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Veröffentlicht am 15.09.2016

Dornröschen mal anders...

Küss mich wach
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Ich konnte das Buch im Rahmen einer Wanderbuchaktion von Katis Bücherwelt lesen und habe mich wirklich darüber gefreut, weil ich schon lange mal ein Buch von Mila Summers lesen sollte.
"Küss mich wach" ...

Ich konnte das Buch im Rahmen einer Wanderbuchaktion von Katis Bücherwelt lesen und habe mich wirklich darüber gefreut, weil ich schon lange mal ein Buch von Mila Summers lesen sollte.
"Küss mich wach" ist der Debütroman von Mila Summers und sie befasst sich mit einem Thema, das in der Literatur immer und immer neu behandelt wird, mit der Liebe.
Als ich den Klappentext das erste Mal las, dachte ich etwas an die Geschichte von Aschenputtel, aber "Küss mich wach" hat nur entfernt damit zu tun, auch wenn die Konstellation im Buch an sich nicht neu ist.
Stacy, die eigentlich nur eine neue Stelle antreten will, verpasst einfach die Chance und Mitch erzählt immer seiner Familie von einer Frau, die er angeblich hat, aber die es gar nicht gibt und beide treffen sich mitten auf der Strasse und dann beginnt ein Abenteuer, das die Leben der beiden verändern soll...
Mila Summers versteht es einfach, eine Geschichte auch auf wenige Seiten zu verpacken, es sind zwar nur 166 Seiten, aber auf denen wird so viel erzählt, dass man am Ende meint, dass man dann einen recht dicken Roman gelesen hat, obwohl man das eigentlich nicht hat.
Der Schreibstil von Mila Summers ist sehr angenehm und einnehmend und man taucht so in die Geschichte ein und kann der Geschichte auch gut folgen.
Die 166 Seiten lesen sich weg wie nichts und man ist eigentlich traurig, dass man das Buch schon durch hat, weil man sich wirklich in Stacy und Mitch verliebt, auch wenn beide Charaktere manchmal etwas hart und unsympathisch wirken. Aber der Eindruck revidiert sich innerhalb des Buches sehr schnell, weil sie beide offenbaren, warum sie so sind, wie sie sind.

Fazit:
Mila Summers verpackt eine zuckersüße Liebesgeschichte mit Hochs und Tiefs wunderbar in einen kleinen Road-Trip, der dann am Ende in die Katastrophe gipfelt, weil Stacy und auch Mitch sich einfach nicht klar darüber sind, was sie eigentlich wollen und dann einfach Entscheidungen treffen, die sie eigentlich nicht wollen...
Durch den Schreibstil von Mila Summers ist das Buch ein echter Paigeturner und liest sich weg wie nichts. Wer gerne Märchenadaptionen mag, sollte das Buch unbedingt lesen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein tolles Jugendbuch...

Almost
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Das Buch habe ich bei Lovelybooks als Buch für eine Leserunde bekommen.
Jess hat es in ihrem Leben nicht leicht, weil ihr Leben nicht so ist, wie sie es sich wünscht. Durch einen Deal mit Gray schafft ...

Das Buch habe ich bei Lovelybooks als Buch für eine Leserunde bekommen.
Jess hat es in ihrem Leben nicht leicht, weil ihr Leben nicht so ist, wie sie es sich wünscht. Durch einen Deal mit Gray schafft sie es, nach aussen hin ein recht normales Leben zu führen, aber Gray hat doch mehr mit ihrem aus den Fügen geraten Leben zu tun als Jess ahnen kann und schlittert dadurch noch weiter in ihre Fügenlosigkeit...
Die Idee mit dem Fake-Freund-Vertrag ist irgendwie witzig, das ist mal etwas, was man nicht so oft in Bücher antrifft und auch dessen Umsetzung, die teilweise ja wirklich gut gelingt, ist echt gut von der Autorin in Szene gesetzt wurden.
Das Cover ist wirklich schön und ein Blickfang. Der Blick von Jess (also ich vermute mal, dass es Jess darstellen soll) ist leicht verträumt und romantisch und das passt auch sehr gut zum Buch und dessen Inhalt.
Der Schreibstil von Anne Eliot liest sich wirklich gut und die Geschichte, die sie dem Leser eröffnet, ist zwar etwas komplex, weil sich die Geschichte ja auch immer wieder um das Geschehen vor 3 Jahre dreht, aber trotzdem verliert man als Leser nicht den Faden der Geschichte. Anne Eliot schafft es auch immer wieder, die Liebenden schön in Szene zu setzen und schreibt recht blumig über Schmetterlinge im Bauch und verwendet viele recht romantische Metaphern.
Jess ist eher der unterkühlte Typ Mensch, der zu Beginn dann eher recht kratzbürstig. Erst im Laufe der Geschichte taut sie auf, was auf den Leser dann aber auch ihre anfängliche Kühle erklärt. Jess ist besonders ihre Familie wichtig, vor allem Kika, ihre kleine Schwester, die ihr immer mit Listen helfen will, was wirklich süss wirkt.
Gray ist eher ein Mensch, der weiss, was er will und trotzdem immer abwägt, was er will und was eben nicht. Durch sein Geheimnis wirkt er manchmal etwas unbeholfen, was sich dann aber trotzdem recht niedlich lesen lässt. Er versucht auch immer wieder, Jess aufzuklären, scheitert daran aber immer wieder.
Die Kombination zwischen Jess und Gray ist schon eine recht explosive, aber auch eine sehr spannende. Die Geschichte entspinnt sich immer wieder etwas neu und durch den Wechsel in der Perspektive zwischen Jess und Gray bekommt der Leser sehr viel von den beiden Charaktern mit und ehrlich, beide wachsen einem ans Herz, auch wenn es bei beiden etwas dauert.

Fazit:
Die Liebesgeschichte rund um Jess und Gray ist eine wirklich zuckersüsse Liebesgeschichte, die durch ihren Perspektivenwechsel besticht und dadurch eben die Charaktere sehr nah an den Leser bringt. Der Leser taucht in das Leben von Jess ein, was eben nicht so wirklich einfach ist, aber auch Gray ist nicht so ganz ohne und diese Kombination macht das Lesen interessant. Durch den wunderbar lockere und blumigen Schreibstil, der aber trotzdem nicht an Tiefe verliert, fliegt man durch die Seiten des Buches.

Veröffentlicht am 09.03.2026

Kleine Krimiauszeit...

Gipfelkreuz und Brezeltod
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Isabella Archan serviert in der Viertelstunden-Bibliothek ein mörderisches Frühstücksbuffet der Extraklasse.

Wer Lust auf eine Geschichte hat, die so spritzig ist wie ein Glas Sekt am Pool, der sollte ...

Isabella Archan serviert in der Viertelstunden-Bibliothek ein mörderisches Frühstücksbuffet der Extraklasse.

Wer Lust auf eine Geschichte hat, die so spritzig ist wie ein Glas Sekt am Pool, der sollte sich „Gipfelkreuz und Brezeltod“ nicht entgehen lassen. Dass die Autorin Isabella Archan nicht nur mit dem Stift, sondern auch auf der Bühne zu Hause ist, merkt man jeder Zeile an. Die gebürtige Österreicherin und heutige Wahlkölnerin ist nämlich auch leidenschaftliche Schauspielerin – und genau dieses Gespür für Timing und Dramatik bringt sie in diesen Kurzroman ein.

Worum geht es?
Ferienzeit ist Wanderzeit? Von wegen! In diesem Kurztrip entspannt sich zwischen Sonnenliegen und Hotelpool ein teuflischer Kleinkrieg. Wenn die Ellenbogenmentalität am Frühstücksbuffet auf rabiate Mittel trifft, bleibt kein Auge trocken. Isabella Archan stellt mit viel Humor die Frage: Wer hat am Ende den längeren Atem, wenn der Urlaub zum Survival-Trip der Eitelkeiten wird? Ein „Frühstücksbuffet à la Mord“, das man so schnell nicht vergisst.

Mein Eindruck: Mit leichter Feder und charmanten Details
Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist die leichte Feder, mit der Isabella Archan durch die Handlung führt. Es wirkt nie schwerfällig, sondern sprüht vor Energie und Witz.

Ein echtes Highlight sind die kleinen Illustrationen, die den Text begleiten. Sie lockern das Ganze wunderbar auf und machen das Buch auch für Menschen attraktiv, die vielleicht seltener zum Buch greifen oder einfach eine visuelle Unterstützung lieben. Das macht die Geschichte herrlich „lesbar“ und kurzweilig. Man spürt den österreichischen Charme der Autorin in jeder brenzligen Situation am Buffet – es ist skurril, ein bisschen böse und dabei absolut liebenswert.

Mein Fazit
Ein Alpen-Häppchen mit Biss! Dank der Illustrationen und des schauspielerischen Talents der Autorin, das durch die Seiten schimmert, ist es die perfekte Lektüre für zwischendurch.

Meine Bewertung:

Bissiger Humor trifft auf charmante Optik – eine klare Empfehlung!

4 von 5 Rosen 🌹🌹🌹🌹

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Kurztrip für die Sinne...

Yachttrip ins Glück
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Vitus Marx lädt in der Viertelstunden-Bibliothek zu einem exklusiven Flirt im High-Society-Gewand ein.

Kennt ihr das? Manchmal braucht man keine 500 Seiten, um das Herz ein bisschen schneller schlagen ...

Vitus Marx lädt in der Viertelstunden-Bibliothek zu einem exklusiven Flirt im High-Society-Gewand ein.

Kennt ihr das? Manchmal braucht man keine 500 Seiten, um das Herz ein bisschen schneller schlagen zu lassen. Manchmal reicht eine Viertelstunde, eine luxuriöse Yacht und ein Mann, der eigentlich absolut verboten sein sollte. In der Viertelstunden-Bibliothek des Paperento Verlages habe ich mit "Yachttrip ins Glück" von Vitus Marx genau dieses prickelnde Lesevergnügen gefunden.

Worum geht es?
Wir begleiten die Reisejournalistin Bettina auf die Sonneninsel Sardinien. Zwischen Champagnergläsern und dem strahlenden Blau des Mittelmeers trifft sie auf Tommaso – attraktiv, charmant und der Inbegriff eines Mannes, bei dem man sofort schwach werden möchte. Er passt perfekt in die glitzernde Welt der High Society.

Doch dann der Dämpfer: Tommaso ist kein Single. Er hat Frau und zwei Kinder. Und trotzdem... warum lässt er seinen Blick so intensiv auf Bettina ruhen? Warum flirtet er so ungeniert und lässt die Luft zwischen ihnen förmlich vibrieren?

Mein Eindruck: Flirty Alltagsflucht mit Stil
Dieser Kurzroman ist die perfekte Alltagsflucht. Vitus Marx schreibt mit so viel Augenzwinkern und Charme, dass man die moralischen Bedenken fast für einen Moment vergisst, nur um sich ganz dem italienischen Flair hinzugeben. Es ist eine Geschichte über den Zufall der Liebe, die mit der Frage spielt: Darf man das?

Besonders gut hat mir gefallen, dass die Story trotz ihrer Kürze eine richtige Dynamik entwickelt. Man spürt das Prickeln auf der Haut – und das liegt nicht nur an der heißen Sonne Sardiniens. Es ist ein moderner, flirty Text, der zeigt, dass Romantik und ein Hauch von Luxus auch auf wenigen Seiten wunderbar funktionieren können.

Mein Fazit
Ein spritziger Kurzroman für alle, die Lust auf ein bisschen Herzklopfen und italienisches Lebensgefühl haben. Wer kurz in die Welt des Glamours abtauchen möchte, wird hier bestens unterhalten.

Meine Bewertung:

Ein stilvoller, flirty Kurztrip, der Lust auf Meer (und mehr) macht.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Ein Blick durchs Schlüsselloch...

»Mir fällt gerade ein...«
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Ein Sammelsurium voller Geistesblitze, Notizen und der Kunst von Moritz Götze.

Manchmal findet ein Buch auf ganz besonderem Weg zu einem. Dieses Exemplar von »Mir fällt gerade ein...« habe ich von einer ...

Ein Sammelsurium voller Geistesblitze, Notizen und der Kunst von Moritz Götze.

Manchmal findet ein Buch auf ganz besonderem Weg zu einem. Dieses Exemplar von »Mir fällt gerade ein...« habe ich von einer beeindruckenden Lesung mitgebracht, die Manfred Krugs Sohn gestaltet hat.

Was ist eigentlich ein „Sammelsurium“?
Passend zum Titel ist dieses Buch ein echtes Sammelsurium. Aber was bedeutet das eigentlich? Ursprünglich bezeichnete der Begriff eine bunte Mischung aus Resten. Heute nutzen wir ihn für eine Sammlung von Notizen, Fundstücken oder Gedanken, die vielleicht keine klassische Ordnung haben, aber gerade deshalb so faszinierend sind.

Genau das erwartet euch hier: Es ist kein „vollständiges“ Werk, sondern eine Schatzkiste aus Tagebucheinträgen, spontanen Einfällen und Notizen, die Manfred Krug uns hinterlassen hat.

Kurzweilig, ehrlich und künstlerisch brillant
Das Lesen ist herrlich kurzweilig. Es fühlt sich an, als würde man Krug über die Schulter schauen – humorvoll, direkt und ungeschönt. Man hört seine markante Stimme förmlich aus den Zeilen heraus.

Ein absolutes Highlight sind die Illustrationen von Moritz Götze. Seine Radierungen sind weit mehr als nur schmückendes Beiwerk; sie fangen den Geist der Texte perfekt ein und machen das Buch zu einem kleinen Gesamtkunstwerk. Die Symbiose aus Krugs Wortwitz und Götzes markantem künstlerischen Stil ist einfach meisterhaft umgesetzt.

Mein Fazit
Wer Manfred Krug mag, wird dieses Buch lieben. Es ist kein klassischer Roman, sondern ein intimes Dokument eines großen Künstlers, das durch die Verbindung von Text und Kunst besticht. Dass ich es mit der Erinnerung an die Lesung seines Sohnes verbinde, macht es für mich persönlich noch wertvoller.

Meine Bewertung:

Ein charmantes und optisch wunderschönes Werk, das in keinem Fan-Regal fehlen sollte.
4 von 5 Rosen 🌹🌹🌹🌹

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