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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2021

Fesselnde Familiengeschichte

Die letzten Romantiker
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Anfangs fand ich den Titel für eine Familiengeschichte eigenartig, aber gegen Mitte des Buches wird klar, wo er herkommt. Die Geschichte der vier Geschwister der Familie Skinner wird über viele Jahrzehnte ...

Anfangs fand ich den Titel für eine Familiengeschichte eigenartig, aber gegen Mitte des Buches wird klar, wo er herkommt. Die Geschichte der vier Geschwister der Familie Skinner wird über viele Jahrzehnte aus den Perspektiven der einzelnen Personen geschildert. Mir haben die Personen und ihre Entwicklungen und Schicksale gut gefallen, da ich sie als sehr authentisch erlebt habe. Der ausgefeilte Schreibstil und die Entwicklung der Geschichte fand ich sehr gelungen. Das Buch startet im Jahr 2079 mit einem Rückblick. Um die lange Erzähldauer plausibel machen zu können und den Großteil in der heutigen Zeit spielen lassen zu können, war das ein passender Kunstgriff. Einige Erzählstränge bleiben nebulös, aber das hat mich überraschenderweise nicht (wie sonst) gestört; vermutlich weil es zumindest Andeutungen gab… Insgesamt sehr lesenswert, das Buch verspricht viele Stunden gute Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Interessantes Motiv mit einigen Leerstellen

Grüne Welle
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Das Motiv dieses Romans hat mich direkt angesprochen. Eine spontane Fahrt, zufällig getriggert durch eine grüne Welle der nächtlichen Ampeln, das finde ich ein charmantes Thema, das so viele Möglichkeiten ...

Das Motiv dieses Romans hat mich direkt angesprochen. Eine spontane Fahrt, zufällig getriggert durch eine grüne Welle der nächtlichen Ampeln, das finde ich ein charmantes Thema, das so viele Möglichkeiten bietet. Hier flüchtet eine namenlose Frau, die kurz zuvor ihre namenlose Freundin getroffen hat. Der Ehemann wird als Fluchtgrund angedeutet, aber mir blieb zu viel zu schwammig. Auch das Namenlose und die Verortung der Handlung in einer unbenannten Region war auf Dauer etwas sperrig zu lesen. Man könnte denken, dass diese Details unwichtig sind und der Fokus auf den Gedanken und Emotionen der Protagonistin liegen soll und von der Autorin deshalb so gewählt wurde. Der Schreibstil ist angenehm und gut zu lesen. Mich hat dieses Stilmittel nicht so richtig abgeholt. Die Handlung, Gedanken und Emotionen der Charaktere, vor allem der Hauptfigur, fand ich in ihrer Zerrissenheit sehr gelungen und glaubhaft geschildert. Ich fand den Beginn spannend, das Ende allerdings etwas enttäuschend. Es gab einige Leerstellen, die man noch hätte füllen können und die das Ganze abgerundet hätten. Das Motiv hat ein großes Potenzial, das nur teilweise genutzt wurde.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Komplexer, glaubhafter Plot, mitreißender Schreibstil

Warum sie sterben musste
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Der Schreibstil hat sich im Laufe des Buches immer mehr gesteigert und mich richtig mitgerissen. Das Buch ist spannend und ich wollte schneller weiterlesen als es möglich war. Ich fand die Handlung sehr ...

Der Schreibstil hat sich im Laufe des Buches immer mehr gesteigert und mich richtig mitgerissen. Das Buch ist spannend und ich wollte schneller weiterlesen als es möglich war. Ich fand die Handlung sehr interessant, aber der Aufbau des Plots hat kleine Schwächen. Es gab falsche Spuren und andere Details, die für mich zu ausführlich geschildert wurden. Bei den Ermittlungen hätte die Gewichtung, was wie ausführlich erzählt wird und was wann erzählt wird, Optimierungsbedarf. Am Schluss gibt es eine überraschende, aber glaubhafte Auflösung, das fand ich sehr gelungen und eine starke Leistung aufgrund der Komplexität des Falles. Die Ermittler fand ich sehr sympathisch, es gibt einige private Details, das ist Geschmackssache, das mag man oder nicht. Für mich hätte es auch weniger ausführlich sein dürfen. Alles in allem ein lesenswerter Krimi mit kleinen Schwächen.

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Veröffentlicht am 14.02.2026

Guter Plot, aber die Spannungskurve steigert sich nur langsam

Kala
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Den Schreibstil fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Es gibt viele wechselnde Perspektiven, das ist gelungen und interessant, aber manchmal wechselt die Erzählzeit ohne Ansage und ich musste mich ...

Den Schreibstil fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Es gibt viele wechselnde Perspektiven, das ist gelungen und interessant, aber manchmal wechselt die Erzählzeit ohne Ansage und ich musste mich erst in die Geschichte einfühlen, um alles richtig einordnen zu können. Das Wiedertreffen der Jugendfreunde nach 15 Jahren, das Aufdecken verschiedenster Geheimnisse im Ort und das stimmungsvolle Setting in Irland fand ich gut erzählt und es ist auch interessant. Die Spannungskurve steigert sich allerdings sehr langsam, die erste Hälfte hätte für meinen Geschmack schneller erzählt werden müssen. Es gibt viele Andeutungen, aber es bleibt zu viel zu lange offen und unerzählt, dabei sind auch für die Geschichte unwesentliche Details, die hätten früher mehr Klarheit und Verständnis beim Leser geschaffen ohne die Spannung zu nehmen. Alles in allem ein gutes Debut mit kleinen Schwächen, dass ein tolles Irland Feeling vermittelt.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Ungewöhnlicher Plot

Die Besucherin
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Dieser Roman ist insofern ungewöhnlich, als er aus Sicht der 76jährigen Linda Davidson erzählt wird. Bis jetzt sind mir wenige ältere Protagonisten begegnet und das war in gewisser Weise eine erfrischende ...

Dieser Roman ist insofern ungewöhnlich, als er aus Sicht der 76jährigen Linda Davidson erzählt wird. Bis jetzt sind mir wenige ältere Protagonisten begegnet und das war in gewisser Weise eine erfrischende Abwechslung. Ihre Besuche in der Seniorenresidenz bei ihrer Freundin Carol und der selbst ernannten Mörderin Jenny Cooper fand ich sehr unterhaltsam. Die heimischen Szenen mit Lindas Tochter und Ehemann waren streckenweise etwas langatmig und auch vorhersehbar. Daher machen ich einen Stern Abzug. Insgesamt hat mir der Roman aber gut gefallen, ich kann die Lektüre empfehlen, zumal einen das Ende befriedigend ist.

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