quinn“ nimmt Autor Fergus Craig ebenfalls das Morden in einer Seniorenresidenz unter die Lupe.

Nach fast 35 Jahren frisch aus dem Gefängnis ...

Mit dem Krimi „Betreutes Morden – Ein Fall für Serienkillerin Carol Quinn“ nimmt Autor Fergus Craig ebenfalls das Morden in einer Seniorenresidenz unter die Lupe.

Nach fast 35 Jahren frisch aus dem Gefängnis entlassen, zieht Serienmörderin Carol Quinn in die Seniorenresidenz „Sheldon Oaks“. Dort möchte sie in aller Ruhe ihre letzten Jahre verbringen. Sie knüpft erste freundschaftliche Kontakte, doch schon geschieht ein Mord und Carol steht wegen ihrer Vergangenheit im Mittelpunkt. Wird sie ihre neu gewonnen Freunde ebenso verlieren wie ihre Freiheit?

Eine etwas andere Herangehensweise, doch der gleiche Schauplatz: eine Seniorenresidenz. Und dort wird gemordet. Fergus Craig folgt damit dem aktuellen Trend und man spürt deutlich die Anlehnungen an den Donnerstagsmordclub. Sympathisch ist, dass versucht wird, gerade diese offensichtliche Thematik auf humorvolle Weise im Buch zu behandeln. Anders als ihn ähnlichen Büchern ist, dass die Serienkillerin die Hauptprotagonistin ist. Und diese wirkt erschreckend sympathisch und nahbar.

Auf humorvolle Weise begleitet man nicht nur Carol, sondern auch die neu gebildete Senioren-Ermittlungsgruppe bestehend aus Innenministerin Margaret, Kriminalkommissar Geoffrey und Pathologin Catherine durch turbulente Entwicklungen. Jede der Figuren ist auf ihre Art exzentrisch, dabei jedoch nicht gleich sympathisch.

Gut gefallen hat mir der flüssig und kurzweilig zu lesende Schreibstil. Die Geschehnisse nahmen einige mehr oder weniger überraschende Wendungen. Gestört hat mich die Darstellung der Polizeiarbeit. Trotz aller Verwicklungen wirkte diese auf mich dermaßen schlecht, dass es einen übertriebenen Eindruck machte. Mehr möchte ich hierzu nicht schreiben um nicht zu viel zu verraten, jedoch nahm mir dies tatsächlich an manchen Stellen etwas die Lesefreude.

Die Gestaltung des Covers lässt mit seinen feinen Motiven sofort auf einen britischen Hintergrund schließen. Auch das Giftzeichen sowie der Titel geben einen eindeutigen Hinweis auf das Genre. Sehr gut gefallen haben mir die partiellen Lackdrucke, die eine besondere Haptik ermöglichen, sowie die Innenseite, auf der die vier Hauptfiguren mit Bild und einem kurzen Steckbrief vorgestellt werden.

Alles in allem ein kurzweiliger Krimi, der mit seinem Humor ebenso punkten konnte wie mit der very british Attitüde. Die exzentrischen Hauptfiguren bildeten einen angenehm positiven Kontrast zur leider blass wirkenden Exekutive. Ich freue mich sehr, wenn dieser unterhaltsame Krimi der Auftakt zu einer neuen Serie wird.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

berührende aber auch belehrende Suche vor der beeindruckenden Kulisse Neuseelands

Die Magnolientochter (Die Blumentöchter 4)
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Spiegel Bestseller-Autorin Tessa Collins legt mit „Die Magnolientochter“ den vierten Band der Reihe rund um die „Blumentöchter“ vor. Das Cover besticht mit seinen wunderbaren Farben und das Buch mit dem ...

Spiegel Bestseller-Autorin Tessa Collins legt mit „Die Magnolientochter“ den vierten Band der Reihe rund um die „Blumentöchter“ vor. Das Cover besticht mit seinen wunderbaren Farben und das Buch mit dem traumhaften Magnolienblüten-Farbschnitt. Der Wiedererkennungseffekt zur „Blumentöchter“-Reihe ist sehr hoch und dadurch gut getroffen.

Magnolia erhält Hinweise darauf, dass die Vergangenheit ihrer Mutter Maia in Neuseeland rätselhafter sein könnte, als bisher angenommen. Die eigentlich so taffe junge Frau, die durch einen neuerlichen Suizidversuch Maias ins Wanken geraten ist, möchte die Chance nutzen, um ihrer Mutter vielleicht helfen zu können. Überraschend findet sie in Neuseeland nicht nur interessante Hinweise aus der Vergangenheit, sondern viel mehr.

„Die Magnolientochter“ ist der erste Roman der Reihe, den ich gelesen habe. Deshalb tat ich mich an manchen Stellen, die vorhergehende Bände oder Zusammenhänge betrafen, etwas schwer, da diese Details nicht näher erläutert wurden. Die Figur Magnolia wirkt an manchen Stellen leider etwas unglaubhaft. Tritt sie einerseits vehement für Umwelt- und Tierschutz ein, so ist es etwas unbegreiflich, wie sie andererseits ohne Zaudern mehrfach mehrere Stunden mit dem Auto durch Neuseeland fährt bzw. sogar fliegt. Ansonsten ist es schön zu sehen, wie sie auch ihre weicheren Seiten entdeckt und feststellt, dass diese definitiv keine Schwächen sind.

Einfach zauberhaft sind die Naturbeschreibungen Neuseelands. Auch die besonderen Sehenswürdigkeiten erhalten einen Platz im Buch, ohne aufdringlich zu wirken. Die Familiengeschichte sowie die Verbindungen von Vergangenheit und Gegenwart berühren. Besonders im Vergangenheitsteil sind die Figuren authentisch beschrieben. Grundsätzlich recht vorhersehbar, jedoch trotzdem bewegend, ist die Handlung. Im Gegenwartsteil hat der Roman vor allem wegen der belehrenden Art mehr Schwächen. Über die teilweise sehr einseitige Darstellung bezüglich Umweltschutz sollte man hinwegsehen können.

Insgesamt ein schöner Roman, der vor allem durch die zauberhaften Beschreibungen der Landschaft Neuseelands besticht. Als Einstieg in die „Blumentöchter“-Reihe finde ich diesen Band allerdings nicht gut geeignet.

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Veröffentlicht am 19.02.2026

schottisch idyllischer, entspannter und unterhaltsamer Cosy Crime

Mord & Breakfast
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„Mord und Breakfast“ ist der Auftakt Cosy Crime der Autorin Anne Gordon zu einer neuen Reihe. In deren Mittelpunkt steht die ehemalige Journalistin Melody Moss.

Melody Moss erbt überraschend das Bed & ...

„Mord und Breakfast“ ist der Auftakt Cosy Crime der Autorin Anne Gordon zu einer neuen Reihe. In deren Mittelpunkt steht die ehemalige Journalistin Melody Moss.

Melody Moss erbt überraschend das Bed & Breakfast ihrer Tante Mabel. Als sie deshalb von London nach Schottland reist, erwartet sie dort so manche Überraschung. Unter anderem kommt sie einem gut gehüteten Geheimnis ihrer Tante auf die Spur. Und dann bleibt da die Frage: ist Mabel wirklich versehentlich von der neuen Terrasse gestürzt?

Bereits das zauberhafte Cover macht sofort klar: es geht nach Schottland. Detailreich und farbenfroh, wie der bildhafte Erzählstil der Autorin, ist man sofort von der Landschaft Schottlands gefangen. So wird auch schnell deutlich, dass es sich hier um einen Cosy Crime handelt, der seiner Bezeichnung vollumfänglich gerecht wird.

Die vorgestellten Figuren sind jede für sich schnell einordenbar und überwiegend sympathisch. Dabei wirkt die Hauptprotagonistin Melody vor allem zu Beginn an manchen Stellen etwas überheblich, was sich mit der Zeit jedoch legt. Insgesamt ergibt sich eine bunte und abwechslungsreiche Mischung an Personen, die man gerne im Verlauf des Buches näher kennenlernt. Tiefgehende Charakterzeichnungen bleiben aus, jedoch erhält man mit diesem Auftakt-Band eine gute Übersicht über die verschiedenen Figuren, den Ort sowie die Beziehungen und Verflechtungen. Nicht zu vergessen ist hierbei Bulldogge Cheddar, die Melody ebenfalls von der Verstorbenen geerbt hat und für manches Schmunzeln sorgt.

Für Krimi-Fans eher vorhersehbar, jedoch handwerklich gut gemacht, entwickelt sich der zunächst als Unfall deklarierte Sturz von Tante Mabel als das was er wirklich ist: Mord. Melodys Vorleben als Journalistin, gepaart mit ihrer Neugier, kommt ihr bei den Ermittlungen zugute. So fliegt man als Leser durch die Seiten und wird dabei durch den flüssig zu lesenden Schreibstil der Autorin unterstützt.

Etwas erinnert mich die Geschichte an die „Mörderarchiv“-Reihe. Insgesamt ein leichter, solider Cosy Crime vor zauberhafter Kulisse, der für einige vergnügliche Lesestunden sorgt, ohne dass man als Leser von Spannung übermannt wird. Den folgenden Band der Reihe werde ich gerne Lesen.

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