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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2026

Einsamkeit

Ein Buchclub zum Verlieben
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Der Griesgram Arthur und die zurückhaltende Sloane liefern sich in der Bibliothek jeden Tag Wortgefechte über Bücher, deren Inhalte und ihre Interpretationen dazu. Selten sind sie einer Meinung, ansonsten ...

Der Griesgram Arthur und die zurückhaltende Sloane liefern sich in der Bibliothek jeden Tag Wortgefechte über Bücher, deren Inhalte und ihre Interpretationen dazu. Selten sind sie einer Meinung, ansonsten haben sie nichts miteinander zu tun. Bis zu dem Tag als Arthur nicht kommt, Sloane macht sich Sorgen das dem alten Herrn etwas passiert sein könnte. Sie riskiert sogar ihren Job um das heraus zu finden. Aber nicht nur sie macht sich Sorgen um den alten Griesgram der die Menschen reihenweise mit seinen Sprüchen vorDam dem Kopf stösst.
Ein großes Thema in diesem Roman ist die Einsamkeit, vor allem die entsteht wenn ein geliebter Mensch stirbt und man allein zurück bleibt. Damit umzugehen ist schwer. Ein Job oder Kinder können diesen Verlust nicht kompensieren.
Die Beschreibung wie ein gemeinsames Interesse, diese Einsamkeit auflöst, wie dadurch neue Freundschaften entstehen und auch wie dadurch entstandene Wunden wieder heilen können, ist der Autorin sehr gut gelungen. Ohne Pathos mit Humor und Feingefühl lässt sie Menschen um uns herum entstehen, die trotz geäußerter Gemeinheiten mir sympathisch wurden und die anderen waren sowieso vom ersten Moment an liebenswert. Dazu kommt natürlich die Liebe zu Büchern und das einige meiner Lieblingsbücher in diesem Roman Einzug gehalten haben.
Ein besonderes Highlight für mich war das es in diesem Buch vor allem um eine platonische Liebe zu dem Buchclub ging und es keine romantische Liebe war.

Veröffentlicht am 11.03.2026

Ein skurriles Paar

Ziemlich beste Verbrecher
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Aloys und Berta leben in einer Zufallsgemeinschaft zusammen. Als ehemalige Angestellte von Frau Grafenried leben sie in deren Villa. Er war Gesellschafter der Dame und sie die Köchin. Ihren Lebensunterhalt ...

Aloys und Berta leben in einer Zufallsgemeinschaft zusammen. Als ehemalige Angestellte von Frau Grafenried leben sie in deren Villa. Er war Gesellschafter der Dame und sie die Köchin. Ihren Lebensunterhalt bestreiten sie mit kleinen Schwindeleien und Diebstählen, so jedenfalls ihre Interpretation. Was andere bzw. die Polizei darüber denken würde steht auf einem anderen Blatt.
Nun erhält Aloys den Auftrag eine verschwundene ältere Dame wieder aufzufinden. Eine Aufgabe die immer mehr Tücken hat, die Recherchen bringen Dinge und Ereignisse an den Tag die erstmal nichts mit dem Verschwinden zu tun haben. Vor allem weil die Ermittlungsstrategien zu wünschen übrig lassen. Erst als Berta mit ihren Fähigkeiten am PC zur Hilfe kommt, wird es etwas übersichtlicher.
Die beiden finden eine Menge heraus, nur nicht das was sie sollen.
Der Schreibstil ist fesselnd, die Beschwerden des Alters sind ein großes Handycab und bei der Vorstellung tun mir die beiden leid. Aber eine Aufgabe bringt Leben in die Bude, Langeweile Adieu, Einsamkeit verzieh dich.
Alle Kompenenten des Alterns und die damit einhergehenden Probleme sind im Hintergrund eine Erwähnung wert. Aber wie die beiden Siebzigjährigen damit umgehen Chapeau.
Die Teilhabe an den Ermittlungen und dem Leben ist spannend, man kann schmunzeln und auch denken naja, es ginge auch anders aber warum nicht.
Ich hoffe sehr die Geschichte geht weiter, denn ich würde die beiden sonst in meinem Buchalltag sehr vermissen. Denn ich möchte unbedingt wissen wie es weitergeht. Ob sie wieder als Ermittler arbeiten, ob sich ein neuer Geschäftszweig auftut und wie das Leben im allgemeinen mit Nachbarn und anderen Angestellten in der Villa vonstatten geht.

Veröffentlicht am 26.02.2026

Wohlstand ist nicht immer gut

Zwischen Gut und Böse
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Hier ist sie wieder die Rentner Soko auf Sylt die der Meinung ist die dortige Polizei braucht Unterstützung. Mit nur ein paar Anhaltspunkten, viele Verdachtsmomente und ein extremes Empfinden für Gut ...


Hier ist sie wieder die Rentner Soko auf Sylt die der Meinung ist die dortige Polizei braucht Unterstützung. Mit nur ein paar Anhaltspunkten, viele Verdachtsmomente und ein extremes Empfinden für Gut und Böse kommen sie Verbrechern und Wohlstandsverwahrlosten auf die Spur. Eigentlich logisch das es solche Figuren auf Sylt gibt. Die Insel der Schönen und Reichen, aber es leben auch ein paar Einheimische dort. Menschen wie Karl und Gerda, Onno und Maren, Ilse und Charlotte. Sie sind weder reich noch schön, sie haben gesunden Menschenverstand und das Herz auf dem rechten Fleck. Außerdem sind sie gut vernetzt innerhalb der arbeitenden Bevölkerung, wenn sie fragen bekommen sie Antworten.
Voller Humor erzählt die Autorin und auch voller Liebe zu dieser Insel. Durch die Einheimischen erscheint die Insel, die oft in den Schlagzeilen ist, trotzdem vollkommen normal mit Schafen und Fischbrötchen.
Es ist leider der dritte und letzte Band um diese umtriebigen Senioren. Ich werde sie vermissen aber egal welches Buch man von Dora Heldt in die Hand nimmt, man wird gut unterhalten.

Veröffentlicht am 25.02.2026

Gelungene Fortsetzung

Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte
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Cassandra hat sich eingewöhnt im Haus der Haghexe,ihrer Tante Miranda. Zwar sucht sie immer noch nach Hinweisen zu ihrer Mutter aber sie hat Freundinnen, eine Aufgabe und ein Zuhause in dem sie ...

Cassandra hat sich eingewöhnt im Haus der Haghexe,ihrer Tante Miranda. Zwar sucht sie immer noch nach Hinweisen zu ihrer Mutter aber sie hat Freundinnen, eine Aufgabe und ein Zuhause in dem sie sich wohlfühlt.
Nun kommt auch noch ihr Cousin dazu, der Junge ist totunglücklich und sie muss ihn unter ihre Fittiche nehmen.
Außerdem liegt ein Fluch über dem Dorf, der Erlkönig will ein gefährliches Artefakt und die Dorfbewohner sollen es für ihn suchen.
Der Titel und der Klappentext irritieren etwas. Es sind von zwei verschiedenen Artefakten die Rede. Beide haben in der Geschichte aber ihre Aufgaben und es wird dadurch richtig spannend.
Cassandra entwickelt sich von einer impulsgesteuerten Jugendlichen zu einer die sich erst Gedanken macht bevor sie loslegt. Sie bezieht ihre Freundinnen in ihre Gedanken ein und zusammen kommen sie auf vernünftige Lösungen.
Die Frage was mit ihrer Mutter geschehen ist bleibt weiter offen aber vielleicht gibt es im dritten Band der im November erscheint ein glückliches Wiedersehen.

Veröffentlicht am 22.02.2026

Konkurrenz,politisches Kalkül oder Rache

Im Auftrag der Fugger - Teufelsreigen
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Ava und Hervart arbeiten für Jacob Fugger. Den bekannten Kaufmann aus Augsburg, er verkauft in der ganzen bekannten Welt und rührt auch politisch in vielen Töpfen. Fugger ist eine reale Person im fünfzehnten ...

Ava und Hervart arbeiten für Jacob Fugger. Den bekannten Kaufmann aus Augsburg, er verkauft in der ganzen bekannten Welt und rührt auch politisch in vielen Töpfen. Fugger ist eine reale Person im fünfzehnten Jahrhundert. Während Ava und Hervart fiktionale Personen sind. Ihre Abenteuer beruhen auf geschichtlichen Tatsachen. Die Ausschmückung dagegen ist dem Kopf des Autors entsprungen.Es

Tatsache ist: Fugger hat Schwierigkeiten, seine Lieferungen werden beschädigt oder verschwinden ganz, seine Angestellten werden bedroht oder verletzt. Es liegt an der Konkurrenz und an seinem politschen Handeln. Ava und Hervart sollen heraus finden wer genau dahinter steckt.

Die historischen Figuren wirken distanziiert, als ob der Autor sich streng an die bekannten Tatsachen gehalten hat. Beispiel Javob Fugger war nach den historischen Beschreibungen ein berechnender Mann, zwar auch Wohltäter aber immer mit dem Hintergedanken an sieinen Vorteil. Diese Beschreibung findet sich auch im Roman wieder, er zahlt gut, denn nur gut bezahlte Leute sind loyal und leisten gute Arbeit.

Im Gegensatz dazu sind die fiktiven Figuren. Sie wrken lebendig Sie machen den Roman spannend, man kann ihren Hang zum Abenteuer und den Wunsch nach einem besseren Leben nachvollziehen. Denn Fugger ist einer der Wenigen die das möglcih machen.

Die Mischung ist gelungen, der Autor hat die Historie in eine spannende Geschichte eingebaut. Gleichzeitig hat er die Tatsachen nicht verbogen oder für die Geschichte an andere Orte oder Zeiten verlegt. Das stört mich immer bei seinen Kollegen. Denn wenn man Spaß an Geschichte hat, möchte man das das Drumherum stimmt.