Profilbild von CynthiaM94

CynthiaM94

Lesejury Star
offline

CynthiaM94 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit CynthiaM94 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Nicht so düster wie gedacht

An Education in Malice: Verlangen. Intrigen. Blut.
0

Ich mag ja Dark Academy richtig gern und bei diesem Buch hörte sich die Beschreibung inklusive des Touches verbotener Liebe sehr reizvoll an. Was der Klappentext nicht verrät und mich sehr überrascht hat: ...

Ich mag ja Dark Academy richtig gern und bei diesem Buch hörte sich die Beschreibung inklusive des Touches verbotener Liebe sehr reizvoll an. Was der Klappentext nicht verrät und mich sehr überrascht hat: bisschen Fantasy ist auch dabei.

Den Vibe habe ich lange gar nicht als düster empfunden, viel mehr hat es einen leicht biederen und dadurch passagenweise fast schon anrüchigen Touch, wobei bei Protagonistin Laura neben Neugier auch immer ein Stück weit Scham mitschwingt. Ich liebe ja queere Romance, aber hier fand ichs stellenweise etwas cringe.

Ich fand auch die Verhaltensweisen und Endscheidungen, die die Figuren treffen, nicht immer unbedingt nachvollziehbar. Für mich war es ein stetiges Auf und Ab zwischen Begeisterung und Kopfschütteln bei dieser Geschichte. Camilla macht von allen noch die greifbarste Entwicklung durch und generell habe ich ihre Geschichte als am interessantesten empfunden. Muss aber auch sagen, dass ich die Charaktere generell als blass und nicht so richtig ausgearbeitet empfunden habe. Außer den drei zentralen Figuren lernt man an der gesamten Uni auch eigentlich sonst niemanden kennen.

Trotzdem hat das Buch irgendwas an sich, sodass es trotzdem eine gewisse Sogwirkung hatte und ich das Buch Relativ schnell durchgelesen habe. Es ist nicht so klischeehaft verklärt wie ähnliche Geschichten und zwischendurch war es wirklich stimmungsvoll und atmosphärisch. Hätte für mich gerne noch düsterer und vor allem was die Charaktere betrifft etwas dreidimensionaler sein können, aber ein schöner Roman für Zwischendurch

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2026

hätte man mehr draus machen können

When Shadows Darken the Sun
0

Das Buch besticht durch eine super schöne, hochwertige Optik, die bei mir vor allem der Anreiz war, dieses Buch zu lesen. Die Geschichte selbst hat in meinen Augen ihr Potential nicht ausgeschöpft, war ...

Das Buch besticht durch eine super schöne, hochwertige Optik, die bei mir vor allem der Anreiz war, dieses Buch zu lesen. Die Geschichte selbst hat in meinen Augen ihr Potential nicht ausgeschöpft, war stellenweise regelrecht zäh und das Ende mit Cliffhanger war nicht so mein Fall. Ich hätte mir hier irgendwie einen abgeschlossenen Einzelband gewünscht und weiß nicht, ob ich Band 2 lesen werden.

Der Start und das erste Aufeinandertreffen der Protagonisten waren eigentlich ziemlich cool. Gleich zu Anfang wird viel Stimmung und eine fast schon unheimliche Atmosphäre aufgebaut. Das täuscht auch so ein bisschen darüber hinweg, dass handlungstechnisch gar nicht mal so viel passiert.

Mit am eindrucksvollsten fand ich, was für ein nahbarer Herrscher Nox ist, nicht nur wie er sich seinem Volk gegenüber verhält, sondern auch gegenüber Cass. Da hat er echt Sympathiepunkte bei mir gesammelt.

Das Worldbuilding bleibt vor allem anfangs eher schwammig. Es deutet sich zwar ein bisschen was an, bleibt aber eher unkonkret, bis sich die beiden Protagonisten auf die Reise durch den Hof der Nacht begeben. Und dann wurde es stellenweise regelrecht schwülstig in den Beschreibungen.

Das Turnier selbst, das im Klappentext angeteasert wird, spielt auch erstmal keine große Rolle, genauso wie die scheinbar schwache Prinzessin des Taghofes, für die sich aber auch keiner weiter zu interessieren scheint. Das nahm dann auch eine größere Enthüllung zur Mitte des Buches vorweg. Gegen Ende wird das dann alles recht schnell abgehandelt, wodurch für mich die Spannung auf der Strecke blieb.

Enemies-to-Lovers hab ich hier auch nicht so recht gefühlt. Es war eher Strangers to allies with benefits to enemies secretly admiring each other. Hier hat mir auch so ein bisschen der Vibe gefehlt. Es war angenehm zu lesen und an sich hätte ich auch Lust mehr über die Welt, die Götter und die neue Aufgabe für Nox und Cass zu lesen, bin aber grad nicht sicher, ob ich wirklich noch ein zweites Buch brauche..

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2026

für mich zu vollgepackt

Real Americans
0

Die Werbekampagne zu diesem Buch war ja dermaßen präsent, dass ich das Gefühl hatte, dieses Buch unbedingt lesen zu müssen. und ein Generationenroman über Migration, Integration und Identität fand ich ...

Die Werbekampagne zu diesem Buch war ja dermaßen präsent, dass ich das Gefühl hatte, dieses Buch unbedingt lesen zu müssen. und ein Generationenroman über Migration, Integration und Identität fand ich thematisch aktuell auch sehr relevant und ansprechend, weshalb ich das Buch auch gerne lesen wollte. Allein schon beim Umfang war ich kurz abgeschreckt. Nach Beenden des Buches kann ich nun sagen: trotz Umfang habe ich die Geschichte als sehr oberflächlich empfunden. das Buch scheint vollgestopft mit Themen, schneidet sie aber alle nur grob an.

Mit dem Erzählstil bin ich lange nicht so recht warm geworden: die einzelnen Teile, umfassen immer riesige Zeitsprünge, da hier drei Generationen einer Familie begleitet werden. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass die Lücken dessen, was ich als Leser nicht erfahren habe, deutlich größer sind als das was präsentiert wurde. Nicht alle Entscheidungen, Beziehungen und Emotionen erschienen mir dadurch nachvollziehbar und ich hatte über weite Strecken des Buches viele Fragezeichen im Kopf. Dieses episodische Erzählen hatte bei mir zur Folge, dass ich mich oft gefragt habe, ob ich überhaupt verstehe, worum es in dem Buch geht.

Überrascht war ich, wie hier selbst vermeintlich zentrale Figuren an den Rand gestellt wurden und das ganze Buch hinweg absolut blass blieben. Gleichzeitig war ich dadurch ihnen gegenüber direkt sehr voreingenommen, was sich zumindest bei einem der Charaktere für mich zum Ende hin relativiert hat. Habe aber generell nur sehr schwer Zugang zu jeglcihen Figuren gefunden, was vielleicht auch der Grund ist, warum mich die Geschichte nicht so richtig gepackt hat.

Der Text selbst liest sich aber gut, ist toll geschrieben und die einzelnen Episoden selsbt, fand ich durchaus ansprechend, wobei mir vor allem Nicks Geschichte angesprochen hat, der mit den Folgen der Konflikte zweier Generationen aufgewachsen ist. Das Ende des Buches schlägt tatsächlich einen guten Bogen und führt die einzelnen Erzählstränge und Figuren selbst zusammen, was die Geschichte für mich rückblickend abrundet. Da habe ich auch zum ersten Mal beim Lesen so ein bisschen emotionale Nähe und Rührung empfunden.

Ich glaube, weniger wäre hier mehr gewesen, aber insgesamt wars nicht schlecht. Hat mich jetzt nicht so vom Hocker gehauen, wie ich erwartet/gehofft hatte, aber ich bin trotzdem froh, dass ich es gelesen habe. Ich habe diese Geschichte aber ingesamt als sehr distanziert, stellenweise sogar auf nüchterne Art als kalt empfunden. Für mich 3,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.03.2026

Leseerlebnis toll, inhaltlich bisschen zäh

Der letzte Sommer auf Nantucket
0

Irgendwie hab ich mir das Buch ein bisschen anders vorgestellt, als es letztendlich war. Klappentext und erste Kapitel nehmen ja bereits so ein bisschen vorweg, was im dem besagten Sommer auf Nantucket ...

Irgendwie hab ich mir das Buch ein bisschen anders vorgestellt, als es letztendlich war. Klappentext und erste Kapitel nehmen ja bereits so ein bisschen vorweg, was im dem besagten Sommer auf Nantucket passiert und die Ereignisse werden dann entsprechend aufgerollt. Da die Geschichte aber zu einem großen Teil in Rückblenden erzählt wird, wird das Erzähltempo massiv ausgebremst, womit ich so ein bisschen gestrudelt habe. Denn eigentlich ist ja vor allem alles rund um Coco und den Hausbrand auf den ersten Blick besonders interessant.

In der Geschichte geht es primär um die sozialen Strukturen, das Lebensgefühl einer Gesellschaftsschicht und die sich verändernde Gruppendynamik, sobald die Richardsons zu der eingefleischten Gruppe der dauerhaften Bewohner Nantuckets dazu stoßen. Zusätzlich fallen einige Figuren aus dem gesellschaftlichen Rahmen, wie Coco, die eine etwas andere Sicht auf die Sozialetikette und die sich daraus ergebenden Reibereien haben.

Plottechnisch hätte es für meinen Geschmack gerne etwas komprimierter und dichter sein können. Das Buch liest sich so ein bisschen wie eine lose Erzählung, leicht schal, nachdem die Exzesse der Nacht dem Tageslicht gewichen sind. Es ist eine Geschichte von Hedonismus, Überfluss und Ausschweifungen. Wir verfolgen zwar einen ganzen Sommer, aber so richtig passieren tut nichts.

Ich glaube, es gab nicht eine einzige sympathische Figur. Alle Charaktere sind sehr egozentrisch und die Geschichte ist eine Aneinanderreihung an Kränkungen, Rivalitäten und gegenseitigem Ausnutzen. Das fand ich Storytechnisch schon auch gegen Ende ermüdend. Ich hab da einfach noch auf eine große Wende gewartet, die einfach nicht kam. Am ehesten konnte ich noch mit Coco mitfühlen, aber auch sie hat klare Ziele vor Augen, als sie nach Nantucket kommt und so richtig bin ich auch mit ihr nicht warm geworden.

Elin Hilderbrand hat einen schönen Schreibstil, sodass ich das Buch an sich gerne gelesen habe. Und ich mag, wie nuanciert sie ihre Figuren ausgestaltet. Die Geschichte wird eindeutig von den Figuren getragen. Rein vom Leseerlebnis war das Buch also durchaus ansprechend. Inhaltlich aber dieses Mal eher nicht meins. Insgesamt 3.5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2026

Die Last eines Sommers

Schwarzer September
0

Der Erzählstil kam mir anfangs etwas eigentümlich vor. Bin nicht so ein riesiger Fan davon, wenn der Leser direkt angesprochen wird. Aber zu dieser Geschichte und ihrem Flair passt das irgendwie.

Mir ...

Der Erzählstil kam mir anfangs etwas eigentümlich vor. Bin nicht so ein riesiger Fan davon, wenn der Leser direkt angesprochen wird. Aber zu dieser Geschichte und ihrem Flair passt das irgendwie.

Mir haben vor allem die Beschreibungen des Familienlebens und der Eigenheiten, die seine Eltern jeweils ausmachten, gefallen. Ich fand man konnte sich ein gutes Bild von ihnen, ihrer Beziehung und dem Leben miteinander machen. Auch die Coming of Age Aspekte wurden gut herausgearbeitet und ein paarmal musste ich beim Lesen schmunzeln.

Der Vibe des Sommers, der Verliebtheit und damit verbundenen Aufregung kam wirklich gut rüber und schafft eine schöne Atmosphäre. Die zentralen Themen rund im Musik, Sprache, Erwachsenwerden geben dem sommerlichen Exkurs eine nahbare, coole Richtung und machen Gigio authentisch.
Und gleichzeitig gibt es Episoden, die die Idylle durchbrechen, die mich sprachlos gemacht und sich wie ein Felsbrocken auf meine Brust gelegt haben.

Der im Klappentext angeteaserte Fall eröffnet sich erst ganz zum Schluss. Ich hatte angenommen, dass dieser einen größeren Stellenwert einnehmen würde, finde es aber an sich sehr passend umgesetzt. Nur, dass am Schluss alles recht komprimiert ist, hat für mich so bisschen den Flair der sommerlichen Träge zerstört. Ich hätte hier kein Resümee gebraucht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere