Stimmungsvoll und eindringlich
SpiegellandDer neue Roman von Rebekka Frank erzählt auf drei Zeitebenen eine Familiengeschichte. Die Handlung spielt zum einen im Jahr 2025 und dreht sich um Elias, der von zu Hause zu seiner Oma geflüchtet ist. ...
Der neue Roman von Rebekka Frank erzählt auf drei Zeitebenen eine Familiengeschichte. Die Handlung spielt zum einen im Jahr 2025 und dreht sich um Elias, der von zu Hause zu seiner Oma geflüchtet ist. Die größte Rolle spielt der Handlungsstrang um 1999, in dem Cato mit ihrer Tochter Kira vor ihrem gewalttätigen Mann ins Moor flieht. Im Jahr 1769 lebt bereits Aletta im Moor und muss sich mit den Widrigkeiten dieser Zeit auseinandersetzen.
Die Zeitebenen sind gut miteinander verknüpft. Dadurch wird die Handlung flüssig und kurzweilig. Der Handlungsstrang im Jahr 1999 hat mir persönlich am besten gefallen. Es war aber auch sehr sehr interessant, mehr über das Leben und die Erschließung einer Moorlandschaft zu erfahren. Die Beschreibung der Moorlandschaft ist sehr atmosphärisch und die Details interessant.
Im Zentrum stehen starke Frauen, aber auch das Thema Gewalt gegenüber Frauen und patriarchale Strukturen. Insgesamt ist „Spiegelland“ ein eindringlicher Roman zu einem wichtigen Thema, der nachhallt.