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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2026

Andersartige Storyline

Darkly
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„Darkly - nicht du bestimmst das Spiel. Das Spiel bestimmt dich“ erzählt eine Geschichte, deren Grundstory mich positiv überrascht hat.

In dem Buch begleiten wir die 17-Jährige Dia, die trotz ihres Alters ...

„Darkly - nicht du bestimmst das Spiel. Das Spiel bestimmt dich“ erzählt eine Geschichte, deren Grundstory mich positiv überrascht hat.

In dem Buch begleiten wir die 17-Jährige Dia, die trotz ihres Alters jedoch sehr erwachsen und klug wirkt. „Darkly“ ist in diesem Buch eine Art Spielherausgeber, allerdings sind diese Spiele besonderer Natur und teils sehr rare. Dieses Storyelemente hat mich auf jeden Fall sehr fasziniert. Ich muss zugeben, dass ich bei manchen Spielbeschreibungen nicht ganz folgen konnte, aber den Grundgedanken und die dazugehörige Idee ist für neuartig und wurde interessant eingebunden.

Ich möchte nicht zu viel vom Inhalt verraten, deshalb halte ich mich zur weitern Geschichte bedeckt - nur soviel: irgendwie war das Lesen ein „anderes“ Leseerleben als ich es sonst habe. Zwischen den Kapitel finden sich immer mal wieder sonderbare Zugabe (z. B. Briefe, Zeitungsartikel etc.). Die führt dazu, dass man neben der Geschichte auch diese Zugabe versucht einzuordnen und zu entschlüsseln, was ich selbst sehr cool fand, allerdings manchmal auch gar nicht wusste, wie ich etwas einzuordnen habe, weil sich der Hintergrund bspw. erst viele Kapitel später abzeichnete. Dia war ein sympathischer Charakter, viele andere Charaktere blieben mir aber deutlich zu oberflächlich oder gar farblos und auch das Miteinander zwischen den Praktikanten habe ich mir (erst recht in Anbetracht ihrer Situation) irgendwie anders vorgestellt.

Ich glaube, dass die Autorin hier eine sehr coole und außergewöhnliche Idee hatte, die jedoch im Schreibprozess manchmal nicht so ins geschriebene Wort überführt werden konnte. Es gab einige Szenen, die ich in ihren Abläufen und Möglichkeiten nicht recht verstand oder die wiederum zu Beginn sehr komplex beschrieben wurden ohne, dass es so kompliziert hätte sein müssen, z. B. die Fabriketage. Das Buch hatte ein gutes Spannungslevel und man tappte aus meiner Sicht lang im Dunklen, was genau passiert (ist). Gleichzeitig habe ich fast das Gefühl, dass das Buch gut noch mehr Raum hätte haben können, um einzelne Handlungsstränge tatsächlich besser auszuformulieren. Hier wurde Potenzial verschenkt… Etwas kritisch und unbefriedigend sehe ich diesem Zusammenhang auch den Showdown und das Ende. Für mich blieben Antworten auf Fragen und vor allem klärende Gespräche aus. Gerade die letzte Szene lässt einen „unfertigen“ Eindruck vom Buch zurück, und dabei ist meines Wissens keine Fortsetzung geplant; dennoch haben einige Formulierungen im Buch die Tür für einen Folgeband bereits leicht geöffnet.

Alles in allem kann ich sagen, dass mich das Buch auf jeden Fall fasziniert hat und es anders war, als Bücher, die ich bisher gelesen habe - das ich für mich ein großer Pluspunkt für dieses Buch. Der Schreibstil war leicht und angenehm, die Kapitel kurz und die Zusätze spannend. Die Grundidee war spannend und cool, jedoch in der Umsetzung mit einigen Mangeln und einem Ende, das zu flach kommt.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Dunkle Elemente - aber für mich kein Dark Romance

Limerence
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“Limerence“ ist ein Buch mit vielen Facetten. Es überzeugt mit einem tollen Schreibstil und die Dynamik zwischen den Hauptprotagonisten Poppy und Adrian hat mir gut gefallen.
ABER vorab: Ich würde es ...

“Limerence“ ist ein Buch mit vielen Facetten. Es überzeugt mit einem tollen Schreibstil und die Dynamik zwischen den Hauptprotagonisten Poppy und Adrian hat mir gut gefallen.
ABER vorab: Ich würde es definitiv NICHT als klassische Dark Romance ab 18 Jahren einordnen, sondern eher als New Adult-Romance mit einigen dunklen Nuancen… hier finde ich die Verlagseinordnung nicht passend. Infolge des Stickers („Empfehlung ab 18 Jahren“) bin mit anderen Erwartungen an das Buch herangegangen und habe mich oft gefragt, wann das Buch denn nun in die Richtung „Dark Romance“ einschlägt. Wer hier viel Spice erwartet, wird ihn nicht finden.

Zu Beginn hat man das Gefühl eher einen Thriller oder eine Suspense Romance zu lesen. Wie der Klappentext verrät, geschieht auf dem Schulcampus ein tödliches Ereignis und Poppy will herausfinden, was passiert ist, weil sie nicht an einen Suizid glaubt. Ihr Gefühl führt sie unweigerlich zum Goldjungen der Schule, Adrian Ellis. Hier erfüllt das Buch einige typische Rollenklischees. Dich nicht alles ist auf den ersten Blick, wie es scheint.

Mir hat es gut gefallen, wie sich die Spannung zwischen den beiden langsam aufgebaut hat. Es hat auf mich authentisch gewirkt und besonders die Dialoge haben teile eine Tiefe in Bezug auf Ehrlichkeit und Offenheit gehabt, die ich wirklich toll fand! Man hatte das Gefühl hier wirklich das wachsende Vertrauen zu spüren, tolle Darstellung der Vertrauensentwicklung!
Die Geheimnisse und dunkle Elemente haben die Geschichte begleitet, aber nur punktuell Raum eingenommen. Hier fehlte es mir an einigen Stellen an wirklichen Auseinandersetzung oder gar Infragestellung. Es fühlte sich eher so an, als wären Handlungsweisen schnell erklärbar und dadurch legitimiert - eine moralische Betrachtung bliebt hingegen schwach. An dieser Stelle also vielleicht doch berechtigt, eine Empfehlung erst ab 18 Jahren auszusprechen.

Bei manchen Szenen frage ich mich im Nachgang, warum es sie konkret gab. Manchmal wirkte es auf mich so, als müsste etwas erzählt werden, damit man dann ein kleines Mosaik daraus wieder verwenden kann (z. B. den Dinerbesuch von Liz und Poppy und generell die Rolle von Liz). Die dargestellten Erwachsenen waren oft ohne Tiefe, so fehlte es dem Schuldirektor an Autorität, Rückhalt und Verantwortungsbewusstsein, Poppys Mutter hat sich hauptsächlich kindisch und gehässig verhalten und Rick war nur eine leere Hülle für Konfliktpotenzial…

Die „Liebesgeschichte“ baut sich schon fast keusch auf, sodass man seeeeeehr lange wartet, bis die beiden überhaupt körperlich aufeinander zugehen. Beide Charaktere wirkten auf mich teils älter als 18 Jahren und haben zugleich manchmal sehr einfach und impulsiv agiert.

Im hinteren Teil nahm die Geschichte dann langsam Fahrt auf, um dem Genre Dark Romance anzugehören. Ich hoffe, dass Band 2 hier mehr Spannung reinbringt, den Grundstein hat Band 1 aus meiner Sicht gelegt.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Willkommen in einer Welt voller Psychopathen - dunkel und faszinierend

God of Malice - Gefährliche Liebe
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Nach „Beautiful Venom“ wollte ich unbedingt mehr von Rina Kent lesen und bin daher in „God of“-Reihe eingestiegen. Here we go! (DP)

Der Einstieg in das Universum - genauer gesagt in das Rinaversum - ...

Nach „Beautiful Venom“ wollte ich unbedingt mehr von Rina Kent lesen und bin daher in „God of“-Reihe eingestiegen. Here we go! (DP)

Der Einstieg in das Universum - genauer gesagt in das Rinaversum - hatte für mich vieles

Die unterschiedlichen Charakter, gerade die dunklen, finde ich spannend, weil sie so unvorhersehbar wirken und es dadurch eine allgemein andere Dynamik als vielleicht in anderen Büchern gibt, Mir gefält auch, dass die Charaktere augenscheinlich in dieser dunklen Aura verbleiben. Ein dunkler Prinz bleibt ein dunkler Prinz :>

Band 1 handelt von Glyndon und Killian (Kill/Killer - die Spitznamen fand ich schon mega ) In Killian hineinzublicken und seinen Gedanken zu folgen, hatte für mich etwas Faszinierendes, was die gesamte Gesichte spannend machte.

Ich hatte oft diese „was lese ich hier eigentlich“-Moment, konnte aber einfach nicht aufhören, weil es zugleich doch fesselnd war. An manchen Stellen fand ich die Geschichte nicht so ausgereift und dann kam mir auch oft der Gedanke „Ja klar… natürlich“. Insgesamt mochte ich die Geschichte, glaube aber, dass es noch Luft nach oben gibt.

Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen und bleibe gespannt, wie die Storys ggf. auch ineinandergreifen werden.

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Veröffentlicht am 15.09.2024

„lieber ein schmerzhaftes Ende mit dir als nie einen Anfang“

Almost isn't enough. Whispers by the Sea (Secrets of Ferley 1)
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Hinweis: wenn euch eventuell Themen triggern, lest vorab die „Content Note“! Wer „unvoreingenommen“ lesen möchte, kann natürlich auch direkt ins Buch starten (so wie ich) - dennoch möchte ich ...

Hinweis: wenn euch eventuell Themen triggern, lest vorab die „Content Note“! Wer „unvoreingenommen“ lesen möchte, kann natürlich auch direkt ins Buch starten (so wie ich) - dennoch möchte ich vorab jedem die Wahl aufzeigen, weil für mich das Ende des Buchs unerwartet sehr emotional wurde.

Das Buch punktet mit einem wunderschönen Cover. Der Farbverlauf, der Meer zum Sonnenauf/-untergang zeigt, hat mich direkt angesprochen. Passend dazu ist der Farbschnitt eher in matteren Farben gehalten. In der Innenseiten findet sich eine tolle Zeichnung und eine Charakterkarte ist ebenfalls beigelegt. Der erste optische Eindruck lässt Gedanken zu einer Strand-Lovestory aufkommen.

Der Schreibstil der Autorin war von Beginn an flüssig und gut beschreibend. Bei der Einführung der Charakter musste ich etwas schmunzeln. Gerade die zwei Hauptprotagonisten konnte ich schnell ins Herz schließen und die Dynamik der Freundesclique hat mir auch gut gefallen. Gut fand ich, dass die Charaktere Vorgeschichten (teils auch untereinander) haben, die sie miteinander verbinden und die der Leser auch auf natürlicherweise erfährt und so dann Beziehungen ggf. auch noch einmal aus einer anderen Sicht auf sich wirken lassen kann. Der Aufbau und die Führung in der Geschichte fühlte sich für mich natürlich an und ich habe den Schreibstil wirklich sehr gemocht.

Die Entwicklung der Liebesgeschichte hat mich allerdings dann doch ein wenig enttäuscht. Es wird versucht, keine zu plötzliche Lovestory zu beschreiben - was gut und realistisch sein kann, aber irgendwie hat es sich dadurch auch sehr gezogen. Die Geschichte plätscherte aus meiner Sicht so vor sich her, ohne das etwas Aufregendes oder groß Überraschendes passierte. Das Lesevergnügen war daher eher so lala, bis in der Mitte des Buchs ein bisschen Spannung durch die Ermittlungen aufkam. Hier gibt es auch Höhen und Tiefen (wohl aber eher Tiefen)… als 2/3 der Geschichte um waren, hatte ich ein eher neutrales Gefühl zur Geschichte. Die Liebesgeschichte war erzählt, die Ermittlungen abgeschlossen und eigentlich hätte das Buch jetzt mit einem klassischen Happy End enden können.

Hätte… denn die Geschichte hatte noch 150 Seite und wie wir alle wissen, wenn alles gut läuft und noch so viel Restseiten sind, passiert noch etwas.
So auch in diesem Buch. Zu allererst: die 150 Seiten waren wahnsinnig toll und gefühlsvoll geschrieben! Ich habe geweint und bin emotional in ganz andere Ebenen mit den Charakteren vorgestoßen. Das Buch hat mich wirklich sehr berührt, ich war überrascht, sauer, traurig, verständnisvoll und bin eine ganze Achterbahn der Gefühle gefahren.

Ich habe die Geschichte extra eine Nacht sacken lassen, um etwas neutraler in diese Rezension zu gehen. Weil so gefühlsvoll, ernst und bewegend der letzte Part der Geschichte war, so flacher wirkte nun der frühere Teil UND ich frage mich immer noch, ob es diese Wende der letzten 150 Seiten gebraucht hätte. Für mich wirkt es teils wie eine weitere, neue Geschichte, die mit der vorherigen (s. Klappentext) verknüpft wurde, aber eigentlich auch für sich als Idee ein Buch hätte füllen können. Der Abschluss des Buchs ist nichts, was man aus dem Klappentext so hätte erahnen können und deshalb mein Verweis auf den Beginn dieser Renzension.

Ich habe mit mir gehadert, ob ich das Buch bei 3 oder 4 sehe (ich denke es tatsächlich genau dazwischen). Dieses Buch war sehr gradlinig, bis es mich zum Ende hin emotional unerwartet echt etwas auseinander genommen. Die Geschichte empfand ich bis zu 2/3 eher ruhig/langweilig und der Lesespaß trat nicht so wirklich ein. Allein durch den Twist zum Ende kam noch einmal etwas Schwung auf, aber wie oben geschildert, war es mir für die Storyline eher ein zu gestelltes Drama. So als müsse eben noch etwas kommen und dafür ist die Thematik dann doch sehr heftig…

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Veröffentlicht am 16.06.2024

AUFLÖSUNGEN

One Of Six - Vertrauen
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Band 1 war meine erste Leserunde hier bei Lesejury und hat spannungstechnisch gut vorgelegt. Zum Ende blieben viele Fragen offen, weshalb Band 2 schon nahezu Pflicht ist (wenn auch zeitlich etwas versetzt) ...

Band 1 war meine erste Leserunde hier bei Lesejury und hat spannungstechnisch gut vorgelegt. Zum Ende blieben viele Fragen offen, weshalb Band 2 schon nahezu Pflicht ist (wenn auch zeitlich etwas versetzt)

Mir hat die Dynamik zwischen Luca und Devan wieder sehr gefallen. Besonders Devan zeigt sich sehr verständnisvoll und beschützend. Jeder mag mit dem Erlebten anderes umgehen, aber mir hat seine Auseinandersetzung oder zumindest Einblicke dazu etwas gefehlt. Wie ist er tatsächlich mit allem umgegangen? Wie verarbeitet er die Dinge? Bei Luca wurde die Gefühlswelt gut beschrieben und die „Opferrolle mit Ängsten“ wat für mich nachvollziehbar gewählt.

Der Schreibstil von Kim hat mir wieder gut gefallen und man konnte sich die Geschichte bildlich und emotional meistens gut vorstellen.

Ab und zu gab es spannende Elemente, aber so „aufregend“ wie Band 1 war dieser Teil dann leider doch nicht. „One of six“ fand ich weniger arrogant als zuvor, aber mit Sympathie konnte „er“ einfach nie punkten. Während einige Fragen gelüftet wurden, sind auch während des Lesens neue aufgetaucht. Besonders interessiert war ich natürlich auf die Auflösung, wer „one of six“ ist und was seine Bewegungsgründe sind.

Die Geschichte dahinter ist auf einer Seite schon nachvollziehbar erzählt, aber zugleich auch etwas enttäuschend.. Sie ist nicht spektakulär und bei einer „anderen Persönlichkeit“ wäre es vermutlich auch nie so eskaliert. Nachdem letzten „Six-Kapitel“ war die Auflösung zur wahren Identität für mich relativ klar, davor hatte ich schon länger die Vermutung, dass es diese Person sein könnte. Den Showdown fand ich gut, er wurde noch einmal spannender.
Um X tut es mit zum Ende schon Leid, weil ich den Charakter mochte, zugleich habe ich nicht verstanden, warum X das falsche Spiel gegenüber den anderen verschwiegen hat. Etwa aus Angst, dass „one of six“ das Geheimnis der Charakters X sonst verraten hätte? Bisher ist dies für mich der einzige, schlüssige Grund, wobei ich dann die Rolle trotzdem nicht ganz verstehe, weil wenn X geholfen hätte, „one of six“ zu enttarnen, dann hätte wäre Six keine Bedrohung mehr gewesen.

Insgesamt ein stimmiger Abschluss der Geschichte, hat mich aber nicht so gecatcht wie Band 1. Die Charakter bleiben für mich oberflächlich und der ihrer Erlebnisse kann ich nicht wirklich mit ihnen „mitfühlen“ :/

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