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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2026

ausführlich und sehr übersichtlich - ein tolles Buch

Essbare Heilkräuter und Wildpflanzen. Kompakt-Ratgeber
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Dieser Ratgeber ist wirklich großartig. Er ist sehr schön gestaltet und gut verständlich geschrieben. Ein absolutes Must-have für jeden, der sich für Heilkräuter interessiert.

Am Anfang bekommt man eine ...

Dieser Ratgeber ist wirklich großartig. Er ist sehr schön gestaltet und gut verständlich geschrieben. Ein absolutes Must-have für jeden, der sich für Heilkräuter interessiert.

Am Anfang bekommt man eine Übersicht über die verschiedenen Pflanzenstoffe und Tipps zur Weiterverarbeitung der Pflanzen, was ich ganz toll finde. Dann geht es direkt los mit den verschiedenen Pflanzen.

Zu jeder gibt es einen kompakten Steckbrief, inklusive Anwendungsgebieten, Inhaltsstoffen, einer genauen Beschreibung, wofür und wie die Pflanze angewendet werden kann und auch ob Verwechslungsgefahr mit anderen Pflanzen besteht oder Vorsicht bei der Anwendung geboten ist. Gerade letzteres finde ich total wichtig. Ich habe z.B. schon oft gelesen, dass Brunnenkresse total gesund sein soll. Aber hier wurde ich zum ersten Mal darauf aufmerksam, dass sie in hohen Dosen schlecht für die Nieren sein kann.

Auch die kurzen Abschnitte zu Brauchtum und Mythologie fand ich total spannend. Die poetische Umschreibung der jeweiligen Pflanze, teils sogar in Reimform, hätte es dafür für mich nicht unbedingt gebraucht. Stattdessen hätte ich mir hier ein richtig gutes Foto gewünscht. Es gibt zwar Fotos zu jeder Pflanze, aber diese sind meist zum Teil von Text überdeckt und auch nicht immer soo gut, dass man die Pflanze dadurch hundertprozentig erkennen kann.

Trotz dieser kleinen Einschränkung hat mich der Ratgeber aber total begeistert und ich kann ihn auf jeden Fall weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 23.02.2026

unterhaltsamer Krimi mit übernatürlichen Elementen

Geisterreich Berlin
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Ich fand die Idee richtig klasse, einen kleinen Fahrradpolizisten mit ein wenig übernatürlicher Hilfe in einem Mordfall ermitteln zu lassen. Bernd ist mal nicht der klassische Held. Tatsächlich stellt ...

Ich fand die Idee richtig klasse, einen kleinen Fahrradpolizisten mit ein wenig übernatürlicher Hilfe in einem Mordfall ermitteln zu lassen. Bernd ist mal nicht der klassische Held. Tatsächlich stellt er sich oft eher dumm an und tappt in so manches Fettnäpfchen. Zum Glück hat er hilfsbereite Freunde, auf die er sich verlassen kann. Und den Geist eines hervorragenden Ermittlers an seiner Seite.

Den Schreibstil mochte ich sehr gerne. Er ist locker und wirklich witzig. Auch die Rückblicke auf den alten Fall haben mir gut gefallen und wie am Ende alles zusammenläuft. Die Geister und Bernds Umgang mit ihnen waren ebenfalls richtig spannend. Und ich hatte bis zuletzt keine Ahnung, wer denn nun der Mörder war. Die Auflösung hat mich wirklich total überrascht. Die Geschichte war durchweg spannend und stimmig erzählt. Leider wurde noch nicht alles aufgeklärt. Aber das soll natürlich die Neugier auf den nächsten Band schüren. Ebenso wie der Cliffhanger am Ende.

Einzig der Berliner Dialekt bei einer Figur hat mich etwas gestört. Aber das waren zum Glück nur wenige Sätze. Und das ist natürlich auch immer Geschmackssache.

Ich hatte jedenfalls großen Spaß beim Lesen und freue mich schon auf Band 2.

Veröffentlicht am 09.02.2026

noch immer ein super-wichtiges Thema

Funkenschwestern
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Eigentlich sollte man denken, dass wir inzwischen ziemlich weit wären, was die Gleichberechtigung angeht. Doch dieses Buch zeigt auf, das dem ganz und gar nicht so ist. Und dass es deshalb umso wichtiger ...

Eigentlich sollte man denken, dass wir inzwischen ziemlich weit wären, was die Gleichberechtigung angeht. Doch dieses Buch zeigt auf, das dem ganz und gar nicht so ist. Und dass es deshalb umso wichtiger ist, dass wir Frauen weiterhin kämpfen.

Ich mochte den offenen und lebendigen Schreibstil sehr gerne. Die Autorin streut immer wieder Geschichten aus ihrem eigenen Leben ein. Obwohl sie auch viele Statistiken anführt, wirkt das Buch keinesfalls trocken.

Sehr gut gefallen hat mir auch, wie die Hintergründe beleuchtet werden. Man lernt, wie bzw. wann das Patriarchat eigentlich erst entstanden ist und was es heute noch immer ausmacht. Wirklich erschreckend fand ich, dass gerade junge Männer (und teilweise auch Frauen) heute wieder sehr rückschrittlich denken.

Die Autorin führt positive Beispiele an, die Hoffnung machen. Sie zeigt aber auch, wie viel noch zu tun ist und wie die Lebenswirklichkeit von Frauen im 21. Jahrhundert aussieht. Nicht nur in Ländern wie Afghanistan, sondern auch im vermeintlich fortschrittlichen Deutschland oder Österreich.

Ich fand das Buch sehr interessant und auch inspirierend. Eine wirklich wichtige Lektüre, für Frauen wie auch Männer.

Veröffentlicht am 02.02.2026

spannend und wendungsreich, mit kleinen Schwächen

Royal Houses – Haus der Drachen
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Haus der Drachen ist der Auftakt zu einer vierteilen Fantasy-Reihe. Im Zentrum steht die Halb-Fae Kerrigan, die eine total spannende Protagonistin ist. Ich mochte ihre rebellische Art und ihren Mut, auch ...

Haus der Drachen ist der Auftakt zu einer vierteilen Fantasy-Reihe. Im Zentrum steht die Halb-Fae Kerrigan, die eine total spannende Protagonistin ist. Ich mochte ihre rebellische Art und ihren Mut, auch wenn ich ihre waghalsigen Aktionen nicht immer nachvollziehen konnte. Das Buch wird größtenteils aus ihrer Sicht erzählt. Es gibt aber auch ein paar Kapitel aus der Sicht verschiedener Neben-Charaktere.

Zu Anfang muss ich gleich anmerken, dass der Klappentext hier total irreführend ist. Ich möchte nicht spoilern, darum gehe ich nicht näher darauf ein. Aber man sollte sich auf jeden Fall nicht komplett am Klappentext orientieren.

Den Schreibstil mochte ich sehr gerne und ich war auch sofort in der Geschichte drin. Kerrigan war mir auf Anhieb sympathisch, genau wie ihre bunt zusammengewürfelte Freundesgruppe. Prinz Fordham, der andere Hauptprotagonist, wirkt dafür anfangs sehr unnahbar. Erst im Lauf der Geschichte erfährt man langsam mehr über ihn, aber wirklich greifbar wurden seine Motive für mich bis zum Ende nicht. Trotzdem war er mir sehr sympathisch. Er ist auf jeden Fall ein spannender Charakter mit viel Potenzial. Außerdem mochte ich das Zusammenspiel zwischen ihm und Kerrigan total gerne. Die beiden haben eine tolle Chemie und ich fand es sehr gut und vor allem auch glaubhaft, wie sich ihre Freundschaft/Beziehung entwickelt.

Das Buch ist sehr spannend und es gibt mehrere Handlungsstränge. Das Turnier steht tatsächlich weniger im Mittelpunkt als ich erwartet hatte. Es ist nur eine von diversen Handlungen. Dadurch und durch die Vielzahl der Charaktere war es für meinen Geschmack manchmal ein bisschen unübersichtlich. Auch ist das Worldbuilding sehr komplex und es wurde mir ein bisschen zu wenig erklärt. Manche Sachen bleiben eher diffus und ich konnte einiges nicht so ganz nachvollziehen. Ich hoffe, dass sich das im Verlauf der Reihe noch bessert. Außerdem kamen mir die Drachen eindeutig zu kurz.

Das Ende war spannend und überraschend und wirft leider mehr Fragen auf, als es beantwortet. Aber dadurch soll natürlich die Neugier auf den nächsten Band geschürt werden. Bei mir hat es jedenfalls funktioniert und ich warte schon jetzt gespannt auf Band 2.

Für mich ist "Haus der Drachen" ein solider Auftakt, der allerdings noch ausbaufähig ist. Ich bin sehr gespannt, wie die Reihe weitergeht und gebe vier Sterne.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Spannend bis zur letzten Seite

Firewatch
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Ich muss gestehen, dass ich ein bisschen gebraucht habe, um in das Buch reinzukommen. Aber dann konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen. Es bleibt wirklich bis zur letzten Seite spannend und es ...

Ich muss gestehen, dass ich ein bisschen gebraucht habe, um in das Buch reinzukommen. Aber dann konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen. Es bleibt wirklich bis zur letzten Seite spannend und es gab immer wieder Wendungen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Das Ende an sich hat mich dann total umgehauen. Absolut überraschend, aber trotzdem wirklich glaubhaft.

Robin war mir auf Anhieb sympathisch. Ich mochte seine ruhige, zurückhaltende Art und konnte mich sehr gut in ihn hineinversetzen. Dagegen bleibt Kian fast die ganze Geschichte hindurch mysteriös. Je mehr man über ihn erfährt, umso undurchschaubarer wird er.

Ich habe mich wirklich bis zuletzt gefragt, ob Kian wirklich der Mörder ist oder nicht. Immer wenn ich dachte, dass er es nicht sein kann, passierte wieder etwas, das mich zweifeln ließ. Das fand ich wirklich großartig gemacht. Dem Autor gelingt es total gut, einen im Unklaren zu lassen.

Ich fand dann am Ende nur ein paar Dinge ein bisschen weit hergeholt, muss ich gestehen. Und man sollte erwähnen, dass es ein paar doch recht explizite Sexszenen zwischen Männern gibt. Wer mit so etwas nichts anfangen kann, sollte wohl lieber die Finger von dem Buch lassen. Wer sich nicht daran stört, wird jedoch einen extrem spannenden und ungewöhnlichen Thriller vorfinden. Ich persönlich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen.