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Veröffentlicht am 13.04.2026

Ein spannendes Sommerabenteuer voller Pflanzenmagie und Geheimnisse.

Linn und das Flüstern der Finsternis
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Linn verbringt die Sommerferien gemeinsam mit ihrer großen Schwester Mia bei ihrer Oma Lilli oben in den Bergen. Während Mia alles andere als begeistert ist, kann es Linn kaum erwarten. Sie liebt Omas ...

Linn verbringt die Sommerferien gemeinsam mit ihrer großen Schwester Mia bei ihrer Oma Lilli oben in den Bergen. Während Mia alles andere als begeistert ist, kann es Linn kaum erwarten. Sie liebt Omas gemütliches Haus, das weit abgelegen zwischen Wald und Wiesen steht und von einem großen Garten umgeben ist. Ihre Oma ist zudem genauso pflanzenverrückt wie sie und hat eine besondere Bindung zur Natur. Linn kann mit Pflanzen kommunizieren und sogar spüren, was sie fühlen. Dies ist allerdings nicht immer ein Segen. Als sie die Gegenwart eines Gingko-Baums wahrnimmt, merkt sie schnell, dass er eine Aufgabe für sie hat: Sie soll drei Bohnen verpflanzen. Was jedoch anfangs ganz harmlos erscheint, entpuppt sich kurz darauf als eine große Gefahr. Gemeinsam mit dem Jungen Nanne versucht Linn das Unheil abzuwenden, ehe die Welt in Finsternis versinkt.

Die deutsche Autorin Anne Becker präsentiert mit ihrem neuen Kinderbuch ein spannendes Ferienabenteuer, welches genauso magisch und mystisch daherkommt wie das wunderschöne Cover von Elsa Klever. Bereits die ersten Seiten ziehen einen in den Bann und werfen einen direkt mitten ins Geschehen. Viele Erklärungen gibt es anfangs nicht. Linns ungewöhnliche Bindung zu Pflanzen wird zunächst kaum erläutert, was einerseits für Spannung sorgt, es anderseits aber auch ein wenig erschwert, richtig in der Geschichte anzukommen. Ich jedenfalls habe etwas gebraucht, bis ich mich zurecht gefunden habe und hätte mir hier und da ein paar mehr erklärende Details gewünscht. Nichtsdestotrotz habe ich die Lektüre nicht bereut. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, vor allem Linn ist eine sehr sympathische Ich-Erzählerin, die man mit ihrer mutigen und naturverbundenen Art sofort ins Herz schließt. Es macht Spaß, sie zu begleiten und gemeinsam mit ihr in die fantastische Welt der Pflanzen einzutauchen. Langweilig wird es dabei zu keiner Zeit. Die Geschichte mag überwiegend recht ruhig sein, weiß aber dennoch durchweg zu fesseln und ist von einer herrlich geheimnisvollen, sommerleichten Atmosphäre geprägt. Bildliche Beschreibungen lassen die Kulisse vor dem inneren Auge lebendig werden. Man spürt die warme Sommersonne regelrecht, hört das Zwitschern der Vögel und riecht das frisch gemähte Gras.
Neben ganz viel Naturzauber vermittelt die Erzählung auch einige wichtige Botschaften über Vorurteile, Mut und Freundschaft. Besonders die wachsende Beziehung zwischen Linn und Nanne wird sehr schön beschrieben und zeigt uns, was gute Freunde ausmachen.
Zum Ende hin wird es noch einmal richtig aufregend bis alles schließlich stimmig und zufriedenstellend ausgeht.

Fazit: „Linn und das Flüstern der Finsternis“ ist eine fesselnde Geschichte über die Magie der Pflanzen, Freundschaft und Vertrauen. Ein außergewöhnliches Kinderbuch ab 10 Jahren, das in ein magisches Sommerabenteuer voller Geheimnisse entführt. Auch wenn bei mir der Funke nicht komplett überspringen wollte, habe ich das Buch gerne gelesen und kann es wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Ein unterhaltsamer historischer Krimi

Lady Grace Mysteries
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England, 1569. Die junge Waise Lady Grace Cavendish lebt am Hof von Elisabeth I. und zählt seit dem Tod ihrer Mutter zu den liebsten Hofjungfern der Königin. Doch nun wünscht Ihre Majestät, dass sich Grace ...

England, 1569. Die junge Waise Lady Grace Cavendish lebt am Hof von Elisabeth I. und zählt seit dem Tod ihrer Mutter zu den liebsten Hofjungfern der Königin. Doch nun wünscht Ihre Majestät, dass sich Grace verloben soll und stellt ihr drei Heiratskandidaten zur Wahl. Graces Begeisterung hält sich sehr in Grenzen. Sie will gar nicht heiraten und schon gar nicht einen dieser drei Freier. Sir Charles ist zwar nett, aber viel zu alt. Sir Gerald ist ein eingebildeter Schnösel und Lord Robert bringt in ihrer Anwesenheit kaum ein Wort heraus. Grace bleibt aber keine andere Wahl, als sich auf dem Valentinsball für einen der drei Männer zu entscheiden. Sie trifft schließlich eine Entscheidung, doch schon wenig später wird Lord Gerald tot aufgefunden und Lord Robert wird als Hauptverdächtiger verhaftet. Grace aber merkt schnell, dass sich Sir Charles auf einmal äußert merkwürdig verhält. Und mit der Leiche stimmt ebenfalls etwas ganz und gar nicht. Gemeinsam mit ihren Freunden, dem Dienstmädchen Ellie und dem Akrobaten Masou, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln...

Als großer Fan von historischen Kinder- und Jugendkrimis war meine Neugier sofort geweckt, als mir Lady Gtace zum ersten Mal in der Verlagsvorschau begegnete. Vor allem das wunderschöne Cover hat mich direkt in den Bann gezogen (der Max Meinzold ist einfach ein echter Covergott). Die Geschichte dahinter hat sich leider nicht als das erhoffte Highlight entpuppt, hat mich aber dennoch gut unterhalten.

Bereits 2004 ist die englische Original-Reihe rund um die junge Lady Grace Cavendish erschienen. Vielleicht hat die erfolgreiche Bridgerton-Serie ein wenig dazu beigetragen, dass Lady Grace nun endlich auch zu uns nach Deutschland kommt (sowohl als Buch als auch Fernsehserie). Denn auch wenn die beiden Reihen insgesamt recht verschieden sind, kommt hier ein gewisses Bridgerton-Feeling dennoch durchaus auf. Die Geschichte entführt uns ins Jahr 1569 an den Hof von König Elisabeth I. und wird in Tagebuchform aus der Sicht von Grace geschildert. Mit viel Witz und Charme schreibt die junge Hofjungfer ihre Erlebnisse nieder und gewährt uns interessante Einblicke in die damalige Zeit. Das Leben am Hofe des 16. Jahrhunderts wird sehr detailreich und anschaulich beschrieben. Man erfährt viel über Kleidung, Essen, Sitten und Regeln und den Tagesablauf junger adliger Damen. Die etwas gehobene (aber keineswegs schwülstige) Ausdrucksweise passt dazu wunderbar, sodass man sich direkt in die Epoche hineinversetzen kann. Ein paar Beschreibungen weniger hier und da wären jedoch nicht schlecht gewesen. Stellenweise dreht sich die Handlung sehr viel um das Hofleben, was so manchen vielleicht ein wenig langweilen könnte. Auch der Kriminalfall ist recht simpel gestrickt. Eine gewisse Grundspannung ist zwar vorhanden und man kann auch ein bisschen miträtseln, aber erfahrenere Krimileser*innen werden am Ende nicht allzu sehr überrascht. Nichtsdestotrotz macht es Spaß dieses Buch zu lesen, was vor allem unserer Ich-Erzählerin zu verdanken ist. Grace ist eine herrlich eigensinnige, mutige und pfiffige Protagonistin, die sich nicht den Normen der damaligen Gesellschaft fügt und (ganz undamenhaft) ihren eigenen Weg geht. Ihr rebellischer Charakter ist höchst erfrischend, ohne übertrieben zu wirken.
Besonders gelungen ist die Mischung aus Fiktion und historischen Fakten, was durch ein mehrseitiges Glossar mit Begriffserklärungen im Anschluss gekonnt abgerundet wird. Die Leseprobe zum zweiten Band, der im Mai erscheinen wird, macht neugierig auf mehr, allerdings bin ich mir noch nicht sicher, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde. Ich fand diesen Auftakt wirklich nett, aber so richtig überspringen wollte der Funke bei mir dann irgendwie doch nicht.

Fazit: „Lady Grace Mysteries: Giftmord“ ist ein unterhaltsamer und charmanter, historischer Krimi ab 12 Jahren mit einer starken Heldin, die sich nicht unterkriegen lässt. Wer gerne in das elisabethanische Zeitalter eintaucht und spannende Detektivgeschichten mit cleveren Ermittlerinnen mag, sollte sich diesen Reihenauftakt unbedingt mal genauer ansehen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Ein herrlich abgedrehtes Weltraumabenteuer!

Space Band - Die schlechteste Band der Erde ... aber die beste Band des Universums
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Die drei Freunde George, Neila und Dresch haben einen großen Traum: Sie wollen beim Musik-Wettbewerb ihrer Schule alle aus den Socken rocken. Leider sind sie nicht besonders talentiert. Um ehrlich zu sein, ...

Die drei Freunde George, Neila und Dresch haben einen großen Traum: Sie wollen beim Musik-Wettbewerb ihrer Schule alle aus den Socken rocken. Leider sind sie nicht besonders talentiert. Um ehrlich zu sein, sind sie sogar ziemlich grottig. Davon lassen sich die drei aber nicht unterkriegen. Was ihnen an Talent fehlt, machen sie durch ihre Leidenschaft allemal wieder wett. Fest entschlossen, es allen zu zeigen, treten sie als „Die Erdlinge“ an. Doch als sie anfangen zu spielen, werden sie auf einmal ins Weltall gebeamt – echt wahr! Ehe sie es sich versehen, befinden sie sich auf einem intergalaktischen Festival und müssen gegen außerirdische Bands aus allen Galaxien antreten. Werden sie es schaffen, die beste Band des Universum zu werden und ihre Welt zu retten?

Endlich gibt es neues Lesefutter von Tom Fletcher! Ich liebe die Bücher des britischen Autors (vor allem seine zauberhafte Weihnachtosaurus-Reihe). An seiner Space Band konnte ich daher natürlich auf keinen Fall vorbeigehen. Schon das Cover verspricht jede Menge Spaß und Action und genau das bekommt man hier auch.

Tom Fletcher beschert uns hier ein unterhaltsames Sci-Fi-Musik-Abenteuer, an dem vor allem Fans von David Walliams ihre helle Freude haben werden. Ähnlich schräg und humorvoll wie man es von Walliams kennt, präsentiert sich die Geschichte rund um die drei Freunde George, Neila und Dresch. Der Beginn mag noch recht ruhig daherkommen, doch sobald es mit dem Trio ins All geht, hebt die Handlung so richtig ab und wird ganz schön abenteuerlich und verrückt - für meinen Geschmack schon etwas zu viel des Guten. Kinder aber werden den Humor garantiert lieben. Tom Fletcher weiß einfach, wie er sein junges Publikum bei Laune hält. Die lebendige Erzählweise und kurzen Kapitel lassen die über 300 Seiten nur so dahinfliegen und die Aufmachung peppt das Ganze zusätzlich auf. Der Text spielt gekonnt mit verschiedenen Schriftarten, zahlreiche schwarz-weiß Illustrationen von Dynamo untermalen die Ereignisse gekonnt und die eingeschobenen Comic-Passagen sorgen nochmals für eine Portion Abwechslung. Langweilig wird es hier zu keiner Zeit. Ob die kreativen Namen der verschiedenen Rockbands wie die Gas-Giganten, der aufregende Wettbewerb oder Georges selbst komponierte Songs – galaktischer Spaß ist hier garantiert. Gleichzeitig vermittelt die Geschichte aber auch wertvolle Botschaften über Freundschaft, Zusammenhalt und Vielfalt. Ich-Erzähler George, Neila und Dresch sind ein tolles Team, immer füreinander da und gemeinsam unschlagbar. Sie zeigen uns, was wahre Freundschaft ausmacht. Dass Musik verbindet und jeder dort Hause ist wo er sich wohlfühlt, ganz egal woher man kommt. Unsere Welt ist bunt und dafür sollte sie gefeiert werden!

Sehr cool sind auch die QR-Codes zu den Songs, mit denen man sich die Lieder auf Englisch anhören kann. In diesem Buch steckt wirklich sehr viel Kreativität und Liebe zum Detail. Dass sich im Klappentext und beim Inhaltsverzeichnis kleine Fehler eingeschlichen haben, schmälert das Ganze nur geringfügig.

Fazit: Ein herrlich abgedrehtes und fetzig-witziges Weltraumabenteuer hat uns der Tom Fletcher hier gezaubert. Eine warmherzige Freundschaftsgeschichte ab 8 Jahren über Unterschiede und Vielfalt. Mir war persönlich war das Buch stellenweise schon etwas zu abgespaced, aber wer es gerne verrückt und actionreich mag und für Rockmusik brennt, wird hier ganz auf seine Kosten kommen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Ein vielversprechender Auftakt einer magischen Hexencomic-Reihe!

Elsbeth. Band 1
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Am Rande der Welt gibt es eine kleine Insel namens Refugium, die allerhand magischen Wesen Schutz bietet und von Hexen reagiert wird. Vor langer Zeit traf der Fluch der Schönen Stille sämtliche Jungen ...

Am Rande der Welt gibt es eine kleine Insel namens Refugium, die allerhand magischen Wesen Schutz bietet und von Hexen reagiert wird. Vor langer Zeit traf der Fluch der Schönen Stille sämtliche Jungen dieses Reiches und beraubte sie ihrer Stimme und Zauberkraft. Sie tragen fortan ein Brett vor der Brust, um sich mithilfe geschriebener Sprache auszudrücken. Auch die junge Hexe Elsbeth lebt in dieser Welt, wo sie an der schwebenden Universität mit vielen anderen Hexen ausgebildet wird. Sie ist eine begabte Studentin, schafft es aber irgendwie immer wieder, bei ihren Lehrerinnen anzuecken. Zum Glück hat sie Janine, ihren Geliebten, auf den sie sich immer verlassen kann. Doch wie gerne würde sie mal die Worte „Ich liebe dich“ aus seinem Mund hören. Da kommt ihr eine Idee: Sie will das Geheimnis des Fluchs lüften und Janine seine Stimme zurückgeben!

Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass ich es lesen möchte. Das Cover hat mich direkt angelacht und die Geschichte dahinter klang ganz nach meinem Geschmack. Ich liebe Geschichten, die an Zauberschulen spielen und von mutigen Heldinnen handeln! Ihr auch? Dann solltet ihr euch „Elsbeth“ vielleicht mal genauer anschauen. Für mich persönlich ist zwar noch ein wenig Luft nach oben, aber Tristan Roulot und Sarah Conradsen präsentieren hier dennoch einen sehr gelungenen Reihenauftakt, der definitiv Lust auf mehr macht.

Der erste Band rund um die junge Hexe Elsbeth legt den Grundstein für ein faszinierende Welt voller Geheimnisse und Magie. Viele Elemente und Ideen werden eingefleischten Fantasy-Leserinnen sicherlich vertraut vorkommen, doch die Künstlerinnen schaffen es trotz allem, etwas Neues und Originelles daraus zu machen. Es macht richtig Spaß, in dieses Universum einzutauchen, in welchem Frauen und Hexen das Sagen haben und Männer und Jungen nur mit einem Brett vor der Brust kommunizieren können. Man erhält interessante Einblicke in die Vergangenheit, die schnell deutlich machen, dass die Story weitaus tiefgründiger ist als man auf den ersten Blick vielleicht vermuten würde. Tristan Roulot vereint gekonnt ein fesselndes Hexenabenteuer mit wichtigen Themen wie Macht, Freiheit, Gleichheit und das Streben nach Gerechtigkeit. Elsbeth ist eine sehr sympathische Protagonistin, die man mit ihrer liebenswerten und entschlossenen Art direkt ins Herz schließt. Sie lässt sich so leicht nicht unterkriegen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Rätsel des Fluchs zu lösen und das Gleichgewicht zwischen den beiden Geschlechtern wiederherzustellen. Sie ist ein tolles und inspirierendes Vorbild für junge Leser*innen und ermutigt sie dazu, Dinge zu hinterfragen und für sich selbst einzustehen.
Am Ende bleiben recht viele Fragen offen und da es natürlich auch einen fiesen Cliffhanger gibt, kann man das Weiterlesen kaum erwarten. Ich jedenfalls freue mich schon sehr darauf, Elsbeth und ihre Freundinnen weiter zu begleiten.

Optisch ist dieser Comic ein besonderes Highlight. Sarah Conradsens Zeichnungen mit Disney-Touch sind modern, verspielt und ausdrucksstark, die Farben hell leuchtend und warm. Sie erwecken das Erzählte perfekt zum Leben und sorgen für eine herrlich magische Atmosphäre.

Fazit: „Elsbeth – Der Fluch der Schönen Stille“ ist ein vielversprechender Auftakt einer spannenden Fantay-Comic-Reihe ab 9 Jahren. Ein bezaubernder Wohlfühlcomic für Jung und Alt, der durch seine starke Heldin und sein wunderschönes Artwork besticht. Auch wenn es mir für die volle Sternenzahl nicht ganz gereicht hat, hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen und werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen. Von mir gibt es sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 06.03.2026

Ein außergewöhnliches Bilderbuch mit wunderschönen Illustrationen

Ron baut eine Stadt
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An einem Sonntagmorgen baut sich Ron aus Stöcken, Rinde und alten Brettern eine Hütte. Richtig toll sieht sie aus. Das findet auch Ben, der gerade mit seinem Hund spazieren geht. Als er die Hütte sieht, ...

An einem Sonntagmorgen baut sich Ron aus Stöcken, Rinde und alten Brettern eine Hütte. Richtig toll sieht sie aus. Das findet auch Ben, der gerade mit seinem Hund spazieren geht. Als er die Hütte sieht, kann er es zuerst gar nicht glauben, das Ron sie ganz alleine gebaut hat. Er will auch eine haben. Und Ron baut ihm kurzerhand eine. Daraufhin verlangt Ben nach einer größeren Hütte, einem richtigen Haus. Ron erfüllt ihm auch diesem Wunsch. Es dauert nicht lange und andere Stadtbewohnerinnen werden auf Ron aufmerksam. Immer mehr wollen auch eine Hütte haben. Und Ron baut sie ihnen. Immer größer und prächtiger werden sie, einige haben sogar mehrere Türme wie ein Schloss. Irgendwann ist ein richtiges Dorf entstanden aus Villen, Palästen und Schlössern. Doch da in keinem der Bauten Betten stehen, kehren die Bewohnerinnen abends in ihre Stadt zurück – wo sie eine böse Überraschung erwartet. Alle ihre Häuser sind verschwunden! Und Rons Prachtbauten? Die werden vom ersten Sturm verwüstet. Da erkennen die Bewohnerinnen, was sie verloren haben und sie beschließen, ihre Stadt gemeinsam neu aufzubauen.

Ein ungewöhnliches Bilderbuch haben uns Daniel Fehr und Maja P. Kastelic hier gezaubert. Einerseits ziemlich verrückt, andererseits aber auch sehr klug und überraschend tiefgründig. Manchmal kriegen wir den Hals nicht voll und wissen gar nicht zu schätzen, was wir bereits besitzen. Anstatt uns zufriedenzugeben, wollen wir immer mehr und erkennen in unserer Gier gar nicht, was im Leben wirklich zählt. Genau davon erzählt Daniel Fehler in diesem Bilderbuch und zwar mit jeder Menge Fantasie und einem Augenzwinkern. Dass ein kleiner Junge wie Ron innerhalb eines Tages mehrere Häuser und sogar Paläste bauen kann, ist natürlich äußerst unrealistisch. Im ersten Moment wundert man sich darüber und muss unweigerlich über diese kreative Geschichte schmunzeln. Gleichzeitig beginnt man sich aber auch zu fragen, ob man sich nicht vielleicht selbst manchmal ein bisschen wie die Stadtbewohner
innen verhält. Wünsche und Forderungen, die immer größer und selbstverständlicher werden, Verlangen und Naivität, die einen das richtige Maß vergessen lassen. Das Buch bietet einige tolle Anlässe, um mit älteren Kindern ins Gespräch zu kommen. Für jüngere Zuhörer*innen wird die Geschichte vermutlich etwas zu anspruchsvoll sein. Dennoch wird es auch schon den Kleinsten Freude bereiten, durch das Buch zu blättern und die wunderschönen Illustrationen zu betrachten.

Optisch ist dieses Buch ein besonderer Genuss. Die eindrucksvollen Aquarellbilder von Maja P. Kastelic sind herrlich bunt und warm und stecken voller Details, die zum Verweilen und Entdecken einladen. Vor allem die verschiedenen Häuser, die Ron baut, sind großartig anzuschauen.

Fazit: „Ron baut eine Stadt“ ist eine sehr fantasievolle, farbenfrohe und tiefsinnige Geschichte über Gier, Konsum und das richtige Maß. Ein außergewöhnliches Bilderbuch ab 5 Jahren, das zum Nachdenken einlädt und viele Gesprächsanlässe bietet. Mich persönlich konnte das Buch nicht vollends überzeugen, mir ist es für ein Kinderbuch dieser Alsterklasse ein wenig zu komplex. Optisch ist es für mich aber ein Highlight. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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