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Veröffentlicht am 06.06.2025

Süßes Setting- leider nicht ganz meins

Mondscheinküsse am Meer
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In "Mondscheinküsse am Meer" geht es um Luise, die gemeinsam mit ihrer Mutter einen Blumenladen in Heiligenhafen führt - eigentlich aber schon immer durch die Welt reisen wollte. Dann trifft sie auf Noah, ...

In "Mondscheinküsse am Meer" geht es um Luise, die gemeinsam mit ihrer Mutter einen Blumenladen in Heiligenhafen führt - eigentlich aber schon immer durch die Welt reisen wollte. Dann trifft sie auf Noah, der genau das tut und in Heiligenhafen einen Zwischenstopp macht. Es knistert zwischen den beiden und Luise beginnt zu hinterfragen, was sie eigentlich möchte - von der Liebe und vom Leben.
Ich habe das Buch gerne gelesen, zumal es seit langem wieder mein erstes EBook war und auch etwas kürzer. Der Schreibstil war eigentlich locker und humorvoll - hat jedoch leider nicht ganz meinen Humor getroffen. Die Handlungsabfolgen gingen, gerade zu Beginn des Buches, sehr schnell, was mich gestört hat, da ich dadurch das Gefühl hatte dass es sehr oberflächlich blieb. Es wurde zum Beispiel gesagt, dass ein Gespräch geführt wurde ohne dass man das Gespräch mitbekommt. Insgesamt hat sich dieser Eindruck dann leider auch durch das weitere Buch gezogen. Luise als Protagonistin hat meiner Meinung nach wenig Entwicklung durchgemacht und eine tiefergehendes Verständnis für ihre Einstellungen und die anderen Charaktere haben mir bis zum Ende gefehlt. Einige Erzählstränge fand ich zu simpel, zu vorhersehbar und ebenfalls mit zu wenig Tiefe ausgearbeitet.
Ich mochte das Setting in Heiligenhafen, inhaltlich und beim Schreibstil hat es leider aber an einigen Stellen für mich gehakt.🙈

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Emotional, schräg und fließend

Women
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In dem Roman geht es um die Erzählerin, die in eine neue Stadt zieht und sich zum ersten Mal in eine Frau (Finn) verliebt.
Müsste ich den Roman beschreiben würde ich ihn als emotional, schräg, fließend, ...

In dem Roman geht es um die Erzählerin, die in eine neue Stadt zieht und sich zum ersten Mal in eine Frau (Finn) verliebt.
Müsste ich den Roman beschreiben würde ich ihn als emotional, schräg, fließend, nahbar und distanziert zugleich beschreiben.
Ich mochte den Schreibstil, der in seiner ungeordneten Struktur ungefilterten Gedankenströmen ähnelt. Es gibt keine konsequente Handlung, auch wenn insgesamt die Geschichte der Affäre der Erzählerin mit Finn beschrieben wird. Das Buch beinhaltet viele Zeitsprünge und nur vage Einordnungen von Zeiträumen, sodass eine strukturierte Orientierung der Handlungsabläufe nicht möglich, aber nach meinen Gefühl auch nicht nötig ist. Interessant fand ich auch, dass die Beziehung zu Finn eher beschrieben, als erlebbar gemacht wurde. Ich als Leserin hatte so gleichzeitig das Gefühl ganz nah an der Handlung dran zu sein, aber irgendwie doch weiter weg.
Insgesamt ließ sich das Buch sehr leicht und schnell lesen, was auch an den vielen Absätzen und kurzen Kapiteln lag.
Ein Fazit fällt mir bei diesem Buch gar nicht so leicht, da ich hier, deutlich mehr als bei anderen Büchern, das Gefühl habe, dass es sehr individuell ist, was man aus diesem Buch herausliest oder was es in einem auslöst. Ich fand es auf jedenfall ein interessantes und fesselndes Buch, was ich gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Eine RomCom im New York Setting

Note to myself: Liebe ist keine Option
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In diesem Roman über Alice sind wir als Leser:innen direkt mittendrin im Geschehen. Sie erwischt ihren Freund Bennett mit einer Freundin im Bett - dass er danach ihr Ex-Freund ist erübrigt sich. ...

In diesem Roman über Alice sind wir als Leser:innen direkt mittendrin im Geschehen. Sie erwischt ihren Freund Bennett mit einer Freundin im Bett - dass er danach ihr Ex-Freund ist erübrigt sich. Kurzerhand schmeißt sie die Matratze auf der sie die beiden erwischt hat aus dem Fenster - und trifft dabei Lennon auf den Kopf. Sie nimmt sich jedoch vor, erstmal Abstand von Männern zu halten. Im weiteren Verlauf lernen wir ihren Arbeitsplatz in der süßen Kinderbuchhandlung und ihre Freunde Zara und Tobey kennen. Auch bei ihnen läuft es nicht unbedingt rund in Sachen Dating und Beziehung.
Ich habe ein paar Seiten gebraucht um in die Geschichte reinzukommen. Von Anfang an mochte ich den flüssigen und humorvollen Schreibstil der Autorin. Sowohl die Charaktere als auch das New-York-Setting musste ich jedoch erstmal ein bisschen besser kennenlernen.
Auch über den Verlauf habe ich die Geschichte rund um Alice gerne und schnell gelesen. Während die Hauptfiguren mir auch ans Herz gewachsen sind, waren mir manche Charaktere etwas zu flach dargestellt. Auch die Handlung hat im letzten Drittel für mich an manchen Stellen gehakt und war nicht komplett nachvollziehbar beziehungsweise zu viel auf einmal. Da ich sehr gerne New Adult und Romance lese fällt dieses Buch sehr in meine Lieblingsgenre, allerdings fand ich es insgesamt auch sehr vorhersehbar.
Ein weiterer Aspekt der mich nicht so angesprochen hat ist das Cover. Das ist natürlich sehr subjektiv, aber für mich sieht das Buch eher nach einem Ratgeber aus und auch die Farben in der Kombination gefallen mir nicht so gut. Mit einer anderen Covergestaltung hätte man meiner Meinung nach den Inhalt sehr viel besser abbilden können.
Insgesamt war es für mich aber ein süßes Romance Buch mit New-York-Setting, was sich sehr gut lesen ließ. Ich kann den Roman als eher leichtes Romance Buch demnach empfehlen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Holpriger Start, lohnenswerte Themen

Open Hearts
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In Open Hearts geht es um Misty, die nach dem Ende ihrer achtjährigen Beziehung plötzlich vor einem kompletten Neuanfang steht. Zwischen Rückzug ins familiäre Umfeld, Selbstzweifeln und neuen Dates versucht ...

In Open Hearts geht es um Misty, die nach dem Ende ihrer achtjährigen Beziehung plötzlich vor einem kompletten Neuanfang steht. Zwischen Rückzug ins familiäre Umfeld, Selbstzweifeln und neuen Dates versucht sie herauszufinden, wer sie ohne Partner an ihrer Seite eigentlich ist. Als sie sich auf einen Mann einlässt, der in einer offenen Beziehung lebt, wird sie mit der Frage konfrontiert, wie Liebe für sie künftig aussehen kann – und wie viel sie bereit ist, dafür von sich selbst infrage zu stellen.
Den Schreibstil fand ich zu Beginn ehrlich gesagt ziemlich anstrengend. Vieles wirkte sprunghaft und detailverliebt, vor allem bei Nebenfiguren, die für mich kaum relevant waren. Ich hatte oft das Gefühl, die Handlung tritt auf der Stelle und verliert sich in Alltagsbeobachtungen, ohne wirklich voranzukommen. Dadurch fehlte mir gerade im ersten Teil die emotionale Tiefe – besonders die Trennung, die eigentlich ein einschneidendes Erlebnis sein müsste, wurde sehr nüchtern erzählt.
Mit der Zeit wurde der Stil jedoch strukturierter und fokussierter. Die Geschichte bekam mehr Richtung, und die zentralen Themen – Selbstfindung, Beziehungsmodelle und familiäre Prägungen – traten klarer hervor.
Mit Misty bin ich trotzdem nicht ganz warm geworden. Ihre sehr direkte, teilweise etwas plumpe Art hat es mir schwer gemacht, eine enge Verbindung aufzubauen. Ich konnte ihre Unsicherheiten zwar nachvollziehen, aber emotional hat sie mich selten wirklich berührt. Auch einige Entwicklungen wirkten für mich vorhersehbar.
Gegen Ende nähert sich der Roman dann stärker dem, was ich mir erhofft hatte: eine ernsthafte Auseinandersetzung mit offenen Beziehungen und persönlichem Wachstum. Besonders die Einblicke in ihre Familiengeschichte fand ich gelungen. Trotzdem konnte mich das Buch insgesamt nicht ganz überzeugen, weil der holprige Start den Leseeindruck stark geprägt hat. Zu Beginn verliert sich die Geschichte in ausführlichen Beschreibungen von Nebencharakteren, deren Namen man sich kaum merken kann, und in Details, die wenig zur Handlung beitragen. Zwar bekommen einige dieser Figuren später tatsächlich eine Rolle, und auch der Schreibstil pendelt sich ein, doch es dauert einfach zu lange, bis die Geschichte an Fahrt gewinnt. Manche Szenen oder Entscheidungen wirken zudem weiterhin seltsam oder unnötig konstruiert, sodass der Lesefluss immer wieder gebremst wird. Für mich bleibt daher der Eindruck, dass Open Hearts viel Potenzial hat, dieses aber durch den unruhigen Anfang und die zahlreichen ausschweifenden Details nur teilweise ausschöpft.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

Spannende Plotidee - an der Umsetzung hakt es für mich

Wild Love
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Puh "Wild Love" - ich war sehr gespannt was mich erwartet. Ich hatte vorher noch nichts von Elsie Silver gelesen, obwohl die Chestnut-Springs-Reihe schon lange auf meiner Wunschliste stand und von vielen ...

Puh "Wild Love" - ich war sehr gespannt was mich erwartet. Ich hatte vorher noch nichts von Elsie Silver gelesen, obwohl die Chestnut-Springs-Reihe schon lange auf meiner Wunschliste stand und von vielen sehr gemocht wird. Nach diesem Buch werde ich vermutlich leider auch erstmal Abstand von der Reihe halten. Warum? Die Idee und das Setting zu diesem Buch klangen wirklich toll. Es spielt in Rose Hill - dem Kindheitsferienort von Ford Grant. Mittlerweile ist er ein erfolgreicher Unternehmer und möchte dort ein Tonstudio aufbauen. Als plötzlich ein Mädchen vor der Tür steht, was behauptet seine Tochter zu sein ist er überfordert. Er sucht sich Hilfe bei Rosie - in die er schon seit Kindheitstagen verliebt ist und die gleichzeitig unerreichbar ist weil sie die Schwester seines besten Freundes West ist.

Der Erzählstil an sich war humorvoll, locker und leicht zu lesen. Meine Kritikpunkte beziehen sich eher auf den Inhalt. Die Charaktere hatten für mich beide größere negative Aspekte, vor allem Ford (der als "Greenflag" dargestellt wurde) war ziemlich besitzergreifend und mehrere Verhaltensweisen von ihm grenzwertig. Die Beziehung zu seiner Tochter Cora hat weniger Tiefe bekommen als erhofft und die Chemie zwischen ihm und Rosie habe ich bis zum Ende nicht richtig gespürt. Es gab viele Spice-Szenen in denen mich einerseits gestört hat, dass die Verhütung erst danach und nebensächlich besprochen wurde (ja upsi) und der Consent mir zu wenig eindeutig war. Das sind natürlich auch Sachen, die sehr subjektiv sind - ich finde aber da gibt es auch bessere Liebesromane und Beispiele, dass es auch anders funktioniert. Ein weiterer, für mich nicht unwesentlicher, Kritikpunkt ist, dass die ganze Story ja darauf basiert, dass Ford und Rosie "sich hassen" bzw. "verfeindet" sind. Naja - sind sie eben eigentlich nicht. Sie sind Kindheitsfreunde die sich necken und das ziemlich heftig teilweise - aber es gibt keine glaubwürdigen Konflikte oder Gegenstimmen gegen eine Beziehung. Außerdem wird die "beste" Freundschaft zwischen West und Ford sehr wenig gezeigt.
Ich weiß, dass viele die Chemie gespürt haben, in die Welt von Rose Hill abtauchen konnten und das Buch mochten. Ich mochte das Buch nicht so - andere hat es abgeholt. Ich finde gerade das zeigt, wie subjektiv die Buchwelt ist - und dass das auch vollkommen ok ist.

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