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Veröffentlicht am 14.03.2026

Piratenabenteuer mit Herz & Humor

Dragon Princess 1: Ozean aus Asche und Rubinen
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Dragon Princess ist ein märchenhaftes Abenteuer, in dem die Prinzessin nicht von einem Prinzen aus dem Turm befreit wird, sondern von einem Drachen. Angetrieben von ihrem Zorn schwört sie Rache an jenen, ...

Dragon Princess ist ein märchenhaftes Abenteuer, in dem die Prinzessin nicht von einem Prinzen aus dem Turm befreit wird, sondern von einem Drachen. Angetrieben von ihrem Zorn schwört sie Rache an jenen, die sie eingesperrt haben und geht dafür ein Bündnis mit einem ebenso draufgängerischen wie charismatischen Piratenkapitän ein.

Ruby ist eine sympathische, aber ausgesprochen widerspenstige und aufbrausende Protagonistin, deren Verhalten oft mehr an einen Drachen als an eine Prinzessin erinnert. Genau das sorgt immer wieder für humorvolle Momente, die einem beim Lesen ein Schmunzeln entlocken. Ihr Groll gegenüber ihrer Familie ist absolut nachvollziehbar und ihr Wunsch nach Vergeltung verleiht der Geschichte eine leicht düstere Note, ohne die märchenhafte Atmosphäre zu verdrängen.

Fynn und seine Piratencrew sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen einzigartiger und liebenswerter Figuren, die man schnell ins Herz schließt und gerne auf ihrem Abenteuer begleitet. Besonders die Dynamik zwischen dem charmanten, aber selbstverliebten Piratenkapitän und der kratzbürstigen Prinzessin ist äußerst unterhaltsam. Die sich langsam entwickelnde Zuneigung der beiden bringt eine romantische Komponente ein, ohne dabei zu sehr in den Vordergrund zu rücken.

Das Königreich Yevel ist fantasievoll und detailreich gestaltet und bietet eine stimmige Kulisse für das Piratenabenteuer. Zwar ist die Handlung stellenweise vorhersehbar, doch das überraschende Ende mit einem fiesen Cliffhanger macht große Lust auf den Folgeband.

Alles in allem ein unterhaltsamer Auftakt voller Magie, Romantik und Piraten, der besonders LeserInnen anspricht, die starke Heldinnen, märchenhafte Welten und eine Prise Abenteuer lieben.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Ein Casino voller Lügen und Versuchungen

Spiel des Lügners
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Lola St. James will das legendäre magische Turnier im Casino des Lügners gewinnen und dabei ein magisches Artefakt stehlen. Doch um überhaupt am Turnier teilnehmen zu dürfen, muss sie ein tödliches Geheimnis ...

Lola St. James will das legendäre magische Turnier im Casino des Lügners gewinnen und dabei ein magisches Artefakt stehlen. Doch um überhaupt am Turnier teilnehmen zu dürfen, muss sie ein tödliches Geheimnis als Wetteinsatz einbringen: Sie ist die totgeglaubte Tochter eines Gangsters. Lola ist fest entschlossen, alles auf diese Karte zu setzen. Allerdings hat sie nicht mit dem Zauber, den Intrigen und den dunklen Versuchungen des magischen Casinos gerechnet – und schon gar nicht mit der unwiderstehlichen Anziehungskraft seines Besitzers …

Spiel des Lügners ist der Auftakt einer stimmungsvollen Romantasy-Dilogie über ein gefährliches Spiel mit Magie, Identitäten und Gefühlen.

Lola ist eine kluge und mutige Protagonistin, die bereit ist, alles zu riskieren, um ihren Auftrag zu erfüllen. Mit ihrer offenen Abneigung gegen den Lügner und ihrem Augenleiden fällt sie in der glamourösen und scheinheiligen Welt des Casinos auf erfrischend unperfekte Weise auf. Gleichzeitig zeigt sie auch eine verletzliche Seite: Sie muss ihre wahre Identität verbergen, fühlt sich nirgendwo wirklich zugehörig und von ihrem Vater verraten. Das macht sie empfänglich für das manipulative Spiel des Lügners und lässt ihre teilweise sehr emotionalen Entscheidungen nachvollziehbar erscheinen. Auf der Suche nach der Mondscherbe gerät sie zwischen zwei Brüder, deren Motive und Loyalitäten nicht immer klar sind. Besonders der Lügner ist eine faszinierende Figur, manipulativ, charmant und voller Geheimnisse, zeigt er Lola gegenüber eine unerwartete Fürsorge. Der Dieb wiederum hat Lola einst gerettet und ihr ein neues Zuhause gegeben, verweigert ihr jedoch die Zugehörigkeit zu seiner Bande und weckt immer wieder ihr Misstrauen, wenn es um ihre Vergangenheit geht. Diese Beziehungen sorgen für emotionale Spannung, wirken an manchen Stellen jedoch etwas vorhersehbar.

Das Casino selbst ist ein glamouröser, magischer Schauplatz voller Täuschungen, Machtspiele und dunkler Geheimnisse. Nahezu jede Figur scheint etwas zu verbergen, was der Geschichte eine geheimnisvolle Atmosphäre verleiht, die als Hörbuch noch stärker zum Ausdruck kommt. Lea Roser transportiert Lolas innere Zerrissenheit sehr glaubwürdig, während Sebastian Fischer dem Lügner eine so charmante Stimme verleiht, dass man mitunter fast vergisst, ihm zu misstrauen.

Der Schreibstil ist angenehm und bildhaft, sodass man sich das magische Casino gut vorstellen kann. Dennoch weist die Handlung zwischendurch kleinere Längen auf und fesselt nicht durchgehend. Das Magiesystem ist interessant, hätte an einigen Stellen jedoch etwas ausführlicher erklärt werden können. Viele Fragen, die im Laufe der Handlung aufkommen, bleiben am Ende noch offen und klären sich hoffentlich in der Fortsetzung.

Alles in allem ist Spiel des Lügners ein unterhaltsamer Romantasy-Auftakt mit geheimnisvoller Atmosphäre und einem gefährlichen Spiel aus Magie, Wahrheit und Lüge, der neugierig auf die Fortsetzung macht.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Emotionaler Abschluss der märchenhaften Dilogie

Jadewein 2: So silbern wie Tränen
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Der zweite Band der Jadewein-Reihe entführt erneut in eine märchenhafte Welt voller Magie, Geheimnisse und Gefahren und knüpft nahtlos an die Ereignisse des ersten Bandes an. Ayjana hat lange versucht, ...

Der zweite Band der Jadewein-Reihe entführt erneut in eine märchenhafte Welt voller Magie, Geheimnisse und Gefahren und knüpft nahtlos an die Ereignisse des ersten Bandes an. Ayjana hat lange versucht, ihre Magie zu verbergen, um nicht dasselbe Schicksal zu erleiden wie ihr Vater. Doch als die Königin und ihr Sohn sie in einen Krieg hineinziehen, bleibt ihr keine Wahl mehr: Ayjana muss kämpfen. Ihre Suche nach Heilung führt sie immer tiefer in das Herz des Waldes und schließlich zu einem magischen See, der sie vor Prüfungen stellt, in denen ihre schlimmsten Ängste ans Licht kommen.

Im Vergleich zum ersten Band ist die Geschichte spürbar emotionaler und stellenweise deutlich düsterer. Ayjana muss für ihre Liebe kämpfen und Entscheidungen treffen, die ihr alles abverlangen. Ihre Angst vor der eigenen Macht und ihre Liebe zu dem Mann, den sie retten will, machen sie zu einer sehr greifbaren und sympathischen Figur, deren Entscheidungen nachvollziehbar und berührend sind.

Erikson erschafft erneut eine Welt, die zugleich geheimnisvoll, verträumt und stellenweise düster wirkt. Der magische See und der rätselhafte Wald sind spannende neue Schauplätze und auch die Einbindung der Märchenmotive ist wieder sehr gelungen. An manchen Stellen hätte das Erzähltempo etwas höher sein können, während das Geschehen andernorts zu schnell voranschreitet, um Entscheidungen und Ereignisse vollständig wirken zu lassen. Dennoch bleibt die Geschichte insgesamt spannend und findet zu einem gelungenen Abschluss.

Alles in allem ist dieser zweite Band ein stimmungsvoller und emotionaler Abschluss der Dilogie, der den Fokus stärker auf innere Konflikte, Gefühle und magische Prüfungen legt. Eine empfehlenswerte Reihe für alle, die Fantasy mit Märchenmotiven und einer Prise Romantik mögen.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Ein magisches Abenteuer voller Gefahren

Feen der Dämmerung
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Myra und Rohan feiern jeden Geburtstag gemeinsam, denn sie wurden am selben Tag im selben Krankenhaus geboren. Dabei findet Myra, dass Rohan der größte Langweiler aller Zeiten ist und Rohan wäre sehr viel ...

Myra und Rohan feiern jeden Geburtstag gemeinsam, denn sie wurden am selben Tag im selben Krankenhaus geboren. Dabei findet Myra, dass Rohan der größte Langweiler aller Zeiten ist und Rohan wäre sehr viel glücklicher ohne Myra, die immer nur Chaos verursacht! Als Myra an ihrem elften Geburtstag versehentlich den Gartenschuppen in Brand setzt und dabei ein Portal zur Anderswelt öffnet, entführt die böse Feenkönigin Gloriana Rohans kleine Schwester Shilpa. Um sie zu retten, müssen sich Myra und Rohan auf eine gefährliche Reise in die Anderswelt begeben. Dort erwartet sie ein magischer Wettkampf, in dem sie drei schwierige Aufgaben bestehen müssen.

Feen der Dämmerung von Louie Stowell erzählt eine fantasievolle und unterhaltsame Geschichte über Freundschaft, Mut und das Anderssein. Im Mittelpunkt stehen die beiden elfjährigen Kinder Myra und Rohan, deren Familien seit ihrer gemeinsamen, dramatischen Geburt eng miteinander verbunden sind. Deshalb müssen sie jedes Jahr gemeinsam Geburtstag feiern, obwohl sie nichts gemeinsam haben. Myra ist impulsiv, chaotisch und handelt oft, ohne vorher nachzudenken. Rohan hingegen ist vorsichtig, vernünftig und pflichtbewusst. Diese Gegensätze sorgen nicht nur für viele humorvolle Situationen, sondern auch für Konflikte. Besonders Myra fühlt sich im Vergleich zu Rohan und seiner scheinbar perfekten Familie oft wie eine Belastung.

Im Reich der Feen müssen sie widerwillig zusammenzuarbeiten. Nur langsam lernen sie, ihre Unterschiede zu akzeptieren und einander zu vertrauen, aber die gemeinsame Sorge um Shilpa schweißt sie schließlich immer mehr zusammen.

Stowell erschafft eine grellbunte, fantasievolle und stellenweise unheimliche Feenwelt, die sich deutlich von märchenhaften Darstellungen unterscheidet. Die Feen wirken nur auf den ersten Blick freundlich und schön und haben eine animalische, hinterhältige und unberechenbare Seite, was für eine bedrohliche Atmosphäre sorgt. Der Schreibstil ist lebendig, humorvoll und gut verständlich, sodass sich das Buch flüssig lesen lässt. Besonders der Wettkampf mit seinen Aufgaben sorgt für Spannung und Tempo. Ein paar zusätzliche Seiten hätten dem Buch jedoch gutgetan, um einzelnen Szenen und Nebenfiguren mehr Tiefe zu verleihen.

Alles in allem ist Feen der Dämmerung ein unterhaltsames und fantasievolles Abenteuer, das zeigt, wie aus völliger Gegensätzlichkeit echte Freundschaft entstehen kann. Besonders junge Leserinnen und Leser, die magische Welten und ungewöhnliche Geschichten mögen, werden an diesem Buch viel Freude haben.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Märchenhafte Fantasy voller Geheimnisse

Jadewein 1: So golden wie Stroh
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Seit dem Tod ihres Vaters lebt Ayjana zurückgezogen am Waldrand und versucht um jeden Preis, ihre Magie zu verbergen. Doch das ändert sich, als die Königin schwer erkrankt und Ayjana auf Bitten des Prinzen ...

Seit dem Tod ihres Vaters lebt Ayjana zurückgezogen am Waldrand und versucht um jeden Preis, ihre Magie zu verbergen. Doch das ändert sich, als die Königin schwer erkrankt und Ayjana auf Bitten des Prinzen täglich eine heilende Tinktur ins Schloss bringen soll. Dort gerät sie nicht nur immer tiefer in die Intrigen des Hofes, sondern auch in die Nähe von Prinz Nicolas, der selbst mehr Geheimnisse zu verbergen scheint, als zunächst erkennbar ist.

Jadewein 1 – Ein Kuss, so kostbar wie gesponnenes Gold von Katelyn Erikson ist ein märchenhafter Fantasyroman, der die Geschichte von Rumpelstilzchen auf neue und romantische Weise interpretiert. Statt einer direkten Nacherzählung greift Erikson Elemente des Märchens, wie etwa die Bedeutung von Namen oder das Spinnen von Gold auf, und nutzt sie als Grundlage für eine eigene, märchenhafte Fantasygeschichte. Man erkennt immer wieder kleine Anspielungen auf das ursprüngliche Märchen, gleichzeitig entwickelt die Geschichte aber ihre ganz eigene Dynamik und wirkt dadurch sowohl vertraut als auch überraschend frisch.

Ayjana ist eine interessante Protagonistin, deren Misstrauen und vorsichtige Art gut nachvollziehbar sind. Nach dem Tod ihres Vaters lebt sie abgeschieden und ihre Entwicklung vom zurückhaltenden Mädchen hin zu jemandem, der sich den Gefahren des Hofes stellen muss, wirkt spannend und glaubwürdig. Auch Prinz Nicolas bleibt lange eine rätselhafte Figur. Seine Motive sind nicht immer leicht zu durchschauen, und man fragt sich als LeserIn immer wieder, auf wessen Seite er wirklich steht. Gerade diese Unsicherheit sorgt dafür, dass die Beziehung zwischen ihm und Ayjana sehr vorsichtig verläuft und von gegenseitigem Misstrauen geprägt ist.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und bildhaft. Besonders die märchenhafte Stimmung und die magische Atmosphäre der Welt werden sehr schön eingefangen. Man merkt, dass sich die Autorin Zeit nimmt, ihre Welt aufzubauen und die Figuren einzuführen. Dadurch entfaltet sich die Handlung eher ruhig, was zwar gut zur Geschichte passt, stellenweise aber auch das Tempo etwas verlangsamt. Einige Nebenfiguren hätten zudem noch etwas mehr Tiefe vertragen können.

Alles in allem ist Jadewein 1 eine stimmungsvolle Fantasygeschichte mit Slow-Burn-Romance und bekannten Märchenmotiven, die neugierig auf die Fortsetzung macht.

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