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Veröffentlicht am 01.03.2026

Vatersuche, in schönen Worten mit viel Gefühl erzählt

Pepper
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Auf dem Cover sehen wir Pepper mit ihrem roten Notizbuch, in dem alle Fragen stehen, die sie ihrem Vater stellen wird, sobald sie weiß, wer es ist.
Die Frage nach ihre Vater stellt Pepper ihrer Mutter ...

Auf dem Cover sehen wir Pepper mit ihrem roten Notizbuch, in dem alle Fragen stehen, die sie ihrem Vater stellen wird, sobald sie weiß, wer es ist.
Die Frage nach ihre Vater stellt Pepper ihrer Mutter immer wieder, doch erst als sie schon 17 ist, gibt sie ihr überraschenderweise den Namen auf einem Zettel: „Kimme“. Ihre Mutter ist Politikerin und die beiden wohnen sehr feudal in der HafenCity in Hamburg. Bald erfährt sie, dass ihr Vater, der in jungen Jahren als Musiker eine gewisse Berühmtheit erlangt hatte, immer noch mit seinen Bandkollegen in einer WG wohnt. Da macht sie sich auf um dort in eine freies Zimmer zu ziehen. Ihre Mutter und ihr Freund August raten ihr ab, doch Pepper möchte ihren Vater erstmal inkognito kennen lernen. Ihr Vater ist eine eigenwilliger Typ, das kann sie schon an seiner Kleidung erkennen, aber auch seine schroffe Art und seine weisen Kommentare bringen wenig Nähe. Als er dann Pepper unter Druck setzt, sie müsse eine riesige Einweihungsparty organisieren, ist diese völlig überfordert. Denn sie ist ein ruhiges jungen Mädchen, dass wenig Frende hat und nie auf wilde Partys geht.
„Kann man vermissen, was man nie hatte? – Wie würde es wohl klingen, wenn du meinen Namen sprichst?“ das sind Fragen, die Pepper in ihren Notizen stehen hat. Erst ganz am Ende wir sie Antworten bekommen, aber dann ist ihr Vater schon sterbenskrank.
Jedes Kapitel beginnt mit einer grauen Seite, auf der wir Peppers Notizen lesen oder auf der deutsche Songtexte von der Band „Kimme & Popkorn“ stehen. Uns wird die Geschichte von Pepper erzählt, die ihren Vater immer direkt anspricht, wodurch für mich eine besondere Nähe zu spüren war. Der zunächst schroffe Kimme zeigt im letzten Teil doch noch viel Gefühl und die kurze Zeit, die den beiden bleibt, gibt Pepper sehr viel. Mir gefiel es auch sehr gut, dass das Verhalten der Mutter nicht zu einem Bruch geführt hat. Ein Buch mit vielen Fassetten, neben den Jungen gibt es eine Truppe alternder Menschen und dann noch drei Senioren mit viel Witz und Lebenserfahrung. Eine hervorragende Mischung und ein Jugendroman, der gelesen werden muss.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Monstemäßig tolles Buch

Wie der riesige, miese Monsteralbtraum ein Kind fand, das ihn zu Ende träumte.
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Da sehen wir ihn schon sitzen, den Monsteralbtraum. Er schaut mit einem Fernglas auf die Häuser und hält einen kleinen Teddy im Arm.
Da sitzt er auf dem nächsten Bild auf einem Kissen und in der Denkblase ...

Da sehen wir ihn schon sitzen, den Monsteralbtraum. Er schaut mit einem Fernglas auf die Häuser und hält einen kleinen Teddy im Arm.
Da sitzt er auf dem nächsten Bild auf einem Kissen und in der Denkblase steht „Ich will endlich wissen, wie ich ausgehen!“ Und genau das ist sein Problem, denn die Träumer werden immer wach, bevor der Traum zu Ende geht.
Es wird Abend und das Monster lauert auf einem Dach und lauscht, wie die Kinder zu Bett gehen. Wir erfahren, wie unterschiedlich die Kinder sich verhalten und sehen das Traummonster, wie es sich in die Träume drängelt. Das Bild auf dem der Junge schlafend im Bett liegt und das Monster immer wieder aus seinem Traum wirft ist einfach sooo schön. Meist wachen die Kinder aber auf, wenn er sich in ihre Träume stiehlt und auch da werden und Beispiel gezeigt. Aber auch Albträume gibt es in unterschiedlichen Variationen und die werden auf der nächsten Doppelseite beschrieben und gemalt. Und dann lernen wir Julian kennen, der sich nie an seine Träume erinnert und die deshalb nicht seinen Mitschülern erzählen kann.
Niemand will einen riesigen miesen Monsteralbtraum erleben, aber in diesem Buch sehen wir den Albtraum aus der Sicht des Monsters und vielleicht lohnt es sich ja nicht aufzuwachen und das schöne Ende des schlimmen Traumes zu erleben.
Neben den fantasievollen Illustrationen könnte ich hier eine ungewöhnliche Geschichte lesen und es ist einfach toll „der riesige, miese Monsteralbtraum“ vorzulesen, da wird die Stimme automatisch ein wenig unheimlich.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Humorvolles Alphabeth

Das NEINhorn-ABC
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Dieses Buch wird allen Neinhorn-Fans begeistern, denn hier treffen wir viele Bekannte wieder. Schon das Cover zeigt uns das Neinhorn mit einem ABC-Schild.
Und dann starten wir mit dem A! Der ABÄR mit seinem ...

Dieses Buch wird allen Neinhorn-Fans begeistern, denn hier treffen wir viele Bekannte wieder. Schon das Cover zeigt uns das Neinhorn mit einem ABC-Schild.
Und dann starten wir mit dem A! Der ABÄR mit seinem ständigen „Aber, aber…“ ist hier zu sehen. Natürlich ist bei B der BIBBER, dem immer kalt ist abgebildet. „Immer lockeer bleiben“ fordert und bei C das ChinCHILLMAL auf. Der PLAPPERgei ist bei P unterwegs und ein UNFAIkel sehen wir bei U.
Kleine spaßige Kostproben aus diesem besonderen und sehr witzigen ABC. Keine Ahnung, ob die Kinder das Alphabet so lernen, aber sie werden Spaß haben und hin und wieder laut lachen und das ist ja auch etwas sehr schönen, oder?
Klein, witzig und mit gewohnt tollen Bildern, auch ein hervorragendes Mitbringsel.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Mut durch Monster - witzig und schön illustriert

Ninas Monster. Falsch geliefert
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Nina ist ein Mädchen, dass, weil es sehr klein ist und weil seine Eltern nicht viel Geld haben in der Schule gemobbt wird. Da sie aber auch sehr ängstlich ist, so traut sie sich nicht an dem bellenden ...


Nina ist ein Mädchen, dass, weil es sehr klein ist und weil seine Eltern nicht viel Geld haben in der Schule gemobbt wird. Da sie aber auch sehr ängstlich ist, so traut sie sich nicht an dem bellenden Nachbarshund vorbei, wünscht sie sich ein Monster. Sie stellt sich vor, dass so ein großes Wesen sie beschützen nd sie mit ihm Kuscheln könnte.
Leider hat sie keine Ahnung wie sie an sein solches Monster kommt. Da wird ihr ein Katalog direkt ins Gesicht geweht und dort werden einige Monster angeboten. Diese Angebote sind sehr witzig beschrieben und gezeichnet. Sofort entscheidet sich Nina für Walter, den blauen großen Zottel. Dass er wohl nicht gut in eine normale Wohnung passt, verdrängt sie zunächst. Aber die Monster kosten natürlich Geld, dass Nina nicht hat, deshalb fragt sie zunächst ihre Eltern, die aber glauben es handele sich um ein Stofftier. Die schrille Oma, die auf TikTok ihre Outfits postet, hat mehr Verständnis und auch eine Idee. Nina selbst versucht auf unterschiedlichste Art an Geld zu kommen und sie wird dabei immer mutiger.
Eine verrückte Geschichte die sich da Rüdiger Bertram wieder ausgedacht hat. Eine Firma, die Monster im Dschungel fängt und in viel zu engen Käfigen hält, um sie dann zu verkaufen. Und Nina, das zu Anfang ängstliche Mädchen, dass für die Monster immer mutiger wird.
Dazu die wirklich toll gestalteten Illustrationen von Mateo Dineen, dessen Bilder mich in „Monsta“ schon begeistert haben. Ich bin gespannt, was Nina mit den Monstern noch erleben wird.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Voller liebenswertem Humor

Disko im Zoo
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Auf dem Cover sehen wir schon die Zootiere, die gemeinsam feiern wollen. Ganz vorne tanzen die beiden Pinguine, deren Geschichte hier in wunderschönen Reimen erzählt wird.
Mitte Mai wird der Zoo abgeschlossen ...

Auf dem Cover sehen wir schon die Zootiere, die gemeinsam feiern wollen. Ganz vorne tanzen die beiden Pinguine, deren Geschichte hier in wunderschönen Reimen erzählt wird.
Mitte Mai wird der Zoo abgeschlossen und alle Tiere freuen sich auf die Diskonacht. Gerti Gnu schlüpft in die roten Hackenschuh und Schwein und Stinktier sprühen sich mit Parfüm ein. Dann sehen wir die ganze Truppe auf die Festtagswiese strömen und schon wird wild durcheinander getanzt. Die Pinguine Pong und Ping „tanzen ganz verliebt den Swing und der Ping sagt: “Nach dem Fest bauen wir ein Pinguinnest!“ Doch da sie zwei Männchen sind, wird das Nest leer bleiben. Doch dann meldet sich Marei, die Pinguinfrau „und sie sagt zu Pong und Ping: „Das ist doch kein großes Ding. Kriegt ihr halt von mir ein Ei – ich leg eh ja immer zwei.“ So endet daa Buch mit dem Schlüpfen der kleinen Emilie.
Wir schön, dass hier so eine wundervolle unbürokratische Lösung gefunden wird, die unser Paar zu seinem Glück verhilft. Eine fröhliche Buch mit vielen feiernden Tieren, die aufeinander Acht geben und die ohne Vorurteile miteinander umgehen. Die herrlich bunten Bilder zeigen ein vergnügtes Fest und die Reime sind wieder so treffend und voller Witz und so prima vorzulesen. Einfach traumhaft schön.

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