Cover-Bild Das schönste aller Leben
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: hanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 240
  • Ersterscheinung: 17.02.2026
  • ISBN: 9783446284517
Betty Boras

Das schönste aller Leben

Roman. "Ein Roman von erschütternder Zärtlichkeit." Mareike Fallwickl
Das intensive und aufwühlende Debüt von Betty Boras »über Herkunft, Mutterschaft und die Schönheitsideale, denen Frauen schon immer ausgeliefert waren.« Mareike Fallwickl

Kurz nach dem Sturz der Diktatur flieht Vio mit ihren Eltern aus dem rumänischen Banat nach Deutschland. Sich anpassen, bloß nicht auffallen – das ist der Preis des Ankommens. Fleiß und Schönheit seine Währung. Trotz aller Widerstände findet Vio ihren Platz in der Gesellschaft. Als jedoch Jahre später ihre zweijährige Tochter bei einem Unfall Narben davonträgt, droht sie, an ihren Selbstvorwürfen zu zerbrechen. Im 18. Jahrhundert muss Theresia einen hohen Preis dafür zahlen, als begehrenswert zu gelten. Sie gerät ins Visier der Keuschheitskommission, wird entrechtet und verschleppt.
Beiden Frauen ist die Banater Erde eingeschrieben, die zwischen den Jahrhunderten ein Band aus Schmerz und Schönheit spinnt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2026

Der Preis eines guten Lebens

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Ich fand dieses Buch absolut beeindruckend. Nicht nur stark geplottet in seinen drei Handlungssträngen, die letztendlich alle eine ähnliche Geschichte, aber unter verschiedenen Gesichtspunkten, erzählen, ...

Ich fand dieses Buch absolut beeindruckend. Nicht nur stark geplottet in seinen drei Handlungssträngen, die letztendlich alle eine ähnliche Geschichte, aber unter verschiedenen Gesichtspunkten, erzählen, sondern auch feinfühlig und emotional ergreifend geschrieben. Ein Buch, das bewegt, nachdenklich und stellvertretend betroffen macht.

Die drei Kapitel aus Sicht des Banater Landes waren mir ein bisschen too much, zu abstrakt, als dass ich darin mehr gesehen hätte als den Versuch die Geschichte zu verorten und zu verankern. Dabei ist das gar nicht nötig, da die Schicksale der Frauen das bereits großartig tun. Die Themen Herkunft, Heimat und Zugehörigkeit sind allseits präsent und nahbar aufbereitet.

Bei Theresias Schicksal kam mir beim Lesen die Galle hoch. Nicht nur, was das Schicksal der Frauen an sich betrifft, sondern auch der scheinheilige Anstrich der Kircheninstanz in diesem Teil der Geschichte. Da wird man doch stellvertretend wütend und ich war stellenweise regelrecht fassungslos. Für mich waren vor allem ihre Kapitel eine einzige emotionale Achterbahnfahrt.

So sehr Vio sich Schönheit für ihre Tochter wünscht, ist genau diese für Theresia ein Fluch. Und gleichzeitig rettet diese sie, zusammen mit schierem Überlebenswillen und unvorstellbarem Mut, vor einem absolut elenden Schicksal.Und auch Vios Familiengeschichte ist eine Geschichte der Aufopferung, Verlusts und steten Kampfes um eine bessere Zukunft, ein besseres Leben und das Gefühl endlich angekommen und akzeptiert zu sein,

Ich mochte die kurzen Kapitel und steten Perspektivwechsel. Die Geschichte hatten einen guten Flow, besonders Vios Gegenwart wirkt authentisch, ihre Schuld, Angst und Liebe nahbar und nachvollziehbar. Wirklich stark, hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Fluch und Segen

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Was für ein fantastischer Roman von Betty Boras. Ich war absolut begeistert und konnte es kaum aus der Hand legen. Das Cover finde ich sehr schön gestaltet und passt auch gut in die Geschichte. Ebenfalls ...

Was für ein fantastischer Roman von Betty Boras. Ich war absolut begeistert und konnte es kaum aus der Hand legen. Das Cover finde ich sehr schön gestaltet und passt auch gut in die Geschichte. Ebenfalls ist mir aufgefallen, das wenn man das Buch auf den Kopf stellt sich eine weitere Landschaft erschließt. Vielleicht eine Deutung von der Vergangenheit und dem Jetzigen Leben. Vielleicht seh auch ich das nur so :D

Die Geschichten der 3 Generationen war sehr emotional, sehr tiefgründig und hat mich echt berührt. Schönheit kann ein Fluch aber auch ein Segen sein. Vor allem eben für Frauen und das schon seit Jahrhunderten. Schönheit liegt trotzdem immer im Auge des Betrachters.

In kurzen Kapiteln erzählt jede Frau im Wechsel ihr Schicksal, ihre Geschichte. Am Anfang bekommt man noch nicht viel mit wie sehr diese Frauen miteinander verstrickt sind, dies ändert sich zum Schluss und man hat diesen Aha-Effekt.

Der Erzählstil hat mir sehr gefallen und man fühlte mit jeder einzelnen mit. Man stellt sich auch selbst beim lesen oft die Frage, was macht eigentlich einen schönen Menschen aus? Man macht sich Gedanken über seine eigenen Kinder.

Das schönste aller Leben kann ich absolut empfehlen :) Klare Kaufempfehlung

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Zwischen Schönheit und Schuld

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In Das schönste aller Leben schreibt Betty Boras von zwei Frauen aus unterschiedlichen Jahrhunderten, deren Leben durch das Banat und durch Erwartungen an Schönheit und Anpassung miteinander verbunden ...

In Das schönste aller Leben schreibt Betty Boras von zwei Frauen aus unterschiedlichen Jahrhunderten, deren Leben durch das Banat und durch Erwartungen an Schönheit und Anpassung miteinander verbunden sind. Während eine nach der Flucht nach Deutschland mit Schuldgefühlen kämpft, wird die andere im 18. Jahrhundert für ihre Schönheit zum Opfer gesellschaftlicher Machtstrukturen.

Mich hat schon der Anfang komplett gepackt. Diese ehrlichen und absolut schonungslosen Gedanken über Schönheit und gesellschaftlichen Druck – das ist intensiv und tut teilweise richtig weh beim Lesen. Der Schreibstil ist unglaublich klar. Keine unnötigen Ausschmückungen, sondern starke Bilder, die sofort eine Wirkung auf mich hatten.

Was mir besonders gefallen hat: Wie fein das Thema Schönheit, Schuld und der Blick der Gesellschaft verhandelt wird. Man wird total zum Nachdenken angeregt, für mich immer ein Zeichen, dass das Buch bei mir gut Wirkung zeigt.
Ein sehr eindrucksvoller Roman über Herkunft, Muttersein und die Frage, was ein „schönes Leben“ eigentlich bedeutet. Es ist überhaupt kein leichtes Buch zum Mal eben weg lesen, dafür aber um mal wieder richtig ins Nachdenken gebracht zu werden.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Die Schönheit der Frau

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Das schönste aller Leben erzählt uns die Geschichte von zwei Frauen in ganz und gar unterschiedlichen Zeiten. Die eine wird nach Rumänien genauer gesagt ins Banat geschickt, die andere verlässt Rumänien ...

Das schönste aller Leben erzählt uns die Geschichte von zwei Frauen in ganz und gar unterschiedlichen Zeiten. Die eine wird nach Rumänien genauer gesagt ins Banat geschickt, die andere verlässt Rumänien in ihrer Kindheit. Das Buch handelt von Migration, dem Gefühl nirgends richtig Zuhause zu sein, aber auch von Schuld, Schmerz und Schönheitsidealen.

Die Sprache in der die Autorin uns die Geschichte von Vio, Theresa und der Banater Erde erzählt ist klar und stark, zugleich aber auch sehr zart und berührend. Ich habe mich direkt in der geschaffenen Atmosphäre wohl gefühlt, obwohl ich zu vor kaum Berührungspunkte mit dem Banat oder Rumänien hatte.

Für mich ein mehr als gelungener und vor allem fesselnder Debütroman der noch lange nachhallen wird! Hier passt einfach alles zusammen Cover, Geschichte, Schreibstil. Ich hoffe sehr das wir noch einiges von Betty Boras zu lesen bekommen.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Absoluter Lesetipp!

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Dieses Buch hat mich ehrlich überrascht. Ich habe es an einem Wochenende gelesen, weil ich es schlicht nicht aus der Hand legen konnte. Schon die ersten Seiten haben mich hineingezogen. Der Einstieg in ...

Dieses Buch hat mich ehrlich überrascht. Ich habe es an einem Wochenende gelesen, weil ich es schlicht nicht aus der Hand legen konnte. Schon die ersten Seiten haben mich hineingezogen. Der Einstieg in die Geschichte ist so klug und atmosphärisch gestaltet, dass ich sofort das Gefühl hatte, ganz nah bei den Figuren zu sein. Der Schreibstil ist dabei ruhig, eindringlich und gleichzeitig so klar, dass man sich mühelos treiben lassen kann. Besonders berührt hat mich, dass die Geschichte von zwei Frauen erzählt wird, die in unterschiedlichen Zeiten leben und dennoch mit ganz ähnlichen Fragen kämpfen. Obwohl ihre Lebensrealitäten verschieden sind, stehen sie vor denselben inneren Konflikten. Es geht um den eigenen Körper, um Anerkennung, um das Gefühl, gesehen und wertgeschätzt zu werden. Und es geht darum, wie schnell dieser Selbstwert ins Wanken gerät, wenn er zu sehr vom Außen abhängt. Ich habe mich in vielen Gedanken wiedergefunden. Dieses leise, oft unausgesprochene Ringen darum, genug zu sein. Schön genug, stark genug, erfolgreich genug. Das Buch zeigt sehr eindrücklich, wie sehr Frauen gelernt haben, ihren Wert über äußere Maßstäbe zu definieren, und wie brüchig dieses Fundament sein kann. Gleichzeitig erzählt es von innerer Stärke, von Widerstandskraft und von dem langen Weg, sich selbst unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen zu begreifen. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Feinfühligkeit, mit der diese Themen behandelt werden. Nichts wirkt belehrend, nichts überzeichnet. Stattdessen entsteht ein sehr ehrlicher Blick auf weibliche Lebensrealitäten, der mich nachdenklich gemacht hat. Die Parallelen zwischen den Generationen zeigen, wie hartnäckig bestimmte Muster sind und wie wichtig es ist, sie zu hinterfragen. Für mich ist dieses Buch deshalb mehr als nur eine gut erzählte Geschichte. Es ist eine Erinnerung daran, wie sehr unser Selbstbild geprägt wird und wie notwendig es ist, den eigenen Wert im Inneren zu suchen. Ein großartiger Roman, der mich gefesselt, bewegt und noch lange beschäftigt hat.

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