Botanisch-kriminell, mordsmäßig (und) eloquent! Ein amüsantes, launiges Krimi-Schmankerl mit genüsslichem, einzigartigem Sprachwitz!
Gärten, Gift und kalte RacheDie Senioren ermitteln wieder und haben trotz des kriminellen Wildwuchses den alleinigen Durchblick!
„Gärten, Gift und kalte Rache“ ist schon der dritte Band aus Klaudia Blasls Gartenkrimi-Reihe und - ...
Die Senioren ermitteln wieder und haben trotz des kriminellen Wildwuchses den alleinigen Durchblick!
„Gärten, Gift und kalte Rache“ ist schon der dritte Band aus Klaudia Blasls Gartenkrimi-Reihe und - ich nehme es gleich vorweg - ich hätte keinen dieser botanischen Krimis missen wollen!
Vorkenntnisse aus den ersten beiden Bänden sind zum Genuss der Lektüre übrigens nicht zwingend erforderlich, aber auch um eben dieses Genusses willen ist das Lesen von "Gärten, Gift und tote Männer" sowie "Gärten, Gift und große Liebe" absolut empfehlenswert.
Man sollte allerdings keinen blutrünstigen Krimi erwarten, der dafür sorgt, dass einem der Schrecken in die Glieder fährt, sondern eine kriminelle Geschichte, die sehr gut erdacht wurde, durch treffliche Beschreibungen, kreative Wortschöpfungen und herrliche Figuren überzeugt und die den Spagat zwischen einer ob final gliederstreckender Antagonisten zum Mitermitteln einladenden Spannung und auf angenehmste Weise unterhaltender und amüsierender Erzählung spielend bewältigt!
Damit habe ich zwar mein Fazit bereits kundgetan, aber ein bisschen näher kann und möchte ich mein Résumé natürlich erläutern, allerdings ohne Details aus der Geschichte zu verraten.
Den leichtfüßigen und wortakrobatischen Schreibstil der Autorin, den ich in jedem Buch aufs Neue genieße, kenne ich schon aus den beiden ersten Bänden dieser Reihe sowie u.a. aus ihren Anthologien zum Thema Pflanzen und Blumen, die ich allen auch nur ansatzweise an Grün Interessierten sehr ans Herz lege.
Die Hauptfiguren dieses Krimis rund um „kalte Rache“ nehmen aufgrund anschaulich-bildhafter Beschreibungen sowohl im wortwörtlichen als auch im übertragenen Sinne figurförmlich Gestalt an, die Gedanken und Handlungen der Protagonisten werden oft mit einem Augenzwinkern, immer aber wortgewandt und mit großem Sprachwitz geschildert und die dörfliche Pseudo-Idylle mit typischen nachbarschaftlichen Liebenswürdigkeiten bekommt Kontur.
Man liest, genießt und ist dem völlig verpeilten Hauptkommissar in Sachen Ermittlungen genauso weit voraus wie alle beteiligten Senioren. Ein köstlicher Spaß!
Zudem kennt Klaudia Blasl sich aus mit schönem und unscheinbarem Grünzeug aller möglichen und nur scheinbar harmlosen Gattungen, vor allem aber ist sie Expertin, wenn es um die Wirkungen und Nebenwirkungen so mancher Pflanze geht, seien die Folgen nun im Guten erhofft oder im Bösen erwünscht. Ziemlich unauffällig jubelt die Autorin uns Wissen über hilfreiches oder letales Grünzeug unter, fein präsentiert und schön dosiert, denn es ist wie so oft, die Dosis macht das Gift. Die geneigte Leserschaft sollte also stets wachsam bleiben!
„Gärten, Gift und kalte Rache“ führt Klaudia Blasls erfolgreiche Gartenkrimi-Reihe, die sprachgewandte Unterhaltung vom Feinsten bietet, erfolgreich fort und ich kann nur hoffen, dass die Autorin weitere Bände folgen lassen wird, denn mit ihrem Schreibstil, ihren sprachlichen Finessen, sprich mit ihrer Wortgewandtheit, den kriminell unterhaltsamen Geschichten und dem uns darin wie nebenbei vermittelten Wissen um Pflanzen und Pflänzchen hat sie ein außergewöhnliches Krimi-Genre geschaffen!