"Hen na Ie – Das seltsame Haus“ von Uketsu hat mich total gepackt. Wow, was für ein genialer, unheimlicher Ritt! Schon der Einstieg mit dem mysteriösen Grundriss und dem versteckten Raum hat mich gefesselt; ...
"Hen na Ie – Das seltsame Haus“ von Uketsu hat mich total gepackt. Wow, was für ein genialer, unheimlicher Ritt! Schon der Einstieg mit dem mysteriösen Grundriss und dem versteckten Raum hat mich gefesselt; ich hab mitgefiebert und viel mitgerätselt als der Ich-Erzähler und der Architekt die Grausamkeiten dieses Hauses aufdecken. Eingesperrte Kinder, Morde, japanische Rituale, alles so clever verknüpft. Die Atmosphäre kroch mir unter die Haut, und die Auflösung hat mich umgehauen, so originell und verstörend! Das ist definitiv nichts für schwache Nerven, aber eine sehr erfolgreiche Ablenkung vom Arbeitsalltag!
"Ultramarin“ hat mich am Wochenende wirklich umgehauen. Vor allem die Wucht der Beziehung und die Sprache haben mich sofort gepackt. Es ist eines dieser Bücher, das man anfängt und dann kaum noch aus der ...
"Ultramarin“ hat mich am Wochenende wirklich umgehauen. Vor allem die Wucht der Beziehung und die Sprache haben mich sofort gepackt. Es ist eines dieser Bücher, das man anfängt und dann kaum noch aus der Hand legen kann. Ich habe es fast in einem Stück gelesen und dabei völlig die Zeit und alles um mich herum vergessen.
Besonders beeindruckt hat mich die queere Geschichte, die dahintersteht. Die Verbindung zwischen den Figuren entwickelt sich zunächst langsam und vorsichtig, fast tastend. Und dann kippt etwas. Die Dynamik wird plötzlich intensiver, schneller und auch ein bisschen "gefährlich". Genau dieser Moment, in dem sich alles verändert, hat mich emotional total erwischt und der Spannungsbogen hat mich bis zum Ende getragen.
Gleichzeitig hat das Setting eine wunderschöne sommerliche Atmosphäre. Beim Lesen fühlt man sich direkt in diese warme, helle Umgebung versetzt. Gerade dieser sommerliche Rahmen bildet einen spannenden Kontrast zu der Intensität der Geschichte und den Gefühlen, die sich zwischen den Figuren aufbauen.
Für mich ist „Ultramarin“ ein Buch, das man wunderbar an einem Wochenende verschlingen kann. Es zieht einen komplett hinein und lässt einen für ein paar Stunden alles um sich herum vergessen. Ein Roman, der mich mit seiner Sprache, seiner Atmosphäre und dieser intensiven Beziehung wirklich beeindruckt hat. Ich freue mich auf weitere Werke der Autorin!
Ich habe das Buch zufällig in einer "Zu verschenken"-Kiste gefunden. Es hat mich also durch einen wundersamen Zufall gefunden. Beim Lesen stockte mir oft der Atem. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen ...
Ich habe das Buch zufällig in einer "Zu verschenken"-Kiste gefunden. Es hat mich also durch einen wundersamen Zufall gefunden. Beim Lesen stockte mir oft der Atem. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen, in den USA aber auch in Europa, fand ich es im Ton und im Plot fast zu gut getroffen. Es hat mich sehr an "Report einer Magd" von Atwood. Allen Fans dieses Buches (und der Serie) kann ich das Buch nur empfehlen. Sprachlich wirklich fesselnd - teilweise zu spannend für meine Nerven.
„Melken“ hat mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel erwischt. Die bildhafte Sprache malte den Hof, die Tiere und die raue Natur so plastisch vor mein inneres Auge, dass ich den Kuhmist gerochen, den Wind ...
„Melken“ hat mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel erwischt. Die bildhafte Sprache malte den Hof, die Tiere und die raue Natur so plastisch vor mein inneres Auge, dass ich den Kuhmist gerochen, den Wind auf der Haut gespürt und das Muhen der Kühe gehört habe. Als Frau vom Dorf, die in Berlin lebt, traf mich das mitten ins Herz. Jede Szene schleuderte mich zurück in meine eigene Kindheit, in diese schmutzige, echte Heimat mit ihren Gerüchen, Geräuschen und harten Wahrheiten, die ich manchmal vermisse und manchmal verdränge.
Das Buch lag Montagmorgen in meinem Briefkasten. Bei dem schönen Frühlingswetter habe ich mich mit einer Decke auf den Balkon gekuschelt und es in gerade mal zwei Tagen durchgelesen. So kurz, aber so unglaublich kraftvoll. Wie Heimat und Identität hier verwoben sind, fühlt sich für mich absolut gelungen an. Nicht diese heile Welt, sondern ehrlich, widersprüchlich, voller Biss. Es weckt in mir eine Sehnsucht nach meinen Wurzeln, die gleichzeitig tröstet und herausfordert.
Die queeren Elemente machen es für mich besonders besonders. Sie durchbrechen die starre Dorftradition mit so viel sensibler, mutiger Offenheit. Diese Identitätssuche mitten im Melkstall, zwischen Kühen und Feldern, mitten unter den Alten, die alles vorgeben. Das ist feministisch und queer auf eine Weise, die mich tief berührt. Es zeigt, dass man auch auf dem Land frei sein kann, sich selbst finden kann, trotz allen Normen und Blicken. Dieses Buch geht mir richtig unter die Haut und hallt lange nach. Jeder, der Heimat neu fühlen will, braucht „Melken“ jetzt sofort.
Dieses Buch hat mich auf eine sehr leise, aber nachhaltige Weise berührt. Es erzählt vom Erwachsenwerden und Erwachsensein als Frau, mit all den Unsicherheiten, Erwartungen und Widersprüchen, die dazugehören. ...
Dieses Buch hat mich auf eine sehr leise, aber nachhaltige Weise berührt. Es erzählt vom Erwachsenwerden und Erwachsensein als Frau, mit all den Unsicherheiten, Erwartungen und Widersprüchen, die dazugehören. Dabei ist es humorvoll, manchmal selbstironisch, manchmal nachdenklich, aber nie belehrend. Genau diese Mischung hat mir so gut gefallen.
Während des Lesens musste ich immer wieder an meine eigenen Freundinnen denken. An Gespräche in Küchen spät am Abend, an Sprachnachrichten voller Zweifel, an gemeinsames Lachen über Situationen, die eigentlich frustrierend waren. Das Buch beschreibt so treffend, wie sehr wir uns gegenseitig durch verschiedene Lebensphasen tragen. Wie wichtig es ist, Menschen zu haben, die die eigenen Erfahrungen wirklich verstehen, weil sie ähnliche machen.
Es geht viel um das Erwachsenwerden unter bestimmten gesellschaftlichen Erwartungen, aber ohne große Anklage. Vielmehr zeigt die Geschichte in kleinen Beobachtungen, wie man sich selbst findet, sich hinterfragt und immer wieder neu sortiert. Und mittendrin stehen Freundinnenschaften als etwas Selbstverständliches und doch Unglaublich Wertvolles.
Mich hat besonders bewegt, wie selbstverständlich das Buch Freundinnen ins Zentrum rückt. Nicht als Ergänzung zum „eigentlichen“ Leben, sondern als essenziellen Teil davon. Beim Lesen wurde mir noch einmal klar, wie prägend und tragend diese Beziehungen sind. Vielleicht sogar beständiger als so manche romantische Beziehung. Für mich war dieses Buch deshalb nicht nur unterhaltsam, sondern auch persönlich. Es hat mich daran erinnert, meinen Freundinnen öfter zu sagen, wie wichtig sie mir sind. Und allein dafür bin ich sehr dankbar.