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Veröffentlicht am 26.03.2026

Vom Aufbrechen und dem Wunsch endlich anzukommen

Where We Belong
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Erste Gedanken: Liebesgeschichten mit migrantischen Protagonist:innen gibt es immer noch viel zu wenige, obwohl sie so wichtig sind. Umso überraschter war ich demnach, als ich auf eine Leseprobe zu dieser ...

Erste Gedanken: Liebesgeschichten mit migrantischen Protagonist:innen gibt es immer noch viel zu wenige, obwohl sie so wichtig sind. Umso überraschter war ich demnach, als ich auf eine Leseprobe zu dieser Geschichte stieß und augenblicklich in den Roman gezogen wurde. Auch nach Beenden des Buches kann ich nicht aufhören an die Geschichte zurückzudenken.

Das Cover: Das Verweben von Schrift und Illustration finde ich sehr gelungen und habe ich so noch nicht oft gesehen. Nils und Zofia – die beiden Abgebildeten – wirken durch die innige Pose sehr vertraut miteinander und das Cover bietet dadurch bereits einen Hinweis auf die Verbindung der beiden. Die farbliche Trennung, die sich diagonal durch das Cover zieht und es in ein kühles Blau und in einen warmen Rotton einteilt, ist für mich entweder ein Hinweis auf die Grenzen, die zwischen ihnen bestehen oder auch die zwei Zeitstränge, die die Geschichte abwechselnd erzählen.

Die Handlung: Kaum hat Zofia es in ihren Wunschstudiengang geschafft, holt sie auf einer Uniparty ihre Vergangenheit ein: Nils. Zu Schulzeiten einst der wichtigste Mensch für sie – heute ist nur noch Enttäuschung und Ablehnung für ihn übrig. Erinnerungen, die Zofia in den letzten Jahren gut verdrängt hat, kommen wieder hoch und sie ist wieder mit der Zeit konfrontiert, in welcher sie aufgrund ihres polnischen Backgrounds in der Schule zur Außenseiterin wurde und selbst die Lehrkräfte nur zugeschaut haben. Nur Nils schaute damals genauer hin, sah Zofia und nicht nur ihre Herkunft, bis er alles mit einer einzigen Tat zwischen ihnen zerstörte. Noch hat sie die Ereignisse nicht verarbeitet und muss sich fragen, ob sie Nils jemals wieder in ihr Leben lassen kann, vor allem, wenn sie sich von nun an regelmäßig sehen müssen…

Meine Gedanken: Die Erzählweise mithilfe der Dual-Timeline hat viel Tiefe in die Geschichte gebracht. Zunächst begleiten die Lesenden Nessy, die in der Gegenwart ihren Namen (Zofia) abgelegt und ihrer Vergangenheit den Rücken gekehrt hat. In den Rückblenden kommen wir das erste Mal mit der Protagonistin in Deutschland an und erleben ihren herausfordernden Schulalltag mit. Dabei las ich die erste Hälfte beinahe in einem Rutsch. Zofias Geschichte hat mich unglaublich berührt und vor allem der Konflikt zwischen zwei Kulturen zu stehen und immer das Gefühl durch die Gesellschaft vermittelt zu bekommen, sich für eine entscheiden zu müssen, wurde sehr eindrücklich und schmerzhaft dargestellt. Tatsächlich baut sich die Geschichte unglaublich auf und auch die Liebesgeschichte entsteht in der Gegenwart erst sehr spät – was ich jedoch sehr begrüßte. Dennoch muss ich sagen, dass mir das Ende und vor allem die letzten Ereignisse doch ein wenig zu schnell vorangebracht wurden. Ich hätte gerne noch mehr schöne Momente zwischen Nils und Nessy gehabt, um die beiden zusammen auch in der Gegenwart noch besser kennenzulernen (und nicht nur in der Vergangenheit), aber das ist mein einziger Kritikpunkt.

Die Charaktere: Zofia/ Nessy habe ich unglaublich ins Herz geschlossen. Ich habe durchgehend bei ihr mitgefühlt und konnte mich unglaublich in ihren Charakter hineinfühlen. Mit Nils habe ich etwas länger gebraucht, doch auch seine Entwicklung und Einsicht am Ende haben mich von ihm überzeugt. Doch meine heimlichen Favorit:innen waren Matteo und Lena, die beide eng mit Zofia befreundet waren. Sie haben nicht nur ein bisschen Leichtigkeit in die Geschichte gestreut, wenn es etwas trauriger wurde, sondern waren einfach nur unendlich sympathisch.

Fazit: Eine berührende und zugleich wichtige Geschichte, die der deutsche Buchmarkt gebraucht hat! Ich bin mir sicher, dass einige Leser:innen, die sich sonst nicht in Geschichten repräsentiert sehen, sich hier aufgehoben fühlen. Eine Liebesgeschichte, die in die Tiefe geht und mich berühren konnte. Ich vergebe hier 4,5/5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 09.03.2026

Ein letzter Besuch im Purple-Clouds-Magazin

Purple Clouds - Bittersweet
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Erste Gedanken: Mounia hat mit dieser Trilogie einen absoluten Wohlfühlort geschaffen, von dem ich mich ehrlich gesagt noch nicht verabschieden möchte. Doch „Purple Clouds – Bittersweet Edition“ schließt ...

Erste Gedanken: Mounia hat mit dieser Trilogie einen absoluten Wohlfühlort geschaffen, von dem ich mich ehrlich gesagt noch nicht verabschieden möchte. Doch „Purple Clouds – Bittersweet Edition“ schließt das Kapitel gelungen und lässt mich hoffen, dass es vielleicht in kommenden Büchern noch einmal ein Wiedersehen mit manchen Charakteren geben wird.

Das Cover: Wie alle Bände der Reihe einfach nur verträumt schön. Oftmals gefällt es mir nicht, wenn die Charaktere auf den Büchern abgebildet sind, doch in diesem Fall gefällt mir der Illustrationsstil unglaublich gut!

Die Handlung: Linh Nguyen hat es geschafft: sie darf beim Magazin Purple Clouds in New York arbeiten und dafür endlich nach all den unschönen Ereignissen in Berlin in New York neu starten. Alles scheint perfekt zu sein, wenn sie nicht ständig an Xander geraten würde. Der Illustrator des Magazins wurde in den letzten Monaten von Linh auf Social Media nämlich hart für seine Kunst kritisiert und nun müssen die beiden in der Redaktion auch noch zusammenarbeiten. Anfangs scheint keine Einigung zwischen den beiden in Sicht zu sein, bis sie sich zusammenraufen müssen und dabei merken, dass sie sich doch besser verstehen als Anfangs angenommen…

Meine Meinung: Diese Geschichte bietet nicht nur gute Unterhaltung mit spannenden Schlagabtauschen zwischen den beiden, sondern gibt auch vielen wichtigen Themen wie toxischer Männlichkeit und Trennungsschmerz in Freundschaften Raum. Die beiden machen es so unglaublich einfach mitzufühlen und tief in die Geschichte abzutauchen. Mounias Schreibstil führt spielend leicht durch die Geschichte und machte es mir unglaublich schwer, die Geschichte aus der Hand zu legen. Dennoch muss ich zugeben, dass ich gegen Ende manche Entscheidungen zwar verstehen konnte, mir jedoch der Schluss/ Showdown doch ein wenig zu dramatisch war.

Die Charaktere: Die Neugier bezüglich Xadens Verschlossenheit, baute sich bereits in den vorherigen Bänden bei mir auf – umso gespannter war ich aus seiner Perspektive zu lesen. Doch vor allem Linh konnte mich sehr schnell für sich gewinnen und sie ließ mich bei all ihren Erfolgen und auch traurigen Momenten stark mitfühlen. Doch am meisten werde ich die wundervolle Freundesgruppe vermissen, dessen gemeinsame Momente ich am meisten ins Herz geschlossen habe. Mounia schreibt nicht nur schöne Liebesgeschichten, sondern auch wundervolle Freundschaften, was mir oftmals in Liebesromanen viel zu kurz kommt.

Fazit: Ein gelungener Abschluss, den ich nur empfehlen kann. Generell ist die gesamte Reihe unglaublich stark und kann ich nur empfehlen, da sie nicht nur Unterhaltung bietet, sondern auch Gesellschaftskritik an patriarchalen Strukturen übt! Von mir gibt es hier 4,5/5 Sternen und eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Zurecht preisgekrönt!

Lightfall 1: Das verlorene Licht
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Diese Graphic Novel hatte ich gar nicht auf dem Schirm, bis ich in die Leseprobe reinlesen konnte und sehr begeistert zurückblieb. Auch nach Beenden der Geschichte, die mit einem Cliffhanger endet, möchte ...

Diese Graphic Novel hatte ich gar nicht auf dem Schirm, bis ich in die Leseprobe reinlesen konnte und sehr begeistert zurückblieb. Auch nach Beenden der Geschichte, die mit einem Cliffhanger endet, möchte ich unbedingt mehr von Bea, Cad und Nim wissen.

Das Cover: Sehr abenteuerlich und dynamisch. Bea und Cad stehe abenteuerbereit auf einem Hügel und blicken beide in die Ferne, als würden sie von dort auf ihre nächste aufregende Reise blicken. Ich finde es sehr ansprechend.

Meine Meinung: Zur Handlung möchte ich gar nicht zu viel verraten, weil ich finde, dass ich mich damit mehr auf die Geschichte einlassen konnte. In der Graphic Novel begleiten wir Bea und Cad auf eine abenteuerliche Reise, die nicht nur viel Spannung bereithält, sondern auch wichtige Themen wie mentale Gesundheit und Verlust anspricht. Die Geschichte schafft es dabei nie zu schwer zu werden, sondern wird mithilfe von Cad immer wieder gut aufgelockert. Besonders innovativ war die Handlung in meinen Augen nicht (eine Reise, bei der eine geliebte Person gesucht wird gibt es einfach schon sehr oft), dennoch mag ich die erschaffene Welt sehr gerne und auch die Umsetzung hat mir gefallen.

Die Illustrationen: Diese leuchten unglaublich schön. Teilweise musste ich mit dem Lesen aufhören, weil ich sie so wunderschön fand und diese betrachten musste. Währenddessen hatte ich beinahe das Gefühl, als würde ich einen farbenfrohen Animationsfilm gucken, so sehr nahm mich die Geschichte ein.

Fazit: Ein gelungener Auftakt, nach welchem ich definitiv noch die Fortsetzungen lesen werde. Aufgrund der bereits oft genutzten Erzählweise vergebe ich hier nicht die volle Sternenzahl, aber immer noch sehr empfehlenswerte 4,5 Sterne!

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Ich hoffe alle Familienblogger*innen lesen irgendwann dieses Buch und reflektieren!

Please unfollow
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Erste Gedanken: Es ist ein Thema, welches ich vor allem durch kritische YouTuber:innen verfolge: Familienbloger:innen. Schon lange stehe ich diesem Content sehr kritisch gegenüber und bin der Meinung, ...

Erste Gedanken: Es ist ein Thema, welches ich vor allem durch kritische YouTuber:innen verfolge: Familienbloger:innen. Schon lange stehe ich diesem Content sehr kritisch gegenüber und bin der Meinung, dass ein Kind und vor allem das Gesicht des Kindes nichts im Internet verloren hat, bis es nicht selbst darüber entscheiden kann. Denn Basma hat mit Sherry einer Protagonistin Raum gegeben, von welcher wir in der Öffentlichkeit noch viel zu wenig mitbekommen. Es gibt zwar unzählige Bloggende, die ihre Kinder vor die Kamera zerren, aber die sozialen Auswirkungen, Grooming oder auch mentale Probleme werden natürlich nicht vor der Kamera thematisiert. Daher ist Basmas Buch so bedeutend und hochaktuell!

Das Cover: So gelungen! Je länger ich es betrachte, umso mehr Details fallen mir auf. Die grünen Strähnen, die eine Rolle in der Geschichte spielen und die unzähligen YouTube-Fenster, die die Protagonistin Sherry übers Gesicht gelegt wurden und hinter denen sie zu verschwinden scheint. Es ist nicht nur unglaublich passend, sondern auch sehr ansprechend gestaltet.

Meine Meinung: Ich wusste, dass mir dieses Buch zusagen würde, aber ich hätte nicht gedacht, WIE sehr es mir gefallen wird. Basma schafft es gekonnt, harte Szenen für Jugendliche gerecht zu schildern und gleichzeitig auch leichten und schönen Momenten Raum zu geben. Beides wechselt sich gut ab und konnte mich zum Nachdenken anregen, aber auch zum Lächeln bringen. Die Autorin erzählt Sherrys Geschichte in der Gegenwart in der Ich-Perspektive und schildert die Vergangenheit in Form eines Videos, das ihre Eltern gedreht haben (mit all den Hintergründen, die vor und nach dem Dreh passiert sind). Diese Erzählweise war unglaublich fesselnd und ich konnte das Buch nicht zu Seite legen. Hier werden schwere Themen behandelt und manche Szenen sind wirklich hart zu lesen, aber dafür ist dieses Buch umso wichtiger. Ich hoffe, dass Basma Hallak bei vielen mir ihrem Roman ein Umdenken oder zumindest eine Reflexion erreicht!

Die Charaktere: Die Geschichte ist für Jugendliche empfohlen und dennoch finde ich, dass wir uns alle in der Freundesgruppe wiederfinden können. Sherry ist eine Protagonistin, die ich sofort gernhaben musste und bei der ich sehr mitgelitten habe. Doch es war unglaublich heilsam, als sie endlich eine „normale“ Jugendliche sein durfte. Die Charaktere mochte ich generell unglaublich gerne. Ich musste viel lachen bei den Gruppenmomenten und wirklich alle waren unglaublich liebenswert. Doch auch die (furchtbaren) Eltern von Sherry wurden sehr vielschichtig dargestellt. Vor allem das unterschwellig Manipulative fand ich unglaublich erschreckend, aber auch realistisch umgesetzt.

Fazit: Ein wirklich gelungenes Buch, was ich viel weiterempfehlen werde. Ich hätte mir zwar gerne noch ein paar Seiten mehr gewünscht, da manche Themen in meinen Augen noch mehr Raum verdient hätten, aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt. Ich vergebe hier 4,5/5 Sternen und eine große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Wichtige Geschichte, die Hoffnung schenkt!

Out of Line – Based on Batul's True Story
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Erste Gedanken: Direkt nach der Ankündigung der Geschichte landete der Roman auf meiner Wunschliste. Bücher über das Tanzen mag ich unglaublich gerne. Zudem gibt es immer noch viel zu wenige Bücher über ...

Erste Gedanken: Direkt nach der Ankündigung der Geschichte landete der Roman auf meiner Wunschliste. Bücher über das Tanzen mag ich unglaublich gerne. Zudem gibt es immer noch viel zu wenige Bücher über Menschen mit Fluchterfahrungen im deutschsprachigen Buchraum, weswegen Batuls Geschichte so wichtig und berührend ist!

Das Cover: Es ist farblich sehr ansprechend und schön aufgemacht, dennoch hätte ich mir gewünscht, dass das Thema Tanz mehr aufgegriffen wird. Das Cover lässt sehr offen, worum es in dem Roman geht. Ich bevorzuge einfach Buchcover, die bereits ein wenig auf den Inhalt hinweisen und kleine easter eggs bereithalten. Aber das ist nur mein Geschmack.

Die Handlung: Tanzen war schon immer Leylas größte Leidenschaft. So verarbeitet sie auch ihren Schmerz, die Flucht aus dem Libanon und den Verlust ihrer Mutter in ihren Bewegungen. Nachdem sie jedoch nie richtig in Halle ankommen konnte, nutzt sie die Chance in Berlin, um sich endlich den Traum eines eigenen Tanzstudios zu ermöglichen. Doch aufgrund der schwierigen Vergangenheit in Berlin, heißt ihr Bruder Said die Entscheidung nicht gut und ihre Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt. Kaum in Berlin angekommen, trifft sie wieder auf Emir. Emir, der Saids bester Freund war und in den sie lange heimlich verliebt war, damit ihr Bruder nichts mitbekommt. Doch je mehr Zeit Leyla und Emir beim Renovieren des Tanzstudios verbringen, desto stärker werden ihre Gefühle wieder…

Meine Meinung: Ich habe so viel bei Leylas/ Batuls Geschichte mitgefühlt. Generell finde ich das Konzept, sich von echten Geschichten inspirieren zu lassen gelungen. Hierbei vernetzen sich die Autor:innen und die Geschichtengeber:innen miteinander und veröffentlichen eine Geschichte im Heartlines Verlag. Auch wenn es kleinere Änderungen zu den Originalgeschichten gibt, so basieren sie dennoch auf einer wahren Geschichte, was sie für mich umso emotionaler machen. Batuls Geschichte wird von Leyla verkörpert, die so viel Schmerz erfahren musste, um endlich ihre Leidenschaft ausleben zu können. Ihre unzerstörbare Hoffnung fand ich so inspirierend und konnte mich unglaublich berühren. Ab den ersten Seiten feuerte ich sie bereits an, litt oder freute mich mit ihr. Es ist eine ausgesprochen wichtige Geschichte, von welcher wir unbedingt mehr brauchen. Einzig der Schluss wurde für mich zu schnell abgehandelt. Manche Handlungsstränge blieben für mich ein wenig offen und in meinen Augen, hätte die Geschichte noch gute dreißig Seiten gebraucht. Doch das ist mein einziger Kritikpunkt.

Die Charaktere:Leyla fand ich so stark. Nach all den Schicksalsschlägen noch so viel Kraft und Leidenschaft zu haben fand ich sehr bewundernswert. Sie fühlt so viel, arbeitet an sich und ihrer mental health und will am Ende des Tages immer nur eins: Tanzen. Ich habe sehr gerne aus ihrer Perspektive gelesen und fand sie ausgesprochen inspirierend. Emir mochte ich ebenfalls sehr gerne. Letztererr hatte Träume, die er begraben musste und die durch Leylas gutes Zureden vielleicht nicht mehr ganz unmöglich erscheinen. Said war für mich hingegen der komplexeste Charakter. Seine Ängste waren nachvollziehbar und kamen nicht von nirgendwo, doch das ständige Verdrängen seiner Vergangenheit uferte in mentale Probleme aus, die er jedoch nicht angehen wollte. Hier wurde wieder sehr realistisch dargestellt, dass bei manchen Menschen der Leidensdruck erst unglaublich groß werden muss, damit sie sich einen Therapieplatz suchen. Doch trotz allem mochte ich die Charaktere unglaublich gerne und mochte, wie vielschichtig sie doch alle waren.

Fazit: Eine wirklich schöne Geschichte, die ich bestimmt noch einmal lesen werden. Batuls Nachwort ist auch eine große Empfehlung und würde ich allen raten nach der Geschichte zu lesen. Rabia schafft es zudem der Geschichte so viel Emotion und Leben einzuhauchen, weshalb ich hier 4,5/5 Sternen gebe und eine klare Leseempfehlung ausspreche!

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