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Veröffentlicht am 10.03.2026

Klingt gut umsetzbar und plausibel

Die Galveston-Diät
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Der Top Ernährungsplan für Frauen ab 40 also und da ich nun seit ein paar Monaten 40 bin dachte ich, ich schaue ihn mir mal an.
Ich muss zugeben, bei Ernährungsbüchern die versprechen „der top Plan“ zu ...

Der Top Ernährungsplan für Frauen ab 40 also und da ich nun seit ein paar Monaten 40 bin dachte ich, ich schaue ihn mir mal an.
Ich muss zugeben, bei Ernährungsbüchern die versprechen „der top Plan“ zu sein oder ähnliches bin ich erst mal von Haus aus skeptisch.
Aber Mary Claire Haver hat mich tatsächlich positiv überrascht.

Das Buch ist sehr gut aufgebaut. Zu Beginn kommt die, für Ernährungs-- und Selbsthilfebücher typische Einleitung aus Versprechungen, Beispielen von Leuten die es damit geschafft haben und ein wenig Lobhuddelei auf einen selbst, dass man so eine tolle Methode entwickelt/entdeckt hat.
Das gehört irgendwie dazu.

Haver erklärt warum die Bedürfnisse unseres Körpers sich wandeln und was das für uns bedeutet. Was es mit den Hormonen so auf sich hat und verspricht, dass sich alles ändern wird, wenn wir uns an ihre Diät (im Sinne von Ernährungsumstellung, nicht im Sinne von Abnehmkur) halten.
Danach folgt eine ausführliche Beschreibung der zu ergreifenden Maßnahmen, was entzündungshemmende Ernährung ist und wie sie uns Energie liefern kann.
Dabei erklärt sie auch genau was, wie im Körper abläuft.
Ich bin dafür keine Expertin, auf mich klang das ganze an sich schon alles recht schlüssig.
Hat man es durch diesen recht theoretischen Teil geschafft kommt man in Teil 3 „Der Plan“ raus, wo es nun endlich daran geht sein erlerntes Wissen in die Praxis umzusetzen.
Es folgt ein Abriss der ernährungswissenschaftlichen Grundlage. Der sehr wichtig ist, wenn man später selbst einen Ernährungsplan erstellen möchte. Dabei gibt es unter anderem Tabellen mit Lebensmitteln und wie viele Makronährstoffe sie enthalten. Sehr hilfich!
Und dann sind wir auch schon bei den Ernährungsplänen und Rezepten.
Für Omnivore Esser gibt es direkt einen 4 Wochen Plan, für Vegetarier einen 2 Wochenplan und Pesketarier suchen sich am besten aus dem 4 Wochen Plan noch die Fischgerichte zum Veggieplan.
Ich war postiv überrascht, dass es überhaupt einen vegetarischen Plan gab.
Die Rezepte klingen alle recht gut und simpel. Die Zutaten realistisch und nicht zu abgehoben. Alles in allem scheint es umsetzbar und das ist das wichtigste.
Kleinere Ideen habe ich auch bereits in unseren Alltag integriert. Die erste größere Shoppingtour und anschließende Umstellung wird folgen.

Was mir richtig, richtig gut gefallen hat ist die Tatsache, dass Haver einen kleinen Guide zum Thema Essen gehen geschrieben hat der sich mit den meisten gängigen Küchen beschäftigt. So kann man schnell mal schauen, was man am besten beim Italiener, Griechen oder im Burger Restaurant bestellt, wenn man weiter im Ernährungsprogramm bleiben möchte. Ob man das dann auch umsetzt, muss man natürlich für sich entscheiden.

Abgerundet wird das ganze noch von einigen Buchtipps in denen man sich noch weitere Inspiration und/oder Motivation holen kann (ein empfohlener Titel ist zb „die 1%-Methode).

Havers Schreibstil ist informativ und lässt sich gut verständlich lesen. Die Informationen sind zahlreich, aber nicht überfrachtend. Plausibel erklärt sie warum was wie funktioniert und somit ist zumindest meine Motivation hoch das ganze mal auszuprobieren.

Das Programm als solches scheint umsetzbar, in so fern man wirklich den Willen hat und auf Pizza verzichten kann (in meinem Fall eine wirklich große Herausforderung).

Alles in allem ein solides Ernährungsbuch, mit konkreten und machbaren Essensplänen.
Ich bin gespannt wie die Rezepte so schmecken werden.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Bereichernd, hart zu lesen und stark geschrieben

Mit beiden Händen den Himmel stützen
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Ein Roman mit roher Kraft, eindringlich erzählt, kaum auszuhalten und dabei doch poetisch und bereichernd.
Ja, zugegeben, klingt alles etwas too much. Ist aber tatsächlich mein Ernst.
Wer "Mit beiden Händen ...

Ein Roman mit roher Kraft, eindringlich erzählt, kaum auszuhalten und dabei doch poetisch und bereichernd.
Ja, zugegeben, klingt alles etwas too much. Ist aber tatsächlich mein Ernst.
Wer "Mit beiden Händen den Himmel stützen" lesen möchte sollte keinen Wohlfühlroman erwarten und sich im Klaren darüber sein: Das hier ist ein unfassbar kraftvolles Buch, aber gemütliche Schmöker sehen anders aus. Und das ist auch gut so.
Lilli Tolkiens Schreibstil saugt dich ein und lässt dich so schnell nicht mehr los und so fliegen die Seiten dahin. Die Seiten bei deren Lektüre ich behütet auf meinem Sofa sitzen konnte und auf denen wir ein Kind, zu einem Mädchen, zu einem Teenager, zu einer Frau heranwachsen sehen. Die sich mit so jungen Jahren schon so einigen Problemen gegenüber sieht und doch nie ganz den Mut verliert.
Die Geschichte die sich zwischen diesen beiden Buchdeckeln entfaltet ist roh, ehrlich und stellenweise wirklich hart zu lesen.
Fast schon lakonisch erzählt die Autorin darin von Übergriffen und Begebenheiten in der Kindheit die scheinbar so normal waren, dass sie im Roman nur einen flüchtigen Nebenabsatz Wert sind und gerade dadurch ihre Kraft entfalten und uns Lesern/Leserinnen vor Augen führen was hier gerade passiert und wie „normal“ das für ein junges Kind ist, das unter diesen Umständen aufwächst.

Die Persönlichkeiten in diesem Buch wirken alle dem Leben entsprungen und da am Ende steht, dass das Buch zum Teilen nur fiktional ist wundert mich das gar nicht.
Ich bin sehr froh, dass die Autorin ihre literarische Stimme gefunden hat um diese Geschichte zu erzählen und hoffe in Zukunft noch mehr von ihr lesen zu können.
Denn dieser Roman war nicht schön im Sinne von harmonisch und beruhigend, aber bereichernd und sehr stark geschrieben.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Ich habe gelacht, ich habe geweint, ich habe es einfach genossen

Gekommen, um zu bleiben
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Ich habe gelacht, ich habe geweint und ich habe das wundervolle Gefühl ein Stück weit selbst angekommen zu sein.
Ich bin absolut begeistert von Madeleine Beckers nun schon drittem Buch. Und auch wenn ich ...

Ich habe gelacht, ich habe geweint und ich habe das wundervolle Gefühl ein Stück weit selbst angekommen zu sein.
Ich bin absolut begeistert von Madeleine Beckers nun schon drittem Buch. Und auch wenn ich die beiden davor durchaus mag, finde ich dass dieses hier mit Abstand ihr bestes ist. Einfach weil man merkt, dass sie da ist wo sie sein möchte und sein soll und weil sich dieses Gefühl durch das Buch auf den Leser/die Leserin überträgt.
Dazu gefällt mir das Waldhaus Setting einfach auch super gut.
Wer Madeleines andere Bücher kennt, wird den Schreibstil kennen und mögen (wenn man jetzt auch zum dritten greifen möchte nehme ich das zumindest einfach mal an).
Für alle anderen: Ihr Schreibstil ist locker und wirkt wie einfach mal so frei von der Hüfte weg erzählt. Ein wenig so als würde dir deine beste Freundin von ihren Abenteuern berichten. Dabei wirkt sie offen und schont uns auch nicht vor den negativen Seiten die das Leben mit so vielen Tieren nun einmal mit sich bringt.
Einzig die vielen Andeutungen auf das was noch kommt hätte ich nicht gebraucht, aber andersrum haben sie mich auch an das Erzählte gefesselt.
Wie bereits eingangs erwähnt: Dieses Buch hat mir ganz besonders gefallen. Der neue Hof, Chicago Care, die Hofbewohner und der langsame Aufbau plus Madeleines eigenes Ankommen. Alles war absolut nachvollfühlbar (kein Schreibfehler ;) ). Ich hatte die gesamte Zeit das Gefühl zur Teilzeit Wald-WG dazu zu gehören und ein Teil dieser illustren Runde zu sein.

Abgerundet werden die ganzen Geschichten all der Vier- und Zweibeiner von mehreren Seiten wunderschöner Fotografien, wodurch wir uns den Hof und alles drum rum noch viel besser vor Augen führen können.
Ich hatte wundervolle Lesestunden, bei denen ich mich vollkommen weg träumen konnte auf den Hof und zu den Tieren (Ich würde soooo gerne mal die Schwafe streicheln!)

Aber aufpassen: Das Buch weckt allzu schnell in einem den Wunsch genau so zu leben.
Fragt sich jetzt nur noch wo ich einen alten Hof herbekomme, den ich Stück für Stück wieder aufbauen und auf dem ich ein paar „Für Immer Tiere“ aufnehmen kann. (Keine Sorge, mir ist als Landkind durchaus bewusst wie viel Arbeit dahinter steckt und was das alles wirklich bedeutet, daher wird es dann wohl eher ein Traum bleiben. Aber ein paar Hühner... Vielleicht?)

Das Buch kann ich jedem empfehlen der ein bisschen mehr Natur im Alltag haben möchte, der vom eigenen Gnadenhof träumt, der Tiere liebt und einfach ankommen möchte.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Wehmütig, lyrisch und trotz all der Schrecken wunderschön geschrieben

Zugwind
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In Zugwind von Iryna Fingerova wird die Geschichte der jüdischen, aus der Ukraine stammenden Ärztin Mira Zehmann erzählt, deren Welt aus den Fugen gerät als in ihrer alten Heimat der Krieg ausbricht.

Mit ...

In Zugwind von Iryna Fingerova wird die Geschichte der jüdischen, aus der Ukraine stammenden Ärztin Mira Zehmann erzählt, deren Welt aus den Fugen gerät als in ihrer alten Heimat der Krieg ausbricht.

Mit schlichten, kraftvollen, gar poetischen Worten lässt Fingerova ihre Protagonistin Mira aus der Ich-Perspektive erzählen. Dabei wird schnell klar: Ein Wohlfühlroman wird das nicht. Und das ist auch absolut richtig und wichtig so.
Denn es ist ein Roman, der wichtigen, aktuelle Themen bespricht. Was ist zu Hause? Wie ist es wenn man sich nicht ganz zu Hause fühlt und zu Hause nicht sicher fühlen kann? Wie ist es, wenn man sich schuldig fühlt, weil man im sicheren Deutschland lebt und wie ist es, wenn der Zugwind bei einem einzieht und es aus allen Ritzen, Ecken und Löchern durch einen durch weht.
Mal beschreibt Fingerova die Ereignisse mit brillanter Klarheit. Lässt uns Ausschnitte aus den Leben der Patient:innen sehen, die zu Mira in die Hausarztpraxis kommen. Meist auch Ukrainer:innen, die froh sind über eine Ärztin die ihre Sprache spricht.
Dann wieder zaubert Fingerova durch eine bildhafte Sprache Szenen aufs Papier die mehr Gefühl als Wirklichkeit sind. Metaphern, Ideen und Emotionen werden so bildhaft dargestellt, dass man sich als Leser:in hier und da vielleicht mal fragt, was genau gemeint ist, aber das Gefühl sofort greifen kann.
Zu sensibel in Sachen Krankheiten sollte man nicht sein, denn Miras Alltag als Ärztin ist stellenweise detailliert beschrieben. Nicht als Schockmittel, sondern um klar zu zeigen was mit den Menschen passiert, die ihre Heimat verlassen müssen. Was unter Druck generell mit Menschen passieren kann.
Dabei ist mir besonders ein Kapitel im Gedächtnis geblieben, in dem Mosaik artig kurzer Absatz an kurzer Absatz gereiht wurde bei dem die verschiedenen Lebensrealitäten der Menschen gezeigt wurden. Die eine Familie will in Deutschland bleiben, die andere schnellstmöglich zurück, die nächste kann das alles kaum begreifen und überhaupt versteht man untereinander die Beweggründe der anderen kaum. Allein mit diesem Kapitel hat die Autorin es aus meiner Sicht geschafft einen Flickenteppich zu weben, in dem die diversen Ansichten meisterhaft miteinander verwebt wurden.

Mir hat der Roman, auch wenn ich öfter mal Pause machen musste, sehr gut gefallen. Die Pausen brauchte ich auch nur zum Durchatmen, denn wie gesagt, leichte Kost ist das hier sicher nicht. Dafür wehmütig, lyrisch und trotz all der Schrecken wunderschön geschrieben.

Ein Roman für alle die nicht nur Eskapismus, sondern auch andere Lebensrealitäten kennen wollen.

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Ein Spiegel der (Internet)Gesellschaft

Die Unbußfertigen
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Hey, du!

Möchtest du einen Roman lesen/hören, der dich alles was du auf Social Media erlebst hinterfragen lässt? Der dir die bittere Wahrheit zeigt? Der dich überlegen lässt ob der vermeintliche „Segen“ ...

Hey, du!

Möchtest du einen Roman lesen/hören, der dich alles was du auf Social Media erlebst hinterfragen lässt? Der dir die bittere Wahrheit zeigt? Der dich überlegen lässt ob der vermeintliche „Segen“ der sozialen Medien nicht doch viel mehr ein Fluch ist? Eine Honigfalle in die du, wir alle, beinahe die gesamte Welt getappt sind ohne es zunächst zu bemerken?

Dann bist du hier genau richtig!

Denn Elina Penner ist mit „Die Unbußfertigen“ ein Glanzstück gelungen durch dessen Schein die Gesellschaft den Spiegel vorgehalten bekommt. Komm rein, schau dich um und hinterfrage dich selber.

Ich fand die Geschichte um zehn Menschen, wie sie das Internet hervorgebracht hat sehr spannend und realistisch (in dem Sinne wie sie im Internet handeln). Klar, es ist alles überspitzt und jeder der zehn stellt einen Stereotypen dar und doch sind sie alle Charaktere für sich. Ich möchte nicht zu viel vom Inhalt verraten, denn ich habe das Buch vollkommen unvoreingenommen gehört und wurde dadurch an manchen Stellen selbst überrascht und das möchte ich auch dir gönnen.
Die Fragen die hier aufgeworfen werden sind Fragen die man sich beim lesen oder hören zum Teil selbst stellt. Selbst stellen sollte.
Vieles in dem Buch ist nicht neu, das ist klar. Aber die Art und Weise wie es erzählt wird ist großartig. Der Stil ist nüchtern und sachlich. Was die Geschehnisse nur umso deutlicher aufzeigt.
Viele der Zitate (besonders die von Natash) wollte ich herausschreiben um sie immer mal wieder lesen zu können. Was für mich zeigt: Das Buch ist ganz klar genial geschrieben.

Die Hörbuchversion, auf die ich hier zurückgegriffen habe, wird sehr passend vertont von Jana Kozewa, die es schafft für jede Szene einen angemessenen, stellenweise berichtend, neutralen Tonfall zu treffen, der die Geschehnisse im Buch perfekt unterstützt und somit nur noch stärker hervortreten lässt. Perfekte Wahl würde ich sagen.

Dies ist kein Roman, den man liest, zuklappt, ins Regal stellt und dann vergisst. Dies ist ein Roman der dich Dinge hinterfragen lässt. Der dich, im besten Fall, wach rüttelt. Es ist ein gesellschaftlicher, ein feminsitischer Roman der dich die Dinge eventuell neu bewerten lässt.
Solltest du dir natürlich vorher schon Gedanken zu den Themen gemacht haben die hier behandelt werden, dann ist sicher nicht alles neu, aber es lohnt sich dennoch.

Na los. Nicht so schüchtern. We`re all mad here!

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