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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2026

Wenn Mythen plötzlich zum Schulalltag werden

Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter
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Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter von Tracy Wolff ist schon optisch ein echtes Highlight. Der Einband und der Farbschnitt sind wunderschön gestaltet und das Buch wirkt insgesamt sehr hochwertig ...

Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter von Tracy Wolff ist schon optisch ein echtes Highlight. Der Einband und der Farbschnitt sind wunderschön gestaltet und das Buch wirkt insgesamt sehr hochwertig – definitiv ein Blickfang im Bücherregal.

Der Einstieg in die Geschichte fällt allerdings etwas langsam aus. Zu Beginn begleitet man Penelope und ihre Familie auf dem Weg zu einem geheimnisvollen Ort, doch über die Hintergründe erfährt man zunächst erstaunlich wenig. Da die Geschichte stark aus Penelopes Perspektive erzählt wird, bekommt man nur das mit, was sie selbst wahrnimmt. Auch ihre Reise zur Schule und die ersten Momente dort ziehen sich etwas, sodass die Handlung in den ersten etwa hundert Seiten eher gemächlich voranschreitet.

Sobald Penelope jedoch ihre neue Freundin Fifi kennenlernt – die ihr kurzerhand den Spitznamen Elli gibt – gewinnt die Geschichte deutlich an Tempo. Die Ereignisse verdichten sich, die Akademie wird lebendiger und man kann sich die Welt immer besser vorstellen. Der bildhafte Schreibstil der Autorin trägt viel dazu bei, dass man sich beim Lesen gut in die Handlung hineinziehen lassen kann.

Das Setting der Schule erinnert stellenweise an Harry Potter. Auch hier gibt es verschiedene Häuser, in die die Schülerinnen und Schüler einsortiert werden und in denen sie mehrere Jahre gemeinsam leben. Dazu kommen Aufgaben, Rätsel und gemeinsame Ziele. Gleichzeitig bringt die Geschichte mit der griechischen Mythologie und den göttlichen Einflüssen eigene Ideen mit.

Im Verlauf der Handlung gibt es immer wieder unerwartete Wendungen. Manche Ereignisse wirken zunächst rätselhaft oder fast wie aus einem Albtraum, was der Geschichte eine ungewöhnliche und teilweise düstere Atmosphäre verleiht.

Besonders gelungen ist das Ende: Es sorgt für Spannung und macht definitiv Lust auf die Fortsetzung. Trotz des etwas langsamen Einstiegs bleibt insgesamt eine unterhaltsame Fantasygeschichte mit viel Potenzial für die nächsten Bände.

Fazit: Ein atmosphärischer Auftakt mit interessanter Idee, vielen Wendungen und einer spannenden magischen Schulwelt – auch wenn der Anfang etwas kürzer hätte sein dürfen.

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Veröffentlicht am 05.03.2026

Zwischen Ostern und Mordermittlungen

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl
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Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl von Fabio Nola entführt die Leser nach Neapel – und das mitten in die Osterwoche.

Schon zu Beginn wird deutlich, dass dieser Krimi nicht nur vom Mordfall lebt, ...

Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl von Fabio Nola entführt die Leser nach Neapel – und das mitten in die Osterwoche.

Schon zu Beginn wird deutlich, dass dieser Krimi nicht nur vom Mordfall lebt, sondern auch stark von Einblicken in das Leben der Figuren.

Obwohl es sich um einen Band der Reihe um Commissario Gaetano handelt, lässt sich das Buch problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. Der Kommissar verbringt die Feiertage zunächst mit seiner Familie auf dem Land, bis seine neue Kollegin Beppa Bellucci ihn an Karfreitag wegen eines Toten im Hafen zurück in die Ermittlungen holt. Die Zusammenarbeit der beiden und ihre Dynamik spielen im Verlauf der Geschichte eine wichtige Rolle.

Besonders gut gelungen ist die Einbindung der italienischen Kultur. Die Handlung spielt rund um Ostern, wodurch Prozessionen, Familienbesuche und kulinarische Traditionen immer wieder in die Geschichte einfließen. Italienische Ausdrücke und Namen verstärken zusätzlich das Gefühl, direkt vor Ort zu sein.

Am Ende des Buches hilft ein Glossar mit neapolitanischen Begriffen dabei, diese noch besser einzuordnen.

Der Kriminalfall selbst wird spannend aufgebaut, auch wenn mir stellenweise etwas viel „Drumherum“ erzählt wurde. Gerade im Mittelteil nimmt sich die Geschichte viel Zeit für persönliche Hintergründe und Familienaspekte – sowohl bei Gaetano als auch bei den Angehörigen des Opfers. Im letzten Abschnitt zieht das Tempo dann deutlich an und die Handlung steuert auf eine spannende Auflösung zu.

Insgesamt ist dies ein atmosphärischer Krimi, der besonders durch sein italienisches Flair und seine Figuren lebt.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Ein Hoch auf das Schnabeltier!

Phineas und Ferb - Monstermarathon
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Monster Marathon – Phineas und Ferb ist genau das Richtige für alle, die die Serie lieben. Wer mit Phineas, Ferb und Dr. Doofenshmirtz aufgewachsen ist, wird sich sofort wieder zuhause fühlen. Für mich ...

Monster Marathon – Phineas und Ferb ist genau das Richtige für alle, die die Serie lieben. Wer mit Phineas, Ferb und Dr. Doofenshmirtz aufgewachsen ist, wird sich sofort wieder zuhause fühlen. Für mich war das Lesen vor allem ein nostalgisches Erlebnis, da ich die Serie als Kind sehr gerne geschaut habe – umso schöner war es, das Comic jetzt gemeinsam mit unserem siebenjährigen Sohn zu entdecken.

Die Illustrationen orientieren sich stark am Stil der Serie und transportieren den bekannten Humor und die Dynamik sehr gut ins Comicformat. Unser Sohn war sofort begeistert und blättert auch nach dem ersten Durchlesen immer wieder darin – ein gutes Zeichen dafür, dass die Geschichten ankommen.

Inhaltlich enthält der Band zwei Abenteuer. Die erste Geschichte hat mir persönlich etwas weniger gefallen, während die zweite deutlich stärker an den typischen, schrägen Humor der Serie erinnert, den ich besonders mag. Insgesamt sind beide Geschichten actionreich und fantasievoll.

Ein kleiner Kritikpunkt ist die Schriftgröße – sie hätte für jüngere Leserinnen und Leser ruhig etwas größer sein dürfen. Dennoch überwiegt klar der positive Eindruck.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Zwischen Erinnerung, Identität und Meer – ein intensiver Roman

Alma
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Schon die ersten Seiten von Alma zeigen die besondere Stärke dieses Romans: eine ruhige, dichte Sprache und eine starke atmosphärische Verankerung. Federica Manzon erzählt Triest und die Insel nicht nur ...

Schon die ersten Seiten von Alma zeigen die besondere Stärke dieses Romans: eine ruhige, dichte Sprache und eine starke atmosphärische Verankerung. Federica Manzon erzählt Triest und die Insel nicht nur als Schauplätze, sondern als erinnerungsgeladene Räume, in denen persönliche Geschichte, politische Umbrüche und familiäre Prägungen untrennbar miteinander verwoben sind. Früh wird spürbar, dass hier ein stiller, intensiver Roman über Identität, Verlust und die Frage nach Zugehörigkeit entsteht.

Der Einstieg verlangt jedoch Aufmerksamkeit. Häufige Zeitsprünge und wechselnde Familienkonstellationen machen das Lesen zunächst anspruchsvoll und bremsen den Lesefluss. Erst nach etwa einem Viertel des Buches ordnen sich die Beziehungsebenen klarer, die Sprünge werden nachvollziehbarer und die Geschichte gewinnt deutlich an Zugkraft.

Im Zentrum stehen Vili und Alma – zwei Figuren, die man über viele Jahre begleitet und die beide auf der Suche nach sich selbst sind. Ihre innere Zerrissenheit, das Fehlen einer stabilen Identität und die Prägung durch Herkunft und Familie werden eindringlich und sehr bildhaft beschrieben. Gerade in emotionalen Momenten gelingt es dem Roman, Gefühle, Gedanken und Beweggründe spürbar zu machen, sodass man sich tief in die Figuren einfühlen kann.

Besonders gelungen ist auch die Einbindung alter Fotografien, die Erinnerungsräume öffnen und die Vorstellungskraft zusätzlich unterstützen. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Erzählen, das sich wie eine Sammlung ineinander verschachtelter Geschichten entfaltet – geprägt von Meer, Wind, Grenzen und dem Gefühl, nirgends ganz zu Hause zu sein.

Alma ist kein schneller Roman, sondern einer, der Geduld verlangt. Wer sich darauf einlässt, wird jedoch mit einer nachdenklichen und lange nachwirkenden Geschichte belohnt. Ein stilles, intensives Buch, das man nicht nur liest, sondern erlebt.

Triggerwarnung: in dem Buch geht es unter anderem um Krieg. Es werden teilweise grausame Szenen beschrieben. Kinder, Frauen, Männer sterben. Verstümmelung, Vergewaltigung, Massengräber.

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Veröffentlicht am 06.02.2026

Düster, spannend und voller unerwarteter Wendungen

Nightweaver
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Nightweaver startet direkt sehr spannend und zieht einen schnell in seine düstere Welt hinein. Das Meer als Schauplatz, die geheimnisvollen und gefährlichen Nightweaver sowie Asters persönliche Geschichte ...

Nightweaver startet direkt sehr spannend und zieht einen schnell in seine düstere Welt hinein. Das Meer als Schauplatz, die geheimnisvollen und gefährlichen Nightweaver sowie Asters persönliche Geschichte sorgen von Beginn an für eine intensive Atmosphäre. Besonders berührend ist ihr Verlust und der Wunsch nach Rache – und dann ausgerechnet die Begegnung mit einem Nightweaver, dem sie vielleicht vertrauen muss. Diese Mischung aus Dunkelheit, Spannung und emotionalem Knistern macht einen großen Reiz der Geschichte aus.
Im Verlauf bleibt das Buch insgesamt sehr fesselnd und entwickelt einen starken Sog, der zum Weiterlesen motiviert. Gleichzeitig gibt es jedoch auch Stellen, an denen sich die Handlung etwas in die Länge zieht oder inhaltlich schwer nachzuvollziehen ist. Einige Szenen wirken zudem überraschend brutal und stellenweise deutlich härter, als ich es erwartet hätte. Auch dass Figuren ungewollt zu Antagonisten werden und dadurch sterben, empfand ich persönlich als eher belastend.
Die Nightweaver erinnern in ihrer Darstellung teilweise an klassische Vampirmotive, was einerseits vertraut wirkt, andererseits aber gut in die düstere Stimmung passt. Trotz der genannten Kritikpunkte bleibt die Geschichte sehr spannend und atmosphärisch dicht erzählt.

Besonders das Ende macht große Lust auf die Fortsetzung und lässt viele Fragen offen, die neugierig auf Band 2 machen. Insgesamt eine packende Romantic Fantasy.

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