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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2023

Lebt von den sympathischen Figuren

Mord & Croissants
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Richard Ainsworth, ein Engländer in Frankreich, stolpert in einen Vermissten- bzw. Kriminalfall hinein. Die Sprache ist ganz angenehm zu lesen, aber inhaltlich ist das Buch zu Beginn hart an der Grenze ...

Richard Ainsworth, ein Engländer in Frankreich, stolpert in einen Vermissten- bzw. Kriminalfall hinein. Die Sprache ist ganz angenehm zu lesen, aber inhaltlich ist das Buch zu Beginn hart an der Grenze zum Klamauk oder wohlwollen formuliert sehr „cosy“. Das bessert sich im Laufe des Buches und es gibt den ein oder anderen sehr unterhaltsamen Satz oder Gedanken Richards. Man lernt die sympathischen Personen lieben, vor allem die Französinnen sind eine unterhaltsame Herausforderung für Richard. Leider ist die Handlung etwas unübersichtlich und chaotisch. Das Thema Culture Clash zwischen England und Frankreich kommt in Ansätzen vor, hätte aber durchaus noch mehr Potenzial gehabt. Der Story liegt eine gute Idee zugrunde, die noch etwas strukturierter ausgearbeitet hätte werden können, da sie nicht ganz rund ist. Ein Cosy Crime Roman, der von mir 3,5 Sterne bekommt.

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Veröffentlicht am 27.04.2023

Durchwachsen

Was der Tag bringt
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Für mich war es das erste Buch dieses Autors und der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Der Schreibstil ist angenehm und nicht zu beanstanden. Nicht nur die Hauptfigur Felix hat Probleme einen Platz ...

Für mich war es das erste Buch dieses Autors und der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Der Schreibstil ist angenehm und nicht zu beanstanden. Nicht nur die Hauptfigur Felix hat Probleme einen Platz im Leben zu (wieder zu) finden und mit Langeweile, Daseinsberechtigung, identitätsstiftenden Tätigkeiten für sich einen Sinn zu finden. Allerdings war mir Felix aufgrund seiner Passivität unsympathisch, da er keinerlei Eigeninitiative oder Antrieb entwickelt. Es geht ihm vergleichsweise gut, aber er kommt nur auf passive Lösungen für seine Probleme. Er kommt gar nicht auf die Idee, irgendetwas zu arbeiten, um seine Eigentumswohnung nicht vermieten zu müssen. Die erste Hälfte des Buches war trotzdem interessant, dann aber wurde es mir zu metaphorisch und abgedreht. Vieles blieb unklar und es gibt wenig Lösungen für die Figuren und ihre Probleme, obwohl mir ad hoc ein ganzer Strauß an Möglichkeiten einfallen würde. Die erste Hälfte bekommt von mir vier Sterne, die zweite drei; und bei einer Entscheidung für volle Sterne habe ich aufgerundet, da ich die Idee und das Thema sehr interessant fand.

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Veröffentlicht am 25.10.2022

Der Titel ist Programm

EAST. Welt ohne Seele
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Das Buch spielt im Jahr 1999 und das dänische Original erschien auch schon in den 1990iger Jahren. Es handelt sich um eine klassische Spionagegeschichte nach dem Ende des Kalten Krieges, die in Polen spielt ...

Das Buch spielt im Jahr 1999 und das dänische Original erschien auch schon in den 1990iger Jahren. Es handelt sich um eine klassische Spionagegeschichte nach dem Ende des Kalten Krieges, die in Polen spielt und den Fokus auf das illegale Geschehen im Osten hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm und das Buch lässt sich so gut lesen, dass ich darüber Schwächen in der Handlung vergessen konnte. Die Story ist streckenweise etwas langwierig und ich fand es auch sehr unwahrscheinlich, dass viele Frauen auf einen offensichtlichen Alkoholiker fliegen. Die Hintergründe zur damaligen Lage und Spionageaktivitäten wurden nach meinem Ermessen gründlich recherchiert und von dieser Tiefe profitiert der Thriller. Insgesamt ist es ein gutes Buch, das leider den heutigen Zeitgeist nicht mehr wirklich trifft.

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Veröffentlicht am 25.12.2021

Westjütland intim

Meter pro Sekunde
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Im Buch wechseln sich vier verschiedene Arten von Kapiteln ab: die Erlebnisse der Hauptperson, die Zuschriften an ihren Kummerkasten bei der Zeitung, ihre Antworten als Kummerkasten und einige neu geschriebene ...


Im Buch wechseln sich vier verschiedene Arten von Kapiteln ab: die Erlebnisse der Hauptperson, die Zuschriften an ihren Kummerkasten bei der Zeitung, ihre Antworten als Kummerkasten und einige neu geschriebene Liedtexte zu bekannten Melodien. Das Landleben bzw. der Kulturschock nach dem Umzug und die Eingewöhnung wird treffend und humorvoll beschrieben. Man lernt die kleinen Details Westjütlands kennen und lieben. Die Kummerkasten-Kapitel haben mich ganz unterschiedlich angesprochen: einige fand ich witzig und anregend, andere etwas lahm. Die Liedtexte hätte ich nicht gebraucht, obwohl sie liebevoll und aufwendig übersetzt wurden. Die Sprache hat mir nicht so gut gefallen, da es sehr lange, verwinkelte Sätze sind. Im Prinzip so geschrieben, wie man spricht. Zum Lesen fand ich den Stil nicht so gut, bei mir hat das einen abgehetzten Eindruck hinterlassen. Es gibt auch wenig Absätze, daher etwas unübersichtlich. Die Länge der Kapitel fand ich wiederum gut. Die Kommentare des Übersetzers hätte ich zu Beginn besser gefunden als am Ende. Insgesamt leichte Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Interessant, verwirrend, geheimnisvoll, anstrengend

Alma
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Der sehr verschachtelte, etwas umständliche Schreibstil hat mir den Einstieg etwas schwer gemacht. Inhaltlich fand ich den Aufbau interessant. Der Wechsel zwischen der Gegenwart mit dem geheimnisvollen ...

Der sehr verschachtelte, etwas umständliche Schreibstil hat mir den Einstieg etwas schwer gemacht. Inhaltlich fand ich den Aufbau interessant. Der Wechsel zwischen der Gegenwart mit dem geheimnisvollen Erbe als Schlusspunkt und Almas Kindheits- und Lebenserinnerungen war gelungen. Auch Triests Geschichte und Stellung zwischen Ost und West sowie die Jugoslawienkriege sind ein sehr eindringliches und anspruchsvolles Motiv. Nicht so gut gefallen hat mir, dass sehr viel mysteriös und unklar bleibt, obwohl es sich teilweise um nebensächliche Details handelt. Man hätte manches von Anfang an klarer erzählen können, da wäre einem als Leser das Verständnis einfacher gefallen. Die unsteten Charaktere blieben mir fremd, die Orte und Städte fand ich deutlich besser dargestellt. Der Rückblick auf die Jugoslawienkriege hat aktuellen Bezug und wird mit all seinen verwirrenden Hintergründen gut beschrieben. Tito sagt wahrscheinlich auch nur den Älteren etwas, deshalb wären erklärende Fußnoten ab und zu hilfreich gewesen. Das Rätsel um das geheimnisvolle Erbe wird am Ende aufgelöst, trotzdem hat mich der Roman streckenweise ratlos zurückgelassen, was für den Spannungsbogen unnötig war. Deshalb gibt es von mir nur drei Sterne.

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