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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2026

Wichtiges Thema, liebevoll erklärt

Ferri
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Ferri ist immer fröhlich, stets gut gelaunt und liebt es zu singen. Doch dem Rochen Rocho gefällt das ganz und gar nicht. So fängt er an, Ferri zu schikanieren, und andere Meeresbewohner schließen sich ...

Ferri ist immer fröhlich, stets gut gelaunt und liebt es zu singen. Doch dem Rochen Rocho gefällt das ganz und gar nicht. So fängt er an, Ferri zu schikanieren, und andere Meeresbewohner schließen sich ihm an. Von da an versteht Ferri die Welt nicht mehr. Zuhause sagt er nichts, denn er schämt sich – außerdem will er kein Feigling sein und nicht petzen. Er gibt sich selbst die Schuld an seiner Situation.

Der kluge Wal Wali erkennt Ferris missliche Lage und weist ihm sowie den anderen Meeresbewohnern einfühlsam und feinfühlig den richtigen Weg aus dieser Situation.

Das Buch vermittelt Kindern ab etwa 4 Jahren, dass sie nicht allein sind und es wichtig ist, sich einer Vertrauensperson anzuvertrauen. Es zeigt, dass Hilfe zu holen kein Petzen ist, sondern Mut beweist. Es ist nicht nur kindgerecht geschrieben und erklärt, sondern auch mit wunderschönen Illustrationen unterlegt. Die Illustrationen sind farbenfroh und unterstützen die emotionale Tiefe der Erzählung.

Das Thema Ausgrenzung und Mobbing begegnet Kindern leider oft früher, als uns lieb ist – ob auf dem Spielplatz oder später in der Schule. Wir mochten Ferri richtig gerne; er ist ein sympathischer Fisch, und wir haben sofort mit ihm mitgefühlt. Besonders berührt hat uns die Stelle, an der er anfing, an sich selbst zu zweifeln und sich die Schuld an seiner Situation zu geben.

Am Ende des Buches gibt es noch hilfreiche Tipps für uns Eltern, wie man das Thema vertiefen kann – das fand ich extrem praktisch für den Alltag. Ein wunderbares Vorlesebuch, das nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern Kindern ein wichtiges Werkzeug fürs Leben mitgibt. Es hat uns geholfen, über Gefühle zu sprechen, für die man sonst schwer Worte findet.

Es sollte in keinem Kinderbuchregal fehlen. Von uns gibt es eine absolute Kauf- und Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.04.2026

Was ist damals wirklich passiert?

Meine tote Schwester: Psychothriller
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„Meine tote Schwester“ ist der Auftakt einer neuen Psychothriller-Reihe von Catherine Shepherd.

Mia wohnt nur dreißig Meter von der Nachbarsvilla entfernt, in der ihre Schwester vor elf Jahren starb. ...

„Meine tote Schwester“ ist der Auftakt einer neuen Psychothriller-Reihe von Catherine Shepherd.

Mia wohnt nur dreißig Meter von der Nachbarsvilla entfernt, in der ihre Schwester vor elf Jahren starb. Seitdem steht die Villa leer. Mia musste ihrer Mutter versprechen, das Gebäude niemals zu betreten. Doch dann ziehen Lukas und seine Mutter Nora dort ein. In der Schule geht das Gerücht um, dass er seine Freundin getötet haben soll – ein Grund für Mia, sich von ihm fernzuhalten. Aber dann findet er etwas, das Mias Schwester gehörte, und wendet sich damit an sie. Für Mia ist das der Anlass, das Versprechen, das sie ihrer Mutter gegeben hat, zu brechen: Sie betritt die Villa. War das ein Fehler? Denn kurz darauf wird eine Mitschülerin getötet und Lukas steht unter Verdacht.

Ich habe schon viele Bücher der Autorin gelesen und war natürlich auch auf ihr neues Werk gespannt. Diesmal geht es hauptsächlich um jüngere Haupt- und Nebencharaktere, aber das macht die Sache nicht weniger spannend.

Catherine Shepherd hat einfach einen tollen und fesselnden Schreibstil; man fliegt nur so durch die Seiten. Das Setting „Lost Place“ gefiel mir richtig gut, und auch die gesamte Storyline konnte mich wieder voll in ihren Bann ziehen. Wie man es aus ihren anderen Büchern kennt und liebt, wurden wieder falsche Fährten gelegt und Wendungen eingebaut. Es kommen einige Verdächtige vor, was sehr zum Miträtseln einlädt. Ich mochte Mia und Lukas als Charaktere richtig gerne und war neugierig, was sich hinter dem Gerücht rund um Lukas verbarg und was damals mit Mias Schwester passierte.

Catherine Shepherd hat mich auch mit ihrer neuen Reihe überzeugt und mir tolle Unterhaltung geboten. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 10.03.2026

Magisch und abenteuerreich

Die Jagd nach den magischen Münzen
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Die 12 jährige Bo ist eine Schlammschwalbe. So werden die Leute genannt, die am Themseufer nach wertvollen und brauchbare Dinge suchen. Eines Tages findet sie eine Silbermünze im Schlamm und als sie die ...

Die 12 jährige Bo ist eine Schlammschwalbe. So werden die Leute genannt, die am Themseufer nach wertvollen und brauchbare Dinge suchen. Eines Tages findet sie eine Silbermünze im Schlamm und als sie die Münze aufnimmt, hört sie den Fluss zu ihr sprechen "Du wirst nicht verlieren". Das hat der Fluss noch nie getan. Und was bedeuten diese Worte?
Dann lernt sie Billy River, ein junge vom gegenüberliegenden Ufer kennen und es entsteht eine innige Freundschaft zwischen ihnen. Als Billy von einer zweiten goldenen Münze erfährt, machen die beiden sich auf die Suche nach ihr. Doch nicht nur sie möchten die magische Münze finden. Auch der alte Muncaster hat es auf die Münzen abgesehen.

Wir befinden uns hier im historischen London im Jahr 1918. Es spielt in der Kriegszeit und Bos Bruder wird zur Armee eingezogen. Was immer ein schwieriges Thema ist.
Die Charaktere und das Setting werden hier authentisch und bildhaft dargestellt. Ich mochte Bo und Billy richtig gerne. Bo ist ein taffes und mutiges Mädchen. Mir gefiel auch die Freundschaft zwischen den beiden.
Der Schreibstil ist flüssig und spannend. Die Storyline wird gut rübergebracht, es ist magisch, temporeich und abenteuerlich geschrieben.

Ich finde das die Story sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht. Denn mir hat sie richtig gut gefallen und ich kann sie auch von ganzem Herzen weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 26.02.2026

Ein Thriller der mich wieder begeistern konnte

Ungelöst – Die erste Zeugin
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"Ungelöst - Die erste Zeugin" ist der Auftakt der neuen Cold-Case - Reihe rund um Luisa Menkhoff und Ramin Brunner von Arno strobel.

Als die Medizinstudentin Luisa Menkhoff das Campus der Universität ...

"Ungelöst - Die erste Zeugin" ist der Auftakt der neuen Cold-Case - Reihe rund um Luisa Menkhoff und Ramin Brunner von Arno strobel.

Als die Medizinstudentin Luisa Menkhoff das Campus der Universität verließ, entdeckt sie an einem Laternenpfahl ein Flugblatt. Sie erkennt die Frau auf dem Foto sofort. Denn es war die Lebensgefährtin, von dem Mann, der sie damals als fünf jährige entführt hat, Nicole Klement. Ist der Täter von damals, Dr. Joachim Lichner, wieder zurück und will Rache?
Luisa wendet sich umgehend an Hauptkommissar Ramin Brunner, der gerade dabei ist eine Cold-Case-Einheit zu gründen. Sie erzählt ihm bis ins kleinste Detail was damals passiert ist, denn sie hat ein eidetisches Gedächtnis.
Auch wie damals ist wieder ein Kind verschwunden.
Sie steht als Beraterin an Ramins Seite, der sich ihrer annimmt und dem Fall nachgeht.

Luisa Menkhoff ist die Tochter von dem inzwischen verstorbenen Kommissar Bernd Menkhoff, den wir aus "Das Wesen" kennen.
Ein eidetisches Gedächtnis ist Fluch und Segen zugleich, denn es gibt Situationen, die man am liebsten aus dem Gedächtnis löschen möchte.
Wie es Reihenauftakte so an sich haben, lernen wir natürlich erst mal die Protagonisten kennen. Aber auch der Fall an sich lässt hier nicht lange auf sich warten. Und somit beginnt es gleich mal spannend und die Spannung lässt auch das ganze Buch über nicht nach.
Luisa und Ramin waren mir gleich sympathisch und Ramin habe ich gleich von Anfang an ins Herz geschlossen. Aber auch Ramins Kollege Grohmann mochte ich richtig gerne.
Der Schreibstil macht es einem leicht in die Geschichte zu finden, es lässt sich flüssig lesen und die Kapitel sind in einer angenehmen Länge gehalten. Die Perspektive wird abwechselnd erzählt. Hin und wieder bekommen wir auch Rückblenden von Luisas Vergangenheit.
Auch das Setting ist sehr gut beschrieben und wirken somit authentisch, so das ich es mir auch gut vorstellen konnte.

Ich habe mich riesig gefreut das es eine neue Reihe von Arno Strobel gibt und auch das es mich von Anfang bis Ende begeistern konnte.
Von mir gibt es hier auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 23.02.2026

Mytery mit Gänsehauteffekt

Kathy O'Banion Mystery / Haus im Schnee
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"Haus im Schnee" ist der zweite Mystery Band um die Geisterseherin Kathy O'Banion.

Kathys Mentor Silver und ihre Stiefmutter Holly sind angereist um mit Ihr Weihnachten zu feiern. Doch auf der Rückfahrt ...

"Haus im Schnee" ist der zweite Mystery Band um die Geisterseherin Kathy O'Banion.

Kathys Mentor Silver und ihre Stiefmutter Holly sind angereist um mit Ihr Weihnachten zu feiern. Doch auf der Rückfahrt gab es eine Massenkarambolage und die Polizei leitete den Verkehr über eine Notausfahrt. Ein Schneesturm braut sich während der Fahrt zusammen und dann streifte auch noch etwas ihr Auto und sie kam von der Straße ab. Nun saßen sie im Schnee fest. Sie suchen in einem abgelegenen Bauernhof Schutz. Doch irgendwas scheint hier nicht zu stimmen. Alles sieht aus wie aus dem letzten Jahrhundert. Sie geraten in eine Familientragödie deren Verlauf sie ändern müssen, da sonst ihr eigenes Leben auf dem Spiel steht.

Wer wissen möchte, warum Kathy Geister sehen kann, würde ich raten den ersten Band zu lesen.
Aber man kommt auch ohne großes Vorkenntnisse sehr gut in die Geschichte.
Hier geht es richtig düster zu und der Schneesturm war zum greifen nah, man konnte den Schnee regelrecht auf der Haut spüren.
Während wir von Holly und Silver im ersten Band nur am Rande etwas mitbekommen haben, bekommen sie hier eine wesentlich größere Rolle. So konnten wir sie als Charaktere besser kennenlernen. Ich mochte alle drei richtig gerne. Auch Kathys Großmutter und der Kater haben wieder ihren Platz in der Geschichte bekommen.
Die Autorin hat einen angenehmen aber auch spannenden Schreibstil und interessante Charaktere.
Es zieht uns während des Lesens immer wieder in die Vergangenheit. Manchmal war ich so Tief in der Geschichte, dass ich nicht immer sofort gemerkt habe, dass ich mich in der Vergangenheit befinde.
Am Ende des Buches befindet sich ein Personenregister, da hier doch so einige Charakter vorkommen und eine gute Hilfestellung sein kann.

Es war spannend, mystisch und mit Gänsehaut Garantie.
Ein unterhaltsamer und spannender Mystery-Roman den ich sehr empfehlen kann.