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Veröffentlicht am 12.03.2026

erschreckend realistisch

EDEN - Wenn das Sterben beginnt
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Marc Elsberg thematisiert in seinem neuesten Thriller "EDEN - Wenn das Sterben beginnt" das Kippen von Ökosystemen. Was als einzelnes isoliertes Ereignis beginnt, zieht eine Kettenreaktion und das Kollabieren ...

Marc Elsberg thematisiert in seinem neuesten Thriller "EDEN - Wenn das Sterben beginnt" das Kippen von Ökosystemen. Was als einzelnes isoliertes Ereignis beginnt, zieht eine Kettenreaktion und das Kollabieren von verschiedenen Ökosystemen und der Nahrungskette nach sich.

Piero Manzano, den wir schon aus "Blackout" kennen, hat das Programm Vysyon entwickelt, das mittels KI drohende ökologische Katastrophen mit hoher Wahrscheinlichkeit vorausberechnen kann. Problematisch ist nur, dass er mit seinen Prognosen die Politik nicht erreicht. Allerdings sind Personen aus der Finanzwelt auf sein Programm aufmerksam geworden, die es für ihre eigenen Zwecke nutzen wollen.

Im Fokus der Handlung stehen die Meeresbiologin Sarah und Influencer Linus, zwei unterschiedliche Persönlichkeiten, die zufällig zusammentreffen. Während Linus anfangs sehr oberflächlich erscheint und nur auf Content für seine Kanäle aus ist, ist sich Sarah der Gefährdung der Umwelt nur zu bewusst. Doch ein Erlebnis ändert alles und Linus realisiert, dass er mit seiner Reichweite auch auf Umweltprobleme aufmerksam machen kann.

Was für ein spannender Thriller! Marc Elsberg hat es geschafft, mich mit seiner Handlung völlig in den Bann zu ziehen. Ultrakurze, schnell wechselnde Kapitel und Schauplätze sorgen für eine ganz eigene Dynamik und viel Spannung. Das Szenario, das er entwirft, wirkt leider allzu realistisch und könnte so ähnlich tatsächlich eintreten. Ebenso betroffen macht das Agieren der Politiker, die die Katastrophe nicht sehen wollen, nur ihren eigenen Vorteil und Machterhalt sehen. Untätig bleiben, bis es zu spät ist. Und es gibt Gruppen, die an Katastrophen noch verdienen und auf Krisen Wetten abschließen.

Von den Protagonisten hat mir Linus am besten gefallen, da er die Figur ist, die die größte Entwicklung durchmacht. Vom recht oberflächlichen Influencer schafft er es, mit seiner Comicfigur "Hippo", auf die ökologischen Probleme hinzuweisen. Bei seinen Followern entwickelt sich ein Bewusstsein für die herannahenden Katastrophen, er schafft sich dadurch aber auch Feinde.

Die Handlung ist fesselnd, vermittelt nebenbei wichtige Infos zu verschiedenen ökologischen Themen und ist dabei super spannend.

Fazit: Das Buch schreit nach einer Verfilmung, verdiente 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

ganz großes Kino

Das Signal
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Viola passiert das Schlimmste, was man sich vorstellen kann. Bei einem tragischen Unfall verliert sie ihr Bein, ihr bleibt nur ein Stumpf am Oberschenkel. Sie erwacht im Krankenhaus ohne genaue Erinnerung, ...

Viola passiert das Schlimmste, was man sich vorstellen kann. Bei einem tragischen Unfall verliert sie ihr Bein, ihr bleibt nur ein Stumpf am Oberschenkel. Sie erwacht im Krankenhaus ohne genaue Erinnerung, was zu dem Unfall geführt hat. Ihr Mann ist überfürsorglich, stellt für sie sogar eine Pflegerin ein. Doch Viola fühlt sich eingeengt, überwacht, sie kann sich mit ihrem Rollstuhl nur im Erdgeschoss bewegen. Anstatt Viola bei der Reha zu unterstützen, bremsen sie ihr Mann und die Pflegerin Otila aus. Irgendwann wird Viola klar, dass etwas ganz und gar nicht stimmt...

"Das Signal" von Ursula Poznanski ist ein packender Thriller, der mich auf ganzer Linie überzeugt hat. Dabei punktet der Thriller mit subtiler Spannung und kommt mit wenigen Protagonisten aus.

Für mich war die Figurenzeichnung perfekt, Viola war ich nah und konnte ihre Gefühle, Gedanken und Stimmungen nachvollziehen. Sie ist eine starke Persönlichkeit und versucht mit dem Verlust ihres Beins irgendwie klarzukommen. Wo andere an ihrer Stelle zerbrechen, gewinnt sie an Stärke und tut alles, um wieder auf die Beine zu kommen.

Auch ihre Pflegerin Otilia ist toll gezeichnet, wenngleich sie alles andere als sympathisch rüberkommt. Violas Freundinnen und ihr Mann bleiben blasser, was aber nicht stört.

Die Idee mit den Trackern ist genial, vor allem was Viola draus macht. Auf die Idee muss man erst mal kommen.

Die Stärke liegt bei diesem Thriller darin, wie gekonnt die Autorin Violas Situation beschreibt, so dass ich permanent am mitfiebern war. Der Fokus liegt nicht in viel Action, sondern auf den leisen subtilen Tönen. Stimmig und fesselnd bis zum Ende.

Fazit: Starker Thriller der mich auf ganzer Linie überzeugt hat. Unbedingte Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 31.01.2026

fesselnd und super spannend

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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"Grenzfall - ihr Grab in den Fluten" ist der sechste Fall für Alexa Jahn und ihren Vater Bernhard Krammer, das grenzüberschreitende Team.

Alexa erlebt zum ersten Mal einen Katastrophenalarm, anhaltende ...

"Grenzfall - ihr Grab in den Fluten" ist der sechste Fall für Alexa Jahn und ihren Vater Bernhard Krammer, das grenzüberschreitende Team.

Alexa erlebt zum ersten Mal einen Katastrophenalarm, anhaltende Unwetter mit heftigen Regenfällen haben zu epischen Überschwemmungen geführt. Flüsse treten über das Ufer, ganze Landstriche sind unter Wasser. Menschen müssen von Dächern gerettet werden, viele werden vermisst. Und für manche kommt jede Hilfe zu spät. Die Helfer geben alles, um möglichst viele Menschen zu retten. Alexa findet einen Vermissten, doch er ist nicht durch die Unwetter gestorben, jemand hat ihn ermordet.

In Österreich ist die Wetterlage ähnlich schlimm, Bernhard Krammer sucht verzweifelt nach einer Gruppe Jugendlicher, die auf einem Ausflug auf eine Hütte verschollen sind.

Was für ein spannender Fall! Durch den Prolog und einen Brief fängt die Geschichte schon spannend an und setzt sich genauso spannend fort.

Die Lage ist bedrohlich, chaotisch, diese Atmosphäre ist perfekt eingefangen. Man realisiert, welche Kraft das Wasser hat und wie hilflos man dieser Naturgewalt ausgeliefert ist. Verschiedene Schauplätze und Handlungsstränge sorgen für einen ganz eigenen Drive, so dass ich das Buch gar nicht pausieren wollte.

Ich habe mich gefreut die schon bekannten Charaktere zu treffen und die Ermittlungen hüben wie drüben zu verfolgen. Das Privatleben spielt bei diesem Fall keine Rolle, so dass ich gespannt bin, welche Entwicklungen uns im nächsten Teil erwarten.

Fazit: Ich fand die Handlung komplex, tragisch, und absolut fesselnd. Dazu noch das sensible Thema. Auch wenn jetzt die ganz großen Überraschungen gefehlt haben, war das Buch für mich ein Pageturner. Jetzt schon ein Highlight 2026.

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Veröffentlicht am 17.01.2026

Fesselnder Krimi mit einem neuen Ermittler

Minnesota
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Schauplatz Minnesota: Holger Rudi reist nach Minnesota, um ein Buch über einen True-Crime-Fall zu schreiben, der sich 2016 ereignet hat. Damals wurden Männer aus dem Drogen- und Waffenmilieu ermordet, ...

Schauplatz Minnesota: Holger Rudi reist nach Minnesota, um ein Buch über einen True-Crime-Fall zu schreiben, der sich 2016 ereignet hat. Damals wurden Männer aus dem Drogen- und Waffenmilieu ermordet, der Ermittler der den Fall aufgeklärt hat ist Bob Oz. Ein kantiger, traumatisierter Charakter, der seinen eigenen Weg geht und sich gern über Anweisungen und Regeln hinwegsetzt. Er zieht seine eigenen Schlüsse und ist dem Mörder dicht auf den Fersen....

Jo Nesbø hat mich hier wieder einmal voll abgeholt. Nach Harry Hole ermittelt hier ein neuer Protagonist, der auf seine Art kaputt, vom Leben gezeichnet ist. Der mit seinen inneren Dämonen kämpft und nicht aufgibt. Auch nicht, als er vom Fall abgezogen und suspendiert wird.

Ich fand Bob Oz auf seine Art sympathisch und habe mit ihm mitgefiebert. Zieht er die richtigen Schlüsse? Kommt er dem Killer näher? Oder spielt dieser mit ihm? Neben Bob Oz gibt es noch einen Charakter, der sehr gut skizziert ist, die anderen bleiben etwas blasser.

Jo Nesbøs Schreibstil lässt sich super lesen, er schafft Atmosphäre und baut Gesellschaftskritik ein. Themen, die nachdenklich machen. Ein Twist am Ende war für mich der Aha-Effekt, absolut gelungen.

Fazit: Fesselnder Krimi mit einem neuen Ermittler

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Veröffentlicht am 18.12.2025

das Graumädchen

Rostiges Grab
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"Rostiges Grab" ist der dritte Fall für Leo Asker und ihre Abteilung der verlorenen Seelen. Worum geht es diesmal? Zwei Urban Explorer machen eine Exkursion zu einer lange brachliegenden Torffabrik im ...

"Rostiges Grab" ist der dritte Fall für Leo Asker und ihre Abteilung der verlorenen Seelen. Worum geht es diesmal? Zwei Urban Explorer machen eine Exkursion zu einer lange brachliegenden Torffabrik im Roskogen, einem Waldgebiet. Dort wurde vor 10 Jahren eine Frau ermordet aufgefunden, einer ihrer Finger war abgetrennt und nicht auffindbar. Genau wie bei dem sogenannten Graumädchen, einer uralten Moorleiche aus dem Roskogen. Die Urban Explorer sind zu Tode erschrocken, als plötzlich eine Frau vor Ihnen erscheint und ihnen einen abgetrennten Finger präsentiert. Ein perfekter Fall für Leo Asker und ihr Team.

Anders de la Motte würzt seine Story mit viel einer dichten, düsteren und unheimlichen Atmosphäre, die Gänsehaut beschert. Die Szenerie im Roskogen mit einem alten, teils überwucherten Autofriedhof mitten im Wald ist unheimlich und perfekt eingefangen, ich hatte Kopfkino.

Leo Asker ermittelt mit ihrem Team in dem Fall, wobei jemand es darauf angelegt hat, ihre Karriere endgültig zu beenden. Ihr Jugendfreund Martin Hill stellt unabhängig von Leo Nachforschungen an, die Zusammenarbeit der beiden ist diesmal problematisch.

Ich fand die Geschichte spannend, es gibt einige Überraschungen und einen Twist am Ende, der mich kalt erwischt hat. Ein Cliffhanger, so dass ich die Fortsetzung kaum erwarten kann.

Fazit: Sehr genialer Teil der Reihe, der mit viel Atmosphäre und Spannung punktet. Verdiente 5 Sterne.

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