Eine Geschichte wie ein warmer Sommerregen
Der Sommer, der uns blieb.
Es gibt Bücher 📚, die verfolgen einen auf Schritt und Tritt. "Der Sommer, der uns blieb" ist definitiv so ein Buch. Die Aufmachung ist Sommer pur und sehr romantisch, wie ich finde. Der Inhalt kann ...
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Es gibt Bücher 📚, die verfolgen einen auf Schritt und Tritt. "Der Sommer, der uns blieb" ist definitiv so ein Buch. Die Aufmachung ist Sommer pur und sehr romantisch, wie ich finde. Der Inhalt kann mithalten und weiß zu verzaubern. Ich war zeitweise wieder ein Teenager und habe mich an die vielen Nachmittage am Baggersee erinnert. Ich bin jedoch froh darüber, dass ich kein Drama aus dieser Zeit zu berichten habe. Da ging es den drei Hauptfiguren in diesem Roman ganz anders. Besonders Pia hat mich mehrmals zum Weinen gebracht.
20 Jahre hat zwischen Britta, Pia und Martin Funkstille geherrscht, bis Martin zufällig ein Flyer in die Hände fällt, der Pia mit dunklen Haaren zeigt. Ist sie das wirklich? Pia ist doch eigentlich eine temperamentvolle Frau mit roten Haaren. Der Flyer kündigt eine Vernissage mit Pias Fotografien an.
Martin hat nach dem Tod seines Vaters die Firma übernommen. Es ist jedoch ein offenes Geheimnis, dass seine Mutter weiterhin das Sagen hat, obwohl sie sich eigentlich zur Ruhe gesetzt hat. Er ist der einzige von den drei Freunden, der immer noch in dem beschaulichen Ort lebt, und sogar noch in seinem Elternhaus wohnt.
Britta lebt in Frankfurt und arbeitet als Krankenschwester. Sie hat mit einem verheirateten Arzt seit Jahren ein Verhältnis. Ihre Mutter verstarb vor ein paar Jahren. Sie muss zu ihrem Elternhaus, da ihr Vater mittlerweile an Demenz leidet. Britta nutzt die Zeit, um ihr Leben zu überdenken. Nicht mehr lange, dann ist sie für zwei Leben verantwortlich ...
Pia ist die Dritte im Bunde und möchte Klarheit in eine Sache bringen, die vor 20 Jahren ihre Freundschaft mit Britta und Martin beendet hat. Pia muss sich beeilen, da sie krank ist und ihr die Zeit davonläuft.
Die Geschichte enthält sehr viele Geheimnisse und schwere Schicksale und kommt dennoch unaufgeregt daher. Mir ist aufgefallen, dass in diesem Drama überwiegend die Mütter eine unrühmliche Rolle spielen. Besonders Martin ist der eisigen Kälte seiner Mutter ausgesetzt.
Ich habe mich sehr wohl in dem kleinen Örtchen gefühlt, das zwischen Seen und saftigen Wiesen zum Verweilen einlädt. Die drei Freunde sind mir sehr ans Herz gewachsen. Die Geheimnisse, die ans Tageslicht kommen, könnten tragischer nicht sein. Ich war wirklich sehr gespannt, ob die Freundschaft der drei noch eine Chance hat.
Das Ende fand ich sehr emotional. Der Schreibstil liest sich wie Butter und ich habe jedes Wort genossen. Jedes Kapitel fängt mit einem wunderschönen Zitat aus der Feder der Autorin an.
Eine klare Empfehlung. Ein guter Tipp von mir: Haltet Taschentücher bereit. Besonders am Ende!
Danke, Greta Herrlicher. Gerne mehr davon.