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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2026

Entspannte Lesestunden

Widdersehen
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Diese Fortsetzung knüpft auf äußerst unterhaltsame Weise an die Ereignisse rund um die Rückkehr zur besten Schafherde der Welt an und bleibt dabei genau dem treu, was schon zuvor so viel Freude gemacht ...

Diese Fortsetzung knüpft auf äußerst unterhaltsame Weise an die Ereignisse rund um die Rückkehr zur besten Schafherde der Welt an und bleibt dabei genau dem treu, was schon zuvor so viel Freude gemacht hat: ein liebevoll erzählter, leicht schräger Krimi mit einer ganz besonderen Besetzung.

Im Mittelpunkt stehen wieder die tierischen Hauptfiguren, die mit ihren ganz eigenen Persönlichkeiten und Eigenheiten für jede Menge Charme sorgen. Das Besondere sind die kleinen Marotten und das Zusammenspiel der Tiere untereinander. Gerade das macht den besonderen Humor des Buches aus: Die Figuren bleiben sich treu, reagieren auf ihre ganz eigene Weise auf die Geschehnisse – und genau darin liegt der Witz.
Unterstützt wird das Ganze durch einige neue tierische Charaktere, oder auch gereifte. Sie bringen frischen Wind in die Handlung, ohne das bewährte Gleichgewicht durcheinanderzubringen. Vielmehr erweitern sie das Ensemble auf eine Weise, die zusätzliche komische Situationen ermöglicht und das Miteinander noch lebendiger macht.

Der Kriminalfall selbst bildet den roten Faden der Geschichte, steht aber nie so sehr im Vordergrund, dass er die Leichtigkeit verdrängt. Vielmehr dient er als Rahmen für die vielen kleinen, oft herrlich absurden Momente, die sich aus der Perspektive der Tiere ergeben. Genau hier spielt der Roman seine größte Stärke aus: Die Mischung aus Spannung und augenzwinkerndem Humor sorgt dafür, dass man das Buch mit einem dauerhaften Schmunzeln liest.

Der Schreibstil ist wie gewohnt angenehm flüssig und sehr zugänglich. Er schafft es mühelos, eine dichte, aber gleichzeitig entspannte Atmosphäre zu erzeugen. Man fühlt sich sofort in das Setting hineingezogen und begleitet die tierischen Ermittler mit großer Freude durch die Handlung. Besonders gelungen ist dabei die Balance zwischen erzählerischer Ruhe und den pointierten, humorvollen Szenen.
Das Buch will kein hochkomplexer Krimi sein, sondern ein unterhaltsamer Begleiter für entspannte Lesestunden – und genau das gelingt ihm hervorragend. Die Geschichte lebt von ihrem Witz, ihren Figuren und dem vertrauten Gefühl, wieder Teil dieser ungewöhnlichen Gemeinschaft zu sein.
Insgesamt ist diese Fortsetzung eine rundum gelungene Mischung aus leichtem Krimi und tierischem Humor. Wer bereits Gefallen an der Geschichte rund um die beste Schafherde der Welt gefunden hat, wird auch hier wieder bestens unterhalten. Eine klare Empfehlung für alle, die charmante, humorvolle Krimis mit außergewöhnlichen Figuren lieben.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Feel-Good-Roman mit nachdenklichen Tönen

Andere nennen es Urlaub
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Der Roman ist ein klassischer Feel-Good-Roman – allerdings einer, der mehr Tiefgang bietet, als man zunächst erwarten würde. Wer hier eine durchgehend leichte, humorvolle Urlaubslektüre sucht, wird vielleicht ...

Der Roman ist ein klassischer Feel-Good-Roman – allerdings einer, der mehr Tiefgang bietet, als man zunächst erwarten würde. Wer hier eine durchgehend leichte, humorvolle Urlaubslektüre sucht, wird vielleicht überrascht sein: Zwar gibt es immer wieder Szenen mit unterhaltsamem und auch humorvollem Charakter, insgesamt schlägt die Geschichte jedoch eher leisere, melancholische Töne an.
Im Mittelpunkt stehen Themen wie die sich wandelnde Eltern-Kind-Beziehung, Verlustängste, Unsicherheiten und schwierige Lebensphasen. Auch Gefühle wie Trauer und Einsamkeit werden sensibel aufgegriffen und authentisch dargestellt.

Der Schreibstil ist einfühlsam und angenehm zu lesen, sodass man gut in die Geschichte eintauchen kann. Auch wenn manche Entwicklungen vorhersehbar erscheinen, tut das dem Leseerlebnis keinen großen Abbruch – vielmehr steht die emotionale Reise der Figuren im Vordergrund.
Insgesamt ist „Andere nennen es Urlaub“ ein ruhiger, berührender Roman, der das Genre des Feel-Good-Buchs um nachdenkliche und ernstere Nuancen ergänzt. Ein schönes Buch für alle, die Geschichten mit Herz und einem Hauch Melancholie schätzen.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Drei Frauen, ein Serienmörder – und der Mut, die Regeln zu brechen (Spoilerfrei)

Ein guter Blick fürs Böse
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Dieses Buch entführt in die 1960er-Jahre – eine Zeit, in der Frauen gesellschaftlich stark eingeschränkt waren und meist auf Rollen wie Sekretärin, Hausfrau oder „schmückendes Beiwerk“ reduziert wurden. ...

Dieses Buch entführt in die 1960er-Jahre – eine Zeit, in der Frauen gesellschaftlich stark eingeschränkt waren und meist auf Rollen wie Sekretärin, Hausfrau oder „schmückendes Beiwerk“ reduziert wurden. Mit feinem Gespür zeichnet die Autorin die Atmosphäre dieser Epoche nach und macht die strukturelle Ungleichheit ebenso greifbar wie die alltäglichen Demütigungen, mit denen Frauen konfrontiert waren.
Im Zentrum der Geschichte stehen drei außergewöhnliche Frauen, die sich nicht länger mit den ihnen zugedachten Rollen zufriedengeben. Statt sich unterdrücken zu lassen, nehmen sie ihr Schicksal selbst in die Hand – und begeben sich auf die Spur eines Serienmörders. Was zunächst wie ein klassischer Kriminalplot erscheint, entwickelt sich schnell zu einer vielschichtigen Erzählung über Mut und Zusammenhalt.
Besonders auffällig ist die Unterschiedlichkeit der drei Frauen, die jeweils ihre eigenen Hintergründe und traumatischen Erfahrungen mitbringen. Allerdings bleibt ihre charakterliche Tiefe stellenweise etwas hinter den Erwartungen zurück, sodass es schwerfällt, eine wirklich enge Verbindung zu ihnen aufzubauen. Trotz ihrer interessanten Ansätze und individuellen Geschichten gelingt es dem Roman nicht ganz, die Figuren so greifbar zu machen, dass man sich ihnen emotional vollständig annähern kann.
Da das Buch als Krimi angekündigt wird, hätte ich mir persönlich etwas mehr Spannung gewünscht. Zwar ist es durchaus interessant zu verfolgen, wie die Frauen den Fall lösen – ganz ohne moderne Hilfsmittel wie Smartphone oder Internet –, doch rückt der eigentliche Kriminalfall stellenweise in den Hintergrund. Stattdessen liegt der Fokus stärker auf der Entwicklung der Frauen und den gesellschaftlichen Umständen dieser Zeit.
Nichtsdestotrotz lässt sich das Buch wunderbar lesen. Es überzeugt mit einem außergewöhnlich dichten und atmosphärischen Worldbuilding, wie man es heute nur noch selten findet. Insgesamt bleibt es eine klare Leseempfehlung, besonders für alle, die neben einer Geschichte auch ein eindrucksvolles Zeitporträt schätzen.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Spannendes Experiment mit offenen Ende

Happy Head
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Das Cover in Kombination mit dem Buchschnitt ist sehr gelungen und passt hervorragend zur Geschichte. Es vermittelt schon optisch die Botschaft, dass hinter einer lächelnden Maske etwas Böses steckt.
Ein ...

Das Cover in Kombination mit dem Buchschnitt ist sehr gelungen und passt hervorragend zur Geschichte. Es vermittelt schon optisch die Botschaft, dass hinter einer lächelnden Maske etwas Böses steckt.
Ein Experiment, das ein ernstes Thema aufgreift – den Umgang mit Druck und das Streben nach Perfektion. Gerade dieser Aspekt macht die Geschichte teilweise ziemlich bedrückend, aber auch sehr spannend.
Besonders gefallen hat mir, dass die Handlung immer wieder mit überraschenden Wendungen aufwartet. Jedes Mal, wenn ich dachte, ich hätte verstanden, worauf alles hinausläuft, kam noch einmal eine neue Enthüllung, die die Situation in einem völlig anderen Licht erscheinen ließ.
Der Schreibstil ist locker und leicht zu lesen, sodass ich schnell durch das Buch gekommen bin. Der Protagonist wirkt stellenweise etwas seltsam, was ihn jedoch auch interessant macht und gut zur Atmosphäre der Geschichte passt.
Was mir allerdings nicht gefallen hat: Das Buch ist der erste Teil einer Dilogie. Das war für mich vorher nirgends ersichtlich. Ich bin von einem Stand-alone ausgegangen und war deshalb etwas enttäuscht, als die Geschichte mit einem völlig offenen Ende aufhört. Grundsätzlich ist eine Fortsetzung kein Problem – aber es wäre schön gewesen, wenn das vorher klar kommuniziert worden wäre.
Alles in allem ist das Buch stellenweise bedrückend, aber sehr spannend und absolut lesenswert. Trotz des offenen Endes kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 24.12.2025

Einblicke in ein interessantes Thema

Frauen trainieren anders. Fitness und Sport im Einklang mit deinen Hormonen
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Dieses Sachbuch bedient eine Lücke, ist doch das Thema Training für Frauen in der Fachpresse kaum präsent. Deswegen war ich sehr gespannt auf das Buch.
Optisch ist es sehr ansprechend, die Grafik ist ...

Dieses Sachbuch bedient eine Lücke, ist doch das Thema Training für Frauen in der Fachpresse kaum präsent. Deswegen war ich sehr gespannt auf das Buch.
Optisch ist es sehr ansprechend, die Grafik ist klar und abwechslungsreich strukturiert, das Schriftbild angenehm zu lesen.
Im Buch werden die geschlechtlichen Unterschiede im Training erklärt und Möglichkeiten dargestellt, wie man gezielt im Einklang mit dem Zyklus trainieren kann. Dabei werden auch die möglichen Lebenssituationen berücksichtigt.
Dieses Buch stellt eine erste Orientierung zu dem Thema da. Die Zielgruppe ist meiner Meinung nach die sehr sportinteressierte Frau um die 30. Viele Ansätze sind sehr interessant und aufschlussreich.

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