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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.05.2019

Etwas verstörend...

Die Insel der besonderen Kinder
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In einem Wort? Seltsam.

Es beginnt mit dem (wie ich finde) gruseligen Hobby des Autors, auf Flohmärkten alte und mysteriöse (Kinder-)Bilder zu sammeln. Dazu gehört beispielsweise auch das Cover: ein ...

In einem Wort? Seltsam.

Es beginnt mit dem (wie ich finde) gruseligen Hobby des Autors, auf Flohmärkten alte und mysteriöse (Kinder-)Bilder zu sammeln. Dazu gehört beispielsweise auch das Cover: ein Mädchen, das zu schweben scheint. Da es unmöglich ist, jetzt noch die Geschichte der anonymen Models rauszufinden, hat er sich seine eigene ausgedacht: Die Insel der besonderen Kinder.



"Mir war immer klar gewesen, dass ich sonderbar war.

Aber ich hätte nicht im Traum gedacht, besonders zu sein."



Jacob Portman hat eine behütete Kindheit in Amerika. Seine Eltern lieben ihn und sein Opa Abraham erzählt ihm märchenhafte Geschichten von einem Heim, in dem Kinder magische Fähigkeiten haben. Wie jedes Kind hört er jedoch eines Tages auf, an die Geschichten zu glauben und tut sie als Spinnereien eines alten Mannes ab.

Doch dann stirbt Abe und Jacob entdeckt, dass sein Opa gar nicht so verrückt war. Er fliegt nach Europa und findet die Insel der besonderen Kinder, die in großen Schwierigkeiten stecken...



Das Buch ist märchenhaft geschrieben - die ersten Seiten war ich überzeugt, dass es erst die Einleitung des Autors ist, so real kam es mir vor. Die Bilder dazwischen machen die Geschichte gruselig realistisch und das Layout des Pan-Verlages ist wieder wunderschön geworden.

Nur das Ende ist etwas seltsam und lässt einen verwundert und kalt in der Realität zurück.



~ Lilith ~

2011

Veröffentlicht am 15.05.2019

Spannend und humorvoll

AERA – Die Rückkehr der Götter
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Vielen Dank an Frau Kessler für das Rezensionsexemplar!



Das Jahr: 2019. Die These: 2012 ging nicht die Welt unter - aber alle Götter (außer dem Christengott / Allah / Jahweh) kehrten zurück auf die ...

Vielen Dank an Frau Kessler für das Rezensionsexemplar!



Das Jahr: 2019. Die These: 2012 ging nicht die Welt unter - aber alle Götter (außer dem Christengott / Allah / Jahweh) kehrten zurück auf die Erde. Chaos entstand, hurra! Nur Malleus Bourreau, Ermittler von Interpol und ironischerweise Atheist, ließ sich von der neuen Weltordnung nur mäßig beeindrucken.



Nach einer ausführlichen Einführung (die es übrigens als kostenlose Leseprobe als eBook gibt) folgen 9 Abenteuer, in denen Malleus überall auf der Welt Aufträge erledigen muss (Mörder finden, tote Kinder rächen oder lebendige retten, was halt so anfällt, wenn man der beste und bekannteste Ermittler ist) und zudem versucht, ein übergeordnetes Rätsel zu lösen: nach einem Mord sind diverse Kostbarkeiten verschwunden und überall auf der Welt verstreut. Wozu die gut sind und was sie verbindet, soll seine übereifrige Assistentin Marianne Lagrande herausfinden.

Als hätte Bourreau noch nicht genug zu tun, folgt ihm zudem ein Mann, der alle tötet, die Malleus weh tun wollen.

Erzählt wird das Ganze abwechselnd von Malleus, seiner Assistentin und dem mysteriösen Beschützer.

Zum Schluss gibt es noch ein ausführliches Götterglossar.



Obwohl ich ja nur selten Krimis lese, konnte ich der Götter-Prämisse nicht widerstehen und wurde nicht enttäuscht: die Abenteuer sind spannend und das Worldbuilding ist bis ins kleinste Detail ausgearbeitet, so kommen auch Fantasyfans auf ihre Kosten.

Interessant fand ich, dass Heitz so viele toughe Frauenfiguren an Malleus' Seite geschrieben hat. Außer seinem mysteriösen Verfolger sind alle Nebencharaktere starke Frauen, die dem Ermittler aus der Patsche helfen. Auch Malleus' Zigarren haben ein ungewöhnliches Eigenleben und scheinen mit ihren Rauchfiguren ein weiterer Nebencharakter zu sein.



Eigentlich gibt es von meiner Seite nur zwei Kritikpunkte:

1. Der Verfolger betont in den ersten Geschichten alle zwei Sätze, dass er Malleus folgt - ja, haben wir mitbekommen, move on!

2. Gegen Ende nahmen die Tippfehler so überhand, dass ich teils 3 Mal pro Doppelseite gestockt habe. Schade, da unnötig!

Ansonsten sind Malleus' Abenteuer spannend, abwechslungsreich und vor Sarkasmus triefend - genau wie ich es mag.



Ursprünglich als eSerial erschienen, sind die Abenteuer jetzt als Taschenbuch erhältlich. Da allerdings jedes Kapitel mit einem Hinweis auf den nächsten Auftrag endete, war es nicht verwunderlich, dass dies auch bei der letzten Geschichte der Fall war. Es klingt also ganz so, als könnten wir künftig auf weitere Abenteuer im Götterland hoffen.



~ Lilith ~

06.12.2015



Für alle Interessierten gibt's online eine Lovelybooks-Leserunde und weitere Erklärungen vom Autor selbst - übrigens eine fantastische Erfindung, wie ich festgestellt habe: man muss nicht rausgehen oder sich (schick) anziehen und kann trotzdem Lesungen beiwohnen!

Weitere Infos außerdem auf der eigenen Aera-Seite.

Veröffentlicht am 06.03.2026

Putzig

Irgendwie Anders
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Das lustige Wesen, das ihr auf dem Cover seht, heißt tatsächlich "Irgendwie anders", denn so nennen es alle, weil es so ist. Es ist komische Sachen, es spielt komische Spiele, es ist ein Außenseiter. Als ...

Das lustige Wesen, das ihr auf dem Cover seht, heißt tatsächlich "Irgendwie anders", denn so nennen es alle, weil es so ist. Es ist komische Sachen, es spielt komische Spiele, es ist ein Außenseiter. Als eines Abends ein noch komischeres Wesen an seiner Tür klingelt, weist Irgendwie anders es allerdings ab... Vorhersehbar, aber putzig und Chris Riddell ist immer gut.

Veröffentlicht am 07.12.2025

Guter Mix

Kürbisgemetzel
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Die Münchner Schreiberlinge geben allerlei Anthologien heraus - dafür muss man manchmal nicht mal Münchner sein, denn auch ich durfte schone in Gedicht bei ihnen veröffentlichten. Das Schöne: Alle Einnahmen ...

Die Münchner Schreiberlinge geben allerlei Anthologien heraus - dafür muss man manchmal nicht mal Münchner sein, denn auch ich durfte schone in Gedicht bei ihnen veröffentlichten. Das Schöne: Alle Einnahmen werden für gute Zwecke gespendet.

Diese Anthologie beschäftigt sich offensichtlich mit der orangesten Jahreszeit: Halloween & Allerheiligen. Schauen wir mal, was wir zwischen dem Schleier - sorry, Buchdeckeln - erleben...



Dani Aquitane: „Nach Hause“

Eine erst ein Jahr lang tote Geisterfrau kehrt an Allerheiligen zu ihrem Geliebten zurück - doch ob das so läuft wie erwartet? Der sprechende Kürbis ist auch nicht gerade hilfreich... Sehr witzig und gut gelöst.



Lidia Kozlova-Benkard: „Die Geister-(U-)Bahn“

Schonmal in der U-Bahn eingeschlafen? Dieses Gefühl hat auch die Protagonistin dieser Geschichte, als ein Davy-Jones-Verschnitt ihr ein Angebot für ihr Leben macht... Spannend, aber vorhersehbar.



Kornelia Schmid: „Zwischen Ewigkeitssteinen“

Jemand begrüßt einen alten ... Bekannten und bringt ihn zu magischen Steinen, um seine Seele zu retten. Vorhersehbar und mit ein paar Logiklücken.



Saskia Dreßler: „Die gruseligste Nacht des Jahres“

Eine gruselige Müllwelt-Dystopie, in der ein kleines Mädchen einen Schatz findet - doch zu welchem Preis?



Roxane Bicker: „Jägerinnen“

Eine Polizistin muss einen Todesfall klären, bei dem der Verdächtige der Kürbis zu sein scheint...



Marie Mönkemeyer: „Des Landgrafen Soldat“

Der (kopflose) hessische Reiter kehrt zurück in die Heimat - mit einem sprechenden Kürbis!



Sarah Malhus: „Zahltag“

Die Drogenmafia der Sídhe drangsaliert einen jungen Faun. Als er seine Schulden bezahlen will, muss er die Kaution für seinen chaotischen Freund stellen - wie soll er sein Problem in einem Tag bewältigen?



Petra Ottkowski: „Preisgewinner“

Ein Junge wird drangsaliert - erst von Mitschülern, dann von Opas Riesenkürbis... schräg.



Matthias Sebastian Biehl: „Vekstholm Bockholl“

Geiler erster Satz und von da an wirds nur noch abgedrehter. Großartig.



Mae Ludwig: „Der Cache“

Geocacher verschwindet im Wald, Freundin folgt ihm ins Dickicht... offenes Ende.



Denise Yoko Berndt: „Widerworte“

Auftragskillerin diskutiert nachts im Park mit Kürbisfratze... schräg.



Marie Wilhemsen: „Cucu“

Kleinstadtfeindlichkeiten. Wegen des Schreibstils abgebrochen.



Katrin Biasi: „Totes Laub“

Japanisch inspirierte Geschichte über Mädchen, das Hitodama sieht. Seltsames Ende.



Peter Krall: „Zuccageddon“

Das war ein Meisterwerk aus Verschwörungstheorien, die gerade so plausibel waren, dass man unweigerlich an Christian von Aster denken musste. Großartiges Finale.



~ 05.12.2025

Veröffentlicht am 13.09.2025

Grinsekatzen

Die Spiderwick Geheimnisse - Im Bann der Elfen
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Im dritten Band befragen die Geschwister endlich jemand, der Antworten haben könnte: Ihre "irre" Tante Lucinda, die Tochter vom Autor ihres Feenführers, Arthur Spiderwick.

Zurück daheim legen sie sich ...

Im dritten Band befragen die Geschwister endlich jemand, der Antworten haben könnte: Ihre "irre" Tante Lucinda, die Tochter vom Autor ihres Feenführers, Arthur Spiderwick.

Zurück daheim legen sie sich diesmal mit einem grinsekatzigen Pookah und Elfen an, die ihnen wichtige Hinweise geben.



Dieser Band ist wieder etwas ruhiger, schöne Abwechslung. Mal schauen, ob der vierte wieder brutal wird?