Profilbild von Michite

Michite

Lesejury Star
offline

Michite ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Michite über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2020

Ein Buch mit Stärken und kleinen Schwächen

Captain Love
0

„Ich hänge für dich den Mond auf“ (Captain Love)


Inhalt:

Tessa ist neu in Seattle und bekommt besuch von ihrer besten Freundin Charlotte aus L.A. Da Tessa dem Dating seit ihrem letzten Freund abgeschworen ...

„Ich hänge für dich den Mond auf“ (Captain Love)


Inhalt:

Tessa ist neu in Seattle und bekommt besuch von ihrer besten Freundin Charlotte aus L.A. Da Tessa dem Dating seit ihrem letzten Freund abgeschworen hat, verlangt Charlotte von ihr, dass sie eine ihrer Flugbegleiterinnen Uniform trägt und für einen Abend mal nicht sie selbst ist. Sie soll einfach mal einen lockeren Flirt haben. Doch dann Trift sie in der „Pine Box“ auf Ryan und sie spürt sofort, dass Ryan etwas ganz besonderes ist. Auch Ryan ist von Tessa fasziniert. Doch dann taucht plötzlich Ryans Ex in der Bar auf. Tessa fühlt sich hintergangen und verlässt die Bar.
Da Ryan Tessa umbedingt wieder sehen will versucht er sie zu finden. Doch ist es wirklich Liebe auf den ersten Blick?


Cover und Schreibstil:

Das Cover ist nicht besonderes und sag auch nicht viel über die Geschichte aus. Tatsächlich erinnert es mich ziemlich an die Cover der „After-Reihe“. Aber gerade wegen der Schlichtheit gefällt mir das Cover sehr gut.
Der Schreibstil ist super angenehm zum Lesen gewesen. Ich bin gerade zu durch die Seiten geflogen. Vor allem die humorvolle Art hat mir sehr gefallen.


Charaktere:

Ryan war für mich der Hauptcharakter der Geschichte. Er war einfach super sympathisch und zur Abwechslung auch kein totaler Playboy. Ihm war von Anfang an klar, dass er Kinder will und auch als er Tessa trifft weißt er sofort, dass sie die Frau für’s Leben ist.
Auch der Rest der Morgan Familie ist super witzig und sympathisch. Die Dynamik zwischen ihnen hat mich echt wünschen lassen, dass ich auch ein Teil dieser Familie wäre! Vor allem, dass sie alle Spitznamen für einander haben fand ich super.
Tessa war für mich jetzt kein besonderer Charakter. Sie war irgendwie einfach da und konnte leider nicht wirklich rausstechen und mich von sich überzeugen. Ihre Kapitel hatten leider auch nicht viel mehr über sie verraten. Für mich hat sie das eher zu einem Nebendarsteller als zum Hauptcharakter gemacht. Auch, dass man so gut wie niemanden aus Tessa Leben kennenlernt fand ich eher Schade.


Meinung zur Story:

Die Idee hinter der Story hat mir super gefallen. Nur leider hab ich nicht ganz verstanden wieso Tessa einen falschen Namen benutzen musste, schließlich hätte Ryan sie auch mit richtigem Vornamen nicht finden können. Das Ryan dachte Tessa wäre irgendeine Psychopatin nur weil sie einen falschen Namen gennant hat fand ich auch etwas seltsam, vor allem weil sie gleich miteinander geschlafen haben. Aber wie sich die Geschichte dann weiter entwickelt hat, hat mir wirklich gefallen. Vor allem das Ende war wirklich niedlich. :)


Fazit:

Die ersten 100 Seiten fand ich einfach toll, was vor allem daran lag, dass fast alles aus Ryan Sicht war. Tessas Kapitel waren leider etwas inhaltslos. Aber darüber konnte man dank Ryan hinweg schauen :D. Gut fand ich auch, dass die Sex-Szenen relativ authentisch waren und nicht so zum fremd schämen wie es in vielen Büchern des Genres der Fall ist.
Alles in allem hat mich das Buch trotz kleiner Schwächen gut gefallen und ich würde es auch anderen Leser weiterempfehlen. Auch die weiteren Bücher der Reihe werde ich wohl dem nächst lesen. :)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2019

Um Weiten besser als der erste Teil!

Flying High
0

Für mich war "Flying High" um Weiten besser als "Falling Fast" !

Inhalt:
Hailee hatte ein Geheimnis. Ein dunkles Geheimnis, das niemand kannte und niemand erfahren sollte. Am allerwenigsten Chase, in ...

Für mich war "Flying High" um Weiten besser als "Falling Fast" !

Inhalt:
Hailee hatte ein Geheimnis. Ein dunkles Geheimnis, das niemand kannte und niemand erfahren sollte. Am allerwenigsten Chase, in den sie sich Hals über Kopf verliebt hat. Hailee war klar, dass sie Chase verlieren würde. Sie wusste es von der ersten Sekunde an, als sie ihm gegenüberstand. Und doch hat er ihr Herz mit jedem Lächeln und jeder Berührung ein bisschen mehr erobert. Aber gibt es für sie beide überhaupt eine Chance? Oder müssen sie einsehen, dass manchmal nicht einmal die Liebe ausreicht, um zwei Menschen zusammenzuhalten?

Cover:
Das Cover hat mir wie beim ersten Band wieder super gefallen. Die Farben harmonieren und regen einen an das Buch zu lesen.

Handlung:
Juhu es war eine Handlung ersichtlich!! Beim ersten Teil fragte ich mich noch wo von das Buch eigentlich handelt - das ist hier komplett anders. Man bekommen einen viel detaillierteres Bild der Charaktere und somit auch ein besseres Verständnis für das Handeln der Protagonisten.

Meinung:
Das Buch behandelt ein Thema, dass vor allem in unserer heutigen Leistungsgesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt. Für mich war das Buch eine echte Bereicherung und ich kann es nur jedem ans Herz legen!

Veröffentlicht am 03.03.2026

Ein gelungenes Debüt

Hazel sagt Nein
0

In „Hazel sagt Nein“ geht es um die Familie Blum, die aus finanziellen Gründen in eine neue Stadt zieht. Das Familienleben wird jedoch auf den Kopf gestellt, als Hazel die unerwünschte Annäherung ihres ...

In „Hazel sagt Nein“ geht es um die Familie Blum, die aus finanziellen Gründen in eine neue Stadt zieht. Das Familienleben wird jedoch auf den Kopf gestellt, als Hazel die unerwünschte Annäherung ihres Schuldirektors abblockt und eine Kette von Ereignissen in Gang setzt …

„Hazel sagt Nein“ gehört zu der Art von Büchern, die ich eher selten lese, weshalb ich nicht wirklich wusste, was mich erwartet. Entsprechend war ich positiv überrascht, dass mich die Handlung von Beginn an in ihren Bann gezogen hat. Dies liegt meiner Meinung nach vorrangig am nüchternen und präzisen Erzählstil von Jessica Berger Gross, der den Leser zum stillen Beobachter macht. Vor allem Hazels Reaktion auf das Angebot und ihre Gedankengänge werden sehr eindrücklich geschildert.

Eine weitere Stärke des Romans liegt in seiner Alltäglichkeit. Neben der Perspektive von Hazel, gibt es auch Kapitel, die ihrem Bruder Wolf sowie den Eltern Gus und Claire folgen. Alle vier haben mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Hier zeigt sich, dass sich Belästigung nicht nur auf das Opfer, sondern auf das gesamte Umfeld auswirkt und das ganze weitere Leben beeinflusst.

Während die erste Hälfte des Romans durch seine Authentizität und den Fokus auf die negativen Auswirkungen überzeugt, schwenkt die Handlung im zweiten Teil ins andere Extrem um. Plötzlich geschehen viele positive Dinge, unter denen die Glaubwürdigkeit und Übertragbarkeit auf das reale Leben meinem Empfinden nach leider etwas gelitten haben. Das Ende hat mir dafür wieder gut gefallen, auch wenn es noch etwas weniger rund hätte sein dürfen.

Alles in allem ein gelungenes Debüt, das ein wichtiges Thema – trotz kleinerer Schwächen in der zweiten Hälfte – eindrucksvoll umsetzt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.02.2026

Eine mutige Sportsromance

Run Like A Girl
0

In „Run like a Girl“ geht es um Dera, die unfreiwillig zu ihrem Vater ziehen muss. Weil es an ihrer neuen Schule kein Laufteam für Mädchen gibt, schließt sie sich dem Jungsteam an, um ihren Traum von Olympia ...

In „Run like a Girl“ geht es um Dera, die unfreiwillig zu ihrem Vater ziehen muss. Weil es an ihrer neuen Schule kein Laufteam für Mädchen gibt, schließt sie sich dem Jungsteam an, um ihren Traum von Olympia weiterverfolgen zu können. Im Team wird sie jedoch alles andere als herzlich aufgenommen …

Wie bereits bekannt sein sollte, liebe ich Sportsromance. Auch für „Run like a Girl“ habe ich mich vorrangig aufgrund des Sportaspekts interessiert, jedoch hat dieses Buch noch so viel mehr zu bieten. Neben der Leichtathletik geht es um Freundschaft, Kampfgeist, Entfremdung und intersektionelle Diskriminierung.

Die Protagonistin Dera ist eine echte Kämpferin. Obwohl sie vor allem zu Beginn stark angefeindet wird, denkt sie nie ans Aufgeben. Es war berührend, zu lesen, wie sie langsam Teil der Gruppe wird – dabei bleibt die Geschichte jedoch realistisch, denn obwohl Dera Anschluss findet, ist sie weit davon entfernt, von allen anerkannt zu werden.

Die Charakterentwicklung von Deras hat mir insgesamt gut gefallen, jedoch hätte es sogar noch mehr Potenzial gegeben. Den überwiegenden Teil der Geschichte ist Dera ziemlich ich-bezogen und blind gegenüber der Tatsache, dass auch ihre Mitmenschen Probleme haben. Am Ende des Buches wird ihr dies auch von einer anderen Figur vorgeworfen, jedoch hätte das Thema gerne früher aufkommen können, um ihm mehr Raum zu geben.

Zwei wichtige Nebenfiguren sind Liam und Gael, die wie Dera beide im Laufteam sind. Vor allem Liam habe ich aufgrund seines herzlichen Verhaltens und seiner Unvoreingenommenheit ins Herz geschlossen. Auch Gael, der Loveinterest von Dera, konnte mich mit seiner ruhigen Art von sich überzeugen. Beide sind im Umgang miteinander ziemlich unbeholfen, was für einige süße Szenen sorgt, die ich mit einem Grinsen im Gesicht gelesen habe.

Alles in allem eine mutige Sportsromance, die nicht nur eine süße Liebesgeschichte liefert, sondern auch viele gesellschaftlich relevante Themen anschneidet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.12.2025

Ein spannender Jugendkrimi

Very Dangerous Things - Mord nach Plan
0

In „Very Dangerous Things“ geht es um Dulce, die eine Schule für angehende Kriminologen besucht. Als einer ihrer Mitschüler unerwartet stirbt, beginnt Dulce, mit ihren Freunden zu ermitteln …

Ich bin ...

In „Very Dangerous Things“ geht es um Dulce, die eine Schule für angehende Kriminologen besucht. Als einer ihrer Mitschüler unerwartet stirbt, beginnt Dulce, mit ihren Freunden zu ermitteln …

Ich bin durch Zufall auf „Very Dangerous Things“ aufmerksam geworden und wurde positiv überrascht. Für mich war es das beste Buch, das ich im Dezember beendet habe. Bisher habe ich nicht viele Jugendkrimis gelesen, würde das Buch von der Stimmung her aber mit „A Good Girl’s Guide to Murder“ vergleichen.

Der Autorin Lauren Muñoz gelingt es, Spannung aufzubauen, obwohl die Handlung eher ruhig verläuft. Wie für diese Art von Krimi typisch haben alle Figuren Geheimnisse und halten Informationen zurück, die nach und nach aufgedeckt werden. Bei ihren Ermittlungen geht Dulce nicht unbedingt professionell und planvoll vor – dies hat mir gut gefallen, da es die Handlung für mich authentisch gemacht hat. Die Figuren bleiben allen voran Highschool-Schüler und werden nicht plötzlich zu Meisterdetektiven.
Die Handlung war auch deshalb spannend, weil es nicht nur darum geht, Xaviers Tod aufzudecken. Stattdessen versucht Dulce außerdem, herauszufinden, was in der Nacht, in der ihre Mutter einen tödlichen Unfall hatte, tatsächlich geschehen ist.

Neben den Ermittlungen gibt es auch eine Liebesgeschichte, die gut eingearbeitet wurde, ohne zu viel Raum einzunehmen. Generell war die Dynamik zwischen den Figuren sehr interessant, auch wenn es zwei Figuren gab, die mir ziemlich unsympathisch waren.

Obwohl das Buch insgesamt ein Highlight war, habe ich zwei kleine Kritikpunkte. Erstens ist Dulces beste Freundin Emi eine ziemlich problematische Figur, weil sie Dulces Grenzen nicht respektiert. Dies ist Dulce zwar bewusst, jedoch wird Emis Verhalten an keiner Stelle problematisiert. Zweitens war die Auflösung für mich nicht ganz zufriedenstellend, weil ich das Motiv als etwas zu platt empfunden habe.

Alles in allem ein spannender Jugendkrimi, bei dem ich trotz kleiner Kritikpunkte gerne mitgerätselt habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere