Magisch, märchenhaft, melancholisch, aber auch mutmachend
Flora Brimble und der verlorene FrühlingDer Winter ist hartnäckig und Flora entschließt sich an ihrem 13. Geburtstag die Maikönigin zu suchen, um endlich den Frühling in ihren Ort zurückzubringen - den Frühling, den sie so wunderbar in ihren ...
Der Winter ist hartnäckig und Flora entschließt sich an ihrem 13. Geburtstag die Maikönigin zu suchen, um endlich den Frühling in ihren Ort zurückzubringen - den Frühling, den sie so wunderbar in ihren Geschichten beschreibt. Auf der abenteuerlichen Reise wird sie von dem Eichhörnchen Parzival und Kobold Grisold begleitet, lernt dabei Harriet aus ihren eigenen Geschichten kennen und muss gegen die böse Hexe Ych bestehen.
Das Buch wirkt wie aus einer anderen Zeit, der erzählende Schreibstil ist ganz besonders, die Formulierungen sind ausgefeilt und erinnern an eine Märchengeschichte. Über weite Strecken wirkt das Buch beklemmend und scheinbar ohne Hoffnung. Aber nur scheinbar, denn Flora trägt die Hoffnung in sich. Die Reisegefährten bringen Leichtigkeit und Humor mit und tragen dazu bei, dass die Geschichte sich gut, flüssig und interessant liest. Mir kamen dabei die Matroschkas in den Sinn, die verschachtelten Puppen, denn auch die Geschichte in der Geschichte wirkt feingesponnen und in sich verflochten. Neben dem Wert von Freundschaft geht es dabei darum, die eigenen Ängste zu überwinden, mutig zu sein und seine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Schon Floras Augen auf dem Cover ziehen einen in den Bann und dies macht auch die Geschichte, von der man sich gerne verzaubern lässt.