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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2026

Zwei aufeinandertreffende Welten mit düsterem Setting aber zu hohem Tempo, um sich voll zu Entfalten

Eramor - Reich der dunklen Fae
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"Manchmal ist es der kleine Umweg, den wir brauchen, um unser Ziel zu erreichen."

Vor allem optisch hält Eramor viel bereit: Das Cover und der Farbschnitt sowie die Karte sind wirklich sehr hübsch gestaltet! ...

"Manchmal ist es der kleine Umweg, den wir brauchen, um unser Ziel zu erreichen."

Vor allem optisch hält Eramor viel bereit: Das Cover und der Farbschnitt sowie die Karte sind wirklich sehr hübsch gestaltet! Die Welt von Eramor spiegelt sich darin sehr gut wieder: sie ist finster, düster und voller (unangenehmer) Überraschungen und Verwirrungen. Weiterhin teasert es leicht die verschiedensten Konflikte und Intrigen an.

Die wechselnden Perspektiven aus der jeweiligen Ich-Sicht fand ich sehr passend - gerade im Hinblick auf die Spannung. Während des Lesens entstehen zudem immer neue Fragen, die neugierig auf den weiteren Verlauf machen.
Die Protagonistin Seren erschien mir anfangs sehr taff und sympathisch, hat sich im Laufe aber leider etwas zu einem hilfsbedürftigen, naiven und wenig greifbaren Mädchen zurückentwickelt, bevor sie gegen Ende wieder cleverer und stärker handelte.
Elion hingegen wirkte auf mich wesentlich offener, nahbarer und somit auch authentischer in seinem Handeln. Sein Charakterbogen hat mir wesentlich besser gefallen und wirkte durchdachter. Bei den Nebencharakteren sind mir viele leider zu blass geblieben.

Unter dem rasanten und teils hektisch wirkenden Erzähltempo haben in meinen Augen sowohl das Worldbuilding als auch die Charaktertiefe gelitten. An vielen Stellen fehlte mir leider der Raum für Emotionen, Beziehungen, Romantik sowie auch mehr Zeit zur Entfaltung der Magie und der Welt ansich, um vollkommen in sie eintauchen zu können.
Das spannende und teils epische Finale hat mich allerdings neugierig auf Band 2 der Dilogie gemacht!

Eramor hätte für mich das Potenzial zu 5 Sternen, wenn sich die Story einfach mehr Zeit gelassen hätte, um auszureifen. Dennoch war es ansich eine gut entwickelte Fantasy mit einem spannenden und düsteren Grundgedanken. Somit vergebe ich 3,5 von 5 Sternen 🌟

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2025

Das Kind, was in der Zukunft töten wird?

Das Kind
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Dieser Thriller hat mich nicht ganz so mitgerissen wie manch anderer Fitzek, aber dennoch ist es wieder gut geschrieben und mit Plottwists versehen.

Dieser Thriller hat mich nicht ganz so mitgerissen wie manch anderer Fitzek, aber dennoch ist es wieder gut geschrieben und mit Plottwists versehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2025

Wie viele Menschenleben ist dein Kind dir wert?

Flugangst 7A
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"Jeder Mensch trägt die Fähigkeit des Tötens in sich. Jeder hat einen Punkt, an dem er zerbricht. Zum Glück gibt es nur wenige, die die Skrupellosigkeit besitzen, diesen psychischen Nullpunkt bei anderen ...

"Jeder Mensch trägt die Fähigkeit des Tötens in sich. Jeder hat einen Punkt, an dem er zerbricht. Zum Glück gibt es nur wenige, die die Skrupellosigkeit besitzen, diesen psychischen Nullpunkt bei anderen zu finden."

Ein Psychiater, der im Flugzeug auf dem Weg zu seiner schwangeren Tochter ist, wird plötzlich entführt. Der Erpresser verlangt, dass der Psychiater mit Hilfe eines ehemaligen Patienten an Bord das Flugzeug zum Abstürzen bringt und somit auch sich selbst in den Tod zu reißen. Ansonsten stirbt seine Tochter und ihr Baby.

Mittlerweile ist es der 12. Fitzek-Thriller, den ich gelesen habe und doch ist jeder auf seine eigene Art und Weise spannend geschrieben.
Die Idee des Themas fand ich gut. Teilweise waren manche Passagen nur etwas verstörend beschrieben z.B. die Szenerie in der Melkanlage und die Beweggründe dazu haben mir weniger gefallen. Das zweite Drittel des Buches hat sich außerdem etwas gezogen. Dafür gibt es am Ende aus meiner Sicht aber mal einen etwas anderen Epilog, der mitfühlen lässt.
Ich gebe zu, dieser Roman ist einer derer, die mir von Fitzek bisher weniger gut gefallen - aber letztendlich möchte ich ihn trotzdem losgelöst von seinen anderen Werken als gut bewerten.

Fitzek gelingt es durch schnelle Charaktersichtwechsel (teils nur 1-2 Seiten lange Kapitel) in bestimmten Situationen die Spannung nochmal besonders zu erhöhen. Was mir bei ihm auch immer sehr gefällt, ist der Bezug zur Realität. In diesem Fall spielt z.B. der Germanwings-Absturz vor einigen Jahren eine Rolle und es werden die Auswirkungen von UVA-Strahlung im Flugzeug kurz beschrieben.

Normalerweise lese ich keine Danksagungen, aber bei Fitzek-Romanen finde ich diese IMMER interessant. Sie sind mit Hintergründen zur Buchentstehung und Selbstironie gefüllt, so dass man auch den Autor dadurch mit jedem seiner Bücher besser kennenlernt. Seine Danksagungen wirken auf mich einfach authentisch und sympathisch.

Weiterhin finde ich in seinen Romanen immer wieder inspirierende und zum Nachdenken anregende Zitate. Hier eine kleine Auswahl zu diesem Buch:
- "Denken Sie an den elften September. Den Nordturm des World Trade Centers zu bauen, dauerte sieben Jahre. Ihn einstürzen zu lassen nur eine Stunde und zweiundvierzig Minuten. Es geht immer schneller, etwas kaputt zu machen, als es zu reparieren."
- "Die Psychologie ist schon deshalb zum Scheitern verurteilt, weil wir den absurden Versuch unternehmen, unser Gehirn mit unserem Gehirn verstehen zu wollen."
- "Wir können uns nicht nichts vorstellen. Denn das Nichts ist keine endlose Leere, sondern das Nichtvorhandensein derselben."

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2025

Wie viele Menschenleben ist dein Kind dir wert?

Flugangst 7A
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"Jeder Mensch trägt die Fähigkeit des Tötens in sich. Jeder hat einen Punkt, an dem er zerbricht. Zum Glück gibt es nur wenige, die die Skrupellosigkeit besitzen, diesen psychischen Nullpunkt bei anderen ...

"Jeder Mensch trägt die Fähigkeit des Tötens in sich. Jeder hat einen Punkt, an dem er zerbricht. Zum Glück gibt es nur wenige, die die Skrupellosigkeit besitzen, diesen psychischen Nullpunkt bei anderen zu finden."

Ein Psychiater, der im Flugzeug auf dem Weg zu seiner schwangeren Tochter ist, wird plötzlich entführt. Der Erpresser verlangt, dass der Psychiater mit Hilfe eines ehemaligen Patienten an Bord das Flugzeug zum Abstürzen bringt und somit auch sich selbst in den Tod zu reißen. Ansonsten stirbt seine Tochter und ihr Baby.

Mittlerweile ist es der 12. Fitzek-Thriller, den ich gelesen habe und doch ist jeder auf seine eigene Art und Weise spannend geschrieben.
Die Idee des Themas fand ich gut. Teilweise waren manche Passagen nur etwas verstörend beschrieben z.B. die Szenerie in der Melkanlage und die Beweggründe dazu haben mir weniger gefallen. Das zweite Drittel des Buches hat sich außerdem etwas gezogen. Dafür gibt es am Ende aus meiner Sicht aber mal einen etwas anderen Epilog, der mitfühlen lässt.
Ich gebe zu, dieser Roman ist einer derer, die mir von Fitzek bisher weniger gut gefallen - aber letztendlich möchte ich ihn trotzdem losgelöst von seinen anderen Werken als gut bewerten.

Fitzek gelingt es durch schnelle Charaktersichtwechsel (teils nur 1-2 Seiten lange Kapitel) in bestimmten Situationen die Spannung nochmal besonders zu erhöhen. Was mir bei ihm auch immer sehr gefällt, ist der Bezug zur Realität. In diesem Fall spielt z.B. der Germanwings-Absturz vor einigen Jahren eine Rolle und es werden die Auswirkungen von UVA-Strahlung im Flugzeug kurz beschrieben.

Normalerweise lese ich keine Danksagungen, aber bei Fitzek-Romanen finde ich diese IMMER interessant. Sie sind mit Hintergründen zur Buchentstehung und Selbstironie gefüllt, so dass man auch den Autor dadurch mit jedem seiner Bücher besser kennenlernt. Seine Danksagungen wirken auf mich einfach authentisch und sympathisch.

Weiterhin finde ich in seinen Romanen immer wieder inspirierende und zum Nachdenken anregende Zitate. Hier eine kleine Auswahl zu diesem Buch:
- "Denken Sie an den elften September. Den Nordturm des World Trade Centers zu bauen, dauerte sieben Jahre. Ihn einstürzen zu lassen nur eine Stunde und zweiundvierzig Minuten. Es geht immer schneller, etwas kaputt zu machen, als es zu reparieren."
- "Die Psychologie ist schon deshalb zum Scheitern verurteilt, weil wir den absurden Versuch unternehmen, unser Gehirn mit unserem Gehirn verstehen zu wollen."
- "Wir können uns nicht nichts vorstellen. Denn das Nichts ist keine endlose Leere, sondern das Nichtvorhandensein derselben."

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Wie viele Menschenleben ist dein Kind dir wert?

Flugangst 7A
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"Jeder Mensch trägt die Fähigkeit des Tötens in sich. Jeder hat einen Punkt, an dem er zerbricht. Zum Glück gibt es nur wenige, die die Skrupellosigkeit besitzen, diesen psychischen Nullpunkt bei anderen ...

"Jeder Mensch trägt die Fähigkeit des Tötens in sich. Jeder hat einen Punkt, an dem er zerbricht. Zum Glück gibt es nur wenige, die die Skrupellosigkeit besitzen, diesen psychischen Nullpunkt bei anderen zu finden."

Ein Psychiater, der im Flugzeug auf dem Weg zu seiner schwangeren Tochter ist, wird plötzlich entführt. Der Erpresser verlangt, dass der Psychiater mit Hilfe eines ehemaligen Patienten an Bord das Flugzeug zum Abstürzen bringt und somit auch sich selbst in den Tod zu reißen. Ansonsten stirbt seine Tochter und ihr Baby.

Mittlerweile ist es der 12. Fitzek-Thriller, den ich gelesen habe und doch ist jeder auf seine eigene Art und Weise spannend geschrieben.
Die Idee des Themas fand ich gut. Teilweise waren manche Passagen nur etwas verstörend beschrieben z.B. die Szenerie in der Melkanlage und die Beweggründe dazu haben mir weniger gefallen. Das zweite Drittel des Buches hat sich außerdem etwas gezogen. Dafür gibt es am Ende aus meiner Sicht aber mal einen etwas anderen Epilog, der mitfühlen lässt.
Ich gebe zu, dieser Roman ist einer derer, die mir von Fitzek bisher weniger gut gefallen - aber letztendlich möchte ich ihn trotzdem losgelöst von seinen anderen Werken als gut bewerten.

Fitzek gelingt es durch schnelle Charaktersichtwechsel (teils nur 1-2 Seiten lange Kapitel) in bestimmten Situationen die Spannung nochmal besonders zu erhöhen. Was mir bei ihm auch immer sehr gefällt, ist der Bezug zur Realität. In diesem Fall spielt z.B. der Germanwings-Absturz vor einigen Jahren eine Rolle und es werden die Auswirkungen von UVA-Strahlung im Flugzeug kurz beschrieben.

Normalerweise lese ich keine Danksagungen, aber bei Fitzek-Romanen finde ich diese IMMER interessant. Sie sind mit Hintergründen zur Buchentstehung und Selbstironie gefüllt, so dass man auch den Autor dadurch mit jedem seiner Bücher besser kennenlernt. Seine Danksagungen wirken auf mich einfach authentisch und sympathisch.

Weiterhin finde ich in seinen Romanen immer wieder inspirierende und zum Nachdenken anregende Zitate. Hier eine kleine Auswahl zu diesem Buch:
- "Denken Sie an den elften September. Den Nordturm des World Trade Centers zu bauen, dauerte sieben Jahre. Ihn einstürzen zu lassen nur eine Stunde und zweiundvierzig Minuten. Es geht immer schneller, etwas kaputt zu machen, als es zu reparieren."
- "Die Psychologie ist schon deshalb zum Scheitern verurteilt, weil wir den absurden Versuch unternehmen, unser Gehirn mit unserem Gehirn verstehen zu wollen."
- "Wir können uns nicht nichts vorstellen. Denn das Nichts ist keine endlose Leere, sondern das Nichtvorhandensein derselben."

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