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Veröffentlicht am 07.06.2017

Dicionum - Du darfst dich nicht erinnern

Dicionum 3: Du darfst dich nicht erinnern
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Inhalt:

*Wenn der Schlüssel zum Glück in deiner Vergangenheit liegt* Erinnerungen können etwas Schönes sein, aber sie können uns auch zerstören. Sie tragen ein Gewicht in unserem Leben, das wir nicht ...

Inhalt:

*Wenn der Schlüssel zum Glück in deiner Vergangenheit liegt* Erinnerungen können etwas Schönes sein, aber sie können uns auch zerstören. Sie tragen ein Gewicht in unserem Leben, das wir nicht beeinflussen können. Katie wird mehr denn je mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und muss lernen, dass es nie wieder so wird, wie es einmal war. Sie muss erkennen, dass sie die ganze Zeit über von jedem belogen worden war. Doch an wen soll sie sich wenden, um die Intrigen des Kreises endlich aufzudecken? Wem kann sie nach alldem noch vertrauen? Ihr einziger Lichtblick ist Will Fairchild, der endlich eine ganz andere Seite an sich zeigt.

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist angenehm, einfach, frisch, schnell und flüssig zu lesen. Durch diese Leichtigkeit sind die Seiten nur so dahingeflogen.

Der Einstieg in den letzten Teil der Trilogie ist mir sehr leicht gefallen. Sie setzt an dem Punkt an, an dem der erste Teil geendet hat. Die Handlung beginnt mit einem spannenden Prolog, der die Neugier weckt und zum schnellen weiterlese animiert.

Die Grundidee der Handlung sowie die Umsetzung haben mir sehr gut gefallen. Sie birgt zwar nichts gänzlich Neues und hat mich in manchen Zügen an andere Bücher erinnert, aber dies hat mich nicht gestört. Im Gegenteil: Die Story hat mich von Anfang an eingenommen und mich sehr gut unterhalten. Eine gewisse Grundspannung schwingt schon alleine durch die ungeklärten Fragen - die sich immer mehr häufen anstatt endlich geklärt zu werden und Licht ins Dunkel zubringen - immer mit. Von Seite zu Seite nimmt die Spannung, die Action und Dramatik zu. Die Mischung aus ruhigeren Szenen, emotionalen Momenten, spannungsreichem und mitreißendem Geschehen erfüllen das perfekte Maß.
Noch spannender, noch actionreicher, noch rasanter und noch fesselnder als die beiden vorherigen Teile.

Die Handlung bleibt auch im 3. Teil anfangs noch sehr geheimnisvoll. Genau wie Katy wissen wir noch nicht so wirklich, was hinter diesem Kreis, dieser Organisation steckt, was die Ziele und Aufgaben sind und welche Geheimnisse sie hüten. Dadurch wird die Erwartung, die Spannung, die Neugier, die Ungeduld und die Lebendigkeit enorm hoch gehalten, so dass es fast unmöglich ist, das Buch zur Seite zu legen. Und dann noch diese unerklärlichen Todesfälle, die sich immer mehr häufen und nach und nach immer mehr Jugendliche töten. Unerwartete Wendungen, plötzliche Handlungsumschwünge, unvorhersehbare Ereignisse lassen den Leser kaum zum Durchatmen kommen. Und es geschehen Dinge, mit denen ich nie gerechnet hätte, hinter den Vorkommnissen und dem Meister stecken Personen, sie ich nie in Verdacht hatte.

Auch emotional konnten mich die Handlung und die Figuren packen. Sie wirkten sehr authentisch und real. Es war eine Leichtigkeit, mich in Katie hineinzuversetzen, sie zu verstehen und mit ihr zu fühlen. Die Gefühle sind ein großes Plus der Handlung. Katie muss hier eine Menge ertragen. Viel stürmt auf sie ein, erschüttert ihren bisherigen Glauben und ihr Leben. Sie muss viele Verluste ertragen und hat keine Zeit, um alles wirklich zu verarbeiten. Sie tat mir zwischendurch einfach nur unheimlich leid. Dennoch hätte ich sie manchmal gerne aufgerüttelt, sie mal kräftig geschüttelt und zu einem anderen Handeln gezwungen. Will steht endlich an ihrer Seite, doch ist er wirklich der, der er zu sein vorgibt?

Die Charaktere sind sehr facettenreich, vielschichtig und unterschiedlich gelzeichnet. Sie zeichnen durch ihre Vielseitigkeit, Charakterreichtum und Lebendigkeit aus. Dadurch erhält die Geschichte einen unheimliche Vielfalt, viel Farbe und Abwechslung.

Die Figuren sind immer noch alle sehr undurchsichtig, geheimnisvoll und verbergen viel. Es ist mir noch nicht gelungen hinter ihre Fassaden zu blicken.

Vor allem Will macht es mir nicht immer leicht. Er ist so rätselhaft, sein Verhalten unberechenbar und mysteriös. Meist unfreundlich, arrogant und zweideutig. Manchmal blitzt etwas anderes durch seine Fassade hindurch, aber zu kurz, um es fassen zu können. Dadurch wirkt er sehr schleierhaft und undurchschaubar. Und genau das macht in so interessant. Man spürt, dass mehr hinter seinem Verhalten steckt. Seine Show, seine Maske bröckelt immer mehr. Doch hier im letzten Teil gibt er sich zu erkennen. Aber kann man ihm wirklich trauen?

Katie mochte ich von Anfang an. Ihre Leben stellt sich komplett auf den Kopf. Sie bekommt keine ausreichenden Erklärungen, wird im Dunkeln gelassen. Von den anderen schlägt ihr viel Feindseligkeit, Missmut und Desinteresse entgegen, ohne dass dies durch irgendetwas erklärbar wäre.

Das Buch hat mir eine sehr schöne, geheimnisvolle, rasante und spannende Lesezeit beschert, mich emotional gepackt und mitgerissen. Es hat mich sehr gut unterhalten und vollkommen gefesselt und begeistert!!!

Fazit:

Ein gelungener, interessanter, spannender und actionreicher Reihenabschluss, der mich gefesselt hat. Absolute Leseempfehlung

Veröffentlicht am 13.03.2026

Der Inselcop von L. A.

Der Inselcop von L. A.
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In seinem neuen Serienauftakt schickt Michael Connelly den eigenwilligen Detective Stilwell auf die idyllische Insel Santa Catalina, wo der ehemalige L.A.-Ermittler nach internen Querelen eine kleine Polizeistation ...

In seinem neuen Serienauftakt schickt Michael Connelly den eigenwilligen Detective Stilwell auf die idyllische Insel Santa Catalina, wo der ehemalige L.A.-Ermittler nach internen Querelen eine kleine Polizeistation leitet. Was mit der Untersuchung eines toten Bisons beginnt, entwickelt sich nach dem Fund einer Frauenleiche schnell zu einem riskanten Kompetenzgerangel. Stilwell ignoriert dabei gewohnt souverän Dienstvorschriften und die Warnungen seines alten Rivalen Ahearn, um auf eigene Faust zu ermitteln, während er sich gleichzeitig gegen den Widerstand der Inselbewohner behaupten muss.

Die Handlung besticht durch ein komplexes Geflecht aus Verdächtigen und bürokratischen Hürden, das den Leser bis zum Finale im Unklaren über die tatsächlichen Hintergründe lässt. Zwar fordert die Fülle an Charakteren volle Aufmerksamkeit, doch die detaillierte Darstellung der polizeiinternen Regularien verleiht der Geschichte eine authentische Schwere. Auch wenn Connelly das Genre nicht neu erfindet, etabliert er mit Stilwell eine faszinierende Figur in einem unverbrauchten Setting. Fans von Harry Bosch oder Renée Ballard finden hier einen gewohnt packenden Ermittler, der konsequent seinen eigenen Weg geht.

Veröffentlicht am 13.03.2026

Minnesota

Minnesota
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In dem Thriller „Minnesota“ jagt ein traumatisierter Ermittler einen unsichtbaren Rächer, bis die Grenzen zwischen Jäger und Gejagtem in einem tödlichen Finale verschwimmen. Was zunächst wie eine klassische ...

In dem Thriller „Minnesota“ jagt ein traumatisierter Ermittler einen unsichtbaren Rächer, bis die Grenzen zwischen Jäger und Gejagtem in einem tödlichen Finale verschwimmen. Was zunächst wie eine klassische Genre-Konstellation aus einem gebrochenen Gesetzeshüter und korrupter Bürokratie beginnt, entpuppt sich schnell als geschickte Finte, die weit mehr Tiefe besitzt, als der vertraute Einstieg vermuten lässt.

Besonders raffiniert ist die anfängliche Distanz zwischen den zwei Zeitebenen von 2016 und 2022, die den Leser zunächst vor ein Rätsel stellt, bevor sie eine enorme Sogwirkung entfaltet. Sobald die Handlung an Fahrt gewinnt, offenbart sich hinter der persönlichen Rache ein bedrückendes Geflecht aus gesellschaftlich relevanten Themen wie Waffengewalt, Selbstjustiz und Machtmissbrauch. Diese Motive sind keine bloße Kulisse, sondern laden die Geschichte emotional so stark auf, dass der Schmerz der Figuren greifbar wird.

Getragen wird das Werk von intensiven, ruhigen Dialogen, die eine außergewöhnliche Nähe zu den Charakteren schaffen und deren Handeln tiefgreifend motivieren. In der Hörbuchfassung verleiht der Sprecher dieser dichten Atmosphäre zusätzliche Eindringlichkeit. „Minnesota“ ist somit eine positive Überraschung und ein nachhaltig beeindruckender Thriller, der weit über reine Spannung hinausgeht.

Veröffentlicht am 25.02.2026

Josh and Hazel's Guide to Not Dating

Josh and Hazel's Guide to Not Dating
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In dieser Romance trifft strukturierte Ruhe auf bunten Wirbelwind: Während Josh der Inbegriff von Ordnung ist, wirbelt Hazel als herrlich unbeholfene Extroveritierte durch sein Leben. Der locker-leichte ...

In dieser Romance trifft strukturierte Ruhe auf bunten Wirbelwind: Während Josh der Inbegriff von Ordnung ist, wirbelt Hazel als herrlich unbeholfene Extroveritierte durch sein Leben. Der locker-leichte Schreibstil fängt die Dynamik der beiden perfekt ein und wechselt geschickt zwischen ihren Perspektiven, wobei Hazel klar die Show stiehlt.

Die Stärke des Buchs liegt in der Ehrlichkeit ihrer Annäherung. Während sie eigentlich Partner für den jeweils anderen suchen, entsteht eine Intimität, die weit über das Platonische hinausgeht. Besonders die offenen Gespräche und der Mut, einander ihre verletzlichen Seiten zu zeigen, verleihen der Geschichte Tiefe. Dass die Nebencharaktere dabei eher blass bleiben, stört kaum – der Fokus liegt voll und ganz auf dem charmanten, oft urkomischen Zusammenspiel der beiden Hauptfiguren.

Leider verliert der Roman in der zweiten Hälfte etwas von seiner „gemütlichen“ Magie. Die Handlung flüchtet sich zunehmend in körperliche Klischees und wirkt zum Ende hin fast schon überhastet. Dennoch bleibt es eine unterhaltsame Lektüre mit einer ordentlichen Portion Spice und viel Herz.

Veröffentlicht am 25.02.2026

Sommerträume an der Vienne

Sommerträume an der Vienne
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Mit dem Auftakt ihrer French-Escape-Reihe serviert uns die Autorin das literarische Äquivalent zu einem Glas Rosé in der Abendsonne. Im Fokus steht Lily, die nach einem beruflichen Wendepunkt alles auf ...

Mit dem Auftakt ihrer French-Escape-Reihe serviert uns die Autorin das literarische Äquivalent zu einem Glas Rosé in der Abendsonne. Im Fokus steht Lily, die nach einem beruflichen Wendepunkt alles auf eine Karte setzt: Ein altes Bauernhaus in der französischen Provinz soll nicht nur ihr neues Zuhause, sondern auch der Startschuss für ein selbstbestimmtes Leben sein.

Der Roman punktet weniger durch komplexe Twists als durch seine unverfälschte Wohlfühlatmosphäre. Die Schilderungen der Dörfer und des französischen Lebensgefühls sind so plastisch, dass man das Baguette förmlich riechen kann. Lily ist dabei eine herrlich nahbare Protagonistin, deren Zweifel und Mutproben die Geschichte erden.

Wer eine charmante Auszeit vom Alltag sucht, wird hier fündig. Es ist eine Geschichte über das Ankommen – bei sich selbst und in der Idylle. Leicht, romantisch und wunderbar entschleunigt. Perfekt für alle, die sich ohne schweres Drama für ein paar Stunden nach Frankreich träumen wollen.