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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2026

Die verlorene Münze

Tante Emmas Münze
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„...Der Ort, an dem dies Geschichte spielt, ist nicht so weit entfernt, wie ihr vielleicht denkt. Kommt doch mal vorbei, dann seht ihr auf einem grünen Hügel ein kleines herziges Häuschen stehen…“

Mit ...

„...Der Ort, an dem dies Geschichte spielt, ist nicht so weit entfernt, wie ihr vielleicht denkt. Kommt doch mal vorbei, dann seht ihr auf einem grünen Hügel ein kleines herziges Häuschen stehen…“

Mit diesen Zeilen beginnt ein Kinderbuch, das auf ganz eigene Art ein biblisches Gleichnis erzählt.
Der Schriftstil ist kindgerecht und leicht lesbar. Die kurzen Texte eignen sich gut zum Vorlesen.
Im Mittelpunkt steht Tante Emma. Sie liebt ihren Garten, die Natur und die Tiere.
Tante Emma besitzt eine Münzsammlung, die sie jeden Tag betrachtet. Eines Tages aber stellte sie fest, dass eine der Münze fehlte. Sie durchsuchte die Wohnung, den Garten, den Hühnerstall und vieles andere. Sie fand alles Mögliche, nur die Münze fand sie nicht. Wo könnte sie noch sein?
Das Buch ist wunderschön illustriert. Die Bilder sind farbenfroh gestaltet, liebevoll gezeichnet und enthalten viele kleine Elemente. Sie gehen über 2/3 der Doppelseite. Daneben folgt der Text, der oben und unten ebenfalls mit kleinen Zeichnungen ergänzt wird.
Auf der letzten Doppelseite wendet sich die Autorin links persönlich an die Kinder, stellt ihnen Fragen und zitiert dann das Originalgleichnis aus der Bibel. Auf der rechten Seite stehen persönliche Worte an den erwachsenen Leser.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es erhält von mir eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.03.2026

Bewegende Familiengeschichte

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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„...Mitte August war eine wundervolle Zeit auf Sylt: Um kurz vor sechs ging die Sonne auf und erst gegen neun Uhr abends unter. Es war meistens nicht so heiß…“

Die Journalistin Anna März ist zu Fenja ...

„...Mitte August war eine wundervolle Zeit auf Sylt: Um kurz vor sechs ging die Sonne auf und erst gegen neun Uhr abends unter. Es war meistens nicht so heiß…“

Die Journalistin Anna März ist zu Fenja Lorenzen zurückgekehrt. Sie will nicht nur deren Familiengeschichte erzählen, sondern auch deren verschwundene Schwester Martje finden, falls die noch lebt.
Es handelt sich um den zweiten Teil einer Dilogie. Obwohl ich den ersten Band nicht kannte, hatte ich kein Problem, der Handlung zu folgen. Wichtige Informationen waren enthalten.
Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Er beschreibt das raue Flair an der Nordsee, aber auch das Leben der Menschen zu unterschiedlichen Zeiten. Ein Teil spielt im Heute und Jetzt, einer beginnt 1958. Dadurch weiß ich als Leser relativ schnell, wie sich Martjes Leben verändert hat.

„...Aber recht hast du! Wir brauchen keine Kerle, um uns gut zu fühlen und zufrieden zu sein. Für unser Glück und unser Auskommen sorgen wir schon selbst…“

Im Jahre 1958 sagt Inge diese Worte zu ihrer Freundin Martje, die gerade eine Ausbildung im Hotel macht. Doch kurze Zeit später trifft Martje auf Hark Hoyer, der ihr Leben gehörig durcheinander wirbelt. Dann ist nichts mehr wie vorher.
Hintergrund der Geschichte sind Ereignisse, die in der Kindheit von Martje und Fenja geschehen sind. Diese wirken heftig nach. Es geht um Vertrauen und Verlust. Als Martje ein Wort von Fenja in den falschen Hals bekommt, fällt sie eine Entscheidung, die sich später als fatal erweisen sollte.
Die Kernfrage, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, wird an einer Stelle so formuliert:

„...Wieso kann man einander nicht einfach vertrauen, die Wahrheit sagen und damit all die Fragen beantworten, die unbeantwortet in den Köpfen derjenigen herumgeistern, die nach Antworten suchen und sich unweigerlich irgendwann ihre eigenen zurechtspannen?…“

Gut wiedergegeben wird das Lebensgefühl Ende der fünfziger und zu Beginn der 60er Jahre. Der Umgang mit Drogen, die Friedensbewegung und Aussteiger aus dem normalen Leben spielen auch im Roman eine Rolle.
In der Gegenwart darf ich Anna bei ihrer Suche begleiten. Nicht jede Spur erweist sich als hilfreich. Doch sie ist hartnäckig.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt, wie stark uns die Vergangenheit prägt.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Sehr schönes Kinderbuch

Mütze & Pfütze - Gemeinsam sind wir stark
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„...Mütze und Pfütze sind schon immer beste Freunde. Seit ich zurückdenken kann. Das weiß mittlerweile auch der Bauer. Er wundert sich schon gar nicht mehr, dass Mütze nicht bei der Schafherde grast, und ...

„...Mütze und Pfütze sind schon immer beste Freunde. Seit ich zurückdenken kann. Das weiß mittlerweile auch der Bauer. Er wundert sich schon gar nicht mehr, dass Mütze nicht bei der Schafherde grast, und Pfütze nicht bei seiner Schweineherde schmatzt…“

Mit diesen Zeilen beginnt ein humorvolles und tiefgründiges Kinderbuch, das mir richtig gut gefallen hat.
Der Schriftstil ist kindgerecht. Die Protagonisten erleben Dinge, die jedes Kind von sich kennt. Die Geschichten sind amüsant. Sie werden liebevoll erzählt. Es geht um Freundschaft, das Anderssein, Vergeben und Entschuldigen und den Umgang miteinander, um nur einige Themen anklingen zu lassen.
Das Besondere liegt darin, dass sich nach jedem Kapitel ein Teil anschließt, der sich an den Leser selbst wendet. Er beginnt mit einer Frage an jüngere Kids.

„...Bist du manchmal schlecht gelaunt?…“

Dann folgen zwei Hinweise, wie man damit umgehen könnte. Ein ähnlicher Text wird für ältere Kids formuliert. Dem schließt sich ein ganzseitiges Bild an, in dem ein Bibelvers mit Bibelstelle abgedruckt wurde. Dann kommt ein Mut-Tipp und der Vorschlag für eine Aktion.
Das Buch ist sehr schön illustriert. Die farbigen, liebevoll gezeichneten Bilder veranschaulichen die Handlung. Neben ganzseitigen Zeichnungen finden sich auch kleinere oberhalb oder unterhalb des Textes.
Als kleine Zugabe finden sich QR-Codes zu passenden Liedern oder kleinen Spielen.
Das Buch bekommt von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Sehr aktuelle Thematik

Die Stille des Abends
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„...Ein Auto ist von der Straße abgekommen und über den Damm der Doppelbrücke gestürzt. Wahrscheinlich letzte Nacht. Ein Bootsfahrer hat es heute Morgen gefunden…“

Adam Campell wird zum Ort des Geschehens ...

„...Ein Auto ist von der Straße abgekommen und über den Damm der Doppelbrücke gestürzt. Wahrscheinlich letzte Nacht. Ein Bootsfahrer hat es heute Morgen gefunden…“

Adam Campell wird zum Ort des Geschehens gerufen. Dort wartet schon Mordermittler Gabriel Chavez. Alles sieht nach Unfall oder Selbstmord aus, bis man auf dem Bauch der toten Frau einen Satz entdeckt.

„...Sie haben mich umgebracht. Fragt Adam Campell…“

Die Autorin hat einen spannenden Krimi mit einer gehörigen Brise Romantik geschrieben. Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Er sorgt für den hohen Spannungsbogen.
Das Team um Adam fällt durch seinen guten Umgang mit einander auf. Die Mitglieder sind auch durch ihren christlichen Glauben miteinander verbunden. Dass Adams Familie zu Honoratioren des Ortes gehört, spielt dabei nur eine unwesentliche Rolle.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf das berufliche Umfeld der Toten. Deshalb wird auch die Computerforensikerin Dr. Sabrina Fleming hinzugezogen. Sie kannte die Tote. Die war die Buchhalterin ihres verstorbenen Vaters.
Es stellt sich heraus, dass die Tote im Büro war, um mit Adam zu sprechen. Der war aber ausgerechnet an dem Tag im Gericht. Alles deutet darauf hin, dass es um menschlichen Sklavenhandel ging, über den die Tote Bescheid wusste und den sie aufdecken wollte.
Doch dann gibt es einen Anschlag auf Sabrina. Wer steckt dahinter? Gehören die Fälle zusammen?
Ich mag den feinen Humor, der ab und an aufblitzt. Vor allem Anissa wird manchmal sehr deutlich.

„...Ich bin Officer Anissa Bell. Wenn Sie mit gezogener Waffe hereinkommen, werde ich sie erschießen und erst danach nach Ihrem Ausweis fragen…“

Dann stellt sich heraus, dass einer von Adams Cousins in den modernen Sklavenhandel verstrickt sein könnte. Sie überlegen, wie sie den Tätern eine Falle stellen können.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es verknüpft aktuelle Problem mit Glaubensfragen und persönlichen Schicksalen.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Spannender historischer Roman

Limerick Love. Win Your Heart
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„...Mach keinen allzu großen Unfug, hat Ruairi mir zum Abschied mit auf den Weg gegeben…“

Ruairi ist Slaines Bruder. Er kennt seine kleine Schwester ganz genau. Normalerweise dürfte es trotzdem keine ...

„...Mach keinen allzu großen Unfug, hat Ruairi mir zum Abschied mit auf den Weg gegeben…“

Ruairi ist Slaines Bruder. Er kennt seine kleine Schwester ganz genau. Normalerweise dürfte es trotzdem keine Probleme geben. Aber was im Leben verläuft schon normal?
Die Autorin hat eine spannende und abwechslungsreiche Fortsetzung ihrer Dilogie geschrieben. Die Geschichte wird von Slaine erzählt. Der Schriftstil ist leicht, passt sich aber sehr gut den historischen Gegebenheiten an. Einige irische Begriffe und die Aussprache von Namen sind der Handlung vorangestellt.
Außerdem beginnt jedes Kapitel mit ein paar Zeilen, die Callums Gedanken wiedergeben.
Wir schreiben das Jahr 1462. Slaine wollte eigentlich in den frühen Morgenstunden mit ihrer Freundin Roisin im Meer baden. Die aber lässt auf sich warten. Also geht sie allein ins Wasser. Als sie zurück ans Ufer kommt, steht dort Callum, der Freund ihrer Kindheit, von dem sie seit Jahren nichts gehört hat.

„...Nein, Slaine. Aber du kennst den Mann nicht, zu dem ich geworden bin. Ich bin kein Umgang mehr für dich…“

All das, was Callum ihr verschweigt, erfährt sie dann im Dorf. Ist Callum der Mörder seiner Tante? Was ist im Bootshaus wirklich passiert?
Slaine ist eine selbstbewusste junge Frau. Momentan lebt sie bei ihrer Großmutter. Slaine hat Callum nie vergessen. Doch jetzt hält er sie auf Abstand. Dafür möchte der Reeve des Dorfes, dass sie seinen Sohn Rian heiratet.
Slaine ist zwischen beiden Männern hin- und hergerissen. Rian verspricht ihr und ihrer Familie Sicherheit. Er behandelt sie mit Respekt und lässt ihr die nötigen Freiheiten. Doch das Feuer, das sie einst mit Callum verband, ist noch nicht erloschen.
Wie schon im ersten Teil der Reihe steht hier wieder eine Sportart im Mittelpunkt. Dieses Mal ist es das Rudern.
Im Buch gibt es viele gut ausgearbeitete Gespräche. Dadurch erfahre ich einiges über die Vergangenheit von Callum. Aber auch die Weisheit von Slaines Großmutter bringt eine besondere Farbe in die Handlung.

„...Dein Großvater, Gott habe seine Seele gnädig, hat immer gesagt, die Hülle eines Menschen ändert sich, aber sein Kern bleibt der gleiche…“

Es gibt spannende Szenen und überraschende Wendungen, bis die Geschichte zu einem guten Ende geführt wird.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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