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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.12.2017

Spannend und fesselnd bis zum Schluss!

THE AMATEURS - Wenn drei sich streiten
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Auf diese schöne Fortsetzung hatte ich mich riesig gefreut! Mich konnten bisher alle Reihen von Sara Shepard hellauf begeistern und auch der Auftakt ihrer „The Amateurs“-Reihe hat mir richtig gut gefallen. ...

Auf diese schöne Fortsetzung hatte ich mich riesig gefreut! Mich konnten bisher alle Reihen von Sara Shepard hellauf begeistern und auch der Auftakt ihrer „The Amateurs“-Reihe hat mir richtig gut gefallen. Da der erste Band mit einen gekonnten Cliffhanger endet, konnte ich es kaum noch abwarten, endlich zu erfahren, wie es weitergeht!

Aerin, Seneca, Maddox und dessen Schwester Madison können es immer noch nicht so richtig fassen, dass wirklich Brett der Mörder von Arerins Schwester ist. Brett, der doch so sympathisch gewirkt hat und dem sie komplett vertraut haben. Ob er wohl auch hinter den ganzen anderen Morden steckt? Haben die vier es hier vielleicht mit einem Serienkiller zu tun? Eins steht jedenfalls fest, Brett ist extrem gefährlich. Die Freunde wollen unbedingt verhindern, dass es zu weiteren Morden kommt und versuchen Bretts wahre Identität herauszufinden. Denn diese kennen sie nicht, sie können noch nicht einmal mehr genau sagen, wie Brett überhaupt aussieht. Dass dieser aber sehr gerissen ist und ihnen immer einen Schritt voraus zu sein scheint, müssen die vier Freunde sehr bald feststellen.

Mit dem zweiten Band ihrer The Amateurs-Reihe ist der Autorin eine richtig gute Fortsetzung gelungen! Wer die Bücher von Sara Shepard kennt, der weiß, dass sie eine Meisterin darin ist, Geschichte voller überraschender Wendungen, Intrigen und Geheimnissen zu schreiben. The Amateurs ist in meinen Augen zwar ihre schwächste Reihe, ich kann sie aber dennoch sehr empfehlen. Für Sara Shepard Fans ist sie auf jeden Fall ein absolutes Muss!

Nun aber zum Buch: Ich rate hier dringend, zuerst den ersten Band zu lesen, ehe man mit dem zweiten Teil startet. Man spoilert sich sonst sehr und zudem ist das Wissen aus dem ersten Band meiner Meinung nach auch notwendig, um in der Fortsetzung alles verstehen zu können.

Ich habe wieder wunderbar in die Story hineingefunden. Das Buch schließt relativ nah am Ende des ersten Bandes an und beginnt schon direkt am Anfang sehr spannend.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Erzählperspektiven wieder ständig wechseln. Immer aus der dritten Person erfahren wir abwechselnd die Handlung aus der Sicht von Aerin, Seneca, Maddox und Brett. Da Brett der Bösewicht ist, lernen wir also auch ihn und seine Gedanke besser kennen, was unheimlich interessant ist. Obwohl wir also, dank dieser Kapitel, immer wieder kleine Hinweise bekommen, bleibt das Buch durchgehend spannend. Sara Shepard hat schon ein Händchen dafür, uns Leser zu verwirren und bis zum Schluss im Dunklen tappen zu lassen.

Ein wenig ähneln sich ihre Bücher ja schon, aber in meinen Augen verlieren sie dennoch nie ihren Reiz und sind allesamt mehr als lesenswert!
Auch dieses Buch nimmt sie uns mit auf eine mitreißende Ermittlungsjagd. Wie unsere vier Freunde wissen zwar auch wir, dass Brett der Mörder ist, aber da dieser sich versteckt hält und niemand weiß, wer genau Brett eigentlich ist, bleibt die Story immerzu spannend und lädt zum Miträseln und Mitfiebern ein.
Ich muss allerdings sagen, dass andere Werke von Sara Shepard ein wenig spannender sind. Ich hatte mir bereits im ersten Amateurs Band etwas mehr Spannung gewünscht, was sich in diesem Teil leider nicht geändert hat. Aber trotz kleiner Schwächen hat mir das Buch sehr gut gefallen und mir schöne Lesestunden beschert.

Wie Band 1, so endet auch „Wenn drei sich streiten“ mit einem fiesen Cliffhanger. Wir können also davon ausgehen, dass es noch einen weiteren Teil geben wird. Angekündigt ist noch nichts, ich hoffe einfach mal, dass die Reihe weiter fortgesetzt wird.

Fazit: Spannend, fesselnd und eben typisch Sara Shepard. The Amateurs ist für mich zwar die schwächste Reihe der Autorin – sie ist aber dennoch sehr empfehlenswert und für alle Sara Shepard Fans ein großes Muss! „The Amateurs – Wenn drei sich streiten“ ist eine gelungene Fortsetzung und ich vergebe 4, 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 19.07.2017

Eine abenteuerliche und witzige Zeitreise ins alte Ägypten

Zeitreise auf vier Pfoten, Band 01
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Hier hatte mich das Cover sofort angesprochen! Gezeichnet wurde dies von dem Illustrator Fréderic Bertrand, dessen Bilder ich mir immer sehr gerne anschaue. Da auch der Titel und der Klappentext total ...

Hier hatte mich das Cover sofort angesprochen! Gezeichnet wurde dies von dem Illustrator Fréderic Bertrand, dessen Bilder ich mir immer sehr gerne anschaue. Da auch der Titel und der Klappentext total interessant geklungen haben und ich Bücher über Zeitreisen immer sehr gerne lese, wollte den ersten Band von „Zeitreise auf vier Pfoten“ unbedingt lesen!

Dem etwas zerstreuten Professor Tempus ist beim Bau seiner Zeitreise-Maschine anscheinend ein kleiner Fehler unterlaufen, denn diese sorgt für das reinste Chaos, als sie eines schönen Tages lauter Tiere aus der Vergangenheit in unsere Zeit befördert. Ein weißer Schimmel, ein Löwe, ein kleines Kätzchen und sogar ein Dinosaurierbaby tummeln sich plötzlich in Professor Tempus‘ Garten. Die Tiere müssen schleunigst zurück nach Hause gebracht werden, ehe es zu großen Veränderungen in der Weltgeschichte kommen kann. Der Professor, seine Enkelin Lia und die Hündin Curry machen sich also zu ihrem ersten Zeitreiseabenteuer auf. Sie landen im alten Ägypten, wo sie das kleine Kätzchen zurück in Kleopatras Palast bringen möchten. Nur eine Pharaonin wie Kleopatra empfängt nicht jeden, daher haben unsere drei Zeitreisenden wahrlich keine leichte Aufgabe vor sich...

Das Buch wird aus der Sicht der Schäferhund-Mischlungs-Hündin Madame Curie, oder kurz, Curry erzählt. Das hat mir sehr gut gefallen, da es so für uns Leser wirklich sehr viel zum Schmunzeln gibt und wir viele Dinge vermutlich auch anders erleben, als wenn der Professor oder Lia die Geschichte erzählt hätten. Curry ist, typisch Hund, sehr verfressen und hofft immer, dass irgendwo ein kleiner Leckerbissen für sie abfällt. Auch verfügt sie natürlich über einen viel besseren Geruchssinn als wir Menschen, was beim ersten Abenteuer der drei Zeitreisenden auch ein großer Vorteil ist.

Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und die Charaktere habe ich sofort in mein Herz geschlossen. An erster Stelle natürlich Curry, die man einfach gern haben muss. Auch der immer etwas verpeilte Professor Tempus war mir sehr sympathisch und Lia habe ich mit ihrer aufgeweckten und cleveren Art ebenfalls auf Anhieb gemocht. Die drei geben ein super Team ab und erleben in diesem Buch ein sehr spannendes und aufregendes Abenteuer!

Langeweile kommt an keiner Stelle auf, sodass auch Lesemuffel nicht die Lust am Lesen verlieren werden. Zudem ist die Schrift auch schön groß und der Schreibstil sehr leicht und altersgerecht, sodass Leseanfänger keine großen Schwierigkeiten hier haben sollten.
Mit seinen gut 117 Seiten war das Buch für mich sehr schnell gelesen; für die Zielgruppe ist die Seitenzahl aber natürlich perfekt. Durch die temporeiche Handlung und die humorvolle Erzählung von Curry liest sich das Buch richtig toll und man ist immerzu am Mitfiebern. Was mir ja besonders gut gefallen hat, ist, wie viel man über das alte Ägypten lernt. Viele interessante Fakten wurde sehr gekonnt in die Geschichte eingebaut. Auch ich habe hier noch viel neues erfahren. Dem Autor ist es wirklich wunderbar gelungen, die Informationen so zu verpacken, dass weiterhin die Geschichte im Vordergrund steht und Kinder sich nicht von dem vielen Wissen gelangweilt fühlen. Schwierige Begriffe werden auch hinten im Buch in einem Glossar erklärt. Hier allerdings hätte ich mir einfachere Erläuterungen gewünscht. Die Worterklärungen lesen sich sehr sachlich und wenig kindgerecht. Das ist aber auch das einzig Negative, was ich an dem Buch zu kritisieren habe. Ansonsten hat mir hier alles sehr gut gefallen!
Besonders die schönen Illustrationen von Fréderic Bertrand haben es mir angetan. Von denen hätte es auch gerne mehr geben können. In seinem unverkennbaren Zeichenstil hat der Illustrator das Buch mit tollen schwarz-weiß Bildern versehen, die man sich wirklich gerne ansieht und die ganz besonders Kinder sehr gut gefallen werden.

Fazit: Ein schöner Reihenauftakt, der große Lust auf Band 2 macht. Für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren ist dieses Buch sehr zu empfehlen! Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht und die lustigen Illustrationen von Fréderic Bertrand passen perfekt zu der unterhaltsamen Handlung! Hier erwartet einen ein spannendes, witziges und sehr informatives Zeitreise-Abenteuer, welches humorvoll aus der Sicht der Hündin Curry erzählt wird. Von mir erhält der erste Band von „Zeitreise auf vier Pfoten“ 4,5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 13.04.2026

Ein spannendes Sommerabenteuer voller Pflanzenmagie und Geheimnisse.

Linn und das Flüstern der Finsternis
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Linn verbringt die Sommerferien gemeinsam mit ihrer großen Schwester Mia bei ihrer Oma Lilli oben in den Bergen. Während Mia alles andere als begeistert ist, kann es Linn kaum erwarten. Sie liebt Omas ...

Linn verbringt die Sommerferien gemeinsam mit ihrer großen Schwester Mia bei ihrer Oma Lilli oben in den Bergen. Während Mia alles andere als begeistert ist, kann es Linn kaum erwarten. Sie liebt Omas gemütliches Haus, das weit abgelegen zwischen Wald und Wiesen steht und von einem großen Garten umgeben ist. Ihre Oma ist zudem genauso pflanzenverrückt wie sie und hat eine besondere Bindung zur Natur. Linn kann mit Pflanzen kommunizieren und sogar spüren, was sie fühlen. Dies ist allerdings nicht immer ein Segen. Als sie die Gegenwart eines Gingko-Baums wahrnimmt, merkt sie schnell, dass er eine Aufgabe für sie hat: Sie soll drei Bohnen verpflanzen. Was jedoch anfangs ganz harmlos erscheint, entpuppt sich kurz darauf als eine große Gefahr. Gemeinsam mit dem Jungen Nanne versucht Linn das Unheil abzuwenden, ehe die Welt in Finsternis versinkt.

Die deutsche Autorin Anne Becker präsentiert mit ihrem neuen Kinderbuch ein spannendes Ferienabenteuer, welches genauso magisch und mystisch daherkommt wie das wunderschöne Cover von Elsa Klever. Bereits die ersten Seiten ziehen einen in den Bann und werfen einen direkt mitten ins Geschehen. Viele Erklärungen gibt es anfangs nicht. Linns ungewöhnliche Bindung zu Pflanzen wird zunächst kaum erläutert, was einerseits für Spannung sorgt, es anderseits aber auch ein wenig erschwert, richtig in der Geschichte anzukommen. Ich jedenfalls habe etwas gebraucht, bis ich mich zurecht gefunden habe und hätte mir hier und da ein paar mehr erklärende Details gewünscht. Nichtsdestotrotz habe ich die Lektüre nicht bereut. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, vor allem Linn ist eine sehr sympathische Ich-Erzählerin, die man mit ihrer mutigen und naturverbundenen Art sofort ins Herz schließt. Es macht Spaß, sie zu begleiten und gemeinsam mit ihr in die fantastische Welt der Pflanzen einzutauchen. Langweilig wird es dabei zu keiner Zeit. Die Geschichte mag überwiegend recht ruhig sein, weiß aber dennoch durchweg zu fesseln und ist von einer herrlich geheimnisvollen, sommerleichten Atmosphäre geprägt. Bildliche Beschreibungen lassen die Kulisse vor dem inneren Auge lebendig werden. Man spürt die warme Sommersonne regelrecht, hört das Zwitschern der Vögel und riecht das frisch gemähte Gras.
Neben ganz viel Naturzauber vermittelt die Erzählung auch einige wichtige Botschaften über Vorurteile, Mut und Freundschaft. Besonders die wachsende Beziehung zwischen Linn und Nanne wird sehr schön beschrieben und zeigt uns, was gute Freunde ausmachen.
Zum Ende hin wird es noch einmal richtig aufregend bis alles schließlich stimmig und zufriedenstellend ausgeht.

Fazit: „Linn und das Flüstern der Finsternis“ ist eine fesselnde Geschichte über die Magie der Pflanzen, Freundschaft und Vertrauen. Ein außergewöhnliches Kinderbuch ab 10 Jahren, das in ein magisches Sommerabenteuer voller Geheimnisse entführt. Auch wenn bei mir der Funke nicht komplett überspringen wollte, habe ich das Buch gerne gelesen und kann es wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Ein unterhaltsamer historischer Krimi

Lady Grace Mysteries
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England, 1569. Die junge Waise Lady Grace Cavendish lebt am Hof von Elisabeth I. und zählt seit dem Tod ihrer Mutter zu den liebsten Hofjungfern der Königin. Doch nun wünscht Ihre Majestät, dass sich Grace ...

England, 1569. Die junge Waise Lady Grace Cavendish lebt am Hof von Elisabeth I. und zählt seit dem Tod ihrer Mutter zu den liebsten Hofjungfern der Königin. Doch nun wünscht Ihre Majestät, dass sich Grace verloben soll und stellt ihr drei Heiratskandidaten zur Wahl. Graces Begeisterung hält sich sehr in Grenzen. Sie will gar nicht heiraten und schon gar nicht einen dieser drei Freier. Sir Charles ist zwar nett, aber viel zu alt. Sir Gerald ist ein eingebildeter Schnösel und Lord Robert bringt in ihrer Anwesenheit kaum ein Wort heraus. Grace bleibt aber keine andere Wahl, als sich auf dem Valentinsball für einen der drei Männer zu entscheiden. Sie trifft schließlich eine Entscheidung, doch schon wenig später wird Lord Gerald tot aufgefunden und Lord Robert wird als Hauptverdächtiger verhaftet. Grace aber merkt schnell, dass sich Sir Charles auf einmal äußert merkwürdig verhält. Und mit der Leiche stimmt ebenfalls etwas ganz und gar nicht. Gemeinsam mit ihren Freunden, dem Dienstmädchen Ellie und dem Akrobaten Masou, beginnt sie auf eigene Faust zu ermitteln...

Als großer Fan von historischen Kinder- und Jugendkrimis war meine Neugier sofort geweckt, als mir Lady Gtace zum ersten Mal in der Verlagsvorschau begegnete. Vor allem das wunderschöne Cover hat mich direkt in den Bann gezogen (der Max Meinzold ist einfach ein echter Covergott). Die Geschichte dahinter hat sich leider nicht als das erhoffte Highlight entpuppt, hat mich aber dennoch gut unterhalten.

Bereits 2004 ist die englische Original-Reihe rund um die junge Lady Grace Cavendish erschienen. Vielleicht hat die erfolgreiche Bridgerton-Serie ein wenig dazu beigetragen, dass Lady Grace nun endlich auch zu uns nach Deutschland kommt (sowohl als Buch als auch Fernsehserie). Denn auch wenn die beiden Reihen insgesamt recht verschieden sind, kommt hier ein gewisses Bridgerton-Feeling dennoch durchaus auf. Die Geschichte entführt uns ins Jahr 1569 an den Hof von König Elisabeth I. und wird in Tagebuchform aus der Sicht von Grace geschildert. Mit viel Witz und Charme schreibt die junge Hofjungfer ihre Erlebnisse nieder und gewährt uns interessante Einblicke in die damalige Zeit. Das Leben am Hofe des 16. Jahrhunderts wird sehr detailreich und anschaulich beschrieben. Man erfährt viel über Kleidung, Essen, Sitten und Regeln und den Tagesablauf junger adliger Damen. Die etwas gehobene (aber keineswegs schwülstige) Ausdrucksweise passt dazu wunderbar, sodass man sich direkt in die Epoche hineinversetzen kann. Ein paar Beschreibungen weniger hier und da wären jedoch nicht schlecht gewesen. Stellenweise dreht sich die Handlung sehr viel um das Hofleben, was so manchen vielleicht ein wenig langweilen könnte. Auch der Kriminalfall ist recht simpel gestrickt. Eine gewisse Grundspannung ist zwar vorhanden und man kann auch ein bisschen miträtseln, aber erfahrenere Krimileser*innen werden am Ende nicht allzu sehr überrascht. Nichtsdestotrotz macht es Spaß dieses Buch zu lesen, was vor allem unserer Ich-Erzählerin zu verdanken ist. Grace ist eine herrlich eigensinnige, mutige und pfiffige Protagonistin, die sich nicht den Normen der damaligen Gesellschaft fügt und (ganz undamenhaft) ihren eigenen Weg geht. Ihr rebellischer Charakter ist höchst erfrischend, ohne übertrieben zu wirken.
Besonders gelungen ist die Mischung aus Fiktion und historischen Fakten, was durch ein mehrseitiges Glossar mit Begriffserklärungen im Anschluss gekonnt abgerundet wird. Die Leseprobe zum zweiten Band, der im Mai erscheinen wird, macht neugierig auf mehr, allerdings bin ich mir noch nicht sicher, ob ich die Reihe weiterverfolgen werde. Ich fand diesen Auftakt wirklich nett, aber so richtig überspringen wollte der Funke bei mir dann irgendwie doch nicht.

Fazit: „Lady Grace Mysteries: Giftmord“ ist ein unterhaltsamer und charmanter, historischer Krimi ab 12 Jahren mit einer starken Heldin, die sich nicht unterkriegen lässt. Wer gerne in das elisabethanische Zeitalter eintaucht und spannende Detektivgeschichten mit cleveren Ermittlerinnen mag, sollte sich diesen Reihenauftakt unbedingt mal genauer ansehen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Ein herrlich abgedrehtes Weltraumabenteuer!

Space Band - Die schlechteste Band der Erde ... aber die beste Band des Universums
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Die drei Freunde George, Neila und Dresch haben einen großen Traum: Sie wollen beim Musik-Wettbewerb ihrer Schule alle aus den Socken rocken. Leider sind sie nicht besonders talentiert. Um ehrlich zu sein, ...

Die drei Freunde George, Neila und Dresch haben einen großen Traum: Sie wollen beim Musik-Wettbewerb ihrer Schule alle aus den Socken rocken. Leider sind sie nicht besonders talentiert. Um ehrlich zu sein, sind sie sogar ziemlich grottig. Davon lassen sich die drei aber nicht unterkriegen. Was ihnen an Talent fehlt, machen sie durch ihre Leidenschaft allemal wieder wett. Fest entschlossen, es allen zu zeigen, treten sie als „Die Erdlinge“ an. Doch als sie anfangen zu spielen, werden sie auf einmal ins Weltall gebeamt – echt wahr! Ehe sie es sich versehen, befinden sie sich auf einem intergalaktischen Festival und müssen gegen außerirdische Bands aus allen Galaxien antreten. Werden sie es schaffen, die beste Band des Universum zu werden und ihre Welt zu retten?

Endlich gibt es neues Lesefutter von Tom Fletcher! Ich liebe die Bücher des britischen Autors (vor allem seine zauberhafte Weihnachtosaurus-Reihe). An seiner Space Band konnte ich daher natürlich auf keinen Fall vorbeigehen. Schon das Cover verspricht jede Menge Spaß und Action und genau das bekommt man hier auch.

Tom Fletcher beschert uns hier ein unterhaltsames Sci-Fi-Musik-Abenteuer, an dem vor allem Fans von David Walliams ihre helle Freude haben werden. Ähnlich schräg und humorvoll wie man es von Walliams kennt, präsentiert sich die Geschichte rund um die drei Freunde George, Neila und Dresch. Der Beginn mag noch recht ruhig daherkommen, doch sobald es mit dem Trio ins All geht, hebt die Handlung so richtig ab und wird ganz schön abenteuerlich und verrückt - für meinen Geschmack schon etwas zu viel des Guten. Kinder aber werden den Humor garantiert lieben. Tom Fletcher weiß einfach, wie er sein junges Publikum bei Laune hält. Die lebendige Erzählweise und kurzen Kapitel lassen die über 300 Seiten nur so dahinfliegen und die Aufmachung peppt das Ganze zusätzlich auf. Der Text spielt gekonnt mit verschiedenen Schriftarten, zahlreiche schwarz-weiß Illustrationen von Dynamo untermalen die Ereignisse gekonnt und die eingeschobenen Comic-Passagen sorgen nochmals für eine Portion Abwechslung. Langweilig wird es hier zu keiner Zeit. Ob die kreativen Namen der verschiedenen Rockbands wie die Gas-Giganten, der aufregende Wettbewerb oder Georges selbst komponierte Songs – galaktischer Spaß ist hier garantiert. Gleichzeitig vermittelt die Geschichte aber auch wertvolle Botschaften über Freundschaft, Zusammenhalt und Vielfalt. Ich-Erzähler George, Neila und Dresch sind ein tolles Team, immer füreinander da und gemeinsam unschlagbar. Sie zeigen uns, was wahre Freundschaft ausmacht. Dass Musik verbindet und jeder dort Hause ist wo er sich wohlfühlt, ganz egal woher man kommt. Unsere Welt ist bunt und dafür sollte sie gefeiert werden!

Sehr cool sind auch die QR-Codes zu den Songs, mit denen man sich die Lieder auf Englisch anhören kann. In diesem Buch steckt wirklich sehr viel Kreativität und Liebe zum Detail. Dass sich im Klappentext und beim Inhaltsverzeichnis kleine Fehler eingeschlichen haben, schmälert das Ganze nur geringfügig.

Fazit: Ein herrlich abgedrehtes und fetzig-witziges Weltraumabenteuer hat uns der Tom Fletcher hier gezaubert. Eine warmherzige Freundschaftsgeschichte ab 8 Jahren über Unterschiede und Vielfalt. Mir war persönlich war das Buch stellenweise schon etwas zu abgespaced, aber wer es gerne verrückt und actionreich mag und für Rockmusik brennt, wird hier ganz auf seine Kosten kommen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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