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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2026

Überraschend, aber zu knapp erzählt

Blutwild
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Überraschend, aber zu knapp erzählt

In dem Thriller um Ex-Kommissarin Anka – die nach traumatischen Erlebnissen vor sechs Jahren langsam zurück ins Leben findet – sorgt eine rätselhafte Botschaft für ...

Überraschend, aber zu knapp erzählt

In dem Thriller um Ex-Kommissarin Anka – die nach traumatischen Erlebnissen vor sechs Jahren langsam zurück ins Leben findet – sorgt eine rätselhafte Botschaft für neuen Schrecken. Sie führt Anka zu einer abgelegenen Waldhütte, in der sie auf grausam inszenierte, eingelegte menschliche Körperteile stößt, arrangiert wie in einer makabren Ausstellung. Schnell keimt in ihr der Verdacht, dass ihr damaliger Peiniger zurück ist. Doch mit dieser Vermutung steht sie allein da, denn niemand schenkt ihr Glauben.

Bereits der Klappentext in Verbindung mit dem auffälligen Cover weckt große Erwartungen. Besonders das dominante Grün fällt ins Auge, während das abgebildete Beil auf düstere und brutale Szenen schließen lässt – die Neugier ist definitiv geweckt.

Sprachlich liest sich der Thriller flüssig und angenehm. Die kurzen Kapitel sorgen für ein hohes Tempo, und durch die wechselnden Zeitebenen sowie unterschiedlichen Perspektiven entsteht grundsätzlich eine spannende Erzählstruktur, die das Eintauchen in die Handlung erleichtert. Leider bleiben diese positiven Aspekte nicht bis zum Ende überzeugend. Die Protagonistin Anka wirkt insgesamt zu blass und wenig greifbar; als Leser bekommt man kaum die Gelegenheit, sie wirklich kennenzulernen oder eine Bindung zu ihr aufzubauen. Zudem erscheinen viele Szenen nur angerissen und nicht ausreichend ausgearbeitet. Häufig wirken die Kapitel abrupt aneinandergereiht, mit harten Schnitten und ohne stimmige Verknüpfung. Dadurch geht viel erzählerisches Potenzial verloren. Der Geschichte hätten mehr Tiefe und ein größerer Umfang spürbar gutgetan.

Insgesamt konnte der Thriller die anfänglich geweckten Erwartungen leider nicht erfüllen. Trotz interessanter Ansätze bleibt am Ende Enttäuschung zurück – daher eine Bewertung von 2 Sternen und keine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Nicht was ich erwartet habe

Der Jasmin-Thron (Die brennenden Reiche 1): Eine sapphische Romantasy | World-Fantasy-Award-Gewinner und Booktok-Sensation!
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🌺✨ Der Jasmin-Thron von Tasha Suri – ein Buch, das mit exotischer Atmosphäre und komplexer Weltgestaltung lockt, mich aber leider enttäuscht hat.

Ich lasse mich selten von Hype beeinflussen, aber bei ...

🌺✨ Der Jasmin-Thron von Tasha Suri – ein Buch, das mit exotischer Atmosphäre und komplexer Weltgestaltung lockt, mich aber leider enttäuscht hat.

Ich lasse mich selten von Hype beeinflussen, aber bei diesem Buch bin ich dem schönen Cover und dem verheißungsvollen Titel erlegen. Die Geschichte versprach eine kraftvolle, sapphische Romanze zwischen Priya und Malini, eingebettet in eine fantasievolle, von indischer Kultur inspirierte Welt. Doch leider blieb diese Romanze weit hinter meinen Erwartungen zurück. Statt leidenschaftlicher Gefühle gibt es vor allem politische Intrigen und eine Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren, die eher distanziert wirkt.
Ein weiteres Problem war für mich die übermäßige Verwendung indischer Begriffe und Konzepte. Ich mag es, in fremde Kulturen einzutauchen, aber hier fühlte ich mich regelrecht überfordert – sei es bei religiösen Anspielungen oder alltäglichen Gegenständen. Natürlich weiß ich, was ein Sari ist, aber viele Begriffe blieben mir fremd.
Der größte Kritikpunkt bleibt jedoch die Erzählweise. Anstatt sich auf die beiden Protagonistinnen zu konzentrieren, verliert sich die Handlung in zahlreichen Nebenperspektiven und Charakteren, die zwar interessant sein mögen, aber die Haupthandlung verwässern. Bhumika zum Beispiel war für mich der heimliche Star des Buches – ich hätte mir gewünscht, dass sie die Protagonistin gewesen wäre! Doch all die zusätzlichen Blickwinkel machten es schwer, eine emotionale Bindung zu den eigentlichen Hauptfiguren aufzubauen.
Ich schreibe ungern negative Rezensionen und breche Bücher selten ab, aber hier musste ich nach der Hälfte aufgeben – es wurde einfach nicht besser. Statt einer epischen Liebesgeschichte bekam ich ein wirres Geflecht aus Machtkämpfen.

Wenn ihr komplexe, von indischer Kultur inspirierte Fantasy mögt und euch nicht an der fehlenden Romantik stört, gebt dem Buch ruhig eine Chance. Für mich persönlich war es leider eine Enttäuschung.

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Veröffentlicht am 21.11.2024

Monsterjäger und Geheimnisse

Ruls Fluch - Jagd auf Nebel und Schatten
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Alicja will unbedingt Monsterjäger werden, angetrieben durch die tief empfundene Abscheu gegen Monster. Doch der Anführer der Gilde hat was gegen die Aufnahme von Alicja. Denn sie ist verantwortlich für ...

Alicja will unbedingt Monsterjäger werden, angetrieben durch die tief empfundene Abscheu gegen Monster. Doch der Anführer der Gilde hat was gegen die Aufnahme von Alicja. Denn sie ist verantwortlich für den Tod seines Sohnes, welcher auch ihr Geliebter war. Damit Alicja nicht aufgenommen werden kann, schickt Rul sie auf eine unlösbare Mission. Alicia wird zusammen mit ihrem Mentor Wilhelm auf diese Misson geschickt, um mit Vampiren zu verhandeln. Dabei entdecken sie, dass an Wilhelm ein schwarzer Schatten haftet. Um ihren Mentor zu retten, brauch sie nicht nur die Unterstützung der Vampire.

Der Schreibstil ist zwar flüssig, aber der Spannungsbogen hat sich nicht richtig aufgebaut. Außerdem wirkt die Protagonistin mit ihrem Verhalten, als wäre sie ein Teenager. Aber sie ist 30 Jahre alt. Deswegen finde ich es schon sehr enttäuschend, dass die Autorin ihrer Figur keine Reife verliehen hat.
Ich habe gerade so das Buch durchgelesen bekommen, deswegen weiß ich nicht, ob ich mir einen weiteren Teil antun werde.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Leider ein Flop

Our Infinite Fates
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Evelyn kann sich an jedes ihrer gelebten Leben erinnern. Und dass sie nie ihren 18. Geburtstag erlebt hatte, denn sie starb immer kurz vorher. Schuld daran trägt ihr Schicksal, denn ihre große Liebe findet ...

Evelyn kann sich an jedes ihrer gelebten Leben erinnern. Und dass sie nie ihren 18. Geburtstag erlebt hatte, denn sie starb immer kurz vorher. Schuld daran trägt ihr Schicksal, denn ihre große Liebe findet sie und einer von beiden stirbt durch die Hand des anderen. Doch sobald einer von beiden stirbt, stirbt auch der jeweils andere. Sie sind durch ein Fluch an ihr Schicksal gebunden.

Doch in diesem Leben will das Evelyn nicht zulassen, denn sie möchte ihrer kranken Schwester Knochenmark spenden, aber das ist erst nach Evelyns 18. Geburtstag möglich. Deswegen versucht Evelyn um jeden Preis den Fluch auf zu halten und nicht zu sterben.

Ich musste leider das Buch abbrechen. Die Grundidee war gut beschrieben und die Tropes haben mich gut angesprochen. Aber die Umsetzung fand ich überhaupt nicht gut.

Die Charaktere finde ich nervig und unsympathisch. Ständig bringt immer einer von den beiden einen um, sie reden kaum. Eine Liebe zwischen den beiden hat man nie wirklich gespürt, meistens wenn sie sich gesehen haben, waren sie Todfeinde. Man konnte ihr Handeln überhaupt nicht nachvollziehen. Und Charaktereigenschaften konnte man auch nie finden, weil jedes Mal wenn die zwei aufeinander getroffen sind, gab es nur Mord und Todschlag.
Ich finde es echt schade, dass man so wenig Input geliefert hat und die Figuren so platt gelassen hat.

Das Treffen der beiden Protagonisten war immer desselbe, nie gab es mal einen klaren Dialog. In all den Jahrhunderten haben die beiden nie versucht den Fluch zu brechen und haben es einfach hingenommen.
Mit der Zeit war das für mich echt langweilig, denn es gab überhaupt keine Spannung mehr und da die Dialoge nur "platt" waren, konnte ich nicht mehr weiterlesen. Es ist echt schade, ich habe mich echt auf das Buch gefreut.

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