„Hoffnung bedeutet, trotz aller Dunkelheit Licht zu sehen.“
Vergiss nicht zu tanzen, HannaEin männlicher Autor, wo wir nur wissen, dass er bisher Kriminalromane geschrieben hat, hat nun unter dem Pseudonym Mareike Busch im Andenken an seine Mutter dieses Buch „Vergiss nicht zu tanzen Hanna“ ...
Ein männlicher Autor, wo wir nur wissen, dass er bisher Kriminalromane geschrieben hat, hat nun unter dem Pseudonym Mareike Busch im Andenken an seine Mutter dieses Buch „Vergiss nicht zu tanzen Hanna“ geschrieben. Hanna ist die Hauptprotagonistin, eigentlich spielt die Geschichte in einem kleinen Rahmen aber hat dennoch viel zu erzählen. Eine Bewegte Geschichte, aus einem kleinen ländlichen Ort zu Zeiten des Krieges. Hier lebt Hanna zusammen mit ihrer Familie, man könnte meinen der Krieg ist nicht richtig bis hierhin vorgedrungen, aber das Täuscht, er verändert auch hier alles. Immer jüngere Männer müssen in den Krieg ziehen, einige hat man dafür sehr begeistert, andere möchten wohl lieber weglaufen, auch die Brüder von Hanna werden damit konfrontiert. An Hannas Schule werden Hakenkreuzfahnen aufgehängt und Rassenkunde gelehrt. Dann gibt es noch Rosa die kleine Schwestern von Hanna die mit einer Hasenscharte auf die Welt gekommen und leicht entwicklungsverzögert ist, man hat den Eindruck die Ärzte lauern, ob das Kind wohl normal ist und die Mutter und Rosa tun alles, damit es genau diesen Eindruck macht. Halt gibt Hanna ihr bester Freund Martin, dessen Vater allerdings ein treuer Parteigenosse ist und ihm den Umgang mit Hanna verbietet, es geling den beiden aber sich immer wieder zu treffen, was für beide sehr wichtig ist. Halt gibt Hanna vor allem ihr Großvater mit dem sie oft auf der Bank am See sitzt und Gänse hütet, die Familie führt einen kleinen Bauernhof, das Leben ist geprägt von Arbeit und Entbehrung, dennoch findet Hanna ihren Weg. Eine bewegte Familiengeschichte, ein Buch, was ich nicht aus der Hand legen konnte. Geschichten die zu Kriegszeiten spielen gibt es sicherlich viele, manchmal ist es wichtig, sie zu erzählen, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Wie berührend muss es sein, wenn es die eigene Geschichte ist, die hier erzählt wird, wenn man einen Bezug dazu hat, hat man dann ganz andere Bilder vor Augen. Warum es dem Autor wohl wichtig war diese Geschichte genau so zu erzählen und aufzuschreiben? Liebe Grüße