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Veröffentlicht am 24.02.2026

Kochen für jedermann

Cooking for Family
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„Cooking for Family“ von Julia Lanzke ist ein liebevoll gestaltetes und inspirierendes Buch für den Familienalltag. Es ist übersichtlich aufgebaut und in Hacks, Frühstücksgerichte sowie Mittag- und Abendessen ...

„Cooking for Family“ von Julia Lanzke ist ein liebevoll gestaltetes und inspirierendes Buch für den Familienalltag. Es ist übersichtlich aufgebaut und in Hacks, Frühstücksgerichte sowie Mittag- und Abendessen unterteilt.

Die Inhalte sind absolut alltagstauglich und praxisnah. Man merkt, dass hier viel Erfahrung aus dem echten Familienleben drinsteckt. Allerdings sind manche Gerichte beziehungsweise Anleitungen sehr grundlegend – teilweise eher Ideen oder Impulse als ausführliche, klassische Rezepte. Ein Beispiel sind sehr einfache Basics, bei denen ich mir etwas mehr Raffinesse oder neue Inspiration gewünscht hätte. Wie man Eier kocht, muss meiner Meinung nach in keinem Buch extra als Rezept ausgeführt werden.

Besonders hervorheben möchte ich die Wochenpläne. Die Idee ist richtig gut, vor allem die Tipps zur Resteverwertung und Weiterverarbeitung sind durchdacht und hilfreich. Gleichzeitig sind Wochenpläne natürlich immer ein bisschen kritisch – plant man am Sonntag die komplette Woche, kann es gut sein, dass man mittendrin doch Lust auf etwas ganz anderes hat. Hier braucht es etwas Flexibilität.

Insgesamt ein schönes Buch mit vielen tollen Ideen und praktischen Ansätzen für den Familienalltag – mit kleinen Abstrichen, aber definitiv empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Multikulti

Hundesohn
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Mit Hundesohn legt Ozan Zakariya Keskinkılıç einen eindringlichen, sprachlich kraftvollen Debütroman vor, der sich schonungslos mit Fragen von Herkunft, Zugehörigkeit und Ausgrenzung auseinandersetzt. ...

Mit Hundesohn legt Ozan Zakariya Keskinkılıç einen eindringlichen, sprachlich kraftvollen Debütroman vor, der sich schonungslos mit Fragen von Herkunft, Zugehörigkeit und Ausgrenzung auseinandersetzt. Das Buch erzählt die Geschichte eines Jungen, der in Deutschland aufwächst und ständig zwischen Kulturen, Erwartungen und Zuschreibungen hin- und hergerissen wird. Keskinkılıç gelingt es, die Zerrissenheit einer migrantischen Identität präzise einzufangen – voller Wut, aber auch mit Humor und poetischer Tiefe. Die Sprache ist direkt, roh und manchmal verletzend, gleichzeitig aber von einer großen Sensibilität getragen. Besonders eindrucksvoll ist, wie er den Schmerz über Diskriminierung und das Ringen um Anerkennung literarisch verdichtet. Hundesohn ist nicht nur eine persönliche Coming-of-Age-Geschichte, sondern auch ein gesellschaftskritischer Spiegel, der Leserinnen und Leser dazu zwingt, über Macht, Sprache und Zugehörigkeit neu nachzudenken. Ein mutiges, relevantes und unbedingt lesenswertes Buch.

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