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Veröffentlicht am 02.04.2026

Fantasievolle Spannung bis zur letzten Seite

Palace of Ink & Illusions, Band 2: Die Nacht des Verrats (Knisternde Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Sabine Schoder)
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Nach Flames Liebesgeständnis sind er und Liv in noch größerer Gefahr als zuvor. Vorerst rettet Erato sie zwar mit einer zutiefst erschütternden Aussage, doch die folgenden Prüfungen werden immer schwieriger ...

Nach Flames Liebesgeständnis sind er und Liv in noch größerer Gefahr als zuvor. Vorerst rettet Erato sie zwar mit einer zutiefst erschütternden Aussage, doch die folgenden Prüfungen werden immer schwieriger und Liv muss der Tatsache ins Auge blicken, dass nur eine einzelne Person den Wettbewerb gewinnen darf. Selbst wenn es ihnen gelingen sollte, bis zum Schluss erfolgreich zu bestehen, kann lediglich einer von ihnen das Finale überleben. Dabei hängt Uranias Prophezeiung weiterhin wie ein Damoklesschwert über ihren Köpfen und Liv sucht fieberhaft nach einer Lösung, die es erlaubt, ihre große Liebe zu retten.

"Palace of Ink & Illusions, Band 2: Die Nacht des Verrats" von Sabine Schoder ist der sagenhaft spannende Abschluss einer Romantasy-Dilogie, der mich ohne irgendwelches Vorgeplänkel zurück in die Welt der Musenprüfungen gebracht hat. Nachdem der Vorgänger auf einen Cliffhanger endete, habe ich mich gefreut, endlich das zweite Buch zu lesen, Liv, Flame und ihre Freunde waren mir schön länger ans Herz gewachsen, so dass ich emotional direkt wieder an ihrer Seite war. Sie alle fand ich authentisch und plastisch dargestellt, so dass ich immer eine Art dreidimensionales Bild vor meinem geistigen Auge sehen konnte.

Den Schreibstil habe ich schon im ersten Buch geliebt, auch in der Fortsetzung war ich sofort gefesselt und mochte den E-Reader zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen. Sämtliche Kritikpunkte, die ich zum Auftaktband hatte, wurden nach meinem Geschmack wunderbar aufgelöst. Die intensive Liebe zwischen den Protagonisten, die ich zu Beginn der Dilogie ja etwas plötzlich empfand, war hier von Anfang an Teil der Geschichte, so dass ich die Emotionen inzwischen ihnen nicht mehr angezweifelt habe. Auch Eratos Verhalten in mancher Situation wird im Rahmen des Finales schlüssig erklärt, für mich blieben keine Fragen und Wünsche offen.

Bis dahin war es ein wilder Ritt, die Handlung brachte jede Menge Fantasie, Spannung, Romantik, Drama und kämpferische Action mit sich - mir kam kurzzeitig der Gedanke, dass die Autorin eventuell selbst von sämtlichen im Buch beschriebenen Musen geküsst sein könnte, als sie diesen fantastischen Roman verfasst hat. In einer der Prüfungen gönnte sie Liv und Flame eine kleine romantische Auszeit, in der auch die Lesenden die Gelegenheit erhalten, etwas zur Ruhe zu kommen, ehe es Schlag auf Schlag weiter ging. Insgesamt habe ich mich wirklich prächtig unterhalten gefühlt und empfehle dieses farbenfreudige Lesevergnügen begeistert weiter.

Fazit: Alles, was ich im Vorgänger noch kritisiert habe, wurde im Finalband ganz wunderbar aufgelöst. Diese fantasievolle Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert, so dass ich dafür gern eine Leseempfehlung ausspreche.

Veröffentlicht am 01.04.2026

Auftaktband einer zauberhaften Fantasy-Dilogie mit märchenhaftem Ambiente

Der Hof der silbernen Nacht
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Mit Hilfe ihrer Lichtmagie kann die Sonnenelfe Niva ihr Äußeres verändern, was ihr bei den verschiedenen Aufträgen, die sie für den zwielichtigen Zirkusdirektor Borwin ausführen muss, immer wieder zugute ...

Mit Hilfe ihrer Lichtmagie kann die Sonnenelfe Niva ihr Äußeres verändern, was ihr bei den verschiedenen Aufträgen, die sie für den zwielichtigen Zirkusdirektor Borwin ausführen muss, immer wieder zugute kommt. Als sie an den Silberhof geschickt wird, um dem König von Emberfall ein Relikt vor der Nase weg zu schnappen, das er schon lange sucht, wird die Sache für Niva persönlich. Denn sie hasst Valerian Kaelvane aus tiefstem Herzen für den Krieg, den er einst über ihre Heimat brachte und der ihren Eltern frühzeitig das Leben gekostet hat. Je länger sie allerdings am Silberhof verweilt, umso mehr muss sie ihr Bild des Nachtkönigs korrigieren und auch die Geschichtsbücher geben die Historie des Krieges ganz anders wieder, als Niva zeitlebens geglaubt hat.
"Der Hof der silbernen Nacht" von K.T. Steen ist der Auftaktband einer fantasievoll geschriebenen Dilogie, die mich schnell in ihren Bann gezogen hat. Aus dem Reich Mirilor, zu dem das Land Emberfall gehört, gibt es bereits einige weitere Bücher, die zwar keine notwendigen Vorkenntnisse für Nivas Geschichte enthalten, mir macht es allerdings immer wieder besondere Freude, einige der früheren Protagonisten wieder zu treffen. Die Sonnenelfe war mir schnell sympathisch, seit sie ihre Ausbildung mit der Schwurbindung an Borwin bezahlen musste, arbeitet sie unermüdlich einen Auftrag nach dem anderen ab und stellt dabei die zukünftige Freiheit ihrer Schwester über die eigene. Auch den Nachtkönig Valerian mochte ich beinahe auf Anhieb, obwohl Niva finstere Vorurteile über ihn hat, war für mich schnell ersichtlich, dass er wesentlich freundlicher und selbstloser ist, als sie all die Jahre geglaubt hatte.
Den fesselnden Schreibstil kenne ich mittlerweile aus vielen Romanen der Autorin, auch dieses Mal war ich tief in Nivas Welt versunken und mochte den E-Reader zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen. Das märchenhafte Ambiente, das jedes Buch aus dem Mirilor-Universum mit bringt, hat mich zum Träumen eingeladen, ich hatte sowohl von den Figuren als auch vom Hintergrund immer ein umfassendes, farbenfrohes Bild vor Augen, so dass die Handlung beinahe wie ein Film in meinem Kopf ablief. Da es einen Folgeband geben wird, war natürlich zu erwarten, dass es zum Schluss einen Cliffhanger gibt, dadurch freue ich mich noch mehr auf den nächsten Teil. Für diese zauberhaft romantische Fantasy spreche ich eine begeisterte Leseempfehlung aus.
Fazit: Wie ich es bereits aus vielen Bücher der Autorin kenne, hat mich dieser Auftaktband von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und fasziniert, das wunderbare Lesevergnügen empfehle ich gern weiter.

Veröffentlicht am 12.03.2026

Fantasievolle Neuinterpretation der Schwanensee-Geschichte

Verrat der Schwäne
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Seit vielen Jahren ist die Magie aus dem Königreich Auréal verschwunden, die Zaubernden, müssen sich vor den Augen der Bevölkerung verbergen. Odiles Ziehvater, der Theaterdirektor Regnault, bereitet sie ...

Seit vielen Jahren ist die Magie aus dem Königreich Auréal verschwunden, die Zaubernden, müssen sich vor den Augen der Bevölkerung verbergen. Odiles Ziehvater, der Theaterdirektor Regnault, bereitet sie seit ihrer Kindheit darauf vor, die verzauberte Krone des Königshauses zu stehlen, mit deren Hilfe er die Magie zurück holen möchte. Dafür muss Odile die Gestalt von Marie d´Odette, der Auserwählten des Kronprinzen, annehmen, Marie selbst verwandelt Regnault in einen Schwan. Doch kurz nach Odiles Ankunft im Schloss wird der König brutal ermordet und ausgerechnet der Leibwächter Damien, Odiles Bruder, wird verdächtigt. Um seine Unschuld zu beweisen, benötigt Odile Maries Unterstützung, die in ihrer Schwanengestalt Zeugin der Tat war. Bald stehen Odiles Gefühle für die Schwanenprinzessin ihrer Loyalität zu Regnault im Weg und die junge Zauberin ahnt nicht, dass die Zukunft des gesamten Reiches von ihr abhängt.

"Verrat der Schwäne" von A. B. Poranek ist eine fesselnde Adaption der Schwanensee-Geschichte, die mich bis zur letzten Seite bezaubert hat. Das Personenverzeichnis am Anfang und die Kapitelbezeichnungen als Szenen erinnert an ein Theaterstück, das ließ die Atmosphäre des Théatre du Roi, das Regnault leitet, in meinen Augen besonders intensiv wirken. Odile ist zu Beginn zwar nicht unbedingt die typische Sympathieträgerin, es hat etwas länger gedauert, ehe ich mit ihr warm werden konnte, dennoch war ich emotional direkt in die Handlung eingetaucht und habe halb amüsiert, halb gespannt mit erlebt, wie sie Marie mit fadenscheinigen Argumenten in die abgelegenen Regionen des Theaters lockt, um sie zu ihrem Ziehvater zu bringen.

Den Schreibstil habe ich als recht ungewöhnlich empfunden, stellenweise genau so ausschweifend und opulent wie ich mir Regnaults Theater vorstelle, was für mich sehr gut zu der märchenhaften Adaption passt. Die düstere Hintergrundstimmung und die oft ambivalent wirkenden Figuren haben auf mich einen ganz eigenen Zauber ausgeübt, das Leseerlebnis hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und begeistert. Sowohl Regnault als auch die Mitglieder der Königsfamilie fand ich ihrer Motivation schwer durchschaubar, was die Spannung auf einem konsequent hohen Niveau gehalten hat. Der Epilog hat mich schließlich rundum zufrieden zurück gelassen, so dass ich für diesen fantasievollen Roman gern eine Leseempfehlung ausspreche.

Fazit: Düster, märchenhaft und unglaublich fesselnd hat mich dieses ungewöhnliche Buch auf jeder einzelnen Seite bezaubert, das fantasievolle Lesevergnügen empfehle ich gern weiter.

Veröffentlicht am 05.03.2026

Fesselnder Jugendthriller mit sympathischen Protagonisten

Liars all around me
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Nach außen scheint Avery das perfekte Leben zu führen, Ihre Eltern sind beruflich erfolgreich und wohlhabend, sie selbst ist eine der besten Schülerinnen ihres Jahrgangs. Ryle, der aus einer armen Familie ...

Nach außen scheint Avery das perfekte Leben zu führen, Ihre Eltern sind beruflich erfolgreich und wohlhabend, sie selbst ist eine der besten Schülerinnen ihres Jahrgangs. Ryle, der aus einer armen Familie stammt, ist es gewohnt, von ihr und ihrem Freundeskreis übersehen zu werden, umso mehr erstaunt es ihn, als Avery fragt, ob er ihr eine Schusswaffe besorgen könne. Obwohl er sie weg schickt, wird nur eine Woche später Averys ewige Konkurrentin Sheila tot aufgefunden - erschossen. Um Ryle zu beweisen, dass sie nicht die Mörderin ist, für die er sie hält, beginnt Avery selbst zu ermitteln und muss feststellen, dass beinahe jeder in Sheilas Umfeld von Lügen und Geheimnissen umgeben ist.

"Liars all around me" von Clara Blais ist ein spannender Jugendthriller, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat. Ryle war mir direkt sympathisch. Die sarkastische Art, wie er bereits zu Beginn in Gedanken über die Gerüchte um seine Person spricht und die Tatsache, dass er aus der familiären Not heraus keine andere Chance gesehen hatte, als bei Einbrüchen nach Medizin oder getragenen Schuhen zu suchen, haben mich schnell für ihn eingenommen. Bei Avery hat es dagegen etwas länger gedauert, ehe ich mit ihr warm geworden bin, sie hielt sich zunächst sorgsam hinter der Fassade der Perfektion verborgen, die ihre Familie von ihr erwartet. Nachdem mit aufgegangen ist, dass sie emotional wesentlich einsamer ist, als Ryle, trotz seines schwierigen Lebens, hat mein Mutterherz für sie geblutet und ich habe sie ebenso sehr gemocht.

Der mitreißende Schreibstil hat mich gefesselt, die Spannung hielt sich meiner Meinung nach auf einem konsequent hohen Niveau. Anscheinend hatte jeder von Averys und Ryles Mitschülern etwas zu verbergen, wodurch sich immer wieder unerwartete Wendungen ergaben. Eine Kleinigkeit im Mittelteil hat mich dann auf die Idee gebracht, wer für Sheilas Tod verantwortlich gewesen sein könnte - zwischendrin habe ich den Gedanken öfter verworfen und immer wieder neue Theorien aufgestellt, dieses Miträtseln hat mir beim Lesen viel Freude gemacht. Ganz am Ende ist es der Autorin noch einmal gelungen, mich zu überraschen, so dass ich restlos begeistert zurück geblieben bin. Für diese wunderbare Lektüre spreche ich daher gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Der fesselnde Jugendthriller hat in meinen Augen keine Wünsche offen gelassen, ich war in jeder Leseminute gespannt und emotional tief in der Geschichte versunken, dieses mitreißende Lesevergnügen empfehle ich gern weiter.

Veröffentlicht am 12.02.2026

Tiefgründige, facettenreichte Fantasygeschichte

The Poet Empress
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In den ländlichen Regionen des Reiches Tensha herrscht eine schreckliche Hungersnot. Als Abgesandte aus dem kaiserlichen Palast nach Konkubinen für den Kronprinzen Terren suchen, sieht Yin Wei darin eine ...

In den ländlichen Regionen des Reiches Tensha herrscht eine schreckliche Hungersnot. Als Abgesandte aus dem kaiserlichen Palast nach Konkubinen für den Kronprinzen Terren suchen, sieht Yin Wei darin eine Chance, ihrer Familie und der gesamten Dorfgemeinschaft zu helfen. Obwohl im ganzen Land Schauergeschichten über Terrens Grausamkeit verbreitet werden, ist die Konkurrenz groß, auch nach dem Einzug in den Azaleenpalast kämpfen die auserwählten Frauen mit Intrigen und Mordanschlägen um die beste Position an der Seite des Prinzen. Nachdem er Yin Wei als seine zukünftige Kaiserin auserkoren hat, ruft er sie Nacht für Nacht zu sich, um ihr unbeschreibliche Folterqualen zu bereiten und ihr wird klar, dass sie um jeden Preis verhindern will, dass Terren einmal das Land regiert. Allerdings besitzt er den Segen der Unsterblichkeit, um ihn zu töten, muss Wei ein Herzseelengedicht schreiben, das nur gelingen kann, wenn sie lernt, den grausamen Mann an ihrer Seite zu lieben.

"The Poet Empress" von Shen Tao ist eine mitreißende Fantasygeschichte, deren besonderer Zauber in der Vielzahl ihrer Facetten liegt. Mich hat der Roman unerwartet schnell gefesselt, so farbenprächtig wie die äußere Gestaltung des Buches ist, entfaltete sich auch die Handlung. Die Magie, von der die fantasievoll erdachte Welt durchzogen ist, ließ vor meinem geistigen Auge wunderschöne Bilder entstehen, sowohl die Figuren, als auch der Hintergrund waren ausführlich beschrieben; ich war emotional so tief versunken, dass ich beinahe glaubte, den Blütenduft im opulent ausgestatteten Palast zu riechen. Im Kontrast dazu stand die ebenso deutlich dargestellte Gewalt, die im Haus der Azaleen an der Tagesordnung war - wer in dieser Hinsicht Trigger befürchtet, sollte besser die Finger von dem Buch lassen.

Den Schreibstil habe ich unfassbar eindringlich empfunden, diese Geschichte hat mich bezaubert, bewegt, unterhalten, erschüttert und wird mich so bald nicht wieder los lassen. Es geht um ein Reich, in dem sich die magische Schönheit der Umgebung mit der Grausamkeit der Herrscherfamilie die Waage hält - wie in der realen Vergangenheit bezahlt das Volk mit Armut und Hungersnot für den Überfluss, in dem die höher gestellte Gesellschaftsschicht lebt. Es geht um Macht, die korrumpiert, um zwei Brüder, die sich aus tiefstem Herzen hassen, obwohl sie in ihrer Kindheit enge Freunde waren und man möchte weinen um die Jungen, die sie einst gewesen sind.

Yin Mei war mit sympathisch, selbst als sie sich für ihr eigenes Überleben an die Gepflogenheiten im Palast anpasst und ebenfalls Intrigen spinnt, habe ich dennoch weiterhin mit ihr gehofft und gebangt. Trotz aller beschriebenen Brutalität hat für mich die Farbenpracht des Romans überwogen, neben Gewaltdarstellungen gab es jede Menge magischer Schönheit, alleine die Beschreibung der Flora und Fauna hat mich sehr bezaubert, so dass ich einige wirklich wunderbare Lesestunden hatte. Das Ende fühlte sich für mich rund an, ich bin nach der letzten Seite restlos zufrieden zurück geblieben und spreche für dieses Feuerwerk an Magie und Fantasie eine begeisterte Leseempfehlung aus.

Fazit: Dieses Buch hat unendlich viele Facetten, magische Schönheit und ebenso deutlich beschriebenen Grausamkeit kommen in dem tiefgründigen Lesevergnügen gleichermaßen vor. Mich hat die Geschichte regelrecht bezaubert, so dass ich den Roman gern weiter empfehle.