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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2019

Mörderische Idylle

Nachts schweigt das Meer
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Ben kehrt nach einem Schicksalsschlag auf seine Heimatinsel zurück um sich selbst zu finden und einen klaren Kopf zu fassen. Doch ein Mord erschüttert die traumhafte Idylle der Scilly Inseln und der Täter ...

Ben kehrt nach einem Schicksalsschlag auf seine Heimatinsel zurück um sich selbst zu finden und einen klaren Kopf zu fassen. Doch ein Mord erschüttert die traumhafte Idylle der Scilly Inseln und der Täter kann nur einer der Bewohner sein. Dies scheint auf der beschaulichen Insel, wo man seine Nachbarn seit Ewigkeiten kennt und jeder jedem hilft, eine Unmöglichkeit zu sein. Und doch scheinen direkt mehrere Inselbewohner verdächtig. Ein zweiter Handlungsstrang führt den Leser zusätzlich in die Irre. Und wer ist die schöne, unnahbare Fremde, die Ben den Kopf verdreht? Das Buch ist flüssig geschrieben und lässt sich angenehm lesen. Man fiebert mit den Menschen mit und will wissen, wer auf der Insel einen solchen Verrat begangen hat. Generell scheint hinter den Kulissen nicht alles so idyllisch zu sein, wie es scheint. Ich hatte bis zuletzt keinen Verdacht wer der Mörder ist, alle meine Theorien wurden vorher zerschlagen. Trotzdem fand ich das Ende sehr enttäuschend, nachdem die Autorin so lange auf die Auflösung des Falls hingearbeitet hat. Hier hätte ich mir mehr Details, Reaktionen der anderen Inselbewohner und eine schlüssigere Erklärung gewünscht. Aber alles in allem war es ein lesenswerter Krimi, der mich gut unterhalten hat.

Veröffentlicht am 15.03.2026

für mich zu vollgepackt

Real Americans
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Die Werbekampagne zu diesem Buch war ja dermaßen präsent, dass ich das Gefühl hatte, dieses Buch unbedingt lesen zu müssen. und ein Generationenroman über Migration, Integration und Identität fand ich ...

Die Werbekampagne zu diesem Buch war ja dermaßen präsent, dass ich das Gefühl hatte, dieses Buch unbedingt lesen zu müssen. und ein Generationenroman über Migration, Integration und Identität fand ich thematisch aktuell auch sehr relevant und ansprechend, weshalb ich das Buch auch gerne lesen wollte. Allein schon beim Umfang war ich kurz abgeschreckt. Nach Beenden des Buches kann ich nun sagen: trotz Umfang habe ich die Geschichte als sehr oberflächlich empfunden. das Buch scheint vollgestopft mit Themen, schneidet sie aber alle nur grob an.

Mit dem Erzählstil bin ich lange nicht so recht warm geworden: die einzelnen Teile, umfassen immer riesige Zeitsprünge, da hier drei Generationen einer Familie begleitet werden. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass die Lücken dessen, was ich als Leser nicht erfahren habe, deutlich größer sind als das was präsentiert wurde. Nicht alle Entscheidungen, Beziehungen und Emotionen erschienen mir dadurch nachvollziehbar und ich hatte über weite Strecken des Buches viele Fragezeichen im Kopf. Dieses episodische Erzählen hatte bei mir zur Folge, dass ich mich oft gefragt habe, ob ich überhaupt verstehe, worum es in dem Buch geht.

Überrascht war ich, wie hier selbst vermeintlich zentrale Figuren an den Rand gestellt wurden und das ganze Buch hinweg absolut blass blieben. Gleichzeitig war ich dadurch ihnen gegenüber direkt sehr voreingenommen, was sich zumindest bei einem der Charaktere für mich zum Ende hin relativiert hat. Habe aber generell nur sehr schwer Zugang zu jeglcihen Figuren gefunden, was vielleicht auch der Grund ist, warum mich die Geschichte nicht so richtig gepackt hat.

Der Text selbst liest sich aber gut, ist toll geschrieben und die einzelnen Episoden selsbt, fand ich durchaus ansprechend, wobei mir vor allem Nicks Geschichte angesprochen hat, der mit den Folgen der Konflikte zweier Generationen aufgewachsen ist. Das Ende des Buches schlägt tatsächlich einen guten Bogen und führt die einzelnen Erzählstränge und Figuren selbst zusammen, was die Geschichte für mich rückblickend abrundet. Da habe ich auch zum ersten Mal beim Lesen so ein bisschen emotionale Nähe und Rührung empfunden.

Ich glaube, weniger wäre hier mehr gewesen, aber insgesamt wars nicht schlecht. Hat mich jetzt nicht so vom Hocker gehauen, wie ich erwartet/gehofft hatte, aber ich bin trotzdem froh, dass ich es gelesen habe. Ich habe diese Geschichte aber ingesamt als sehr distanziert, stellenweise sogar auf nüchterne Art als kalt empfunden. Für mich 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Leseerlebnis toll, inhaltlich bisschen zäh

Der letzte Sommer auf Nantucket
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Irgendwie hab ich mir das Buch ein bisschen anders vorgestellt, als es letztendlich war. Klappentext und erste Kapitel nehmen ja bereits so ein bisschen vorweg, was im dem besagten Sommer auf Nantucket ...

Irgendwie hab ich mir das Buch ein bisschen anders vorgestellt, als es letztendlich war. Klappentext und erste Kapitel nehmen ja bereits so ein bisschen vorweg, was im dem besagten Sommer auf Nantucket passiert und die Ereignisse werden dann entsprechend aufgerollt. Da die Geschichte aber zu einem großen Teil in Rückblenden erzählt wird, wird das Erzähltempo massiv ausgebremst, womit ich so ein bisschen gestrudelt habe. Denn eigentlich ist ja vor allem alles rund um Coco und den Hausbrand auf den ersten Blick besonders interessant.

In der Geschichte geht es primär um die sozialen Strukturen, das Lebensgefühl einer Gesellschaftsschicht und die sich verändernde Gruppendynamik, sobald die Richardsons zu der eingefleischten Gruppe der dauerhaften Bewohner Nantuckets dazu stoßen. Zusätzlich fallen einige Figuren aus dem gesellschaftlichen Rahmen, wie Coco, die eine etwas andere Sicht auf die Sozialetikette und die sich daraus ergebenden Reibereien haben.

Plottechnisch hätte es für meinen Geschmack gerne etwas komprimierter und dichter sein können. Das Buch liest sich so ein bisschen wie eine lose Erzählung, leicht schal, nachdem die Exzesse der Nacht dem Tageslicht gewichen sind. Es ist eine Geschichte von Hedonismus, Überfluss und Ausschweifungen. Wir verfolgen zwar einen ganzen Sommer, aber so richtig passieren tut nichts.

Ich glaube, es gab nicht eine einzige sympathische Figur. Alle Charaktere sind sehr egozentrisch und die Geschichte ist eine Aneinanderreihung an Kränkungen, Rivalitäten und gegenseitigem Ausnutzen. Das fand ich Storytechnisch schon auch gegen Ende ermüdend. Ich hab da einfach noch auf eine große Wende gewartet, die einfach nicht kam. Am ehesten konnte ich noch mit Coco mitfühlen, aber auch sie hat klare Ziele vor Augen, als sie nach Nantucket kommt und so richtig bin ich auch mit ihr nicht warm geworden.

Elin Hilderbrand hat einen schönen Schreibstil, sodass ich das Buch an sich gerne gelesen habe. Und ich mag, wie nuanciert sie ihre Figuren ausgestaltet. Die Geschichte wird eindeutig von den Figuren getragen. Rein vom Leseerlebnis war das Buch also durchaus ansprechend. Inhaltlich aber dieses Mal eher nicht meins. Insgesamt 3.5 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Die Last eines Sommers

Schwarzer September
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Der Erzählstil kam mir anfangs etwas eigentümlich vor. Bin nicht so ein riesiger Fan davon, wenn der Leser direkt angesprochen wird. Aber zu dieser Geschichte und ihrem Flair passt das irgendwie.

Mir ...

Der Erzählstil kam mir anfangs etwas eigentümlich vor. Bin nicht so ein riesiger Fan davon, wenn der Leser direkt angesprochen wird. Aber zu dieser Geschichte und ihrem Flair passt das irgendwie.

Mir haben vor allem die Beschreibungen des Familienlebens und der Eigenheiten, die seine Eltern jeweils ausmachten, gefallen. Ich fand man konnte sich ein gutes Bild von ihnen, ihrer Beziehung und dem Leben miteinander machen. Auch die Coming of Age Aspekte wurden gut herausgearbeitet und ein paarmal musste ich beim Lesen schmunzeln.

Der Vibe des Sommers, der Verliebtheit und damit verbundenen Aufregung kam wirklich gut rüber und schafft eine schöne Atmosphäre. Die zentralen Themen rund im Musik, Sprache, Erwachsenwerden geben dem sommerlichen Exkurs eine nahbare, coole Richtung und machen Gigio authentisch.
Und gleichzeitig gibt es Episoden, die die Idylle durchbrechen, die mich sprachlos gemacht und sich wie ein Felsbrocken auf meine Brust gelegt haben.

Der im Klappentext angeteaserte Fall eröffnet sich erst ganz zum Schluss. Ich hatte angenommen, dass dieser einen größeren Stellenwert einnehmen würde, finde es aber an sich sehr passend umgesetzt. Nur, dass am Schluss alles recht komprimiert ist, hat für mich so bisschen den Flair der sommerlichen Träge zerstört. Ich hätte hier kein Resümee gebraucht.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Hat mich nicht ganz so gefesselt wie Band 1

A Kingdom of Shadows
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Band 1 fand ich ja richtig toll und ich war so gespannt wie es weitergeht. Vor allem das Thema rund um den Drachenwandler hatte mir im ersten Buch gut gefallen und ich hatte eigentlich gehofft, das Thema ...

Band 1 fand ich ja richtig toll und ich war so gespannt wie es weitergeht. Vor allem das Thema rund um den Drachenwandler hatte mir im ersten Buch gut gefallen und ich hatte eigentlich gehofft, das Thema würde hier vertieft werden. Aber dieses Buch legt vor allem viel Augenmerk auf die Charakterentwicklung der Protagonisten und die Beziehungen zwischen den Figuren. Hier wird viel schönes aufgebaut, es gibt ein paar super schöne aber auch schmerzliche Momente und vor allem das Gekabbel zwischen den Protagonisten ist weiterhin sehr amüsant. Der Plot bleibt für meinen Geschmack dahinter zurück.

Die eigentlich Aufgabe rückt für mein Empfinden in den Hintergrund und die Handlung ist in diesem Buch sehr Romance-lastig. Man verstehe ich hier nicht falsch: ich weiß eine gute Romantasy durchaus zu schätzen, aber die Suche nach den Elementsteinen, die Aufgaben und Rätsel hätten so viel Potential gehabt die Geschichte wirklich episch zu machen. Stattdessen werden die Aufgaben relativ knapp abgehandelt und so richtig Spannung kommt dabei leider nicht auf.

Nara und Darius brauchen gefühlt ewig um mal ehrlich und offen miteinander zu sein, was ich zwischenzeitlich anstrengend fand. hier wird gefühlt künstlich Drama erzeugt, das die Geschichte gar nicht nötig hätte. Und de Wortwahl bei den spicy Szenen fand ich irgendwie cringe, keine Ahnung. Das war nicht mein Fall und hab ich dann entsprechend nur überflogen.

Die Rückblenden in Naras und Darius Jugend waren ganz nett, aber mir irgendwann zu viel weil sie mich immer aus der Haupthandlung rausgeworfen haben. Auch hier wird hauptsächlich die Beziehung zwischen den Figuren untermauert. Die Entwicklung zum Ende hin war absehbar, aber hat der Geschichte einen netten Twist gegeben. Die letzten Seiten waren dann nochmal richtig stark, inklusive heftigen Plottwist, sodass ich, obwohl ich diesen Band eher schwach fand, den nächsten Band trotzdem lesen wollen würde.

In meinen Augen ist das so ein klassischer Zwischenband, der einiges vorbereitet und dadurch selbst so ein bisschen auf der Stelle tritt. Eher Romance als Fantasy, aber durchaus kurzweilig zu lesen. würde 3,5 Sterne geben

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