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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2026

Viel Einfühlung in die Hauptfiguren spürbar, überraschend, braucht etwas mehr Konzentration

Das Leben in meinem Sinn 1
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Jetzt habe ich schon wieder den Beginn eines auf mehrere Veröffentlichungen aufgeteilten Romans erwischt. Obwohl mir diese Konzept nicht liegt und beim vorliegenden Buch der erste Teil am Schluss krass ...

Jetzt habe ich schon wieder den Beginn eines auf mehrere Veröffentlichungen aufgeteilten Romans erwischt. Obwohl mir diese Konzept nicht liegt und beim vorliegenden Buch der erste Teil am Schluss krass abgeschnitten wurde, habe ich mir trotzdem den Beginn eines weiteren Romans von Susanna Ernst heruntergeladen. Denn ich mochte Das Leben in meinem Sinn sehr. Der Anfang der Geschichte ist etwas geheimnisvoll mit dieser mysteriösen Entität, die sagt, sie sei kein Engel, jedoch Milliarden Schutzbefohlene hat und deren Geschick sacht zu lenken scheint. Ich wurde schnell neugierig, zumal die Handlung immer wieder überraschte mit einem Wechsel zwischen der Gegenwart und einer anderen Ebene. Ich brauchte etwas mehr Konzentration, um mich durchzufinden: Was ist das Jetzt und was ist die Vergangenheit, ein Traum oder eine Filmszene? Teils überlappen sich diese Ebenen sogar. Ich musste stellenweise etwas genauer lesen, damit alles klar bleibt. Dieses Verflochtene hat mir aber gefallen, nicht nur, weil es Abwechslung mit sich brachte, sondern auch Einfühlung in die Hauptfiguren, aus deren Perspektive heraus die Geschichte erzählt wird. Beide waren mir sympathisch. Sprachlich kommt die Autorin mit wenig Redewendungen aus, was den Text ehrlich und persönlich klingen lässt. Die Inhaltsangabe des Verlags halte ich für einen Missgriff, denn dieser Teil geht bei Weitem nicht so weit. Dass Ben sich verliebt haben könnte, klingt nur an. Er selbst hält es für Befangenheit. Am Film-Set hält sich die Geschichte nicht ganz so viel auf, wie man glauben würde, denn dieser Teil erzählt erst einmal von Ben, seinem bisherigen Leben und wie es passiert, dass er zu dieser Serie kommt. Die "ungeahnten Wege" sind noch gar nicht in Sicht. Insgesamt möchte ich diese Geschichte mit 4 Sternen bewerten.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Einfühlsam wird die Situation zwischen einem alten Leben und dem Neuanfang beschrieben

Wenn dein Herz woanders wohnt – Sehnsuchtsträume
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Mir gefällt das Konzept der Vorgeschichte besser, um einen Autoren kennenzulernen, als das Konzept, dass ein Roman in mehrere Teile zerlegt wird. Hier jedoch wurde der Schnitt gut gewählt: Ich hatte den ...

Mir gefällt das Konzept der Vorgeschichte besser, um einen Autoren kennenzulernen, als das Konzept, dass ein Roman in mehrere Teile zerlegt wird. Hier jedoch wurde der Schnitt gut gewählt: Ich hatte den Eindruck, Leonie hätte am Schluss die erste Hürde, eine Etappe auf ihrem Weg hinter sich gebracht; auch wenn sich der Text, wäre er eine Kurzgeschichte, zu ausführlich mit den Figuren beschäftigt und zu viele Handlungsstränge angelegt wurden. Die Inhaltsangabe des Verlags ist eigentlich falsch, da sie auf das Ende des Textes fokussiert und ignoriert, dass er hauptsächlich die Situation der beiden Hauptfiguren, aus deren Sicht die Story erzählt wird, darstellt. Den Anfang fand ich etwas unglücklich, weil für mich zu esoterisch mit den affirmativen Sätzen/Beschwörungsformeln am Spiegel und den Farbnamen. Das hat sich jedoch bald verwachsen und für mich harmonisch in die Geschichte eingefügt. Ich fand sie bald einnehmend, weil ich zunächst Leonie und später Thies in ihrer Situation sehr gut verstehen konnte und die Geschichte ohne Klischees auskommt. Ich fand sie sehr individuell, auch sprachlich entwickelte Judith Wilms ihren eigenen, persönlichen Stil. Und auch das, was ihre Figuren denken, wie sie erleben, wirkte auf mich individuell und damit glaubwürdig und berührend. Ich bin nicht abgeneigt, die Story weiter zu verfolgen, und bewerte sie mit 4 Sternen.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Eine phantasievolle Kurzgeschichte mit sympathischen Figuren

Doktor Maxwells weihnachtliche Zeitpanne
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Mir hat diese Kurzgeschichte sehr gut gefallen, denn sie war phantasievoll und ein bißchen berührend und sie hatte auch etwas Humor. Auf jeden Fall hat sie mich neugierig gemacht auf weitere Untersuchungen ...

Mir hat diese Kurzgeschichte sehr gut gefallen, denn sie war phantasievoll und ein bißchen berührend und sie hatte auch etwas Humor. Auf jeden Fall hat sie mich neugierig gemacht auf weitere Untersuchungen historischer Ereignisse, die Dr. Maxwell in zeitgenössischer Umgebung betreibt (Zeitreise darf man es aus irgendeinem Grund nicht nennen). Die Figuren blieben etwas blass, was angesichts der Anzahl der Figuren und des spärlichen Raums von 30 Seiten nachvollziehbar ist. Es musste deren Charakterisierung zugunsten der Handlung knapp ausfallen. Aber Dr. Maxwell und ihr Team wirkten auf mich trotzdem sympathisch und auch etwas frech/witzig und die Handlung war nicht ganz vorhersehbar. Von mir bekommt diese Kurzgeschichte 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Amüsante Geschichte mit vielen Ideen, setzt aber zu viel Wissen über den ersten Teil voraus

Der Duft von Ingwerkeksen
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Mir hat sehr gut gefallen, wie Jodi Taylor durch ihre Story führt. Ihre vielen Einfälle zur Handlung und zu den Dialogen bereichern die Geschichte mit interessanten Kleinigkeiten, machen sie abwechslungsreich ...

Mir hat sehr gut gefallen, wie Jodi Taylor durch ihre Story führt. Ihre vielen Einfälle zur Handlung und zu den Dialogen bereichern die Geschichte mit interessanten Kleinigkeiten, machen sie abwechslungsreich und lebhaft. Dabei wird trotzdem der Rote Faden verfolgt und die Geschichte stringent erzählt. Ich fand sie amüsant auch durch das Verhältnis der Figuren zueinander, das den etwas dominanten, aber liebenswerten Hausherrn durch kleine Gesten seiner Mitmenschen frech eingrenzt. Der Esel, der in dieser Story eine tragende Nebenrolle hat, hat zudem einigen Unterhaltungswert. Schade fand ich, dass zu viel an Wissen vorausgesetzt wird. Man kann die Geschichte durchaus verstehen, ohne den vorausgehenden Roman gelesen zu haben. Mich hat allerdings einiges irritiert, weil ich den ersten Teil nicht kenne. Zwar ließ ich mir egal sein, wer da in der ersten Szene genau am Tisch sitzt. Als jedoch die Rede von Thomas war, was er gesagt hätte und dass er nun nicht mehr da sei, wollte ich schon wissen, wer da wohl gestorben ist: niemand - Thomas ist der unsichtbare Freund der Hausherrin Jenny, der erstmals auftrat, als Jenny 13 Jahre alt war, die Gestalt eines großen goldenen Pferds hatte, nach Ingwerkeksen duftete, und verschwand, als Jenny die schweren Zeiten überwunden hatte. So spielt der Titel nicht nur auf die Weihnachtszeit an, in der die Story anberaumt ist, sondern auf einen verlorenen Freund. Ich gebe dieser Geschichte 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Lebhafter, effizienter Schreibstil, realistische, glaubwürdige Farstellung

Auf diese Art zusammen
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Mir hat diese Kurzgeschichte sehr, sehr gut gefallen. Die Autorin Jojo Moyes hat eine Art, einerseits gleichzeitig effizient und anschaulich, andererseits auch überraschend zu erzählen. Es gibt keine detaillierten, ...

Mir hat diese Kurzgeschichte sehr, sehr gut gefallen. Die Autorin Jojo Moyes hat eine Art, einerseits gleichzeitig effizient und anschaulich, andererseits auch überraschend zu erzählen. Es gibt keine detaillierten, langatmigen Beschreibungen z. B. von Handlungen, welche die Vorstellung des Lesers unnötig lenken. Die Autorin erzählt, was auf der Ebene darüber passiert, und eröffnet damit, während die Situation dargestellt wird, Einblicke in Gedanken und Gefühle der handelnden Figuren. Ihre Dialoge haben kleine Einschübe, die auflockern, aber zudem helfen, die Figuren zu charakterisieren. Sehr glaubwürdig beschreibt Jojo Moyes die schwierige Situation des Lockdowns, welche die Hauptfigur Lou einerseits von ihrem Mann trennt, sie andererseit zu einem Leben mit den Eltern zwingt. Angst, der Wille, das Problem zu überwinden, und die Belastungen und Absurditäten der Pandemie werden deutlich. Die Autorin hat es geschafft, dies in überwingend munterem Ton zu schreiben. Wo es traurig wird, konnte sie dem Ganzen einen Anstrich von Zuversicht zu geben, und ist dabei realistisch und glaubwürdig geblieben. Das Ende fand ich etwas hastig. Nur aufgrund der Kürze des Textes vergebe ich keine 5 Punkte, sondern nur 4.

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