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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2026

Wilder Ritt

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Eine Cold Cade Reihe von Arno Strobel war genau das, was ich jetzt in dieser grauen Jahreszeit gebraucht habe. Hätte nicht gedacht , dass mich das so catcht, nachdem ich seine letzten Standalone Thriller ...

Eine Cold Cade Reihe von Arno Strobel war genau das, was ich jetzt in dieser grauen Jahreszeit gebraucht habe. Hätte nicht gedacht , dass mich das so catcht, nachdem ich seine letzten Standalone Thriller doch recht vorhersehbar fand. Aber Thema und Aufbereitung haben mich total abgeholt.

Es gibt im Buch einen Verweis auf einen anderen Strobel-Thriller. Da ich den nicht gelesen habe, kann ich nicht sagen, ob es den aktuellen Fall spoilern würde. Man braucht die Vorgeschichte zumindest nicht, um sich hier zurecht zu finden.

Ich weis nicht wie authentisch ich die Ermittler-Konstellation mit einer persönlich betroffenen Zivilistin finde. Aber ok, es sei so. Was ich mochte, war die temporeiche Erzählung. Es wird nicht lang gefackelt, da werden schon die ersten Querverbindungen geknüpft. Teilweise überschlagen sich die Ereignisse sogar zu sehr, sodass man kaum nachkommt, wer jetzt eigentlich wie im Verdacht steht.

Der Plot ist schon ziemlich wild und die Wendungen sehr überraschend und unerwartet. Bis zuletzt hatte ich absolut keinen Plan was da los ist. Die Auflösung fand ich daher ganz solide.

Das Buch liest sich einfach locker weg, ich hab gar nicht erst versucht hinter all den Twists hinterherzukommen, sondern hab mich einfach mitreißen lassen. Kann man machen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ok wow

My Darkest Revenge (Demons of New York 1)
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Man nehme ein Buch, was für sich selbst schon unheimlich, betörend, gesellschaftskritisch und absolut faszinierend ist und mache daraus eine noch düsterere, actionreichere, moderne Fantasy-Version im High ...

Man nehme ein Buch, was für sich selbst schon unheimlich, betörend, gesellschaftskritisch und absolut faszinierend ist und mache daraus eine noch düsterere, actionreichere, moderne Fantasy-Version im High Society Mantel.
Chapeau an die Autorin- I love it.

Kleines Manko in der Ebook-Version: die Textnachrichten sind völlig verrutscht, teilweise unlesbar. Ich bin mir nicht sicher ob es an meinem Reader lag (habe aber zwei verschiedene ausprobiert), oder an meinem Leseexemplar.
Die Handlung hätte auch gerne etwas straffer/ komprimierter sein können, denn so richtig geht es mit Alexis Suche nicht voran und das obwohl sie und der Leser ab dem Zeitpunkt, wo sie mit den Daimonen aufrinandertrifft, mit Informationen überflutet wird.

Unterm Strich ist es eine Geschichte voller Lügen, Intrigen und Geheimnisse, wodurch eigentlich immer irgendwas passiert und der Leser immer tiefere Einblicke in die dämonischen Pakte und Alexis Geschichte bekommt.
Vom Vibe her flacht es nach einem wirklich starken Beginn dann so ein bisschen ab. Für einen ersten Band ok, aber Band 2 muss jetzt nachlegen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Düstere Fantasy mit Folklore-Charakter

The Red Winter
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ich liebe ja den düsteren Hauch, der die Geschichte von Anfang an umweht und fand die Erzählung inhaltlich super packend. Vom Fantasy-Charakter allein her eine der ausgeklügelten Erzählungen, die ich lange ...

ich liebe ja den düsteren Hauch, der die Geschichte von Anfang an umweht und fand die Erzählung inhaltlich super packend. Vom Fantasy-Charakter allein her eine der ausgeklügelten Erzählungen, die ich lange gelesen habe. Ich mochte die komplexen Verstrickungen super gern und hab den dunklen, gefährlichen Angstcharakter, der sich um die Bestie rankt, wirklich gemocht. Vom Erzählstil her hats nicht so 100% meinen Geschmack getroffen, aber ingesamt ein super starkes Buch.

Stilistisch bin ich einfach kein Fan von Fußnoten in Romanen. Ich finde die führen zu einem abgehackten Leserluss und habe sie daher oft nur quergelesen. Tatsächlich haben sie aber machmal zur Klärung beitragen, weswegen ich sie nicht völlig ignorieren wollte.
Auch die erzählerischen Exkurse fernab der Haupthandlung, geschrieben von Livia, hätte es für mich nicht unbedingt gebraucht, die geben der Geschichte einen für meinen Geschmack zu ausschweifenden Charakter.

Die Synergie zwischen Sebastian und Sarmodel fand ich absolut großartig und auch die gemeinsame Jagd mit Antoine fand ich spannend, aber zugleich auch unheimlich und durch die sich vertiefende Beziehung eindrücklich geschildert. Und besonders faszinierend umgesetzt fand ich die Begegnungen mit allerlei Dämonen, Bestien, gefallenen Göttern und magisch Begabten.

Die Welt, die Magie und alles was Sebastian und seine Weggefährten erleben ist packend geplottet. Die Angriffe der Bestie sind durchaus grausig und die gesamte Geschichte wird von einer Atmosphäre des Schreckens, der Zwietracht und der Pein überlagert. An machen Stellen hätte die Geschichte gerne ein bisschen knapper gefasst sein können, aber unterm Strich fand ich sie durchweg unterhaltsam.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Eher wenig Drachen-Fantasy

Royal Houses – Haus der Drachen
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Ich fand die Aufmachung des Buches so cool und war daher total gespannt auf die Geschichte. Vielleicht liegt es daran, dass ich im letzten Jahr teilweise echt richtig starke Fantasybücher mit Drachen gelesen ...

Ich fand die Aufmachung des Buches so cool und war daher total gespannt auf die Geschichte. Vielleicht liegt es daran, dass ich im letzten Jahr teilweise echt richtig starke Fantasybücher mit Drachen gelesen habe, aber dieses war der Hinsicht eher seicht. Mir ist schon klar, dass es eher um das Haus an sich geht, aber ich bin einfach mit einer anderen Erwartungshaltung an die Geschichte gegangen.

Kerrigan besitzt ein untrügliches Talent sich selbst in Schwierigkeiten zu bringen. Aber ich bewundere ihren Mut, Kampfgeist und ihre direkte Art.
Fordham dagegen fand ich lange nicht so richtig greifbar und im Vergleich zu Kerrigan eher blase angelegt.

Die Drachenprüfungen selbst rücken auch überraschend stark in den Hintergrund, viel mehr geht es um die generellen Zwistigkeiten zwischen Fae, Halb-Fae und Menschen, die angespannte Lage und persönliche Rivalitäten einzelner Figuren. Ich hätte mir tatsächlich, basierend auf Cover und Buchbeschreibung, mehr Interaktionen mit den Drachen gewünscht. Vor allem, da das Thema um die Bindungen, die verschiedenen Charaktere und die Struktur der Drachen auch deutlich mehr Stoff hergegeben hätte.

Die Handlung plätschert tatsächlich so ein bisschen vor sich hin. Leicht zu lesen und angenehm zu verfolgen, aber mir hat da irgendwie so ein bisschen das gewisse Etwas gefehlt, das mich mitreißt und an die Seiten fesselt. Zum Ende hin wurde es mal kurzfristig etwas spannender, aber da war das Buch dann halt auch zu Ende.

Ich würde auf jeden Fall den nächsten Band noch lesen wollen, erhoffe mir da aber mehr Tempo und Entwicklung.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Zwischen den Stühlen

Unser Haus mit Rutsche
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Die Kindheit der Protagonistin, geprägt von den gegensätzlichen Familien der Eltern, einem eher unsteten Lebensstil und brodelnden Konflikten innerhalb der Familiendynamik, mutet insgesamt sehr exzentrisch ...

Die Kindheit der Protagonistin, geprägt von den gegensätzlichen Familien der Eltern, einem eher unsteten Lebensstil und brodelnden Konflikten innerhalb der Familiendynamik, mutet insgesamt sehr exzentrisch und auch irgendwie anstrengend an.

Zwischen Irak, Frankreich und Saarbrücken ist der Lebensstil der Familie durchaus extravagant, bleibt aber größtenteils eher vage. Es blitzt immer wieder ein Scheitern, eine Unzufriedenheit und ein Auseinaderdriften durch, wenig davon wird aber vertiefend auf den Punkt gebracht, was vielleicht an der kindlichen Protagonistin und Erzählerin lag.

Ich mochte den Erzählstil selbst super gern- diese episodenhaften Einblicke in das, was für mein Empfinden ein absolut unübliches Familienleben darstellt- voller Konflikt, Tragik und Kleinlichkeiten.
Die Handlung selbst ist nicht unbedingt catchy im herkömmlichen Sinne und die Figuren waren mir ziemlich egal. Es ist eher diese Art voyeuristisches Nicht-Wegsehen-Können. Aber der Vibe an sich- der hatte was.

Ich weiß nicht woran es lag, aber vor allem auch die erwachsene Protagonistin hat so ne Aura und Attitude, die unter die Haut geht und mich die Geschichte über wirklich gepackt hat. Beim Ende bin ich ein bisschen unschlüssig, das ist mir zu abstrakt, zu künstlerisch.

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