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Veröffentlicht am 08.03.2026

The Truth We Hide

Mornings in Boston - The Truth We Hide
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Das Cover:
Ist tatsächlich wunderschön... Die Farben sind warm und einladend, das gesamte Konzept passt perfekt zu Band eins und ich liebe den Comic Stil.

Meine Meinung:
Nachdem ich Band eins der Mornings ...

Das Cover:
Ist tatsächlich wunderschön... Die Farben sind warm und einladend, das gesamte Konzept passt perfekt zu Band eins und ich liebe den Comic Stil.

Meine Meinung:
Nachdem ich Band eins der Mornings in Boston-Reihe schon super fand, war klar dass ich auch Scarletts Geschichte sofort haben musste. Eine Second Chance Romance kombiniert mit Fake Dating und dann auch noch in der Medienwelt, das klang nach genau der Art von Geschichte, die ich liebe.
Und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte folgt Scarlett Aston, eine ambitionierte Reporterin, die ausgerechnet mit ihrem Ex Jasper Bancroft zusammenarbeiten muss. Jasper ist Kameramann und die beiden haben eine gemeinsame Vergangenheit, die alles andere als einfach war. Beide wurden verletzt und haben ihre Gründe, warum es damals nicht funktioniert hat. Dumm nur, dass die alte Anziehung immer noch da ist. Und als wäre das nicht kompliziert genug, rutscht Scarlett auch noch ins Fake Dating mit ihrem Kollegen und besten Freund Grayson.

Scarlett ist eine starke Protagonistin, die weiß was sie will und für ihre Karriere kämpft. Sie ist professionell, clever und versucht ihre Gefühle für Jasper unter Kontrolle zu halten. Was mir an ihr gefallen hat, ist dass sie nicht einfach zurück in alte Muster fällt, sondern wirklich hinterfragt was damals schiefgelaufen ist. Ihre Entwicklung war glaubwürdig und ich konnte ihre Zweifel absolut nachvollziehen.

Jasper ist geheimnisvoll und trägt seine eigenen Verletzungen mit sich herum. Die Chemie zwischen ihm und Scarlett ist von der ersten Seite an greifbar. Man spürt die Geschichte zwischen den beiden, die unausgesprochenen Worte und die Sehnsucht. Die Second Chance Romance war wirklich gut aufgebaut und nicht einfach nur ein schnelles Wiederzusammenkommen. Beide müssen sich ihren Fehlern stellen und daran arbeiten.

Was das Buch besonders macht, ist definitiv die Kombination aus Second Chance und Fake Dating. Das Fake Dating mit Grayson sorgt für zusätzliche Spannung und auch für einige witzige Momente. Grayson ist als bester Freund sympathisch und die Dynamik zwischen ihm und Scarlett funktioniert gut, aber im Kern geht es um Scarlett und Jasper.

Der Schreibstil von Anna Lane ist leicht und locker zu lesen. Die Geschichte fließt angenehm dahin und hat genau die richtige Mischung aus Emotion, Romantik und leichteren Momenten. Es ist definitiv ein Wohlfühlbuch, auch wenn es um ernste Themen wie vergangene Verletzungen und Vertrauen geht.

Das Buch ist unabhängig lesbar, auch wenn Charaktere aus Band eins kurz auftauchen. Man verpasst nichts Wesentliches, wenn man direkt hier einsteigt. Allerdings macht es mehr Spaß, wenn man die Reihe der Reihe nach liest.

Mein Fazit:
Eine gelungene Second Chance Romance mit einer sympathischen Protagonistin und einem Ex, dem man eine zweite Chance gönnt. Das Fake Dating mit dem besten Freund sorgt für zusätzliche Würze und die Kombination funktioniert wunderbar. Leicht zu lesen, emotional und mit genau der richtigen Portion Drama. Wer Band eins mochte, wird auch diesen lieben. Ich freue mich schon auf Band drei!

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.02.2026

The Love-Life-List: (Un)Wahrheiten über das Leben und die Liebe

The Love-Life-List: (Un)Wahrheiten über das Leben und die Liebe
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Das Cover:
Ist tatsächlich richtig süß gestaltet... Die Farben sind warm und einladend, das gesamte Konzept passt perfekt zu dieser leichten Wohlfühl-Geschichte.

Meine Meinung:
Ich habe das Buch gerade ...

Das Cover:
Ist tatsächlich richtig süß gestaltet... Die Farben sind warm und einladend, das gesamte Konzept passt perfekt zu dieser leichten Wohlfühl-Geschichte.

Meine Meinung:
Ich habe das Buch gerade beendet und bin tatsächlich noch ein bisschen hin und her gerissen. Kira Mohn kenne ich schon von anderen Büchern und ihre Art zu schreiben mag ich normalerweise sehr.

Eine romantische Komödie über Selbstfindung, die eigene Hauptrolle im Leben und einen Neuanfang in New York klang genau nach dem, was ich gerade brauchte.
Und teilweise war es das auch.

Die Geschichte folgt Rose, die ihr ganzes Leben lang im Schatten ihrer älteren Schwester Halley gestanden hat. Rose ist unsicher, zurückhaltend und hat sich immer klein gemacht. Nun versucht sie in New York endlich herauszufinden wer sie selbst ist, ohne ständig mit ihrer perfekten Schwester verglichen zu werden. Sie jobbt in einem Kinderbuchladen und lernt den Tattoo-Artist Zane kennen, der nebenan sein Studio eröffnet. Zwischen peinlichen Momenten und aufkeimenden Gefühlen muss Rose lernen endlich für sich selbst einzustehen.

Rose ist eine sympathische Protagonistin, die authentisch mit ihrem Selbstwert kämpft. Sie zweifelt an sich, versteckt sich und braucht ewig um Entscheidungen zu treffen. Das macht sie nachvollziehbar, aber manchmal auch frustrierend. Ihre Entwicklung von der unsicheren Frau, die sich immer zurücknimmt, zur selbstbewussten Hauptfigur ihres eigenen Lebens war schön zu lesen. Auch wenn es stellenweise etwas langsam ging.

Zane ist der klassische Traummann. Charmant, witzig, verständnisvoll und mit diesen grau-blauen Augen die Rose sofort ins Wanken bringen. Die Chemie zwischen den beiden war definitiv da und ihre Begegnungen waren oft süß und unterhaltsam. Allerdings blieb die Beziehung für meinen Geschmack etwas an der Oberfläche. Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht, mehr Momente die wirklich zählen.

Was das Buch als RomCom auszeichnen soll, ist der humorvolle Umgang mit Roses Selbstfindung. Es gibt durchaus witzige Momente und leichte Situationskomik, aber für eine richtige Komödie war es mir persönlich nicht lustig genug. Es ist eher eine leichte, charmante Geschichte mit gelegentlichen amüsanten Szenen. Wer auf richtig witzige RomComs steht, könnte hier vielleicht enttäuscht werden.

Die New York Atmosphäre war schön eingefangen. Der Kinderbuchladen, Zanes Tattoo-Studio, die kleine Wohnung mit der eigensinnigen Katze, alles wirkte authentisch und gemütlich. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und angenehm zu lesen.

Allerdings hatte das Buch auch Schwächen. Es bleibt vieles etwas oberflächlich, besonders in der Beziehung von Rose und Zane. Die Geschichte plätschert stellenweise vor sich hin ohne wirklich große emotionale Höhen oder Tiefen. Es ist eine nette Geschichte für zwischendurch, aber sie hat mich nicht komplett mitgerissen oder lange nachgewirkt. Manche Entwicklungen gingen mir auch zu schnell oder wirkten nicht ganz ausgereift.

Mein Fazit:
Eine süße, leichte Geschichte über Selbstfindung und Neuanfang mit sympathischen Charakteren. Perfekt für einen entspannten Leseabend, wenn man etwas Seichtes sucht. Als RomCom fehlt es mir persönlich an wirklichem Humor und als Romance an Tiefe. Wer Kira Mohns andere Bücher kennt und eine leichte Wohlfühl-Lektüre sucht, wird hier fündig. Mich persönlich hat es nicht ganz so gepackt wie erhofft, aber es war trotzdem eine angenehme Lektüre.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Dunbridge Academy - Wherever

Dunbridge Academy - Wherever
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Das Cover:
Ist tatsächlich wunderschön... Die Farben wirken warm und einladend, das gesamte Konzept passt perfekt zu diesem neuen Kapitel der Dunbridge Academy Geschichte.

Meine Meinung:
Nachdem ich die ...

Das Cover:
Ist tatsächlich wunderschön... Die Farben wirken warm und einladend, das gesamte Konzept passt perfekt zu diesem neuen Kapitel der Dunbridge Academy Geschichte.

Meine Meinung:
Nachdem ich die ersten vier Bände der Dunbridge Academy schon sehr gemocht habe und besonders die realistischen Charaktere mit ihren Ecken und Kanten liebgewonnen hatte, war klar dass ich auch dieses Spin-off sofort haben musste. Eine neue Generation an der schottischen Dunbridge Academy mit Wiedersehen alter Lieblinge klang einfach perfekt.
Und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte folgt Scarlett, die dringend ihr Stipendium behalten muss und dafür den ersten Platz im Stufenranking braucht. Dumm nur, dass ausgerechnet George, ihr überheblicher Erzfeind mit den nervigen Lateinzitaten, ihr diesen Platz streitig macht. Zwischen hitzigen Wortgefechten in der Bibliothek und nächtlichen Begegnungen entwickelt sich zwischen den beiden eine Anziehung, gegen die Scarlett bald schon machtlos ist.

Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass das Buch unabhängig von den ersten vier Bänden funktioniert. Man kann es problemlos lesen ohne Emma, Henry, Tori, Sinclair, Olive und Colin zu kennen. Allerdings ist es natürlich ein besonderes Schmankerl wenn man die Originale gelesen hat, denn die alten Charaktere tauchen teilweise als ältere Nebencharaktere wieder auf. Es war schön zu sehen wie sie sich entwickelt haben und was aus ihnen geworden ist.

Scarlett ist eine starke Protagonistin die für ihre Zukunft kämpft. Sie ist ehrgeizig, zielstrebig und nimmt die Regeln ernst, weil so viel von ihrem Erfolg abhängt. Ihre Entwicklung hat mir gut gefallen, auch wenn sie manchmal etwas zu verbissen war. Aber genau das macht sie menschlich und nachvollziehbar. Sie weiß was sie will und lässt sich nicht so leicht aus der Bahn werfen.

George ist mysteriös und arrogant, aber man merkt schnell dass unter seiner perfekten Fassade mehr steckt. Die Risse in seiner makellosen Oberfläche machen ihn interessant und die Art wie Scarlett dahinter blickt war toll zu lesen.
Die Enemies-to-Lovers-Dynamik zwischen den beiden funktioniert wunderbar. Die Spannung war konstant da und ihre Wortgefechte haben mich oft zum Schmunzeln gebracht.

Was das Buch einzigartig macht ist definitiv die Dunbridge Academy selbst. Sarah Sprinz schafft es wieder diese besondere Internatsatmosphäre einzufangen. Die alten Gemäuer, die Bibliothek, der Speisesaal, die geheimen Mitternachtspartys, alles fühlt sich vertraut an und gleichzeitig frisch durch die neuen Charaktere. Es ist wie nach Hause kommen.
Gleichzeitig verbirgt sich hier natürlich wieder mehr als man auf den ersten Blick sieht und es wird dramatischer als gedacht.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und emotional. Die Balance zwischen akademischem Druck, romantischer Spannung und persönlicher Entwicklung stimmt perfekt. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen.

Allerdings hatte das Buch auch kleinere Schwächen. Manchmal war die akademische Rivalität etwas vorhersehbar und einige Wendungen konnte ich schon vorher erahnen. Und auch wenn die neue Generation toll ist, habe ich die alte Truppe an manchen Stellen vermisst. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Mein Fazit:
Ein wunderbarer Start in eine neue Trilogie mit einer sympathischen Protagonistin und einem spannenden Rivalen zum Verlieben. Die Dunbridge Academy bleibt der Wohlfühlort den ich liebe, auch mit neuen Gesichtern. Wer die ersten Bände mochte wird hier definitiv glücklich, aber auch Neulinge können problemlos einsteigen. Ich freue mich schon riesig auf Band zwei!

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Der blutige Schlüssel

The House Saphir
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Ist tatsächlich wunderschön... Die düstere Farbgebung mit den goldenen Akzenten passt perfekt zu dieser Gothic-Mystery-Geschichte, das gesamte Konzept schreit förmlich nach Geheimnissen.

Meine Meinung:
Nachdem ...

Ist tatsächlich wunderschön... Die düstere Farbgebung mit den goldenen Akzenten passt perfekt zu dieser Gothic-Mystery-Geschichte, das gesamte Konzept schreit förmlich nach Geheimnissen.

Meine Meinung:
Nachdem ich die Lunar Chronicles von Marissa Meyer schon mehrfach gelesen habe und auch ihre anderen Märchen-Retelling-Bücher mochte, war klar dass ich auch dieses sofort haben musste. Ein Blaubart-Retelling mit Geistern, Mord und einer falschen Hexe klang einfach zu vielversprechend.
Und ich wurde nicht enttäuscht.

Die Geschichte folgt Mallory Fontaine, die zusammen mit ihrer Schwester Anaïs ein Geheimnis hat: Sie sind keine echten Hexen. Während ihre verstorbene Mutter tatsächlich magische Kräfte besaß, können die beiden nur fake Zaubersprüche verkaufen und Touren durch das berüchtigte Haus Saphir anbieten, wo vor über hundert Jahren Count Bastien Saphir, genannt Monsieur Le Bleu, drei seiner Ehefrauen brutal ermordet hat. Mallory kann zwar mit Geistern kommunizieren, aber das ist auch schon alles an Magie. Als plötzlich Count Armand Saphir, der Ur-Ur-Enkel des Mörders, auftaucht und die Schwestern anheuert um den Geist seines Vorfahren aus dem Landgut zu vertreiben, kann Mallory das lukrative Angebot nicht ablehnen. Dumm nur, dass sie keine Ahnung hat wie man einen Geist vertreibt. Und noch dümmer, dass plötzlich erneut Morde im Haus Saphir geschehen.

Mallory ist eine tolle Protagonistin. Sie ist clever, witzig und nutzt ihren Verstand um sich aus Situationen herauszuwinden. Ihre Fähigkeit mit Geistern zu sprechen macht sie einzigartig, auch wenn es nicht die mächtige Magie ist, für die alle sie halten. Was mir an ihr gefallen hat ist ihre Ehrlichkeit, sie weiß dass sie eine Betrügerin ist und hadert damit, auch wenn das Geld wichtig ist. Ihre Entwicklung von der Tourguide, die nur durchkommen will, zur Detektivin, die einen echten Mord aufklären muss, war glaubwürdig.

Die Liebesgeschichte zwischen Mallory und Armand ist langsam aufgebaut und voller Spannung. Armand ist geheimnisvoll, charmant und kommt aus einer Familie voller dunkler Geheimnisse. Man weiß lange nicht, ob man ihm trauen kann oder ob er vielleicht selbst in die Morde verwickelt ist. Die Chemie zwischen den beiden war definitiv da und die wenigen romantischen Momente waren intensiv ohne das Ganze zu dominieren. Es gibt genug Flirten um die düstere Atmosphäre aufzulockern.

Was das Buch einzigartig macht ist definitiv die Mischung aus Märchen-Retelling, Gothic Mystery und Geister-Horror. Das Blaubart-Märchen ist düster genug, aber Marissa Meyer schafft es noch eine Ebene draufzusetzen. Die Geister der ermordeten Ehefrauen, die im Haus gefangen sind, sind tragisch und gleichzeitig witzig, besonders Triphine, die erste Ehefrau, hat mich mehrfach zum Lachen gebracht. Die Monster, die wie Ungeziefer durch die Gegend streifen, geben dem Ganzen eine Fantasy-Note die perfekt zur Welt passt.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und atmosphärisch. Die Spannung wird konstant gehalten und die Wendungen haben mich wirklich überrascht. Ich konnte bis zum Schluss nicht durchschauen wer hinter den neuen Morden steckt. Die Balance zwischen Horror, Mystery und Romance stimmt perfekt.

Allerdings hatte das Buch auch kleinere Schwächen. Manchmal war das Setting etwas verwirrend weil es in derselben Welt wie Gilded spielt, aber man merkt dass es recycelte Elemente gibt. Und an manchen Stellen hätte ich mir mehr Tiefe bei den Nebencharakteren gewünscht. Manche Tode fühlten sich auch etwas forciert an um die Handlung voranzutreiben.

Mein Fazit:
Ein atmosphärisches und spannendes Märchen-Retelling mit einer cleveren Protagonistin, düsteren Geheimnissen und überraschenden Wendungen. Die Mischung aus Gothic Horror, romantischer Spannung und witzigen Geistern funktioniert wunderbar. Wer Marissa Meyers andere Bücher mochte und auf düstere Märchen steht, wird hier definitiv glücklich. Kein absolutes Meisterwerk, aber definitiv unterhaltsam und atmosphärisch stark!

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Der Hof der silbernen Nacht

Der Hof der silbernen Nacht
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Das Cover:
Sehr stimmig zur Geschichte. Dieses kühle, silbrige und leicht mystische Design passt perfekt zur Atmosphäre des Hofes und vermittelt direkt dieses Gefühl von Magie, Macht und unterschwelliger ...

Das Cover:
Sehr stimmig zur Geschichte. Dieses kühle, silbrige und leicht mystische Design passt perfekt zur Atmosphäre des Hofes und vermittelt direkt dieses Gefühl von Magie, Macht und unterschwelliger Gefahr. Auch wenn es an klassische Cover von Romantasy erinnert und das Wiedererkennen schwer macht

Meine Meinung:
Dies war das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und ich bin recht unvoreingenommen dran gegangen.

Der Hof der silbernen Nacht war für mich vor allem eines: eine sehr atmosphärische Romantasy mit Fokus auf Intrigen, Machtstrukturen und einer Protagonistin, die nicht laut, sondern still wächst.

Im Mittelpunkt steht Lyra, die sich plötzlich in einer Welt aus höfischer Politik, Geheimnissen und uralter Magie wiederfindet. Sie ist keine typische impulsive Heldin, sondern eher beobachtend, vorsichtig und klug, was ich sehr passend zur Umgebung fand. Gerade dieses ruhige, strategische Denken hebt sie von vielen anderen Protagonistinnen im Genre ab.

An ihrer Seite steht Kael, der zunächst schwer greifbar bleibt. Kühl, kontrolliert und mit eigener Agenda, aber mit einer Präsenz, die jede Szene spürbar macht. Seine Zurückhaltung und die vielen unausgesprochenen Dinge zwischen den beiden sorgen für eine konstante Spannung, ohne dass es überzogen wirkt.

Was die Geschichte besonders macht, ist eindeutig das Setting rund um den Hof selbst. Der Hof der silbernen Nacht ist kein bloßer Hintergrund, sondern fühlt sich wie eine eigene Figur an: voller Regeln, Erwartungen, politischer Spielchen und verborgener Wahrheiten. Man merkt schnell, dass hier Macht nicht laut ausgeübt wird, sondern subtil und oft im Verborgenen.
Die Handlung entwickelt sich eher ruhig, aber kontinuierlich. Statt schneller Action liegt der Fokus auf Weltaufbau, Beziehungen und den Geheimnissen, die Stück für Stück ans Licht kommen. Gerade dieses langsame Enthüllen hat für mich gut funktioniert, weil es die Spannung konstant gehalten hat. Man spürt immer, dass mehr hinter allem steckt, als zunächst sichtbar ist.

Auch die Dynamik zwischen den Figuren lebt stark von Blicken, Andeutungen und unausgesprochenen Konflikten. Das passt hervorragend zu der höfischen Atmosphäre, in der jedes Wort Gewicht hat und Vertrauen keine Selbstverständlichkeit ist.

Mein Fazit:
Eine ruhige, dichte Romantasy mit starkem Fokus auf Atmosphäre, höfische Intrigen und eine eher leise, aber glaubwürdige Charakterentwicklung. Lyra und Kael tragen die Geschichte mit ihrer zurückhaltenden, spannungsgeladenen Dynamik, während der Hof selbst als faszinierendes Machtzentrum im Mittelpunkt steht.

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