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Veröffentlicht am 04.04.2025

Abenteuer in der kanadischen Wildnis

Pearly Everlasting
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„Pearly Everlasting“ spielt im Kanada des Jahres 1934 und erzählt die bewegende Geschichte eines jungen Mädchens, das in einem abgelegenen Holzfällercamp aufwächst – gemeinsam mit Bruno, einem Bären, der ...

„Pearly Everlasting“ spielt im Kanada des Jahres 1934 und erzählt die bewegende Geschichte eines jungen Mädchens, das in einem abgelegenen Holzfällercamp aufwächst – gemeinsam mit Bruno, einem Bären, der für sie wie ein Bruder ist. Als Bruno fälschlicherweise beschuldigt wird, einen Mann getötet zu haben, wird er ohne Vorwarnung fortgebracht. Für Pearly beginnt eine gefährliche Reise durch die verschneite kanadische Wildnis, um ihren treuen Gefährten zu retten.

Tammy Armstrongs poetischer Schreibstil und ihre lebendigen Naturbeschreibungen haben mich tief beeindruckt. Die raue Schönheit der Wälder und die innige Verbindung zwischen Mensch und Tier werden meisterhaft eingefangen. Pearly ist eine starke, mutige Protagonistin, deren Entschlossenheit und Liebe zu Bruno mich sehr berührt haben.

Ein Buch voller Abenteuer und Emotionen, das lange im Gedächtnis bleibt.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Zwischen Ebbe und Flut – Ein fesselnder Familienroman

Stromlinien
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„Stromlinien“ von Rebekka Frank hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die Geschichte rund um die Zwillinge Enna und Jale, die in den Elbmarschen aufgewachsen sind, entwickelt sich zu ...

„Stromlinien“ von Rebekka Frank hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Die Geschichte rund um die Zwillinge Enna und Jale, die in den Elbmarschen aufgewachsen sind, entwickelt sich zu einem emotionalen und zugleich spannenden Leseerlebnis.

Als ihre Mutter Alea aus dem Gefängnis entlassen werden soll, verschwindet nicht nur sie, sondern auch Jale. Enna begibt sich auf eine rastlose Suche, die sie tiefer in die Geheimnisse ihrer Familie führt, als sie je geahnt hätte. Besonders gelungen finde ich die verschiedenen Zeitebenen, die geschickt miteinander verwoben werden und so ein vielschichtiges Bild der Vergangenheit und Gegenwart zeichnen. Der Schreibstil der Autorin ist atmosphärisch dicht und transportiert die raue, doch beeindruckende Landschaft der Elbmarschen auf wundervolle Weise. Auch die Figuren sind lebendig und facettenreich dargestellt – ihre Ängste, Hoffnungen und Enttäuschungen sind greifbar. Die Spannung bleibt bis zur letzten Seite erhalten, immer wieder sorgen Wendungen für Überraschungen.

Ein packender Generationenroman, der nachhallt – absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Wenn Kunst Erinnerungen weckt

Letzter Akt
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„Letzter Akt“ erzählt von Dora, einer Schauspielerin Anfang vierzig, die nach Jahren beim Film wieder auf der Theaterbühne steht. Nach einer Premiere trifft sie den Maler Victor, der sie nicht kennt. Und ...

„Letzter Akt“ erzählt von Dora, einer Schauspielerin Anfang vierzig, die nach Jahren beim Film wieder auf der Theaterbühne steht. Nach einer Premiere trifft sie den Maler Victor, der sie nicht kennt. Und genau das ist für Dora irgendwie befreiend. Zwischen den beiden entsteht eine vorsichtige Nähe, die sich langsam aufbaut, ohne dass es aufgesetzt wirkt. Als Dora Victor bittet, ein Porträt von ihr zu malen, wird aus dem Atelier ein Ort voller Spannung und Erinnerungen. Doras Jugend in Frankfurt taucht Stück für Stück auf und zeigt, wie sehr die Vergangenheit sie geprägt hat.
Andreas Schäfer schreibt sehr ruhig und dennoch eindringlich, man kann sich gut in Dora und Victor hineinversetzen. Besonders gelungen finde ich, wie Kunst und Leben hier miteinander verwoben werden- Das Porträt ist mehr als nur ein Bild, es spiegelt Gefühle und Erinnerungen. Die Geschichte ist nicht actiongeladen, aber gerade die leisen Momente machen sie intensiv und besonders. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, es lässt sich leicht lesen, gleichzeitig bleiben viele Szenen im Gedächtnis hängen.
Am Ende bleibt ein Gefühl von Nachdenklichkeit über Doras Vergangenheit und darüber, wie Begegnungen und Kunst einen auf einmal treffen können. Ein Buch, das ruhig beginnt, aber immer stärker nachwirkt und einem noch lange im Kopf bleibt.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Ein tierisches Abenteuer voller Humor und Herz

Helden der Weide - Haggelbärri Schlimm
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Die farbenfrohe Gestaltung des Covers weckt sofort Neugier und vermittelt einen ersten Eindruck von der fröhlichen Atmosphäre auf dem Rosmarinhof. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der eitle Schafsbock ...

Die farbenfrohe Gestaltung des Covers weckt sofort Neugier und vermittelt einen ersten Eindruck von der fröhlichen Atmosphäre auf dem Rosmarinhof. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der eitle Schafsbock Haggelbärri, dessen Ankunft jede Menge Aufregung verursacht. Er ist ein wahrer Star aus dem Showbiz, dessen außergewöhnliche Ansprüche für die anderen Tiere zunächst überraschend sind. Shaggy, Hermine und die übrigen Hofbewohner zeigen jedoch schnell, dass Zusammenhalt und Freundschaft alle Unterschiede überwinden können. Besonders amüsant sind die Szenen, in denen Haggelbärri durch seine Eitelkeit in kleine Missgeschicke gerät.
Die Illustrationen sind lebendig, bunt und detailreich und verleihen jeder Seite zusätzlich Schwung. Kurze Comicsequenzen lockern den Text auf und machen ihn besonders für junge Leserinnen und Leser zugänglich. Der Schreibstil ist leicht verständlich, die Kapitel übersichtlich gestaltet, sodass auch Leseanfänger problemlos folgen können. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet, jede mit ihren Eigenheiten und charmanten Macken. So entsteht eine warme, humorvolle Atmosphäre, in der sich Kinder wie Erwachsene gleichermaßen wohlfühlen. Die Handlung verbindet Komik mit einer leisen Botschaft über Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt. Ein rundum gelungenes Lesevergnügen, das Lust auf mehr tierische Abenteuer macht.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Zwischen Rauch und Hoffnung

Up in Smoke - Was tust du, wenn die Wahrheit nicht zählt?
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Up in Smoke beginnt mit einer Szene, die aktueller kaum sein könnte. Eine Demonstration, aufgeladene Stimmung und Jugendliche, die falsche Entscheidungen treffen. Plötzlich steht Cooper im Zentrum eines ...

Up in Smoke beginnt mit einer Szene, die aktueller kaum sein könnte. Eine Demonstration, aufgeladene Stimmung und Jugendliche, die falsche Entscheidungen treffen. Plötzlich steht Cooper im Zentrum eines Mordfalls, und er kann selbst kaum fassen, wie es so weit gekommen ist. Als die Nachrichten Bilder von maskierten Verdächtigen zeigen, bricht für ihn und seine Freunde eine Welt zusammen. Die Angst vor Gefängnis und gesellschaftlicher Verurteilung ist allgegenwärtig. Gemeinsam mit Monique, Jasons Schwester, macht sich Cooper daran, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Zwischen Schuldgefühlen, Loyalität und aufkeimenden Gefühlen füreinander entsteht eine leise, glaubwürdige Dynamik.
Besonders eindrucksvoll ist die wechselnde Perspektive zwischen Cooper und Monique, durch die Zweifel und innere Konflikte spürbar werden. Beide Figuren wirken authentisch, weil sie nicht nur mutig handeln, sondern auch Angst zeigen und ihre Fehler reflektieren. Die Ermittlungen führen sie Schritt für Schritt näher an die Wahrheit, werden dabei jedoch zunehmend riskant und bedrohlich. Immer neue Hinweise und unerwartete Wendungen halten die Spannung bis zum Schluss aufrecht.
Der Schreibstil ist klar, atmosphärisch dicht und zugleich feinfühlig. Emotionale Momente erhalten ebenso viel Raum wie die spannungsgeladenen Szenen, wodurch ein ausgewogenes Gesamtbild entsteht. Auch gesellschaftliche Themen wie Vorurteile und öffentliche Vorverurteilung fügen sich sensibel in die Handlung ein.
Im Fazit hat mich dieser Roman sehr bewegt und beeindruckt. Die Verbindung aus Nervenkitzel, authentischen Figuren und gesellschaftlicher Aktualität macht das Buch zu einer eindringlichen und lesenswerten Geschichte.

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