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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2026

Das Leben passiert, während man andere Pläne macht!

Salto
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„… und ich denke, ich wäre gern der Algorithmus, denn dann wüsste ich, wie es bei mir weitergeht.“ (S. 32)

Was macht man, wenn plötzlich das Leben, das man sich immer vorgestellt hat, nicht mehr funktioniert? ...

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„… und ich denke, ich wäre gern der Algorithmus, denn dann wüsste ich, wie es bei mir weitergeht.“ (S. 32)

Was macht man, wenn plötzlich das Leben, das man sich immer vorgestellt hat, nicht mehr funktioniert? Wenn Pläne scheitern und man gezwungen ist, einen ganz anderen Weg einzuschlagen?

Marko steht eigentlich kurz davor, ins Erwachsenenleben zu starten. Einser-Abi in der Tasche, der Plan ist ein Medizinstudium, am besten in München bei seiner Freundin Claire. Klingt erstmal ziemlich geradlinig. Blöd nur, dass auf seine Bewerbungen ausschließlich Absagen kommen. Damit hat er definitiv nicht gerechnet.

Am Ende landet er für sein Studium in Budapest. Eine Stadt, die er nicht kennt, weit weg von seinem Vater und seiner Freundin Claire. Plötzlich fühlt sich alles neu und irgendwie auch ziemlich fremd an. Und während Marko versucht, in diesem neuen Leben anzukommen, merkt er nach und nach, dass Dinge im echten Leben selten so laufen wie geplant.

„Gedanken sind ja wie Wolken. Steht jedenfalls so im Kalender. Man kann sie nicht ignorieren, man muss sie denken. Schiebt man sie weg, kehren sie zurück und manchmal sind sie dann grau. Oder schwarz. Manchmal verregnen sie einem den Tag. Manchmal blitzen sie so grell, dass man nichts anderes mehr sehen und denken kann. Und dann wünscht man sich, man hätte sie gedacht, als sie noch klein und zutraulich waren.“ (S. 90)
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„Salto“ erzählt vom Erwachsenwerden, von Zukunftsangst, Orientierungslosigkeit und diesem seltsamen Gefühl, wenn man merkt, dass der eigene Plan vielleicht doch nicht der richtige war. Es geht um das Loslassen von Träumen, damit etwas Neues entstehen kann und um die Auseinandersetzung mit Widrigkeiten.

Besonders toll fand ich, wie unaufgeregt Kurt Prödel diese Geschichte erzählt. Die Sprache ist schnörkellos, aber voller kluger Beobachtungen. Und die Figuren, allen voran Marko, sein Vater und Claire, sind mir schnell ans Herz gewachsen.
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Auf den 265 Seiten passiert einiges, ohne dass sich der Roman jemals überladen anfühlt. Der Schreibstil ist so flüssig, dass ich nullkommanix durchs Buch war.

Für mich ist „Salto“ ein authentischer Coming-Of-Age-Roman, der gleichzeitig leicht zu lesen und dabei ziemlich berührend ist. Ich freu mich, dass Kurt Prödels erster Roman „Klapper“ noch ungelesen hier liegt und ich mich drauf freuen kann 😊

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Starker Roman über Widerstand und Rückgrat

Hazel sagt Nein
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Hazels Familie zieht aus verschiedenen Gründen von Brooklyn ins beschauliche Riverburg. Vater Gus hat eine Professur, Hazels Mutter ist eigentlich Designerin, leidet jedoch unter einer kreativen Blockade ...

Hazels Familie zieht aus verschiedenen Gründen von Brooklyn ins beschauliche Riverburg. Vater Gus hat eine Professur, Hazels Mutter ist eigentlich Designerin, leidet jedoch unter einer kreativen Blockade und ihr kleiner, schlauer Bruder Wolf kämpft um die Aufnahme in die Schultheatergruppe. Zusätzlich zu den ganzen Veränderungen hat Hazels Direktor beschlossen, dass sie in diesem Schuljahr seine Auserwählte sein soll. Die eine Schülerin, die ihm in se*ueller Hinsicht zu Diensten sein soll – selbstverständlich völlig „freiwillig“… Doch Hazel sagt „NEIN“ und durchkreuzt damit die Pläne ihres Lehrkörpers. Ihr Nein hat jedoch für sie und ihre Familie ungeahnte Folgen…
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Das Buch von Jessica Berger Gross befasst sich mit schwierigen Entscheidungen und deren Tragweite. Mit den Konsequenzen, wenn man konsequent bleibt sozusagen. Denn Hazel hat „Nein“ zu ihrem Direktor gesagt! Sie war stark und doch holen die Folgen ihres Entschlusses sie und ihre Familie recht schnell ein.
Dabei gelingt es der Autorin in meinen Augen sehr gut, Hazels innere Kämpfe und Zerrissenheit zu beschreiben. Obwohl die Geschichte aus der Perspektive eines allwissenden Erzählers geschildert wird, erfahre ich als Leserin ziemlich genau, was in Hazel vorgeht. Ich erlebe den inneren Kampf, den sie mich sich führt – und zwar nicht nur während ihres „Neins“, sondern bei jeder einzelnen, nachfolgenden Entscheidung, die in einer Verbindung zu dem Erlebten steht. Dabei wird gut herausgearbeitet, dass sie bei Weitem nicht alle Folgen ihrer Entscheidung absehen kann, vor allem nicht die, die für ihre Familie entstehen. Für mich war das durchweg glaubhaft und authentisch erzählt, was das Buch für mich „echt“ gemacht hat.

Was ich hingegen nicht ganz nachvollziehen konnte, war der Shitstorm, den Hazels Vater Gus auslöst. Der war für mich irgendwie nur so halbgar erzählt. Er sollte wollte die Brücke schlagen zum Thema „Cancel Culture“ und öffentliche Wahrnehmung von Meinungsäußerungen. Diese Themen sind selbstverständlich wichtig, aber es hat für mich nicht wirklich gepasst und der Kreis schließt sich für mich nicht richtig.
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Alles in allem hat mich die Geschichte aber überzeugt und ich habe sie gern gelesen. Jessica Berger Gross‘ Schreibstil ist flüssig, die Kapitel sind kurz und die Charaktere glaubwürdig. Meinen Kritikpunkt sehen andere vielleicht nicht so, ist ja subjektiv 😊 Daher kann ich dieses Buch, das ein Plädoyer für Integrität und Rückgrat ist, auf jeden Fall empfehlen!

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Ausflug ins Paris des 19. Jahrhunderts

Montmartre - Traum und Schicksal
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Das Buch ist der zweite Band der Dilogie um die Mädchen Elise und Valérie. Der erste Band ist am 23.4.2025 erschienen und trägt den Titel „Montmartre – Licht und Schatten“. Dieses Buch solltet Ihr auf ...

Das Buch ist der zweite Band der Dilogie um die Mädchen Elise und Valérie. Der erste Band ist am 23.4.2025 erschienen und trägt den Titel „Montmartre – Licht und Schatten“. Dieses Buch solltet Ihr auf jeden Fall vorher lesen, denn Teil 2 schließt sich direkt an.
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Wir schreiben das Jahr 1889. Die Weltausstellung in Paris ist vorbei, der Eiffelturm gebaut und die Männer regieren die Welt. Die beiden jungen Frauen Elise und Valérie haben weiterhin mit Freud und Leid zu kämpfen.

Elise ist zwischenzeitlich eine erfolgreiche Tänzerin im Moulin Rouge, wenngleich sie auch nicht so erfolgreich ist, wie ihre beste Freundin La Goulue. Doch kleinreden lässt sich Elise nicht mehr und so zerbricht ihre Freundschaft, weil La Goulue es nicht ertragen kann, dass auch ihre Freundin für reiche Verehrer nicht unsichtbar ist.

Valérie, die Tochter aus gutem Hause, hat hingegen mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Sie muss sich ihrer Familie zuliebe in eine arrangierte Ehe fügen, die alles andere als rosig ist. Dabei hat sie doch eigentlich nur ein Ziel: ein selbstbestimmtes Leben als Künstlerin. Doch es hat sich nicht viel getan in der Kunstwelt. Nach wie vor gelten Frauen als nicht annähernd so talentiert wie Männer und werden einfach nicht ernst genommen.

In dieser Fortsetzung lernen wir auch Simone, die Schwester von Elise, etwas besser kennen, was mir sehr gut gefallen hat.
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Und ich wurde ein weiteres Mal hineingesogen in das Paris des 19. Jahrhunderts und habe die beiden jungen Damen wieder sehr gern durch Paris begleitet. Man merkt allen Charakteren wirklich an, dass sich die Autorin viel Zeit für deren Entwicklung und für die Hintergrundrecherche genommen hat. Alle Figuren im Roman wirken absolut authentisch und ich konnte wirklich wieder total in die Geschichte eintauchen. Marie Lacrosse ist ihrer Linie aus Band 1 treu geblieben und hat viele historische Persönlichkeiten eingearbeitet, dieses Mal auch einige damals berühmt berüchtigte Anarchisten. Sie hält sich dabei relativ nah an den überlieferten Fakten und hat die Figuren perfekt in die fiktive Handlung eingebettet.

Die Kunstszene war zur damaligen Zeit sehr von Männern dominiert. Frauen wurden wirklich erst sehr spät mit großem Zähneknirschen in der Kunstwelt akzeptiert, jedoch leider nicht respektiert. Umso mehr hat es mich gefreut, dass Marie Lacrosse in diesem Roman auch den damals abschätzig als „Malweiber“ bezeichneten Künstlerinnen viel Platz einräumt. Ich habe nebenher wieder viel nachgeschlagen und Kunstwerke dieser Malerinnen recherchiert, was das Leseerlebnis sehr für mich bereichert hat.

Komplettiert wird die Fortsetzung wieder durch eine Karte von Paris, ein Glossar mit den wichtigsten Hauptpersonen sowie einem Nachwort der Autorin, in dem sie erklärt, was real und was Fiktion ist. Das hat es für mich perfekt abgerundet.
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Band 2 der Dilogie hat mich genauso begeistert wie Band 1, weil nahtlos an dessen Handlung angeknüpft wird. Die fiktiven und realen Persönlichkeiten sind erneut perfekt miteinander verwoben und das Lesen hat mir genauso viel Spaß gemacht, wie beim ersten Teil. Daher gibt’s von mir wieder eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Spannende Suche nach Wurzeln und Zugehörigkeit

Familia
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„Die Wahrheit wird oft irrigerweise als etwas Fließendes betrachtet – als würde sie ihre Gestalt verändern, sich wandeln, je nach den sie umgebenden Umständen. Aber das stimmt nicht. Die Wahrheit – die ...

„Die Wahrheit wird oft irrigerweise als etwas Fließendes betrachtet – als würde sie ihre Gestalt verändern, sich wandeln, je nach den sie umgebenden Umständen. Aber das stimmt nicht. Die Wahrheit – die echte Wahrheit – ist so unbeweglich wie ein Berg.“ (S. 13)

Dieser Einsicht muss sich Gabby DiMarco stellen. Als die New Yorker Journalistin das Ergebnis eines DNA-Tests erhält, den sie – wie all ihre Kollegen – eigentlich nur zum Spaß gemacht hat, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt. Aufgewachsen als Einzelkind kann sie ihre bereits verstorbenen Eltern nicht mehr dazu befragen. So beschließt sie, der Sache selbst auf den Grund zu gehen und reist kurzentschlossen nach Puerto Rico, um ihrer vermeintlichen Abstammung nachzuspüren.

Ihre angebliche Schwester Isabella Ruiz hingegen freut sich sehr über die Nachricht der Verwandtschaftsermittlung. Sie hofft, ihre Schwester Marianna wiederzusehen, die im Alter von sieben Monaten spurlos verschwand. Doch wie kann sie die äußerst skeptische Gabby davon überzeugen, dass sie wirklich die Gesuchte ist?

Zusammen begeben sich die beiden auf die nicht immer ungefährliche Spurensuche in San Juan. Was ist vor 25 Jahren wirklich passiert?
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„Die Wahrheit des einen Lebens verwandelt das eines anderen in eine Lüge.“ (S. 195)

Gabby und Isabella, die beiden unterschiedlichen Schwestern, sind beide sehr nahbar gezeichnet. Im Lauf der Geschichte kommen viele Beteiligte zu Wort und schildern aus ihrer Sicht, wie sich die Sache um Mariannas Verschwinden damals zugetragen hat. Dadurch baut sich langsam aber stetig das ganze Konstrukt auf. Gabby und Isabella erzählen jeweils aus ihrer Sicht, was es mir leicht gemacht hat, mich in sie einzufühlen und ihren Blickwinkel zu verstehen.

Für beide ist es schwierig, mit der Situation umzugehen. Gabby, die glücklich und behütet aufwuchs, kann sich nicht vorstellen, dass ihre Eltern sie ihr Leben lang belogen haben. Isabella wünscht sich nichts sehnlicher, als das Gabby wirklich ihre Schwester ist und vergisst darüber manchmal, wie schwer es für diese sein muss, plötzlich nicht mehr zu wissen, wer man wirklich ist.

Die Autorin schafft es zusätzlich zur emotionalen Ebene des Buches, eine wirklich spannende Geschichte um das Schicksal der beiden Schwestern herum zu bauen, die mich zum Schluss sogar ziemlich überrascht hat.
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„Familia“ ist ein Buch über die Suche nach Identität und Wurzeln und über – natürlich – Familie. Im Nachwort beschreibt Lauren E. Rico es wirklich sehr gut. Familie definiert sich nicht über die DNA. Familie sind nicht nur Blutsbande oder Verbindungen in irgendwelchen Dokumenten. Familie ist das, was in unseren Herzen passiert, wenn wir uns verbunden fühlen mit den Menschen in unserem engen Umfeld. Und als Teil einer Patchwork-Familie kann ich das nur bestätigen ❤️

Von mir gibt’s eine Empfehlung für diese spannende Familiengeschichte!

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Geheimnisse im Ritz

Der Barmann des Ritz
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Dieser Roman basiert auf der echten Figur des Frank Meier, eines Halb-Österreichers, der mit Zwischenstation in New York schließlich in Frankreich landet. Für Frankreich zieht er auch als Soldat in den ...

Dieser Roman basiert auf der echten Figur des Frank Meier, eines Halb-Österreichers, der mit Zwischenstation in New York schließlich in Frankreich landet. Für Frankreich zieht er auch als Soldat in den ersten Weltkrieg, wonach er schließlich irgendwann im berühmten Ritz landet. Dort arbeitet er sich zum bekanntesten Barmann von Paris hoch. Hinter seiner Bar kann ihn normalerwiese nichts aus der Ruhe bringen. Bis 1940 die Deutschen in Paris einmarschieren und eine andere Zeit anbricht. Plötzlich bekommt er an seiner Bar mehr Geheimnisse und Absprachen mit, als er eigentlich möchte.

Dabei hat er selbst das größte Geheimnis: Keiner weiß, das er Jude ist, nicht einmal seine große Liebe Blanche oder sein Lehrling Luciano, beide selbst Juden. Ab sofort ist Versteckspielen angesagt, was unter den gegebenen Umständen immer schwieriger wird. Denn sämtliche wichtigen deutschen Befehlshaber, inklusive Hermann Göring, nehmen an seiner Bar Platz und kommen bei Champagner oder Cocktails ins Plaudern. So wird jeder servierte Gin Tonic für ihn zum Spießroutenlauf, es beginnt ein innerer Kampf, den er mit sich ausficht.

Er strauchelt oft, hadert mit sich und seinem Gewissen. Was soll er tun? Im Stillen weiter darauf hoffen, das keiner etwas merkt? Doch er will auch helfen, etwas tun… Doch wie? Und wem kann er noch vertrauen?

„Wo ist er, der Freiwillige von 1914? Er serviert zwei abgetakelten Fregatten Wodka, anstatt draußen auf der Straße gegen die Deutschen zu kämpfen.“ (S. 401)
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Ich fand diesen historischen Roman mit realen Charakteren wirklich großartig, obwohl ich kurz gebraucht habe, reinzukommen. Die mondäne Stimmung, die im Ritz vorherrschte, obwohl draußen die Welt sprichwörtlich in Trümmern lag, ist auf jeder einzelnen Seite zu spüren. Man begegnet einigen bekannten historischen Persönlichkeiten, wie z.B. Coco Chanel, aber auch einigen weniger bekannten, die jedoch auf diesen Teil des zweiten Weltkriegs direkt oder indirekt Einfluss hatten (das Glossar am Ende ist wirklich hilfreich). Ich habe viele neue Aspekte hinsichtlich des zweiten Weltkriegs kennengelernt und musste zwischendurch immer mal wieder nachschlagen, was es mit den einzelnen Personen auf sich hat.

Die Charaktere selbst sind hervorragend ausgearbeitet und ich konnte besonders die Gedankengänge und Gewissenskonflikte von Frank Meier gut nachempfinden, da die Geschehnisse aus seiner Sicht erzählt werden.
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Es geht um Werte wie Mut und Loyalität, Integrität und den schmalen Grat zwischen Überleben und Widerstand. Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an, denn neben den wirklich interessanten, historischen Fakten, habe ich mir nicht nur einmal die Frage gestellt, was ich in Frank Meiers Lage gemacht hätte. Am besten lest Ihr selbst das Buch und stellt Euch genau diese Frage, die ich für mich nicht eindeutig beantworten konnte.
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Leseempfehlung für Liebhaber von historischen Romanen und Interesse an deutsch-französischer Geschichte.

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