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Veröffentlicht am 06.03.2026

„Hoffnung bedeutet, trotz aller Dunkelheit Licht zu sehen.“

Vergiss nicht zu tanzen, Hanna
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Ein männlicher Autor, wo wir nur wissen, dass er bisher Kriminalromane geschrieben hat, hat nun unter dem Pseudonym Mareike Busch im Andenken an seine Mutter dieses Buch „Vergiss nicht zu tanzen Hanna“ ...

Ein männlicher Autor, wo wir nur wissen, dass er bisher Kriminalromane geschrieben hat, hat nun unter dem Pseudonym Mareike Busch im Andenken an seine Mutter dieses Buch „Vergiss nicht zu tanzen Hanna“ geschrieben. Hanna ist die Hauptprotagonistin, eigentlich spielt die Geschichte in einem kleinen Rahmen aber hat dennoch viel zu erzählen. Eine Bewegte Geschichte, aus einem kleinen ländlichen Ort zu Zeiten des Krieges. Hier lebt Hanna zusammen mit ihrer Familie, man könnte meinen der Krieg ist nicht richtig bis hierhin vorgedrungen, aber das Täuscht, er verändert auch hier alles. Immer jüngere Männer müssen in den Krieg ziehen, einige hat man dafür sehr begeistert, andere möchten wohl lieber weglaufen, auch die Brüder von Hanna werden damit konfrontiert. An Hannas Schule werden Hakenkreuzfahnen aufgehängt und Rassenkunde gelehrt. Dann gibt es noch Rosa die kleine Schwestern von Hanna die mit einer Hasenscharte auf die Welt gekommen und leicht entwicklungsverzögert ist, man hat den Eindruck die Ärzte lauern, ob das Kind wohl normal ist und die Mutter und Rosa tun alles, damit es genau diesen Eindruck macht. Halt gibt Hanna ihr bester Freund Martin, dessen Vater allerdings ein treuer Parteigenosse ist und ihm den Umgang mit Hanna verbietet, es geling den beiden aber sich immer wieder zu treffen, was für beide sehr wichtig ist. Halt gibt Hanna vor allem ihr Großvater mit dem sie oft auf der Bank am See sitzt und Gänse hütet, die Familie führt einen kleinen Bauernhof, das Leben ist geprägt von Arbeit und Entbehrung, dennoch findet Hanna ihren Weg. Eine bewegte Familiengeschichte, ein Buch, was ich nicht aus der Hand legen konnte. Geschichten die zu Kriegszeiten spielen gibt es sicherlich viele, manchmal ist es wichtig, sie zu erzählen, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Wie berührend muss es sein, wenn es die eigene Geschichte ist, die hier erzählt wird, wenn man einen Bezug dazu hat, hat man dann ganz andere Bilder vor Augen. Warum es dem Autor wohl wichtig war diese Geschichte genau so zu erzählen und aufzuschreiben? Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 15.02.2026

„Ohne Frieden ist alles nichts“

Zugwind
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Alleine die Leseprobe hatte mich sofort, machen wir uns hier in Deutschland eigentlich Gedanken darüber wie es Menschen geht, die vor dem Krieg fliehen, die alles zurücklassen, die vor lauter zwiespältigen ...

Alleine die Leseprobe hatte mich sofort, machen wir uns hier in Deutschland eigentlich Gedanken darüber wie es Menschen geht, die vor dem Krieg fliehen, die alles zurücklassen, die vor lauter zwiespältigen Gefühlen am liebsten schreien möchten, die kein Platz mehr haben zu atmen. Ich fand die Bilder, die es im Fernsehen gab als der Krieg begann furchtbar, Menschen die über die Grenze kamen, mit Kindern oder älteren Personen, alles Frauen die und das kann man wohl gar nicht realisieren, die ihre Männer dort lassen mussten damit die in einen Krieg ziehen, den sie selber gar nicht wollen und vor allem vermutlich sieht man sich nie wieder sondern wartet jeden Tag auf eine Nachricht, eine Nachricht die Gewissheit bringt, weil man mit Gewissheit besser umgehen kann als mit Angst die einen auffrisst? Das Buch „Zugwind“ beschreibt einfühlsam und erschrecken wie ein ankommen oder wohl eher ein nicht ankommen von geflüchteten Menschen hier ist. Menschen die dort ihr Leben einfach unterbrechen mussten, es quasi anhalten mussten und hier vor einer Herausforderung stehen, die nicht nur schwer, und verwirrend sondern auch mit der Angst verbunden ist, kann ich irgendwann wieder zurück, wird der Krieg enden, wie wird mein Leben dort dann aussehen. Das Buch begleitet die Protagonistin Mira, Mira ist 28 Jahre und arbeitet als Medizinerin in einer Praxis, doch sie scheint keine Medizinerin zu sein, die Krankheiten heilt, eher kommen die Menschen zu ihr um einen Punkt zu haben ihr Leben einen Moment lang in Sicherheit zu wissen, bei jemandem, der sie versteht, was sich nicht nur auf die Sprache bezieht, sondern die Ängste und Sorgen und das Leben/Überleben in der Ukraine und so kommt es, das sie Seelenpflaster verteilt um Löcher die durch Zugwind entstanden sind etwas Linderung zu verschaffen. Ich glaube in diese Rezension könnte man sich endlos vertiefen, so viele Gedanken bietet dieses Buch, es hat mich beim Lesen tief bewegt und ich konnte es gar nicht aus der Hand legen. Eigentlich möchte man sich bei der Autorin bedanken, bedanken dafür, dass sie dieses Buch geschrieben hat. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Es muss von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll

Gibt's das auch mit Liebe?
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Was haben Tees, Freizeitparks, ein Ökohof mit Liebe zu tun, ganz, ganz viel. Liebe ist etwas für Anfänger heißt es im Klappentext, aber wenn es etwas für Anfänger ist, dann sollte man sich mal darauf einlassen ...

Was haben Tees, Freizeitparks, ein Ökohof mit Liebe zu tun, ganz, ganz viel. Liebe ist etwas für Anfänger heißt es im Klappentext, aber wenn es etwas für Anfänger ist, dann sollte man sich mal darauf einlassen und Anfangen, oder? Nach einer schön geredeten Ehe fühlt Laura sich ausgebrannt und auch ihr Chef sieht das so, er rät ihr zu einer Auszeit, die sie bei ihrer Schwester auf dem Land verbringen soll, auf dem Land, das muss Laura als Stadtmensch erst einmal verdauen und man hat auch zunächst den Eindruck, sie ist noch nicht ganz da, dann flüchtet sie auch schon wieder, entweder man mag Landleben oder eben nicht, und dann gibt es da noch den unliebsamen Nachbar, der sich ihr gleich aufzudrängen scheint und der auf seinem Land ein Freizeitpark eröffnen möchte. Dieses Buch ist leicht, angenehm und humorvoll geschrieben, beim Lesen hatte ich ein Bild von blühenden Gärten und grasenden Tieren vor Augen, nebst ihrem unverwechselbaren Duft und schwirrenden Mücken. Bei vielen Sätzen durfte ich schmunzeln wie bei „Wer leicht glaubt, wird schwer klug“ oder ein Gedanke zum Teetick, es wurde viel Tee getrunken „Glaubt man Aufschriften der Packungen, wohnen hier lauter gut gelaunte Yogis, die beruhigt, entwässert und ohne Blasenbeschwerden am Kamis sitzen. Außerdem ist ganzjährig cosy Weihnachtens Feeling. Hat eigentlich irgendwer mal wissenschaftlich überprüft, ob Tee so was tatsächlich kann“? Was die Protagonisten in diesem Buch suchen und letztendlich finden, oder auch nicht, habe ich sehr gerne gelesen und war aufgefangen in der Geschichte, und ja, die gab es auch mit Liebe. Die Bücher von Ellen Berg sind immer lustig und herzig geschrieben, manchmal ein wenig ein Tröster, wenn es eben mal nicht so gut läuft, dann aufs Sofa und schmunzeln und das tue ich immer wieder gerne. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Wer seine Herkunft nicht kennt, weiß auch nicht, wohin er geht

Niemands Töchter
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Dieses Buch von Judith Hoersch „Niemands Töchter“ hat mich mit sehr berührt und mit einem positiven Gefühl zurückgelassen, eine Mischung aus Leben und Sehnsucht. Eine Frage zu Anfang, hat man eine Sehnsucht ...

Dieses Buch von Judith Hoersch „Niemands Töchter“ hat mich mit sehr berührt und mit einem positiven Gefühl zurückgelassen, eine Mischung aus Leben und Sehnsucht. Eine Frage zu Anfang, hat man eine Sehnsucht nach seiner Geschichte, wo komme ich her, wer bin ich, was macht mich aus, alles Fragen die eine Antwort brauchen, oder? In diesem sehr tiefgründig und warmherzig geschriebenen Buch begleiten wir die Protagonisten durch ein Leben, ihr Leben. Als Leser taucht man immer tiefer in die Geschichte ein, und wird ein Teil davon. Während des Lesen warten man irgendwie darauf, dass jeder der Protagonisten tatsächlich erfährt was ihn prägt und wo er hingehört und warum er genau derjenige ist, der er eben ist, aber so einfach scheint es nicht zu sein, wenn Gespräche fehlen. Das Buch ist für mich eines, was ich nicht aus der Hand legen konnte, dieses berühmte noch eine Seite. Im Klappentext heißt es ein Buch über das Schweigen, das uns prägt – und die Wahrheit, die uns befreit. Ein gelungenes Debüt, ich habe das Buch sehr gerne gelesen und empfehle es gerne weiter. Liebe Grüße

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Veröffentlicht am 01.12.2025

"Fürchte dich, fürchte dich sehr." – Die Fliege

Safe Space
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Nach „Happy End“ legt die Autorin Sarah Bestgen mit „Safe Space“ noch einen interessanten Thriller nach. Ich finde man hat gleich den Gedanken könntest Du in einer Justizvollzugsanstalt mit Schwerpunkt ...

Nach „Happy End“ legt die Autorin Sarah Bestgen mit „Safe Space“ noch einen interessanten Thriller nach. Ich finde man hat gleich den Gedanken könntest Du in einer Justizvollzugsanstalt mit Schwerpunkt Forensik arbeiten, wie steht man jemandem, der für Mord oder andere schwerwiegendere Dingen verurteilt worden ist und nicht nur eine Haftstrafe, sondern auch noch eine Unterbringung in der Forensik gegenüber. Diese Frage stellt sich sicherlich auch die Psychologin Anna Salomon, sie hat sich bewusst für die Arbeit und für diesen Ort entschieden, ist vorbereitet und dennoch steht im Klappentext sie hofft auf ihre ganz eigene, persönliche Heilung und sie ist bereit alles dafür zu tun? Was ist ihr im Leben geschehen, hat sie selber Rachefantasien, wen oder was sucht sie, was ist ihr dunkles Geheimnis, und wie weit wird sie darfür gehen? Sarah Bestgen gelingt es in einem zügig zu lesenden Schreibweise den Leser immer wieder in neue Verwirrung zu versetzten und bis zum Ende hin bleibt es spannend. Was genau geschieht darauf gehe ich hier natürlich nicht ein, ich will ja nicht spoilern. „Safe Space“ ist ein Thriller der die volle Punktzahl an Sternen verdient und wir dürfen als Leser sicherlich gespannt sein auf weitere Bücher der Autorin. Vielen Dank.

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