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Nilchen

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Kunst in der Liebe oder liebende Kunst – immer eine Frage der Perspektive

Letzter Akt
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Letzter Akt ist ein stiller, literarisch fein komponierter Roman über Kunst, Erinnerung und die Wege, auf denen wir versuchen, Frieden mit unserer Vergangenheit zu schließen.
Manchmal genügt ein einziger ...

Letzter Akt ist ein stiller, literarisch fein komponierter Roman über Kunst, Erinnerung und die Wege, auf denen wir versuchen, Frieden mit unserer Vergangenheit zu schließen.
Manchmal genügt ein einziger Blick – und etwas, das lange im Verborgenen lag, meldet sich plötzlich wieder. Genau um diesen Moment kreist der leise, intensive Roman Letzter Akt von Andreas Schäfer.
Im Zentrum steht Dora, eine erfolgreiche Schauspielerin Anfang vierzig. Seit vielen Jahren lebt sie in London und hat sich dort eine beeindruckende Karriere aufgebaut. Auf der Bühne kennt sie jede Rolle, jede Maske, jede Möglichkeit, sich zu verwandeln. Doch außerhalb des Rampenlichts ist ihr Leben komplizierter: eine Mutter in Frankfurt, die nie ganz loslässt, eine Agentin mit neuen Plänen – und eine Vergangenheit, die sie längst hinter sich gelassen glaubte.
Nach einer Premiere im Jahr 2005 begegnet Dora dem Maler Victor. Er scheint in einer völlig anderen Welt zu leben – fern von Ruhm, Erwartungen und öffentlicher Aufmerksamkeit. Vor allem aber kennt er sie nicht. Für Dora ist das eine unerwartete Freiheit. Zwischen den beiden entsteht eine vorsichtige Nähe, geprägt von Zurückhaltung und Neugier.
Schließlich bittet Dora ihn, sie zu porträtieren. Was folgt, sind lange Sitzungen im Atelier, in denen Victor immer wieder ansetzt, verwirft, neu beginnt. Fast wirkt es, als suche er nach einer Wahrheit, die sich nicht so leicht festhalten lässt. Als Dora das fertige Bild schließlich sieht, wird klar: Dieses Porträt zeigt mehr als nur ihr Gesicht.
Es bringt Erinnerungen zurück – an ihre Jugend in Frankfurt in den frühen 1980er-Jahren, an Entscheidungen, Schuldgefühle und Ereignisse, die sie über Jahrzehnte verdrängt hat. Plötzlich sind sie wieder da, diese inneren Geister der Vergangenheit. Nicht laut oder spektakulär, sondern als leise Stimmen, die danach verlangen, gesehen zu werden. Und vielleicht auch danach, dass man ihnen irgendwann verzeiht.
Der Roman ist in drei Teile gegliedert und bewegt sich zwischen verschiedenen Zeiten. Diese Struktur fühlt sich an wie ein vorsichtiges Freilegen von Schichten: Vergangenheit und Gegenwart schieben sich übereinander, bis langsam sichtbar wird, was Dora so lange verborgen gehalten hat.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist der Stil von Andreas Schäfer. Seine Sprache ist ruhig, präzise und beinahe poetisch. Die Geschichte entfaltet sich langsam, ohne große dramatische Gesten – und gerade dadurch gewinnt sie an Intensität. Viel passiert zwischen den Zeilen: in Blicken, in Erinnerungsfragmenten, in kleinen Verschiebungen zwischen den Figuren.
Besonders stark ist auch die Verbindung zwischen Kunst und Leben. Während Dora als Schauspielerin gewohnt ist, sich hinter Rollen zu verstecken, versucht Victor in seinem Bild etwas Unverstelltes sichtbar zu machen. Dieses Spannungsfeld trägt den ganzen Roman: Wie lange kann man eine Rolle spielen, bevor einen die eigene Geschichte wieder einholt?
Am Ende geht es weniger um Enthüllungen als um etwas sehr Menschliches: um Schuld, um das Anerkennen dessen, was war – und um die schwierige Möglichkeit von Vergebung. Denn manchmal muss man den eigenen inneren Gespenstern erst begegnen, bevor endlich Ruhe einkehren kann.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Chanel Nº5 und Tigris-Träumen

Unser Haus mit Rutsche
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Es gibt Familien, die wirken wie ein Roman – und dann gibt es Familien, die so schillernd sind, dass selbst ein Roman kaum mit ihnen mithalten kann. Genau so eine Familie steht im Zentrum von Unser Haus ...

Es gibt Familien, die wirken wie ein Roman – und dann gibt es Familien, die so schillernd sind, dass selbst ein Roman kaum mit ihnen mithalten kann. Genau so eine Familie steht im Zentrum von Unser Haus mit Rutsche von Safia Al Bagdadi.
Layla wächst in Saarbrücken zwischen zwei Welten auf: Ihr Vater, ein irakischer Visionär mit unerschöpflichem Charme und ständig neuen – meist grandios scheiternden – Geschäftsideen, verspricht seiner Familie eine Zukunft voller Glanz. Vielleicht ein Umzug nach New York. Vielleicht ein Haus mit Rutsche direkt in den Tigris. Vielleicht alles auf einmal. Ihre französische Mutter dagegen stammt aus einer vornehmen bürgerlichen Familie, rebelliert gegen deren Konventionen – und bleibt ihnen doch auf elegante Weise verbunden. Zwischen diesen beiden Polen erlebt Layla eine Kindheit, die gleichermaßen chaotisch, fantasievoll und wunderbar leicht wirkt.
Besonders stark ist der Roman dort, wo er diese frühen Jahre einfängt. Die Erinnerungen an Wohnzimmerabenteuer, an absurde Familienmomente oder an festliche, zugleich spannungsgeladene Besuche bei den Großeltern sind voller Wärme, Humor und genauer Beobachtung. Man spürt beim Lesen, wie diese Kindheit zugleich magisch und brüchig ist.
Doch der Ton verändert sich, als Anfang der 1990er-Jahre der Golfkrieg ausbricht. Die politischen Ereignisse greifen plötzlich direkt in das Leben der Familie ein. Der Vater, zuvor Mittelpunkt und Träumer, verliert zunehmend Halt. Aus großen Visionen werden unerfüllte Versprechen, aus dem schillernden Liebespaar der Eltern ein konfliktreiches Gespann. Für Layla bedeutet das nicht nur den Verlust von Sicherheit, sondern auch den Beginn einer langen Suche nach sich selbst.
Erzählerisch gelingt Safia Al Bagdadi etwas Besonderes: Ihr Stil wirkt leicht, fast verspielt, während er gleichzeitig sehr präzise von Melancholie, Identitätsfragen und familiären Spannungen erzählt. Die Sprache fließt mühelos, voller feiner Ironie und lebendiger Dialoge. Man liest schnell, weil alles so selbstverständlich wirkt – und merkt erst im Nachhinein, wie viele komplexe Themen hier berührt werden: Migration, Zugehörigkeit, familiäre Rollenbilder und die Frage, wo man eigentlich zuhause ist.
Auch die Figuren bleiben im Gedächtnis. Der Vater als charismatischer Träumer, der an seinen eigenen Versprechen scheitert. Die Mutter, stark und kontrolliert, aber ebenfalls voller innerer Widersprüche. Und Layla selbst, die als Erwachsene mit Selbstzweifeln, Melancholie und dem Gefühl kämpft, nie wirklich angekommen zu sein. Besonders interessant ist dabei der Blick zurück aus der Perspektive der erwachsenen Layla, die in Therapiesitzungen versucht zu verstehen, wie sehr ihre Kindheit sie geprägt hat.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt für mich das Ende, das relativ knapp ausfällt. Nach all den emotionalen Entwicklungen hätte ich mir gewünscht, noch etwas länger in dieser Geschichte zu verweilen und die offenen Fäden ausführlicher nachklingen zu lassen.
Trotzdem bleibt Unser Haus mit Rutsche ein eindrucksvoller, kluger und oft überraschend humorvoller Roman über eine Kindheit zwischen Kulturen, über große Versprechen und über die Frage, wie sehr unsere Familiengeschichten uns ein Leben lang begleiten.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Leise Macht statt lauter Dominanz – kann Führung heute anders funktionieren?

Das Ende der Dominanz
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Sachbücher über Führung und Macht laufen oft Gefahr, entweder trocken oder missionarisch zu wirken. Das Buch „Das Ende der Dominanz“ von Brigitte Witzer geht einen anderen Weg: Es liest sich wie eine Mischung ...

Sachbücher über Führung und Macht laufen oft Gefahr, entweder trocken oder missionarisch zu wirken. Das Buch „Das Ende der Dominanz“ von Brigitte Witzer geht einen anderen Weg: Es liest sich wie eine Mischung aus kluger Analyse, persönlicher Erfahrung und einem durchaus leidenschaftlichen Plädoyer für eine neue Art von Einfluss in Unternehmen.
Wer ist Brigitte Witzer?
Witzer bringt eine Biografie mit, die man beim Lesen tatsächlich spürt. Sie hat Geisteswissenschaften studiert, arbeitete zunächst in einem Computerbuchverlag, wechselte später zu Bertelsmann nach Gütersloh und wurde Anfang der 1990er-Jahre dort eine der ersten weiblichen Geschäftsführerinnen. Danach ging sie in die Wissenschaft, baute in Leipzig einen Studiengang Medientechnik auf und entschied sich schließlich bewusst gegen eine Beamtenlaufbahn, um als Coach, Beraterin und Autorin zu arbeiten. Diese Wechsel zwischen Wirtschaft, Hochschule und Beratung prägen ihre Perspektive – das Buch wirkt dadurch weniger theoretisch als viele andere Managementtitel.
Worum es im Buch geht
Witzer nimmt sich ein Thema vor, über das in Unternehmen erstaunlich selten offen gesprochen wird: Macht. Alle wissen, dass ohne sie wenig vorangeht – Entscheidungen, Veränderungen oder Innovationen brauchen Gestaltungsspielraum. Gleichzeitig schrecken viele Menschen davor zurück, besonders Frauen oder jüngere Generationen, die lieber inhaltlich arbeiten wollen als sich auf Machtspiele einzulassen.
Genau hier setzt das Buch an. Witzer zeigt, dass Macht nicht zwangsläufig mit Dominanz, Druck oder taktischer Manipulation verbunden sein muss. Die klassische Vorstellung von Führung – laut, durchsetzungsstark, hierarchisch – wirkt heute oft wie ein Relikt. Und doch verschwindet Macht nicht einfach; sie verändert nur ihre Form.
Ihr zentraler Gedanke: Wirksame Führung entsteht durch Präsenz, soziale Intelligenz und Resonanz im Team. Wer zuhört, empathisch agiert und klar im Raum steht, kann ebenso Einfluss nehmen – vielleicht sogar nachhaltiger als mit den alten „Command-and-Control“-Methoden.
Der Schreibstil
Was mir besonders aufgefallen ist: Witzers Stil hat Energie. Sie schreibt nicht nüchtern-akademisch, sondern argumentiert pointiert und stellenweise fast essayistisch. Man merkt, dass sie viel erlebt hat und ihre Thesen aus der Praxis ableitet.
Dabei gelingt ihr ein interessanter Spagat: Einerseits analysiert sie strukturelle Machtmechanismen, andererseits spricht sie die Leserinnen und Leser direkt an – fast wie in einem Coaching-Gespräch. Manche Passagen wirken bewusst zugespitzt, um alte Denkweisen zu hinterfragen. Gerade dadurch bleibt das Buch lebendig und gut lesbar, selbst für Menschen, die sonst nicht viele Managementbücher lesen.
Was das Buch besonders macht
„Das Ende der Dominanz“ ist kein klassischer Ratgeber mit Checklisten. Es ist eher ein Perspektivwechsel. Witzer fordert dazu auf, Macht nicht zu verdrängen, sondern sie bewusst und verantwortungsvoll zu nutzen. Führung bedeutet hier nicht „Macht über“, sondern Gestaltung – durch Persönlichkeit, Haltung und die Fähigkeit, andere mitzunehmen.
Gerade für Menschen, die Führung skeptisch betrachten oder sich in hierarchischen Strukturen unwohl fühlen, kann das Buch überraschend sein. Es nimmt ihnen ein Stück der Abwehrhaltung gegenüber Macht und zeigt Alternativen auf, die weniger mit Kampf und mehr mit Wirkung zu tun haben.
Fazit
„Das Ende der Dominanz“ ist ein kluges, teilweise provokantes Sachbuch über moderne Führung. Es verbindet Erfahrung aus Wirtschaft und Coaching mit einem engagierten Schreibstil, der zum Nachdenken anregt. Wer verstehen möchte, warum Macht in Organisationen nicht verschwindet – und wie sie heute anders aussehen könnte –, findet hier viele spannende Impulse.
Ein Buch, das weniger erklärt, wie man „Chef spielt“, sondern eher, wie man als Persönlichkeit wirksam wird. Und genau darin liegt seine Stärke.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Wie lange kann Freiheit fliegen, bevor man ihr die Flügel stutzt?

Der letzte Sommer der Tauben
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Abbas Khider wählt keinen reißerischen Ton, keine grelle Dramatik. Er vertraut auf die Kraft der Reduktion. Auf das Kindliche. Auf das Beobachten. Auf das, was zwischen den Sätzen liegt.

Noah ist vierzehn, ...

Abbas Khider wählt keinen reißerischen Ton, keine grelle Dramatik. Er vertraut auf die Kraft der Reduktion. Auf das Kindliche. Auf das Beobachten. Auf das, was zwischen den Sätzen liegt.

Noah ist vierzehn, Taubenzüchter, Sohn, Bruder – und plötzlich Zeitzeuge. Die Welt, die er kennt, kippt nicht mit einem großen Knall, sondern mit immer neuen kleinen Verboten. Khiders Stil ist dabei von beeindruckender Klarheit: kurze Kapitel, fast wie Notizen oder Momentaufnahmen, die sich anfühlen wie Tagebuchfragmente eines Sommers, der keiner mehr ist. Die Sprache bleibt ruhig, beinahe nüchtern, und genau darin entfaltet sich ihre Wucht. Denn was hier erzählt wird, schreit nicht – es sickert.

Besonders stark ist die Perspektive: Alles wird durch Noahs Blick gefiltert, durch ein Bewusstsein, das noch nicht gelernt hat, Gewalt zu normalisieren, das aber gezwungen wird, genau das zu tun. Der Autor verzichtet auf erklärende Kommentare, auf moralische Zeigefinger. Stattdessen lässt er Bilder sprechen: geschwärzte Frauenkörper auf Verpackungen, verstummende Straßen, Helikopter am Himmel. Und immer wieder die Tauben. Sie sind weit mehr als ein Hobby. Sie sind Sprache, Zuflucht, Widerstand. Metapher für Freiheit, für Sehnsucht, für das, was nicht eingesperrt werden sollte – und es doch wird.

Khiders große Stärke liegt in dieser Zartheit, mit der er Grausamkeit erzählt. Zwischen Angst und Anpassung blitzen Momente von Humor auf, fast scheu, als wollten sie sich entschuldigen, überhaupt noch da zu sein. Gerade diese kleinen Lichtpunkte machen den Roman so menschlich – und so schmerzhaft. Man spürt auf jeder Seite: Hier schreibt jemand, der weiß, wovon er erzählt. Nicht aus Distanz, sondern aus Erfahrung.

Mit seinen gut zweihundert Seiten ist dieses Buch schmal, aber von enormer Dichte. Kein Wort wirkt zufällig, jede Szene trägt Bedeutung. Der Verlust der Kindheit, das langsame Ersticken von Freiheit, die Unmöglichkeit, unschuldig zu bleiben – all das entfaltet sich mit einer Eindringlichkeit, die lange nachhallt. Und am Ende bleibt dieses Gefühl: dass man verstanden hat, ohne alles erklärt bekommen zu haben.

Der letzte Sommer der Tauben ist ein stiller, bedrückender, notwendiger Roman. Einer, den man nicht einfach zuklappt und beiseitelegt. Sondern einer, der bleibt. Wie der Gedanke daran, wie zerbrechlich Freiheit ist – und wie schnell man verlernen kann, wie sich Fliegen anfühlt.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Ein Dichter auf Abwegen

Die Reise ans Ende der Geschichte
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Kristof Magnussons Die Reise ans Ende der Geschichte entführt uns in die frühen 1990er-Jahre, eine Zeit voller Aufbruch und Möglichkeiten, in der der Kalte Krieg gerade Geschichte ist und die Welt nach ...

Kristof Magnussons Die Reise ans Ende der Geschichte entführt uns in die frühen 1990er-Jahre, eine Zeit voller Aufbruch und Möglichkeiten, in der der Kalte Krieg gerade Geschichte ist und die Welt nach Frieden und Freiheit strebt. Mitten in dieser Aufbruchsstimmung begegnen wir Jakob Dreiser, einem jungen Dichter, der in Rom gefeiert wird und glaubt, dass ihm die Welt offensteht – bis er auf dem Gartenfest der russischen Botschaft auf Dieter Germeshausen trifft, einen Doppelagenten, der Jakob für seinen letzten großen Coup rekrutiert.
Was zunächst wie ein harmloses Abenteuer beginnt, entwickelt sich zu einer turbulenten Geschichte voller Täuschungen, Missgeschicke und überraschender Wendungen. Magnusson schafft es, historische Umbrüche mit einer gehörigen Portion Humor und literarischer Leichtigkeit zu verbinden. Die Figuren sind dabei charmant skurril: Jakob, der sich fast widerstandslos in die Wirren der Spionage stürzt, und Germeshausen, der trotz seiner Erfahrung immer wieder ins Stolpern gerät, bilden ein ungleiches, aber faszinierendes Duo. Besonders die absurden, manchmal komischen Situationen – wie das berühmte „Damokles-Prosciutto“-Moment – lassen den Leser immer wieder schmunzeln.
Die Schauplätze – von Rom über Kasachstan bis nach Russland – werden eindrücklich beschrieben und vermitteln ein starkes Gefühl für die politische und gesellschaftliche Lage dieser Zeit. Auch wenn das Ende ein wenig abrupt wirkt, bleibt die Erzählung im Gedächtnis: die Mischung aus Abenteuer, literarischem Witz und menschlicher Sehnsucht macht den Roman zu einem besonderen Leseerlebnis.
Insgesamt ist Die Reise ans Ende der Geschichte ein unterhaltsamer, leichtfüßiger und dennoch tiefgründiger Roman, der historische Realität, Spionageabenteuer und skurrile Komik auf einzigartige Weise vereint. Für alle, die sich auf ein ungewöhnliches Abenteuer mit literarischem Anspruch einlassen möchten, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

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